Bildreportage vom UZ-Pressefest (Fortsetzung)

DKP-Plakatrecycling. Übrigens: 50 Jahre stimmt heute auf den Tag genau.

Reaktivierung eines Sponti-Slogans bringt es auch nicht. Aber man konnte gut essen bei den Saarländern (Frankreichnähe).

Tro-hotz alle demund alle dem!
Aber was ist das? „Für den Aufbau der Bolschewistischen Partei Deutschland“? Das ist doch Konkurrenzwerbung!

Zu den größten Präsentationen beim UZ-Fest gehört traditionell die Casa Cuba.

Innenaufnahme.

Fotos: Merkfoto
Fortsetzung folgt.

Bericht von der Landeskonferenz der DFG-VK 2018

Wie oft schon ging ich achtlos an diesem Gebäude an der Kruppstraße vorbei? Doch am letzten Wochenende (22. und 23. September) ging ich hinein und bestaunte die räumliche Kapazität der neuen Jugendherberge. Dort fand die NRW-Landeskonferenz der DFG-VK statt, und ich war von der Duisburger Gruppe delegiert.

So sieht das aus, wenn man hinausschaut (durch das Fenster, Richtung Kalkweg).

Hier ein Blick durch ein anderes Fenster. Landesweite Konferenzen gefallen mir am besten, wenn ich da zu Fuß hingehen kann.
Bei genauem Hinsehen sieht man, daß ich Werbezettel für das Buch „Prisoner of War Post“ von Lothar Röse auf die Tische gelegt habe.

So sieht das aus, wenn die Konferenz noch nicht begonnen hat.

13 mal hob ich meine Karte empor („… den bitte ich um das Kartenzeichen.“).

Und schließlich geht es darum.

und darum.

Bitte unterstützen Sie die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner.
Überlegen Sie, ob Sie Mitglied werden wollen.

Die Art, sich zu kleiden

Schreiben eines Buchhändlers aus Süddeutschland, bezugnehmend auf mein neues Buch:

„Bezüglich des Titelbildes: Habe (vergeblich) versucht, meine beiden Kolleginnen zu überzeugen, sich wie die Dame auf dem Cover zu kleiden. War wohl nix…“

Bei der jungen Dame, die auf dem Cover des Buches abgebildet ist, handelt es sich durchaus nicht um eine Kollegen, sondern um eine Freundin. Da hat ein solcher Vorschlag mehr Aussicht auf Erfolg.


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Kommt und holt euch den neuen METZGER

Das von mir herausgegebene satirische Magazin erschien 1968 zum ersten Mal und wird in diesem Jahr 50 Jahre alt.
Geschichtsbewußt, hedonistisch, zivil, interfraktionell, sex-positiv.
Der Jubiläums-Jahrgang geht weiter mit der Nummer 127.


Und das steht drin:

Nachrichten. SPD in Duisburg; OB Link auf krummen Wegen; Gewalt in Chemnitz; rechtspopulistischer Tendenzjournalismus in „Emma“.

Timo Stoffregen: Matti & Wiese, Matti im Jobcenter. Zwei Comic-Strips

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Eine Tasse voll Wasser; Aldi mit Schotten; Komm ein bißchen mit nach Ital‘jen (Skepsis gegenüber Sahras Sammlung für das Aufstehen); Wie man Flugblätter richtig herstellt; Der sogenannte subjektive Faktor.

Lothar Röse: Alles Pop? Zu Georg Seeßlens Essayband „Is this the End – Pop zwischen Befreiung und Unterdrückung“.

Dokument: Briefwechsel zwischen Physik-Nobelpreisträger Max Born und IG-Metall-Vorsitzendem Otto Brenner über die Notstandsgesetze (1966).

Konrad Knurrhahn: Rente. Gibt es ein Rentnerleben ohne fettreduzierte Großraumtorte?

Clemens Schittko: 99 Gründe, warum die Revolution in der gemäßigten Klimazone ausbleibt. Gedicht.

Tagebuch: Von Jugendstil, Kunstmärkten, Neuerscheinungen.

Les pères de la libelle: Gute Nachricht, daß Schröders Siegfried in erweiterter Neuausgabe erscheint.

Pro domo. Erinnerungen an die Freunde und Kollegen Motte und Willi Kissmer.

Lina Ganowski: La notte. Diesmal: Unfreundliche Gespräche in überfüllter Eisenbahn und überfüllter U-Bahn.

HEL (Herbert Lachet-Toussaint): Volksbühne einfach üb kaputt. Ein langes Gedicht.

