Kalkar, oh Babybaby Kalkar!

Ja, ich weiß, was Sie jetzt sagen:
Der Oktober beginnt, und dann kommt der bestimmt wieder mit seinem Kalkar. Wie jedes Jahr.
Aber jedes Jahr hat seinen Drittenoktober. Und man sollte daran erinnern, daß just an diesem Tag nationalen Aufschäumens sich die Stimme von Ratio und Humanität regt. Wie jedes Jahr.






Ich für mein Teil mache es anders. Ich werde den Drittenoktober am Schreibtisch verbringen. Wie jedes Jahr.

Bericht von der Landeskonferenz der DFG-VK 2018

Wie oft schon ging ich achtlos an diesem Gebäude an der Kruppstraße vorbei? Doch am letzten Wochenende (22. und 23. September) ging ich hinein und bestaunte die räumliche Kapazität der neuen Jugendherberge. Dort fand die NRW-Landeskonferenz der DFG-VK statt, und ich war von der Duisburger Gruppe delegiert.

So sieht das aus, wenn man hinausschaut (durch das Fenster, Richtung Kalkweg).

Hier ein Blick durch ein anderes Fenster. Landesweite Konferenzen gefallen mir am besten, wenn ich da zu Fuß hingehen kann.
Bei genauem Hinsehen sieht man, daß ich Werbezettel für das Buch „Prisoner of War Post“ von Lothar Röse auf die Tische gelegt habe.

So sieht das aus, wenn die Konferenz noch nicht begonnen hat.

13 mal hob ich meine Karte empor („… den bitte ich um das Kartenzeichen.“).

Und schließlich geht es darum.

und darum.

Bitte unterstützen Sie die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner.
Überlegen Sie, ob Sie Mitglied werden wollen.

Ein sicherlich gutes Buch, das Sie jetzt auch lesen können

Ein gutes Buch, das Sie nicht nur lesen sollten, sondern jetzt auch lesen können.

Helmut Loeven: Lies mal ein gutes Buch. Tagebuchnotizen im Dienste der Bedeutung.
Trikont Verlag 2018. 172 Seiten. ISBN 978-3-945634-38-7. 14 Euro.

Heute neu.
Heute (!) aus der Druckerei gekommen.
Wenn Sie es lesen, werden Sie merken, daß Sie lange drauf gewartet haben.
Das Buch des Mannes, der nicht die geringste Chance hat, im allgemeinen linken Diskurs wahrgenommen zu werden.

Bestelladresse: Buchhandlung Weltbühne (Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg, Tel. 0203 – 375121, bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de). Sie können das Buch abholen oder sich mit der Post schicken lassen, wie Sie wünschen.

UND
unter der oben genannten ISBN überall im Buchhandel auf der ganzen Welt, sogar am Amazonas.

Bestell mal ein gutes Buch

Ist in der Druckerei. Bis zum 31. August gilt noch der Subskriptionspreis 12 €. Ab 1. September: 14 €.

Helmut Loeven: Lies mal ein gutes Buch. Tagebuchnotizen im Dienste der Bedeutung.
Trikont Verlag 2018. 172 Seiten. ISBN 978-3-945634-38-7. Subskriptionspreis: 12 Euro bis 31. August. Danach: 14 Euro.
Subskriptionsadresse: Buchhandlung Weltbühne (Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg, Tel. 0203 – 375121, bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de). Sie können es jetzt schon vorbestellen in der Sie können das Buch abholen oder sich mit der Post schicken lassen, wie Sie wünschen.
Danach: ebenfalls Buchhandlung Weltbühne (Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg, Tel. 0203 – 375121, bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de).
UND
unter der oben genannten ISBN überall im Buchhandel auf der ganzen Welt.

Ein gutes Buch? Einladung zur Subskription

Ein neues Buch ist geschrieben, gestaltet und für den Druck vorbereitet:

Helmut Loeven: Lies mal ein gutes Buch. Tagebuchnotizen im Dienste der Bedeutung.
Trikont Verlag 2018. 172 Seiten. ISBN 978-3-945634-38-7. Subskriptionspreis: 12 Euro.

