(In)Visible Art

Begrifflichkeiten der Kunst(-Geschichte): (In)Visible Art.

Wie sagte Chris Howland (den britischen Humor erklärend)?
Man muß einen Witz so erzählen, als ob es gar kein Witz wäre.
Ich gehe einen Schritt weiter:
Man sollte oder könnte Kunst so gestalten, als ob es gar keine Kunst wäre.
Mehr noch: Als ob es sie gar nicht gäbe.
Kunst, die man sieht, aber nicht meint, sie gesehen zu haben.
Hier das Bild eines unbekannten Künstlers. Titel:
EIN STRICH IN DER LANDSCHAFT.

Das Motto dieser Serie: Kunst falsch erklären, damit sie richtig verstanden wird.

Was will der Künstler damit sagen?


Der bildgewordene Kommentar zur heutigen Europawahl?
Von Britannien durch Brexit ins Chaos (red white and blue als informelles Durcheinander?)
Oder: Holland in Not? (So könnte der Titel des Bildes lauten, wenn gerade kein anderer da ist, immerhin auch: Rot Weiß Blau).
Oder nichts weiter als eine Erprobung der Deckfähigkeit der Deckfarben auf Styropor-Fläche?
Also: Nicht blauweißrot, sondern Blau und Rot (zwei der drei Grundfarben) auf Weiß.
Sagen Sie nicht: Komplosition.
Etüde. Skizze? Skizzenhafte Edüde. Das können Sie sagen.

Land Art

Begrifflichkeiten der Kunst(-Geschichte): Land Art.
Da waren sie noch da: Dem Strähler seine Schuhe.

Dalida „Am Tag als der Regen kam“ und sowas lag da.

Landschaften ändern sich nicht, ebenso die Sprache. Sie werden geändert.

Törn

Kennt man:

To everything turn, turn, turn
There is a season turn, turn, turn
And a time to every purpose
Under heaven

A time to cast away stones
A time to gather stones together

A time for peace
I swear it’s not too late

Pete Seeger (1950), The Byrds (1965)

„Turn on tune in drop out“
kennt man auch
(Timothy Leary 1967).