Max Reinhardt: Ohne Moneten zum roten Planeten. Der Klassenkampf greift ins Sonnensystem. Wie wäre es mit einem Rap-Song?

Reite auf der Bitcoin-Welle. So weit kommt es noch.

Das Heft kostet 3 Euro.
Besorgen! Bestellen! Schicken lassen! Oder in der Buchhandlung Weltbühne kaufen! Lesen! Weiterempfehlen! Draus zitieren! Und schließlich: Abonnieren! Denn: Wer abonniert, hat mehr von Metzger.

Das Foto zum Zwanzigsten


Glücklich müßte sein, der unten eine Apotheke hat und oben drüber wohnt. Und auf dem Dach der Garage ein großer Balkon mit großem Sonnenschirm für die schönen Spätsommertage im September (franz.: Septembre).
Doch nicht nur das! Oben drüber noch eine Mansarde!
Gut macht sich im Hintergrund das Häusken – in einem Teil der Stadt, in dem man manchmal denkt, daß hier vor etwa 50 Jahren die Zeit stehengeblieben ist.
Vielleicht hatte Buchholz im Schöpfungsplan die Aufgabe, irgendwann mal die Zeit zum Stillstand zu bringen (was ja nie ganz gelingt).
Mit dem Apotheker war ich in einer Klasse.

Die Bildagentur Merkfoto zeigt noch mehr Bilder vom UZ-Pressefest in Dortmund

Samstag, 8. September 2019. (Am Freitag war auch schon und am Sonntag war auch noch was los).

Ist das nicht der Krenz?

Ich krieg‘ zu viel! Das Signal ist: Honig.
(Da gab es einen Stand, da verkauften die Honig. Nun, schließlich, warum nicht?).

Aha! „Minimalist Statement“ erweist sich nachgerade als Animalist Statement.
Ich finde das großartig!
Das ist so unpassend, daß es schon wieder schön ist.
Merke: So wie das Abschweifen vom Thema die ergiebigste Erkenntnisquelle ist, so ist auch das Unpassende genau das, was zur Vollendung des Ganzen gefehlt hat.
(Ich habe ja auch noch Tiere, die mich auf meinem Weg zur Partei gar nicht aufhalten wollten und die hier auch manchmal auftreten. Aufmerksame METZGER-Leser und Blog-Begucker wissen das).

Na, das ist ja mal eine Ansage! Klipp und klar! Weiter so!
(Lasse ich als Skizze gelten).

Zu den fundamentalen Erfahrungen eines Lebens in der Arbeiterbewegung gehört der aufsteigende Qualm über dem Holzkohlengrill!

Fortsetzung folgt.

Die Bildagentur Merkfoto schickte ihre rasenden Reporter zum UZ-Pressefest nach Dortmund

Reportage vom Besuch des UZ-Pressefestes am 8. September 2018.
Ein Gedicht:
In Dortmund-Wischlingen steckt der Wandersmann
sich ein UZ-Pressefest-Button ans Hemde dran.
(Alle Fotos dieser Reportage: Merkfoto).


Alles Kommunisten – und solche, die vor Kommunisten keine Berührungsängste haben.


Auf der großen Bühne ist noch kein Programm.

Es wird diskutiert.

Es wird zugehört.

Und was ist das? Minimalist Statement.

Wenn Sie mal am Bahnhofskiosk/Bahnhofsbuchhandlung vorbeikommen, kaufen Sie das Neue Deutschland!
Wie fast alle Printmedien hat auch diese Zeitung einen Auflagenrückgang zu verzeichnen.
Kaufen Sie diese Zeitung vielleicht ein- oder zweimal im Jahr (oder dreimal). Sie werden froh sein, eine Qualitätszeitung kennenzulernen, und Sie werden einsehen, daß man was tun müßte, um sie zu erhalten, gerade in Zeiten, die der Irrsinn lenkt.
Man muß gar keine goßen Opfer bringen, um etwas Nützliches zu tun.

Fortsetzung folgt.

Bücher im Jahr der Jahrestage (b)

Man wird nicht zu Unrecht einwenden, daß jedes Jahr seine Jahrestage hatte und haben wird. Das soll uns nicht abhalten.

Stefan Bollinger: November ’18. Als die Revolution nach Deutschland kam. edition ost 2018. 256 S. (NB1422) 14,99 Euro
Im November vor 100 Jahren zerbrach die Monarchie, weil die Deutschen es leid waren, weiter Krieg zu führen und zu hungern. Nach russischem Beispiel entstanden Arbeiter- und Soldatenräte. Und während die einen die sozialistische Republik Deutschland gründen wollten, kanalisierten die anderen den revolutionären Furor und gründeten zu Weimar einen bürgerlich-demokratischen Staat. So blieb die Weltrevolution aus, auf die die Russen gesetzt hatten. Stefan Bollinger untersucht Umstände und Konsequenzen dieser halben oder doch ganzen Revolution und analysiert die Auswirkungen in der Gegenwart.

