Über das Machen von Spaß

Um diese Geschichte zu verstehen, muß man wissen, daß damals (50er Jahre) auf der Düsseldorfer Landstraße, und zwar auf der rechten Seite, wenn man in Richtung Düsseldorf fuhr, ein einzelnes Haus herumstand, und darin war ein Postamt. Und man muß wissen, daß die weite Fläche bis zum Rhein wenig bebaut war, sondern für Getreidefelder genutzt, so daß Klänge aus weiter Entfernung zu hören waren, etwa, wenn das Hüttenwerk Krupp Rheinhausen durch ein Sirenensignal den Schichtwechsel verkündete.
Im Postamt:
Mann mittleren Alters: „Wie spät iset?“
Älterer Mann: „Et is schon zwei Uhr durch.“
Ältere Frau: „Nein, es ist noch nicht zwei Uhr. Krupp hat noch nicht getutet.“
Älterer Mann: „Man darf noch nimmals Spaß make.“
Wovon wir hier Zeuge wurden, ist niederrheinischer Frohsinn, der seinen Gipfelpunkt erreicht, indem man das Gerücht in die Welt setzt, es wäre schon zwei Uhr, obwohl Krupp noch nicht getutet hat.

Weihnachts-Botschaften

Soll heißen: ich nehme diplomatische Immunität in Anspruch.
Weihnachten ist ja bekanntlich die Gelegenheit für Erinnerungen, Rückblicke und Wiederholungen. Ist es nicht so? Glauben Sie es mir einfach.
Während ich mir ein paar Tage Privatissimum gönne, mache ich es Ihnen möglich, die Universalität zu wiederholen, und zwar durch diese Verlinkungen:
24. Dezember 2012
24. Dezember 2013
24. Dezember 2014
24. Dezember 2015
24. Dezember 2016

Wie sagte schon Karl Valentin:
WENN DIE STILLEN TAGE VORBEI SIND,
DANN WIRD ES AUCH WIEDER RUHIGER.

Der Autorenplausch in Buchholz erzeugte in uns Bilder

Der zehnte Autorenplausch der Stadtbibliothek – Zweigstelle am Sittardsberg, stattgefunden im Caritas-Zentrum – erzeugte in uns Bilder.

Die Veranstalter Rainero Spahn (links) und Werner Zapp (rechts), dazwischen die Autoren Marco Rievel und ich.

Fototermin in der Pause. Die Personen jetzt von links nach rechts in der umgekehrten Aufstellung. Zusätzlich im Bild der Musiker Maik Schneemilch.

Viele Zuhörerinnen und Zuhörer, die wirklich zuhörten und lachten und mitdachten.

Das Fazit.

Fotos: Stadtbibliothek (2), Merkfoto (2)

In Buchholz

Zehnter Autorenplausch der Stadtbibliothek Duisburg, Zweigstelle Buchholz. Darin: Helmut Loeven liest uns was vor. Veranstaltet von Werner Zapp (rechts im Bild) und Rainero Spahn. Wann war das? Am 14. September 2017.

Wer die Wahl hat, hat das Plakat

Ich wüßte einen netten Slogan:

The sky is blue,
Sahra Wagenknecht wähle du!

Wie man mit dem Namen Sören bei der SPD Karriere machen kann! Zu den Grünen in der Anfangsphase würde sowas passen. Sören klingt doch irgendwie so wie Holger oder Torsten oder Pfosten, irgendwie nach Ikea. Sozialdemokraten müßten sozialdemokratische Namen haben, so wie Heinz oder Franz oder Kurt oder Jupp oder Kalleinz.

Was will der Politiker damit sagen? Rechnen kann er auch nicht.

Was soll diese Aussage aussagen?
Politik für Arbeiter*innen will man, Milliardäre will man nicht? Oder wollte man sagen: Politik für Arbeiter*innen statt für Milliardäre?
Aber wieso nur für die Arbeiter*innen? Was ist mit den Arbeitern*außen?
Briefträger, Müllmänner und Serviererinnen der Gartenlokale aller Länder, vereinigt euch!

