Man hat ja seine Gewohnheiten …

… oder auch nicht. Sie müssen es wissen.
Dieses Bild kennen Sie ja schon.
Zu meinen unzähligen unumstößlichen Gewohnheiten gehört der Spaziergang am zweiten Weihnachtstag, und zwar immer genau derselbe Verlauf. Dazu gehört: diese Straße in Duissern.
Diese schöne Straße führte von Magdas Wohnung (die sie mit mir teilte) zur Bushaltestelle, von wo sie zur Schule fuhr. Ich habe sie manchmal auf dem Weg zur Haltestelle begleitet und sie manchmal abgeholt, wenn sie mittags zurückkam.
Obwohl sie ihre Berufsentscheidung stark anzweifelte, gingen wir diese Straße entlang voller Optimismus. Denn das war ja nur vorübergehend. Es mußte ja so nicht bleiben! Es müßte doch bessere Möglichkeiten geben – wir müßten nur den Mut zu besseren Entscheidungen haben.
Sie hat auch den Lehrerinnenberuf schon nach einem Jahr aufgegeben und sich entschieden, so zu leben, wie Ihr sie kennenlerntet, wenn Ihr das Glück hattet, ihr zu begegnen.
Die Beschwernisse eines langen Weges nimmt man auf sich, wenn man sicher sein kann, daß es der richtige ist.
Sie hat noch lange genug gelebt, um sich darin sicher zu sein.

2 Gedanken zu „Man hat ja seine Gewohnheiten …

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