Bitte bestellen Sie dieses Buch in der Buchhandlung Weltbühne (auch im Versand möglich).
Weltbühne muß bleiben.
Das empfohlene Buch ergänzt sich gut mit dem Buch von Klaus Gietinger zum selben Thema.

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Seenotrettung!

Ich möchte Ihnen noch berichten von der Aktion für Seenotrettung. Sie fand am Samstag, 1. September in Duisburg statt, also am Anti-Kriegs-Tag.
Der Zusammenhang mit diesem Datum ist sinnfällig. Eine der Hauptursachen dafür, daß tausende Menschen aus Afrika und dem Orient die lebensgefährliche Flucht über das Mittelmeer wagen, sind Krieg, Kriegsrüstung und die Jagd nach Rüstungsprofiten.

Schon lange vor dem Beginn der Kundgebung trafen sich die ersten Teilnehmer auf dem Ludgeriplatz in Neudorf. Die symbolische Farbe der Seebrücke war Orange. Fast jeder trug ein orangenes Halstuch, eine orangene Armbinde oder war ganz in Orange gekleidet.
Die Kirche Sankt Ludger war mit großen orangenen Tüchern behängt. Die Kirchengemeinde bekennt Farbe – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Beginn des Demonstrationszuges wurde von Glockengeläut begleitet. Das nimmt man als gutes Zeichen, auch wenn man nicht gläubig ist.

Die Aktion für Seenotrettung hat eine unfaßbaren Hintergrund: Seenotretter, die im Mittelmeer Schiffbrüchige von havarierenden Booten retten, werden kriminalisiert. Kriminell handeln in Wirklichkeit Regierungen (Italien!), die sich weigern, gerettete Schiffbrüchige an Land zu lassen. Kriminell handeln Politiker und Parteien, die für den Fremdenhaß in großen Teilen der Gesellschaft „ein gewisses Verständnis“ zeigen. Kriminell sind die Rechtsextremisten, die den Rassenhaß anstacheln, um darauf ihr braunes Süppchen zu kochen.

Also, diese Botschaft habe ich nicht verstanden. Kann mir das mal einer erklären? Wer soll wen versenken? Die SPD die CDU? Und das mit Hammel und Sicher?




Einen traf ich, der sagte: Ich war jetzt 40 Jahre lang auf keiner Demonstration. Unter denen, die in diesen Tagen aus Sorge um die Mitmenschlichkeit, aus Sorge um Mitmenschen in Not gegen Rassenhaß, gegen Rechts auf die Straße gehen, sind viele, die zuvor noch nie auf einer Demonstration waren.
Es ist an der Zeit.

Zwischenstation auf der Königstraße an der Niki-de-Saint-Phalle-Brunnenplastik „Lebensretter“!
Unter den Teilnehmern der Demonstration waren viele Kinder, die dem Geschehen mit auffallender Aufmerksamkeit folgten, weil ihnen klar war: Es geht um sie. Viele von ihnen hatten das Trauma einer lebensgefährlichen Flucht erlebt, gefolgt von dem Trauma, hier aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe diffamiert, ausgegrenzt, abgelehnt, erniedrigt zu werden. Allein das war schon Grund genug, an dieser Demonstration teilzunehmen: diesen Kindern die Erfahrung zu verschaffen, als Mitmensch gesehen zu weden.

Geflüchtete berichten. Es sind unglaubliche Geschichten des Leidens, der Angst. Aber sie berichten auch von Solidarität, die ihnen von hilfsbereiten Menschen bereitet wurde.
Wenn es nach denen ginge, die so drauf sind wie der Bundesminister Seehofer (CSU), dann wären diese Männer und Frauen nicht mehr am Leben, weil sie durch ihr bloßes Dasein die spießbürgerliche Gemütlichkeit stören.

Rathaustür.

Demonstrationen sind auch immer Feste der Wiedersehensfreude.

Die Massen stehen nicht hinter uns, sondern gehen. Wir machten ihnen Platz, Meggy mußte auf die Bühne, um die Abschlußkundgebung zu moderieren.
Beim Abschlußkonzert der unvergleichlichen Anja Lerch war es für weitere Fotos dann zu dunkel.