Was soll denn mit diesem Slogan und dem Steckbrief-Foto gemeint sein? Daß die Ganoven sich jetzt um die Sicherheit kümmern? Zu „FDP regiert“ würde das passen.

Jahrgang 1965, und dann will der schon mitreden? 1965 konnte ich schon Latein, und der konnte noch gar nichts.
Die ersten vier Jahre meines Lebens verbrachte ich auf der Großenbaumer Allee (in Buchholz). Zwei Häuser weiter wohnten Mahlberg. Der Herr Mahlberg hatte ein Motorrad, da durfte ich mal mitfahren, über den Hof ein paar Runden, so ’ne Art privates Hinterhof-Karusell, nur für mich. Als der CDU-Mahlberg geboren wurde, wohnten wir schon 12 Jahre nicht mehr auf der Großenbaumer Allee. Ich habe also nichts damit zu tun!

Jaja, das Original: die Dekapée. Die wähle ich.

Ich bin da sogar Mitglied. Wußten Sie das?

Das erinnert mich an den Film „Sein oder nicht sein“.
S C H U L Z !

Widsorknoten ist wieder in?
Wir hatten einen Bundeskanzler namens Schmidt. Warum also nicht Schulz? Meyer und Müller kommen dann irgendwann auch mal dran.

Da ist die ja schon wieder! Und da hinten nochmal!

Ich weiß, wann wir uns wiedersehn: am Donnerstag, 14. September am Sittardsberg


Den Buchholzern bescheid sagen (und auch allen anderen). In Buchholz dafür werben (und anderswo auch)!
Bilder anklicken, damit sie sich vergrößern.
Liebe Leute, merkt euch den Termin und kommt,

denn in Buchholz ist es doch am schönsten.

Vor dem Wolkenbruch

Der Wetterbericht für letzten Donnerstag (Wandertag infolge katholischer Feiertäglichkeit) war nicht verheißend, da für den späten Nachmittag Gewitter, heftiger Regen und Sturm vorhergesagt wurden. So kam es auch, und ich konnte, gut in der Zeit liegend, mir diesen Natur-Aufruhr von innen durchs Fenster begucken.
Wie war es vorher?

Lauf dich fitt,
da mach ich nicht mit.
Denn wo die Wege sich teilen,
braucht man sich nicht zu beeilen.

Ja, das ist ja mal eine Schaufenstergestaltung! Das ist doch DIE Werbestrategie schlechthin!

Gäbe es hier eine Serie „Die schönsten Bushaltestellen von Duisburg“, DIE wäre dabei.

Kann mir das mal einer erklären?

Nun schließlich warum nicht?

Mahnmal „Macht euch die Erde Untertan“. Hintergrund, hier kaum zu erkennen: der Barbarasee.

Energie wie noch nie.


Hätten Sie mir ruhig glauben können: An der Masurenallee hat die Bahn neu gebaut. Nehmen Sie sich in Acht vor Fußgängern!

Auswüchse des Privatisierungswahns: Die kürzeste Bahnstrecke in Nordrhein-Westfalen!

Reichsbahn-Büros mit angebauten Schwimmpool. Rechts im Bild: parkende Autos von Fronleichnams-Flaneuren.

Die Masurenallee, deren nördliche Hälfte das längste Stück Straße ohne Wohnbebauung ist, flankiert von der längsten Mauer des Ruhrgebiets, war horrorfilmig für die Backfische, wenn sie zum Steno-Kurs von Buchholz nach Neudorf zu Fuß unterwegs waren, besonders im Winter, wenn es schon so früh dunkel wurde (haben mir meine Tanten erzählt).
Ich erzähle Ihnen mal was anderes:
„I met my love by the factory wall,
kissed my girl by the old canal.“
Der olle Kanal wäre in diesem Fall der (sich hier im Rücken des Fotografen befindliche) Barbarasee.
Barbara kissed me at the Barbarasee. Trifft zu.

Aufsatzthema (angesichts einer der vielen stillgelegten Fabriken): „Die Industrie – was kann sie uns heute noch sagen?“
Ein Glück, daß ich mir meine Aufsatzthemen heute selbst aussuchen kann!
Und somit: Auf zum Kalkweg!

