Good old everlasting Sternbuschweg. April 2019


Geradeaus geht es weiter den Sternbuschweg entlang. Das große Eckhaus: Da geht es links runter die Karl-Lehr-Straße (unguten Angedenkens) entlang.
In dem Eckhaus war mal eine Eck-Kneipe, die war der Treffpunkt des Bandoneon-Orchesters „Gut Ton“. Solche Bandoneon- (oder Akkordeon-)Orchester waren mal ein Wahrzeichen des Ruhrgebiets. Heute ist in dem Haus keine Gaststätte und kein Orchester mehr.
Wenn auf dem Stadion-Vorplatz ein Zirkus gastierte, zogen hier die Zirkus-Elefanten entlang. Die mußten links rum gehen, zum Güterbahnhof. Die brauchte man gar nicht zu führen, wenn die schon mal mit dem Zirkus hier waren. Die fanden den Weg allein, aus dem Gedächtnis (Elefanten!).

Good old everlasting Sternbuschweg, Februar 2019


Der Sternbuschweg an sich. Hier in Höhe der Bushaltestelle Holteistraße, Foto aufgenommen im November 2012.
Das Haus links neben dem gerade vorbeifahrendes Bus (Linie 37 nach Rheinhausen) mit den auffallend roten Erkern ist zu beachten. Die Wohnung im ersten Obergeschoß ist ein wahrer Dachsbau.
Sie wissen: Dachsbauten („Kessel“) werden manchmal jahrhundertelang von einer an die nächste Dachsgeneration vererbt. Mit manchen Wohnungen ist das ähnlich. Nach dem Prinzip „Nachmieter gesucht“ bleiben solche Wohnungen jahrzehntelang „in der Familie“, besser gesagt „in der Szene“.
In dieser Wohnung dort wohnte erst der Strähler. In dem Erker fanden die Besprechnungen von Hut-Film statt, bis es mir reichte. (Aber Aufstieg und Fall und Wiedererwachen von Hut-Film ist eine andere Geschichte). Später wohnte da die Silvia, und dann der Sowa. Auch der Kalus wohnte dort. Oft war ich in dem Haus und habe immer wieder andere Leute besucht.
Everlasting Hut-Film.

Kalender 2018 (B)

Normalerweise ist das ja so: Erst kommt der Kalender, dann kommt das Jahr.
Hier geht das schon seit Jahren anders: Der Kalender ist ein Rückblick auf das Jahr.
Für das Jahr 2018 gab es schon den ersten, und heute den zweiten (Lerchenstraße, Blick auf die Rück-Fassade der Häuser auf der Gustav-Freytag-Straße). Diese Perspektive war auch schon mal in der Serie „Die schönsten europäischen Einfahrten“ zu sehen (Nr. 14 der Gesamtfolge).
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Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

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God old everlasting Sternbuschweg, Januar 2019

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Ich will Ihnen mal erklären, warum am 1. Juni 2012 dieses Weblog begonnen wurde. Ich brauchte ein Medium, in dem es möglich ist, 50, 60, 80 oder noch mehr Bilder vom Sternbuschweg unterzubringen. In der Zeitung würde das zu viel Platz wegnehmen.
Schon des öfteren habe ich Ihnen Aspekte des Sternbuschwegs nahegebracht. Aber jetzt geht es richtig los. In jedem Monat soll ein Notat dieser Straße gewidmet sein.
Der Sternbuschweg ist – neben dem Kalkweg, der Lotharstraße und anderen – eine meiner Lieblingsstraßen.
Der Sternbuschweg läßt viele Fragen offen. Proletarisch oder bürgerlich, und, wenn ja, großbürgerlich oder kleinbürgerlich? Oder feudal? Hilft er uns, uns selbst zu erkennen?
Aber in einer Grundfrage der Philosophie ermöglicht er eine eindeutige Antwort: Woher kommen wir und wohin gehen wir?
Wir kommen von der Kreuzung Mülheimer Straße und gehen zum Grunewald. Oder eben umgekehrt.
Heute ist es umgekehrt. Dieses Foto, das herbstliche Trübnis zeigt (aufgenommen am 26. Oktober 2013), entstand am Grunewald. Ortskundige haben das erkannt.
See you again and again on the everlasting, happymaking Sternbuschweg.

