Demnächst in der Weltbühne: Greta Thunberg: Ich will, dass ihr in Panik geratet! Meine Reden zum Klimaschutz

Greta Thunberg Ich will, dass ihr in Panik geratet! Meine Reden zum Klimaschutz
Fischer Taschenbuch. ca. 64 S. € 7,00
Verlagstext:
Die gesammelten Reden der 16-jährigen Klimaschutz-Aktivistin Greta Thunberg dokumentieren ihren Aufruf zum weltweiten Schulstreik für das Klima. Unter #FridaysForFuture demonstrieren Tausende Schüler jeden Freitag mit ihr gemeinsam gegen CO2-Emissionen, die Verbrennung fossiler Energieträger und den menschengemachten Klimawandel. In ihren mittlerweile weltweit bekannten Reden, vor dem schwedischen Parlament, bei der Weltklimakonferenz in Kattowitz oder beim Weltwirtschaftsforum in Davos, fordert Greta Thunberg eine radikale Kehrtwende in der Klimapolitik und die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens.
Mit Zahlen, Fakten und stichhaltigen Argumenten macht Greta Thunberg eindrücklich und schonungslos deutlich: Die Klimakrise ist jetzt. Um die Katastrophe abzuwenden, müssen wir endlich handeln. Wir müssen unseren Alltag nachhaltig verändern und selbst Verantwortung übernehmen für die Energiewende. #Istayontheground ist nur der Anfang.
Greta Thunbergs Reden sind ein Weckruf, den wir nicht länger ignorieren können.

Das Buch erscheint Ende Juni. Um Vorbestellung wird gebeten.
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Wer zu spät kommt, hat manchmal die besseren Karten

Wortarbeit. Underground.
Von dem Gedichtband „Logik der Verführung“ von Marvin Chlada (Dialog-Edition 2016) ist eine ERWEITERTE NEUAUSGABE erschienen.
Mit Bauchbinde!
Agent des literarischen Underground – auch METZGER-Autor.
Dialog-Edition ist die andere Hälfte des Doppel-Verlags, dessen eine Hälfte der Trikont-Verlag ist.
Barcode (bzw. die Abbildung davon) habe ich unbrauchbar gemacht, damit kein Quatsch dmit gemacht wird.

Marvin Chlada: Logik der Verführung. Gedichte. Dialog-Edition Neuausgabe 2019. 10 Euro.
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Encore: So einer

Am Montag begann vor dem Duisburger Amtsgericht ein Strafverfahren gegen Henryk M. Broder. Die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor hatte gegen ihn Strafantrag wegen Beleidigung gestellt.
In der WAZ war über den Prozeßtag zu lesen:
„… Henryk M. Broder (72) liebt die Provokation und wird besonders in der rechten Szene dafür gefeiert. Kritiker bescheinigen ihm ‚beifallsüchtigen Populismus‘. Heute stand der Publizist“ „Publizist“, steht da „in Duisburg vor Gericht – wegen einer angeblichen Beleidigung. Weil er über die in Duisburg lebende Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor (41) auf Anfrage der rechtskonservativen Wochenzeitung „Junge Freiheit“ gesagt haben soll, dass sie ‚einen an der Klatsche‘ habe … Applaus der 100 Besucher brandete auf, als Broder mit seinem Anwalt Joachim Steinhöfel eintraf. ‚Das ist mir ja geradezu peinlich‘, sagte Broder und grinste. … Steinhöfel, dessen eigene Internetseite im rechten Spektrum mit großem Wohlwollen betrachtet wird, schätzt den öffentlichkeitswirksamen Auftritt.“

Das Foto in der Zeitung zeigt Broder und Anwalt Steinhöfel in dummdreist grinsender Selbstgefälligkeit.

