Der Witz am Sonntag

Diesmal aus Österreich:

Frage:
Wieviel steht darauf, einen Beamten zu ermorden?
Antwort:
Das kommt ganz auf die Beamtenlaufbahn an.
Einen Beamten der unteren Laufbahn zu ermorden gibt 5 Jahre schweren Kerker.
Einen Beamten der mittleren Laufbahn zu ermorden gibt 10 Jahre schweren Kerker.
Einen Beamten der gehobenen Laufbahn zu ermorden gibt 15 Jahre schweren Kerker.
Einen Ministerialbeamten zu ermorden gibt 20 Jahre schweren Kerker.
Ein Regierungsmitglied zu ermorden gibt 25 Jahre schweren Kerker.
Einen Hofrat zu ermorden gibt 30 Jahre schweren Kerker.
Und den Bundespräsidenten zu ermorden ist überhaupt verboten.

VerbotenW4..

Appell an die Duden-Redaktion

Sie haben den Rechtschreib-Duden gemacht, den Fremdwörter-Duden, das etymologische Wörterbuch usw. Was eigentlich noch fehlt ist das Wörterbuch der falsch geschriebenen Wörter. Helt, kapput, Scheere, pracktisch, Herpst, Fusball, nähmlich, Gäld, Milich, Sand Machtin, Böro, Spahten. Das Werk müßte allerdings mehrbändig projektiert werden. Allein von „Türglinke“ gibt es 84 verschiedene falsche Schreipweisen.

Der Witz am Sonntag (diesmal mit Poänte)

Kennen Sie den mit dem Leuchtturm und dem älteren Ehepaar?
Also, da war ein Leuchtturm, und die Frau,
nein,
das war, also, das war auf’m Schützengraben, nein, auf’m Schützenfest,
und die Frau war zuerst,
nein,
die waren zusammen da, aber die Frau, die ältere, die eine –
der Mann war auch älter,
und der war zuerst,
nein,
die Frau war zuerst,
und da sagt der Arzt –

Nein, der ging anders.

Der jüdische Witz am Sonntag

Herr Cohn will heiraten. Sein Freund Lewi hat Bedenken:
„Bedenke doch mal den Altersunterschied! Du bist fünfzig, sie ist zwanzig.
Wenn du sechzig bist, ist sie dreißig. Wenn du siebzig bist, ist sie vierzig. Wenn du achtzig bist, ist sie fünfzig. Wenn du neunzig bist, ist sie sechzig.“
„Ja, du hast recht. Was soll ich mit so einer alten Frau!“

Sagen Sie mal: Bumm!

Das rheinländische Volksgut, das sich vornehmlich im Monat Februar unüberhörbar vernehmen läßt, hat zahlreiche Reflexionen über das Leben im allgemeinen sowie über die Wahrnehmung politischer und gesellschaftlicher Umstände hervorgebracht.
Der Vorbereitung der Staatsgründung der Bundesrepublik Deutschland diente die Bildung der Trizone. Der Blaskapellen-Chansonier Karl Berbuer dichtete und komponierte ganz in der Art des Nachkriegs-Fatalismus einen Gassenhauer mit dem Titel „Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien“.
Ich zitiere:
„Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien. Heideschimmela schimmela schimmela schimmela bumm!“
Ich muß sagen: Hier hat einer gewirkt, der über einen großen sprachschöpferischen Radius verfügt! Das muß ich neidlos anerkennen. Über sprachliche Ausdrucksmittel doch nun wirklich nicht in geringem Maße verfügend, muß ich zugeben: Ich hätte höchstens so etwas wie „trallala“ hervorgebracht. Wie aber kommt man auf „schimmela schimmela“? Wo holt man das her? Haben Sie schon mal den Ausdruck „schimmela“ beziehungsweise „heideschimmela“ in einem anderen Zusammenhang gehört oder gelesen? Hier hat einer gedichtet und sich dabei nicht damit begnügt, aus dem Fundus der vorgefundenen Sprache zu schöpfen. Er hat etwas Neues geschaffen. Heideschimmela.
Es gibt in dem Bereich, wo gesprochene Sprache und erklingende Musik aufeinandertreffen, eine Vielzahl bemerkenswerter wortähnlicher Sprachpartikel, wie etwa das bereits zitierte „trallala“ (oder „lalala“), womit wohl der Gesang als solcher verbalhornt wird. Walther von der Vogelweide arbeitete „tirili“ und „tanderadei“ in seine Dichtung ein, was wie Flöte und Geige klingen sollte. Aber was klingt so, daß man es mit „schimmela“ umschreiben könnte? Wenn man Topfdeckel in großer Zahl aufeinander türmt und dieser Turm dann ineinandersinkt, könnte ein Geräusch entstehen, das wie „schimmela“ klingt.
Aber was hat das mit der Trizone und der Gründung der Bundesrepublik zu tun?
Das Wort „Heidewitzka“, mit dem man den Herrn Kapitän des Möllemer Bötchens anspricht, ist ebenfalls ein seltsamer Ausdruck.