Kalender 2018 (A)

Normalerweise ist das ja so: Erst kommt der Kalender, dann kommt das Jahr.
Hier geht das schon seit Jahren anders: Der Kalender ist ein Rückblick auf das Jahr.
Für das Jahr 2018 gibt es heute diesen (Gneisenaustraße, Blick in die Mörickestraße), in ein paar Tagen noch einen zweiten Kalender.
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Januar

 

Februar

 

März

 

April

 

Mai

 

Juni

 

Juli

 

August

 

September

November

 

Dezember

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Streif 18/19

Hört auf mich und meine Empfehlung: Etwas mehr Aufmerksamkeit ist der neuen Ausgabe der Duisburger Kulturzeitschrift Streif, Ausgabe 2018/19 zu gönnen.

Ein Bericht in der Lokalpresse über die neue Ausgabe kam nicht, oder habe ich was übersehen? Die fünfte Ausgabe der jährlich erscheinenden Zeitschrift ist hier reingekommen. Sorgfältig und aufwendig gestaltet wie immer, diesmal mit größerem Akzent auf die bildnerische Komponente, mit 7 Euro sensationell preiswert.
Stacey Blatt (ich nenne sie: LA Woman) hat mit ihrem Team Text- und Bildbeiträge von Susan Feindt, Lothar Franke, Luise Hoyer, Martin Jürgens, Nicola Seitz, Ludger Heid und einigen anderen koordiniert.
Streif Duisburg – eine Stadt und ihre Geschichten, Ausgabe 2018/19 ist in der Buchhandlung Weltbühne erhältlich (Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg (Neudorf), Tel. 0203-375121, bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de
Wer es sich nicht abholen kann, kann es sich per Post schicken lassen.

Odyssee im Weltraum?


Die Skulptur „Rheinorgange“ des Kölner Bildhauers Lutz Fritsch, 25 Meter hoch und 7 Meter Breit, aus Stahl, angestrichen mit der Farbe Reinorgange (Farbton RAL 2004) steht am Rhein in Duisburg Kasslerfeld bei Rheinkilometer 780, genau an der Mündung der Ruhr.

Das Gebilde erinnert an die Monolithen aus dem Film „2001: A Space Odyssey“ von Stanley Kubrick (GB, USA 1968).

Ich erinnere mich an den Fernsehbericht. Der Reporter fragte die Thyssen-Arbeiter, wie sie es denn fanden, ein solches Kunstwerk von 83 Tonnen Gewicht mit dieser Farbe dort aufzustellen.
Antwort: „Ja, wenn der dat so haben will …“

Ich finde, das ist die richtige Einstellung zur Kunst.

Das Foto zum Zwanzigsten


Glücklich müßte sein, der unten eine Apotheke hat und oben drüber wohnt. Und auf dem Dach der Garage ein großer Balkon mit großem Sonnenschirm für die schönen Spätsommertage im September (franz.: Septembre).
Doch nicht nur das! Oben drüber noch eine Mansarde!
Gut macht sich im Hintergrund das Häusken – in einem Teil der Stadt, in dem man manchmal denkt, daß hier vor etwa 50 Jahren die Zeit stehengeblieben ist.
Vielleicht hatte Buchholz im Schöpfungsplan die Aufgabe, irgendwann mal die Zeit zum Stillstand zu bringen (was ja nie ganz gelingt).
Mit dem Apotheker war ich in einer Klasse.

Heute vor einer Woche

„Ein Mann, den wir nicht kennen.“
Glauben Sie.
Gucken Sie mal genauer hin.
„Wer trägt denn heute noch einen klassischen Trenchcoat?“, wird sich die WAZ-Fotografin gedacht haben, und fotografierte das.
Sie kennen doch bestimmt keinen zweiten, der in Duisburg im Trenchcoat (frei) herumläuft.