Von der Sache war hier schon einmal die Rede, im Eintrag vom 8. Oktober 2016. Ich wiederhole:

„Wäre der Diskurs von Klarheit und Redlichkeit beherrscht,
müßte Henryk M. Broder das am meisten fürchten,
wonach er am meisten giert: Aufmerksamkeit.“
Lina Ganowski

Er hält sich für einen Publizisten. Schlimmer noch: auch andere halten ihn für einen Publizisten.
So ist Deutschland, daß das auch dann noch funktioniert, wenn er von der Jungen Freiheit seine Haßtiraden herumschleudern läßt; und er ergötzt sich an dem Beifall, der aus der Jauchegrube kommt.
Wenn Ihnen jemand erzählt, der Henryk M-punkt Broder wäre ein „Querdenker“, ein „Unabhängiger“, der „gegen den Strom schwimmt“, dann wissen Sie: Da redet ein Idiot. Das war schon immer so, aber mittlerweile müßte es auch der Dümmste gemerkt haben.
Lamya Kaddor tritt nicht nur nur den Salafisten deutlich entgegen, wodurch sie deren Haß auf sich gezogen hat. In ihrem Buch „Die Zerreißprobe. Wie die Angst vor dem Fremden unsere Demokratie bedroht“ spricht sie davon, daß hier im Lande des Pegida-Geschreis auch etwas getan werden müßte, um Zivilisationsdefizite abzubauen. Klar, daß einer wie Broder sich dadurch auf den Schlips getreten fühlt. Da spielt er gern den Stichwortgeber für den Mob.
Wie die Fanatiker der einen und der anderen Seite sich doch ähneln!
Hier ist es Tradition des Hauses, sich für Autoren zu verwenden, die von Reaktionären – oder, wie in diesem Fall, von einem besonders abstoßenden Haßprediger angegriffen werden. So war es mit Wiglaf Droste, so war es mit Katharina Rutschky, und so halten wir es auch mit Lamya Kaddor.
Im Streit um das Buch von Lamya Kaddor sollen nicht die Dreckschleuderer des letzte Wort haben, sondern Sie.

Lamya Kaddor: Die Zerreißprobe. Wie die Angst vor dem Fremden unsere Demokratie bedroht. Rowohlt Berlin. 240 S. 16,99 Euro

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Weltbühne muß bleiben.

Lesen Sie auch den Eintrag vom 29. Januar 2013 „Wie kommt der Broder in meine Zeitung?

Neu in der Weltbühne: Über verbotene Lieder


Moddi: Verbotene Lieder. 10 Geschichten von 5 Kontinenten. Aus dem Norwegischen von Karoline Hippe und Günther Frauenlob. Deutsche Erstausgabe. Edition Nautilus 2019. 240 S. mit zahlrechen Fotos. Großformat. 20,00 Euro
Verlagstext:
Warum werden Lieder verboten oder zensiert? Der norwegische Musiker Moddi macht sich auf die Suche – und auf eine Reise über fünf Kontinente.
Im Laufe der Jahrhunderte haben Tausende von Musikern Zensur, Verfolgung und gewalttätige Unterdrückung erlebt. Oft bleiben ihre Geschichten unerzählt. Wer waren sie? Wer sind sie? Was können wir von ihnen lernen?
Nachdem er aufgrund einer Einladung nach Israel gewissermaßen zwischen die Fronten des Nahostkonflikts geraten war, machte sich der norwegische Musiker Moddi auf die Suche nach verbotenen Liedern in der ganzen Welt, trug auf fünf Kontinenten Songs zusammen und besuchte Musiker und Zeitzeugen, um die Lieder mit ihnen zusammen oder mit seiner Band aufzunehmen. Als Ergebnis dieser Reise in die Welt zensierter Musik gab Moddi 2016 das international gelobte Album Unsongs heraus, mit Klassikern wie „Strange Fruit“ von Billie Holiday und „Army Dreamers“ von Kate Bush; aber auch einem samischen Volkslied und dem „Punk Gebet“ von Pussy Riot.
In diesem Buch erzählt er die Geschichten hinter diesem Projekt: zehn Schicksale von Gewalterfahrung und Unterdrückung. Auf seinen Reisen wurde er begleitet von dem Fotografen Jørgen Nordby, dessen Bilder das Buch illustrieren.
Die verbotenen Lieder und Stationen der Reise:
Norwegen/Israel – Birgitte Grimstad, Eli Geva (1982)
Chile – Víctor Jara, Our Worker (1971)
Mexiko – Los Tucanes de Tijuana, Parrot, Goat and Rooster (1995)
Sápmi/Norwegen – The Shaman and the Thief (ca. 1830)
Libanon –Marcel Khalife / Mahmoud Darwish, Oh My Father, I am Joseph (1999)
Israel – Izhar Ashdot, A Matter of Habit (2012)
Vietnam – Viêt Khang, Where is my Vietnam? (2011)
England – Kate Bush, Army Dreamers (1980)
Russland – Pussy Riot, Punk Prayer (2012)
USA – Billie Holiday, Strange Fruit (1939)

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Achtung: geänderte Öffnungszeiten

Ächtüng: geanderte Offnüngszeiten.