Was für ein Quatsch!

Weltuntergang nicht vorgesehen …

… sondern was Besseres.
Was schon lange angekündigt ist, ist jetzt auch in Beton gegossen:
Am Donnerstag, 14. September ist meine Lesung, veranstaltet von der Duisburger Stadtbibliothek in Buchholz, Sittardsberger Allee 32. (Buchholzer Autorenplausch).
Also bitte in den Terminkalender eintragen, Urlaubspläne eventuell ändern.
19 Uhr wahrscheinlich. Genaueres wird natürlich noch „zeitnah“ (sagt man heute) bekanntgegeben. Wer der andere Aus-seinen-Werken-Vorleser sein wird und wer der Musik macht, erfahre ich noch.
Jetzt kann nur noch ein Weltuntergang einen Strich durch die Rechnung machen.
Also bitte: Weitersagen. Und denen, denen man es weitersagt, sagen, daß sie es weitersagen sollen.

Jaja! Good old everlasting Sittardsberger Allee!

Wat? Nikolaus im März?

Die Veranstaltung wird bestimmt gut.
Hingehen! Los!

P.S.: Werner Zapp (Bild oben rechts) zeigt eine neue Krawattenmode. Ohne Knoten, geht auch.
Jetzt sag ich Ihnen mal was: Werner Zapp hat mich nach der Lesung am letzten Samstag angesprochen auf den ÜBERNÄCHSTEN Autorenplausch im September, und zwar zusammen mit Lütfiye Güzel. Also halten Sie sich den September frei!
Dann kann ich meiner Kollegin sagen: Hier komme ich her, Buchholz, meine engere Heimat! Hier hat Frollein Tischer mir das kleine Einmaleins und das ABC beigebracht (und viel mehr eigentlich nicht).
Die Vergangenheit holt mich ein. Das ist gar nicht schlimm, denn ich hole ja auch die Vergangenheit ein.


Dochdoch: Die Sittardsberger Allee HAT was Gemütvolles.

SoS (90-100)

SoS090

SoS091Heute endet die Revue einiger (willkürlich?) ausgewählter Standfotos aus dem Film „Sehreise“.
SoS092

SoS093Der Film (die Primärquelle: der Super-8-Film) wurde, wie hier mehrmals erwähnt, vor 40 Jahren im Eschhaus uraufgeführt.
Die einzelnen Bilder hier auf dem Bildschirm sind eine 330-fache Vergrößerung des Original-Bildes. Auf der Leinwand dürfte das Bild 10.000-fach vergrößert gewesen sein. Man kann sich kaum vorstellen, auf diese Weise halbwegs scharfe Bilder projizieren zu können, auch wenn das Filmmaterial sehr feinkörnig war – darum aber auch wenig lichtempfindlich. Man mußte günstiges Wetter nutzen. Für Innenaufnahmen wurden Filmleuchten gebraucht. So entstand eine ganz eigenartige Super-8-Ästhetik. Die durch Optik und Photochemie gesetzten Grenzen nahm man hin. Folge war eine durchaus nützliche Verfremdung.
Früher hat man versucht, Bilder in Bewegung zu setzen. Hier könnte man meinen, daß sie schöner werden, wenn man sie anhält …
SoS094

SoS095Die Primärquelle ist ein Film mit tausenden Schnittstellen. Eine Kopie war nicht möglich, sie hätte ein Vielfaches des eingesetzten Rohmaterials gekostet. Die Digitalisierung war die „letzte Rettung“.
SoS096

SoS097Diese Bildrevue hat tatsächlich das Interesse am Kauf der (Doppel-)DVD geweckt, so daß das Problem erwächst, für die weitere Vervielfältigung Doppel-DVD-Hüllen aufzutreiben.
Die Medien der Zukunft, die Träger digitaler Inhalte, die silberglitzernden Schreiben sind nämlich auch schon ein Auslaufmodell. Die DVD-Epoche wird die Lebensdauer der Super-8-Epoche nicht erreichen.
Vielleicht hat jemand einen Tip, wo man (Doppel-)DVD-Hüllen kriegt.
SoS098SoS099SoS100..