Der jüdische Witz am Sonntag

Ein jüdischer und ein italienischer Feinkosthändler haben ihre Geschäfte vis-à-vis.
Eines Tages stellt der Italiener ein Schild vor seinen Laden:
„Parmaschinken 100 g 4,95“.
Der Jude stellt am nächsten Tag ein Schild vor seinen Laden:
„Parmaschinken 100 g 4,75“.
Am nächsten Tag steht auf dem Schild des Italieners:
„Parmaschinken 100 g 4,55“.
Der Jude kontert einen Tag später:
„Parmaschinken 100 g 4,35“.
Und so geht es Tag für Tag weiter: 4,15, 3,95, 3,75, 3,55.
Schließlich sagt ein Kunde zu dem jüdischen Feinkosthändler:
„Wenn ihr so weitermacht, seid ihr bald beide pleite.“
„Wieso beide? …“

Ja, und wie geht der Witz zu Ende? Bitte einen Kommentar hinterlassen.

Der Witz am Sonntag

In Paris in den 60er Jahren.
Eine 16jährige erklärt ihrer Mutter, daß sie schwanger ist:
„Es ist gar keine Schande! Denn es handelt sich um eine hoch geehrte Persönlichkeit.“
„Eine hochgeehrte Persönlichkeit? Etwa Belmondo?“
„Neinnein! Eine viel höher geehrte Persönlichkeit.“
„Yves Montand?“
„Neinnein! Eine viel höher geehrte Persönlichkeit.“
„Höher geehrt? Vielleicht ein Mitglied der Académie francaise?“
„Neinnein! Eine viel höher geehrte Persönlichkeit.“
„Eine noch höher geehrte Persönlichkeit? Doch wohl nicht etwa General de Gaulle, der Alte?“
„Neinnein! Eine viel höher geehrte Persönlichkeit.“
„Ja, wer war es denn???“
„Es war der unbekannte Soldat.“

Der Witz am Sonntag

Exemplarisches Vorführstück für die Witzkunde (Aufbau, Funktionsweise – eine Variation war vor einer Woche zu lesen):

Ein Lehrer erzählt von seinem Beruf:
„Furchtbar! Wenn man morgens in die Schule kommt, was erlebt man da? Dumme Nazisprüche! Angeber! Ein Benehmen wie Sau! Manche sind schon morgens um 8 Uhr besoffen.
Und die Schüler – die sind auch nicht viel besser!“

Vor der Wahl ist Quatschguerilla

Ba, wat is dat gemein!
Vorher:
AufklBT2013-3
Nachher:
AufklBT2013-2
Frage: Sollte man denn nicht das Recht der Parteien, sich selbst darzustellen, respektieren und es ihnen überlassen, für bzw. gegen sich selbst zu sprechen?
Allerdings: Wo die Quatschguerilla zuschlägt, herrschen deren eigenen Gesetze.

In diesem besonderen Fall hätte die beklebte Partei keinen Grund, sich zu beschweren, weil sie infolge der dezenten Umgestaltung in einem besseren Licht dasteht.