Am Samstag, 20. April (Karsamstag) ist die Buchhandlung Weltbühne geöffnet, aber ausnahmsweise erst ab 12 Uhr (wegen Ostermarsch).

In der Woche nach Ostern

Dienstag 23. April
Mittwoch 24. April
Donnerstag 25. April
Freitag 26. April

ist die Buchhandlung vormittags geschlossen und jeweils erst ab 15 Uhr geöffnet

Ostermarsch Ruhr 2019 – das Programm

Faksimiles anklicken zum Vergrößern.
Wenn Sie über Ostermarsch-Termine in anderen Regionen informiert werden wollen, klicken Sie bitte hier.

Die herrlichen Zeiten, in denen wir (DFG-VK Duisburg) in Duisburg UND in Dortmund mit Info- und Bücherstand („Antimilitaristischer Buch-Basar“) aufgetreten sind, sind vorbei. Wir schaffen das personell, kräftemäßig und technisch nicht mehr (kein Auto). Wir sind froh, daß wir die Zeiten genutzt und Potentiale für die Zukunft (also auch: für jetzt) geschaffen haben. Darum müssen wir ihnen nicht nachtrauern.
Ich werde jedenfalls am Ostersamstag zur Auftaktkungebung gehen (nicht ganz bis zum Schluß). Darum ist die Buchhandlung Weltbühne an diesem Samstag erst ab 12 Uhr geöffnet.

Breloer über Brecht

Die zweiteilige Dokumentation von Heinrich Breloer über Bertolt Brecht (180 Minuten) wurde vorigen Freitag auf Arte gesendet und kommt heute ab 20.15 Uhr in der ARD.
Gezeigt werden historische Aufnahmen, Interviews mit Zeitzeugen und Spielszenen. Das Thema in 180 Minuten zu behandeln macht Weglassungen unvermeidlich. So ist ein fragmentarisches Werk entstanden. Der erste Teil behandelt die Zeit bis 1933, der zweite die Zeit nach der Rückkehr aus dem Exil 1948. Der Bericht-Zeitraum wird ach im schnellen Tempo überflogen. Viele wichtige Mitarbeiter wie Ernst Busch, Paul Dessau, Margarete Steffin und Hanns Eisler kommen gar nicht vor, andere wie Ruth Berlau und Elisabeth Hauptmann bleiben unterbelichtet. Die Zeit des Exils, in der die wichtigsten Arbeiten entstanden, wegzulassen, war riskant.
Der erste Teil stellt die Frauen-Beziehungen so sehr in den Vordergrund, daß die Arbeit (auch die Bedeutung „seiner“ Frauen für die Arbeit) arg ins Hintertreffen geriet. Das ist insofern ärgerlich, weil der tratschsüchtige Durchblicker-Markt mit Durchblicker-Tratsch versorgt wird und insbesondere der gerade in linken Kreisen grassierende sexuelle Rechtspopulismus und Neokonservatismus mit Stoff versorgt wird.

Alles in allem aber eine sorgfältige, fachkundige, handwerklich gediegene Arbeit, die Brecht-Kennern und und solchen, die Brecht kennenlernen wollen, einige Information bietet.
Ausführliche Ergänzung ist die METZGER-Sonderausgabe (Ausgabe Nr. 55), die 1998 erschien: 52 Seiten, erhältlich für 5 Euro einschließlich Versand. Bitte bestellen Sie in der (Versand-)Buchhandlung Weltbühne.
Mit Primär- und Sekundär-Literatur von und über Brecht ist die Buchhandlung Weltbühne gut bestückt.

Und so ist auch das Buch zum Film von Heinrich Breloer „Brecht – Roman seines Lebens“ (Kiepenheuer & Witsch, 530 Seiten, 26 Euro) hier im Angebot.

Wieder in der Weltbühne: Der Standardtitel über die AfD

Eine kurze Zeit lang gab es dieses Buch nicht mehr,

aber jetzt ist es wieder zu kriegen in einer aktualisierten und erweiterten Auflage.

