Seenotrettung

Die der VVN-BdA Nordrhein-Westfalen bittet darum, die Initiative JUGEND RETTET zu unterstützen. Entnehmt die Einzelheiten dem Text von Antje Zimmermann:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
vermutlich habt ihr in den Nachrichten von den neusten Ereignissen im Zusammenhang mit der Situation im Mittelmeer vor der libyschen Küste Kenntnis bekommen. Eins der NGO-Rettungsschiffe, die IUVENTA vom Verein JUGEND RETTET, ist letzte Woche im Rahmen staatsanwaltlicher Ermittlungen von den italienischen Behörden beschlagnahmt worden.
Es ist für mich unfassbar, wie zur Zeit versucht wird, die Arbeit der NGOs vor Ort zu erschweren und zu kriminalisieren. Ich war selbst im Frühjahr auf einer der Rettungsmissionen der IUVENTA und sage, das Konstrukt der Staatsanwaltschaft, es gäbe eine Absprache oder gar Zusammenarbeit zwischen den NGOs die Seenotrettung betreiben und den Schleppern, ist absurd. Um das profitable Schleppergeschäft zu stoppen, braucht es politische Lösungen und keine medienwirksame Diffamierung der Initiativen, die Menschen vor dem Ertrinken bewahren. Seenotrettung ist kein Verbrechen!
Darüber hinaus können langfristig nur sichere und legale Einreisemöglichkeiten für Menschen auf der Flucht und eine europäisch abgestimmte Einwanderungspolitik, an der sich alle Staaten beteiligen, das Sterben im Mittelmeer beenden.
Jedes Schiff zur Seenotrettung ist wichtig. Trotz des unermüdlichen Einsatzes der NGOs sind bereits über 2400 Menschen in diesem Jahr, bei dem Versuch nach Europa zu gelangen, ertrunken.
Ich bitte euch deshalb um eure Unterstützung und Solidarität mit JUGEND RETTET und darum, die Petition unter https://rettung-ist-kein-verbrechen.de/ zu unterschreiben.
Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Zur aktuellen Situation siehe auch ein Interview mit SEA-WATCH: https://www.neues-deutschland.de/artikel/seenotretter-in-not

Antje Zimmermann
Hamburg
Telefon: 040 2858-1195

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