— Eine Ärztin findet das Wetter nicht schön — Meine Erlebnisse mit Merkel — Was ist ein Groko? — Mein „68“ — Heinrich Böll 100 Jahre — Das Hallenbad im Elysee-Palast — Anleitung für Verschwörungstheoretiker — Die beste Idee vom lieben Gott — Warum können die Leute mich eigentlich nicht leiden? — Von der Nutzlosigkeit nützlicher Erfindungen — Die Füße der Gans oder Koch doch selber Kaffee — Gleichung mit einer Unbekannten — Kuhler Kaffee — SPD wählen muß nicht sein — Keine Demo ist auch ‘ne Demo — Der Krieg soll verflucht sein! — Müssen Pazifistinnen doof sein? — Ungeheuerliches aus dem Tatsachen-Universum — Frau am Steuer, Mann daneben — Fernsehgucken als Kunst — Bob Dylan und die Stasi — Je keiner die Ahnung desto rümpfer die Nase — Historische Haltestelle — Was wir heute bauen sind die Slums von morgen — Ein komisches Haus — Deutsches Sprache! — Die Märchentante greift zum Wort — Tongtong und der allerhöchte Ruhm des Sozialismus — Der Chor der Kassiererinnen — Über das Machen von Spaß — Deutsche als Ausländer — Die Flüchtlinge und unsere Aktien — Und solche Leute dürfen wählen — Die Dreifaltigkeit des Schreckens: Die Frau, der Fremde, der Eros — Die Überflüssigkeit der Väter — Und der Söder hat uns auch gerade noch gefehlt — Wenn Frauen hassen — Der Busen in der Leistungsgesellschaft — Erinnerung an einen Striptease — Meine Probleme mit der Menschheit — Der Pudding im Wandel der Zeiten —

Sobald das Buch auf dem Tisch liegt, ist es unter der oben genannten ISBN überall im Buchhandel und auch am Amazonas erhältlich. Sie können es jetzt schon vorbestellen in der Buchhandlung Weltbühne (Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg, Tel. 0203 – 375121, bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de). Sie können das Buch abholen oder sich mit der Post schicken lassen, wie Sie wünschen.
Wer will, der kann es sich signieren lassen.

Heute vor einer Woche

„Ein Mann, den wir nicht kennen.“
Glauben Sie.
Gucken Sie mal genauer hin.
„Wer trägt denn heute noch einen klassischen Trenchcoat?“, wird sich die WAZ-Fotografin gedacht haben, und fotografierte das.
Sie kennen doch bestimmt keinen zweiten, der in Duisburg im Trenchcoat (frei) herumläuft.

Mein Inerscheinungtreten bei der Auftaktkundgebung des Ostermarsches löste die erwarteten Emotionen aus: Freude (bei den einen), Verwunderung (bei den anderen), Ärger (bei einigen), gar keine (bei den meisten).
Die Verkniffenheit in den Gesichtern der Michnichtleidenkönner und Diebuchhandlungweltbühneniebetreter weckt Freundlichkeit in mir.

Eine Ärztin findet das Wetter nicht schön

Ostermarsch 1990, dritter Tag, Bochum. Es regnete, und es hörte nicht auf zu regnen. Es war ungemütlich an diesem grauen Vormittag. Da stand eine, die ich aus Duisburg kannte, Ärztin. Der sagte ich: „Ein Glück, daß wir wenigstens schönes Wetter haben!“
Darüber regte sie sich auf. Sie hat meine sarkastische Bemerkung nicht nur nicht verstanden, sie war darüber empört. Sie war davon überzeugt, daß ich doch nicht mehr alle Tassen im Schrank hätte, und was mir denn einfiele, das wäre ja, also!
Und sie hielt sich dran. Anstatt in einer kurzen Stellungnahme zu erklären, daß es unpassend sei, beim Ostermarsch im Regen Freude über das Wetter zu äußern, konnte die sich überhaupt nicht mehr einkriegen.
Es sollten noch Jahrzehnte vergehen, bis die Friedensbewegung, wie wir sie kannten, mit Friedenswinter, Jebsen, Putin, Öffnung nach rechts etc. sich selbst reinlegte, so daß sie, die dereinst die Bonner Hofgartenwiese mit Menschenmassen zu füllen verstand, heute vor lauter neuen Bündnispartnern kaum noch eine Menschenkette um eine Litfaßsäule zustande bringen könnte. Die Wurzeln des Übels traten aber schon in den 90er Jahren im Regen in Bochum zu Tage. Es fehlte ihr völlig der Sinn für den Unsinn.

Die Verhältnisse des Lichts


So also stellt sich die Veranstaltung im Syntopia von vorgestern (125 Jahre DFG-VK – Brechts Kriegsfibel) im (Licht-)Bild dar. Wenn geblitzt worden wäre, hätte es gewohnter, aber nicht unbedingt besser ausgesehen. Das Extreme an den Lichtverhältnissen läßt eine an die Wand projizierte schwarze Fläche blau aussehen.
Dieses Foto entstand kurz nach Beginn. Da waren die Stuhlreihen noch halb leer. Am Ende der Veranstaltung waren viel mehr Zuhörer da als am Anfang. Normalerweise ist das umgekehrt.