Sebastian Friedrich: Die AfD. Analysen – Hintergründe – Kontroversen
Reihe Politik aktuell Bd. 7. 200 Seiten Paperback, 10,5 x 14,8 cm. 8 Euro.

Kompakt, konzentrierte Information.
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Neu in der Weltbühne: Ferlinghettis „Little Boy“

Unter den Autoren der Beat Generation kann Lawrence Ferlinghetti gelten als der, der die gesellschaftlich eingreifende, linksorientierte Komponente dieser Kultur am deutlichsten repräsentiert. Der Herausbildung einer antibürgerlichen, antikapitalistischen GEGENKULTUR diente auch die Gründung der Buchhandlung City Lights in San Francisco, 1954 erweitert um den Verlag City Lights Press, der zum publizistischen Forum der Beat Genaration wurde. Hier erschien 1956 Allen Ginsbergs „Howl“, was zu einem Gerichtsverfahren führte.
Foto: Wikimedia Commons
Lawrence Ferlinghetti erhob seine Stimme gegen den Vietnamkrieg. 2010 lehnte er den von der ungarischen Sektion der P.E.N.-Vereinigung vergebenen Janus-Pannonius-Preis ab. Er begründete dies mit den autoritären und antidemokratischen Veränderungen in Ungarn seit der Wiederwahl Viktor Orbáns 2010.
Gestern, am 24. März konnte Lawrence Ferlinghetti seinen hundertsten Geburtstag feiern.
Foto: Wikimedia Commons
Die neueste Veröffentlichung in deutscher Übersetzung ist der autobiografische Roman „Litte Boy“, übersetzt von Ron Winkler, erschienen bei Schöffling & Co. (216 S., 22 €).

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Gestern wäre Peter-Paul Zahl 75 Jahre alt geworden


Mit Peter-Paul Zahl stand ich während seiner zehnjährigen Haft (1972-1982) in ständigem Briefkontakt. Der Briefwechsel umfaßt wohl ein paar hundert Seiten. In den METZGER-Ausgaben Nr. 22 bis 36 (1974-1983) erschienen regelmäßig Beiträge (und dann in Nr. 56 – 1999 noch ein weiterer). Insgesamt waren es 19 Beiträge: Gedichte und Gedichtzyklen und Artikel.
Bei den beiden Gerichtsverhandlungen in Düsseldorf 1974 und 1976 war ich im Auftrag der Roten Hilfe als Prozeßbeobachter anwesend. Über die Verhandlung 1976 schrieb ich eine Gerichtsreportage für den Ulcus-Molle-Info.
Persönlich begegnet sind wir uns nur ein einziges Mal, bei einer Lesung im Eschhaus. Die mußte an einem Vormittag stattfinden, weil er bis zum Abend in die Justizvollzugsanstalt in Berlin zurückkehren mußte.
Telefoniert haben wir nur ein paar mal. Durch seine Übersiedlung nach Jamaika war der Kontakt nur noch sporadisch.
In dem Luftpostbrief von 2006 ging es um eine gemeinsame Lesung, die in der Fabrik Grabenstraße stattfinden sollte, aber dann doch nie zustande kam.
Die Bücher erschienen verteilt in vielen Verlagen, u.a. Rotbuch, Neue Kritik, Das Neue Berlin, Trotzdem, Trikont, Karin Kramer, Nautilus, auch bei Fischer und dtv. Heute sind sie nur noch antiquarisch erhältlich, was über den Zustand linker Kultur einiges sagt. Hier in der Weltbühne finden sich noch ein paar Restexemplare. Ich hätte beizeiten mehr Stücke bunkern sollen.

Neu in der Weltbühne: Erich Mühsam Liebe und Revolte

Erich Mühsam: Liebe und Revolte. Ausgewählte Gedichte. Verlag Trikont 2019. 100 S. 10 Euro
Mit einem Anhang: autobiografische Dokumente und Lebensdaten. Erschienen in der Reihe Sozialistische Klassiker, herausgegeben von Marvin Chlada, Tayfun Demir und Bernd Kalus.