Mein Inerscheinungtreten bei der Auftaktkundgebung des Ostermarsches löste die erwarteten Emotionen aus: Freude (bei den einen), Verwunderung (bei den anderen), Ärger (bei einigen), gar keine (bei den meisten).
Die Verkniffenheit in den Gesichtern der Michnichtleidenkönner und Diebuchhandlungweltbühneniebetreter weckt Freundlichkeit in mir.

Eine Schüppe

Es war im Jahre 1955, ich ging noch nicht zur Schule. Ich war in Wanheimerort zu Besuch bei meiner Tante (Forststraße). Ich schaute aus dem Fenster (Obergeschoß). Am Nachbarhaus (Hilgers) waren Bauarbeiter mit irgendwas beschäftigt. Ein Bauarbeiter (offenbar von einer anderen Firma) kam die Straße entlang; er zog einen Karren voller Baugeräte hinter sich her (Spaten, Pickhacken etc.), und er rief:
„Äh! Ihr happt noch öne Schüppe von uns!“
Die Bauarbeiter an dem Haus antworteten:
„Wat? Öhh böbö höö-hö“, was wohl heißen sollte: Nein, wir haben keine Schüppe von euch.

Kalender 2017 (Wer B sagt, muß auch C sagen)

Normalerweise heißt es ja: erst das Kalender, dann das Jahr.
Wie Sie wissen, wird es hier umgekehrt gehandhabt. Für das abgelaufene Jahr 2017 sind sogar drei Kalendere gestaltet worden: Drei mal zwölf ganz verschiedene photographische Bilder!
Hier die dritte Serie, die „Serie C“:
(Heinestraße)













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Über das Machen von Spaß

Um diese Geschichte zu verstehen, muß man wissen, daß damals (50er Jahre) auf der Düsseldorfer Landstraße, und zwar auf der rechten Seite, wenn man in Richtung Düsseldorf fuhr, ein einzelnes Haus herumstand, und darin war ein Postamt. Und man muß wissen, daß die weite Fläche bis zum Rhein wenig bebaut war, sondern für Getreidefelder genutzt, so daß Klänge aus weiter Entfernung zu hören waren, etwa, wenn das Hüttenwerk Krupp Rheinhausen durch ein Sirenensignal den Schichtwechsel verkündete.
Im Postamt:
Mann mittleren Alters: „Wie spät iset?“
Älterer Mann: „Et is schon zwei Uhr durch.“
Ältere Frau: „Nein, es ist noch nicht zwei Uhr. Krupp hat noch nicht getutet.“
Älterer Mann: „Man darf noch nimmals Spaß make.“
Wovon wir hier Zeuge wurden, ist niederrheinischer Frohsinn, der seinen Gipfelpunkt erreicht, indem man das Gerücht in die Welt setzt, es wäre schon zwei Uhr, obwohl Krupp noch nicht getutet hat.

Kalender 2017 (B)

Normalerweise heißt es ja: erst das Kalender, dann das Jahr.
Wie Sie wissen, wird es hier umgekehrt gehandhabt. Für das abgelaufene Jahr 2017 sind sogar drei Kalendere gestaltet worden: Drei mal zwölf ganz verschiedene photographische Bilder!
Hier die zweite Serie, die „Serie B“:
(Heinestraße)

Januar

 

Februar

 

März

 

April

 

Mai

 

Juni

 

Juli

 

August

 

September

 

Oktober

 

November

 

Dezember

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Ein Prozeß hat begonnen

Ein Prozeß hat begonnen vor dem Landgericht, der Unzufriedenheit hinterlassen wird.

Die Gedenkstätte für die Opfer der Loveparade-Katastrophe im Karl-Lehr-Tunnel („Todestunnel“ genannt) wird immer wieder aufgesucht und erneuert. Die Würde wird durch die Deutlichkeit der Worte gewahrt. Amore e Rabbia.
Über die Naivität vieler Trauer-Symbole soll man sich nicht mokieren. Sie sollen respektiert werden in einem Land, das mit der UNFÄHIGKEIT ZU TRAUERN identifiziert wurde.
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