Nochmal zu gestern

Mohammed Amin al-Husseini (1893-1974), der „Großmufti von Jerusalem“ war sicherlich eine der übelsten Gestalten des 20. Jahrhunderts. Um zu dieser Feststellung zu gelangen, muß man ihm nicht die Empfehlung an Hitler in den Mund legen, die Juden zu vernichten, wie Netanjahu es in plumpester Propaganda nicht zum ersten Mal tat. Netanjahu sucht nach Vorwänden, jegliche Verständigung mit den Palästinensern zu verhindern. Dazu ist ihm kein Mittel zu schäbig.
Stellt man Netanjahu richtig, entlastet das den Mufti nicht, der mit Hitler ein mehr als nur taktisches Bündnis einging. Ich unterstelle ihm, daß er Hitler auch nicht von seinen Plänen abgeraten hätte. Ein paar Wochen vor der Wannsee-Konferenz, in der die „Endlösung“ nicht beschlossen, sondern deren Durchführung in knapp anderthalb Stunden abgesprochen wurde, war der Mufti bei Hitler zu Besuch – nicht nur auf Stippvisite. Er blieb in Berlin bis zum Ende des Krieges, um dann, zuerst als Kriegsverbrecher in französischer Haft, in Ägypten Asyl zu finden.
Von Arabern, namentlich von Palästinenern, wurde er gleichwohl gefeiert, auch von denen, die als progressiv gelten. Arafat nannte ihn „unseren Helden al-Husseini“.
Gegen das Verlangen, den Helden an das Nürnberger Kriegsverbrecher-Tribunal zu überstellen, legte sich die britische Regierung quer. Eine Anklage fand sie nicht opportun. Auch ein Auslieferungsersuchen Jugoslawiens wurde nicht erfüllt.
Daß Arafat ein Neffe des Mufti war, ist eine Propagandalüge der angeblichen „Antideutschen“.
grossmufti..

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