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Neu in der Weltbühne: Kampf um Rojava, Kampf um die Türkei

Ismail Küpeli (Hg.): Kampf um Rojava, Kampf um die Türkei. edition assemblage. 128 Seiten. 7.80 €

Der türkische Staat negiert seit seiner Gründung 1923 die Existenz der kurdischen Bevölkerung in der Türkei und im Nahen Osten. Und selbst heute zielt die türkische Innen- und Außenpolitik darauf ab, die Kurdische Bevölkerung weder in der Türkei noch in der Region über politische Macht verfügen zu lassen. Der Krieg in den kurdischen Gebieten der Türkei und die Angriffe der Türkei auf die syrisch-kurdische Autonomieregion Rojava sind Facetten der türkischen Politik, die zum Ziel hat, die Kurden in der gesamten Region zurückzudrängen. Während wir einerseits eine große Überscheidung in der gegenwärtigen Politik der AKP-Regierung und ihren Vorgänger erkennen können, ist gleichzeitig in der öffentlichen Debatte der Eindruck vermittelt worden, dass die Kurdenpolitik der Türkei in den letzten Jahren sich unvermittelt und unerklärlich mehrfach gewendet hätte. Dabei bleibt unbeachtet, dass der Friedensprozess von der AKP so geführt wurde, dass die Rückkehr des Krieges keine Überraschung ist. Ebenso wird vergessen, dass das „Zuckerbrot“ Friedensprozess immer begleitet war von der „Peitsche“, nämlich die massive Repression gegen die Kurden und die Androhung eines Krieges.
Rosa Burç, Meral Çınar, Axel Gehring, Alp Kayserilioğlu, Ismail Küpeli, Kerem Schamberger und Mahir Tokatlı richten mit ihren Beiträgen den Blick auf Zusammenhänge, die in der öffentlichen Debatte unterbelichtet bleiben. So werden sowohl die politische und gesellschaftliche Entwicklungen in der Türkei analysiert, wozu selbstverständlich auch eine intensive Debatte um die Frauenbewegung in der Türkei gehört. Ausgehend von der zentralen Bedeutung der „Kurdenfrage“ gerät dann die Perspektive auf die anderen Seite der nationalstaatlichen Grenzen, nach Rojava. Hier fragen wir einerseits danach, ob Rojava eine Alternative zum Nationalstaat darstellt. Und andererseits betrachten wir die Folgen des Afrin-Krieges sowohl für Rojava als auch für die Türkei
Der Herausgeber:
Ismail Küpeli ist Politikwissenschaftler und Historiker. Er beschäftigt sich seit Jahren mit der politischen Situation in der Türkei, in Rojava und den Nahen und Mittleren Osten.

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pick up pick up

the answer lies within, so why not take a look now; kick out the devil’s sin, pick up pick up a good good book now

Helmut Loeven: Lies mal ein gutes Buch. Tagebuchnotizen im Dienste der Bedeutung
Trikont Verlag 2018
172 S. Paperback
14 €
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Neu in der Weltbühne: Oscar Wilde: Der Sozialismus und die Seele des Menschen


„Das Tiefste, Adeligste und Schönste, das der vom Philistersinn gemordete Genius geschaffen, mit ihrer unerhörten Fülle der Leben und Kunst umspannenden Betrachtung als das wahre Evangelium modernen Denkens. […] Er spricht von der brutalen Vergewaltigung des Künstlers durch die Schlagworte des Pöbelurteils, so da lauten: ‚unmoralisch‘, ‚unverständlich‘, ‚exotisch‘, ‚ungesund‘ und ‚dekadent‘.“
Karl Kraus über Oscar Wilde: Der Sozialismus und die Seele des Menschen (in Die Fackel Nr. 167, 26. Oktober 1904).

Oscar Wilde: Der Sozialismus und die Seele des Menschen.
Übersetzt von Hedwig Lachmann und Gustav Landauer.
Verlag Trikont 2018 in der Reihe „Sozialistische Klassiker“, hg. von Marvin Chlada, Tayfun Demir und Bernd Kalus. 76 S. 10 €.

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Glückwunsch (und Interesse?) an Angela Davis

Angela Davis wird heute 75 Jahre alt.
Foto: Wikimedia Commons.

ADN-ZB / Koard 11.9.72
Berlin: Erich Honecker empfing Angela Davis. – Der Erste Sekretär des ZK der SED, Erich Honecker, empfing am 11.9.72 die amerikanische Bürgerrechtskämpferin Angela Davis. Während dieser Begegnung überreichte er der Vertreterin des anderen Amerikas die Einladung für die Weltfestspiele der Jugend und Studenten 1973 in der DDR-Hauptstadt.