GRUND war nicht etwa, daß viele den Anfang der Veranstaltungen nicht, dafür aber das Ende erleben wollten,
SONDERN:
Die hatten alle im Stau gestanden.
Die A-40-Rheinbrücke ist gesperrt.
DADURCH wurde die Brücke der Solidarität zum „Nadelöhr“. Mit Rückstaus bis in die Innenstadt.
UND dann wurde auch noch eine Bombe entschärft (Weltkriegsbombe).
Zu dem politischen Aspekt dieser Veranstaltung, ihre Einordnung in die Geschichte der Friedensbewegung werde ich mich bei Gelegenheit äußern.

Foto © DFG-VK

DFG-VK feiert Geburtstag. Ihr könnt dabei sein.

Die Deutsche Friedensgesellschaft wurde 1892 gegründet. Darum feiert sie jetzt ihr 125jähriges Bestehen. Warum? Es gibt sie immer noch.
Durch Fusionen heißt sie jetzt DFG-VK.

Die DFG-VK galt – gerade in den 80er Jahren, in der Hoch-Zeit der Friedensbewegung – als „kommunistisch unterwandert“. Aber das ist doch gerade das Reizvolle! Wer in den 50er, 60er, 70er, 80er Jahren nicht als „kommunistisch unterwandert“ galt, der hat was falsch gemacht.

Auch die eigenwillige Duisburger Gruppe wird eine Veranstaltung durchführen, und zwar am

Donnerstag, 19. Oktober 2017

um 19 Uhr im Syntopia:

Das heißt: Ich werde euch was berichten, ich werde euch was erzählen und ich werde euch Bilder zeigen.
Der Eintritt ist frei, es darf gespendet werden.

Weitersagen!

Wenn eine zum Weltenlenker erhobene Großschnauze die Atombombe aus dem Köcher holt und ein Inferno ankündigt, das „die Welt noch nicht gesehen hat“, dann ist das kein Grund, zu resignieren oder den Kopf zu verlieren oder in den Sand zu stecken oder sich vornehm herauszuhalten,
sondern dann ist das eher ein Grund, sich denen zur Seite zu stellen, die begriffen haben, daß der Kampf gegen die Bombe nicht aufgegeben werden darf, solange es die Bombe gibt.

Ich will keine Atomwaffen in den Händen des Vollidioten Trump sehen.
Ich will keine Atomwaffen in den Händen von Kim Jong-un sehen.
Ich will Atomwaffen in den Händen von niemandem sehen.

Siehe auch hier (vor 10 Jahren geschrieben).

Keine Feier ohne Meyer

Sich dorthin selbst einzuladen, wo er eigentlich nichts zu suchen hat (zum Beispiel beim Christopher-Street-Day) ist eine schlechte Angewohnheit des Stimmungssängers Marcel Wojnarowicz, der sich auch Wojna, manchmal auch Bandbreite nennt. Am Samstag will er zum Ostermarsch kommen. Aber nicht einfach so, wie andere, die sich da einfach einfinden. Er will am Ostersamstag-Vormittag, wenn um halbelf am Kuhtor der Ostermarsch Ruhr anfängt, seine eigene Friedensdemonstration veranstalten. So kündigt er es auf Facebook an.
Er beteuert: „Wir wollen auch gar nicht spalten, im Gegenteil.“
„Im Gegenteil“ soll heißen: er hat was Schlimmeres vor. Er will, daß sein Demonstrationszug zum Ostermarsch dazustößt. „Die alten bekannten Gesichter werden mit Sicherheit sowieso zum Ostermarsch gehen. Die Leute aus der neuen Friedensbewegung, die holen wir einfach in Duisburg dazu.“
Zwar enthält das Ostermarsch-Programm eine Klausel, wonach „Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind“ von der Teilnahme am Ostermarsch ausgeschlossen sind. Aber wir sind in Duisburg, da nimmt man es damit nicht so genau. Darauf würde ich wetten, daß der Querfront-Provokateur samt seiner unterbelichteten Fangemeinde noch mit Hurra begrüßt wird.

Kleiner Hinweis: Klicken Sie doch mal unter diesem Artikel auf das Schlagwort „Bandbreite“. Unterhaltsam sind auch die Mitteilungen der DFG-VK dort und dort.