Angela Davis nach ihrer Haftentlsassung 1972 bei Erich Honecker in Berlin (DDR). Foto: Bundesarchiv.
Angela Davis: Freiheit ist ein ständiger Kampf. Aus dem Englischen von Sven Wunderlich. Unrast Verlag 160 S. 14 Euro.
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Siehe auch DER METZGER Nr. 13 und 14.

Bücher im Jahr der Jahrestage (f)


Klaus Gietinger: Eine Leiche im Landwehrkanal. Die Ermordung Rosa Luxemburgs. Edition Nautilus 192 S. mit zahlreichen Abbioldungen. 16 Euro

Die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ist eine der großen Tragödien des 20. Jahrhunderts. Kaum ein politischer Mord hat so sehr die Gemüter bewegt und das politische Klima in Deutschland verändert wie jener in der Nacht vom 15. auf den 16. Januar 1919 vor dem Hotel mit dem paradiesischen Namen Eden. „Der Mord war Auftakt für weitere politische Morde, da begann jener schauerliche Zug von Toten, fortgesetzt im März 1919, und ging weiter die ganzen Jahre und Jahre, Gemordete und Gemordete“, wie Paul Levi es 1929 in seinem berühmten Plädoyer im Prozess um die Hintergründe des Mordes formulierte.
Der Fall Luxemburg/Liebknecht war sozusagen der Sündenfall, „in dem Mörder mordeten und wussten, die Gerichte versagen“ (Levi). Über Jahre hinweg folgten Verdrehungen, Verdunkelungen, Vorschubleistungen, falsche Verdächtigungen und Selbstbezichtigungen der Tat. Insbesondere der Prozess vor dem Kriegsgericht der Garde-Kavallerie-Schützen-Division, der die Mörder selbst angehörten, eine Justizposse, machte aus der Tragödie eine Groteske, an der so mancher Sozialdemokrat kräftig mitwirkte. Als in den Zwanzigern das Eingeständnis eines Beteiligten und einige Jahre später mehrere Prozesse erstes Licht ins Dunkel brachten, war auch dies von juristischen Eiertänzen und politischen Rückzugsgefechten begleitet. Und so musste Ossip K. Flechtheim 1948 resigniert konstatieren: „Wie sich im einzelnen die politische, moralische oder juristische Verantwortung auf die verschiedenen Richtungen verteilte, wird wohl eindeutig nie mehr festgestellt werden können.“
Doch dann meldete sich, 1959 erst im kleinen Kreis und 1962 öffentlich, mit Waldemar Pabst einer der Verantwortlichen zu Wort, plauderte aus dem Nähkästchen und erntete wütende Proteste wegen der Dreistheit seines Geständnisses. Als dann 1966 Joseph Wulf die verloren geglaubten Akten des Kriegsgerichts der GKSD und weitere Akten der Staatsanwaltschaft aus den Jahren 1921 bis 1925 entdeckte, konnte, wenn auch gegen Widerstände, die Tat aufgeklärt werden als das, was sie war: brutaler Mord.
Klaus Gietingers Realkrimi über die Ermordung Rosa Luxemburgs ist das spannend zu lesende und reich illustrierte Standardwerk, das die Hintergründe der Tat erklärt, Täter und Drahtzieher vorstellt und deren Karrieren bis zu ihrem Ableben verfolgt.

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Kaspertheater

Aber gern hänge ich das Plakat für das Kaspertheater ins Fenster.

Die ersten Dramatiker waren die Puppenspieler und die, die auf dem Jahrmarkt Hanswurstiaden von derber Naivität aufführten (laut). Die ersten Lyriker waren die Bänkel- und Moriatensänger. Die ersten Prosaisten waren die Märchenerzähler auf dem Marktplatz.
Als noch kaum jemand lesen konnte, gab es schon die Literatur. Bevor sie geschrieben und gelesen wurde, wurde sie gesprochen und gehört.
Und was haben wir hier? „Für Kinder ab 2 Jahre“. Sowas muß man erst mal übertreffen.
Der Wachtmeister und das Krokodil sind bestimmt auch mit von der Partie.