Silvia 20 bis 27

Wenn von der Hitzestraße in Duisburg-Wanheimerort (von der Rheintörchenstraße – im Bild-Hintergrund – bis zur Fortstraße – im Rücken des Betrachters –) die Rede ist, hat das nichts mit hohen Temperaturen zu tun (was in der Hauptstadt der Metall-Verhüttung ja durchaus für möglich gehalten werden kann). Die Straße ist benannt nach Franz Hitze (1851-1921), Geistlicher und Politiker (Zentrumspartei). Überhaupt ist die ganze Gegend hier erzkatholisch („Bernhardsheim“, benannt nach Kaplan Bernhard Sievert). Die Häuser wurden 1920 bis 1922 von einer katholischen Siedlergenossenschaft errichtet. Andere Straßennamen hier: Windhorststraße, Pollmannstraße, von-Spee-Straße, Mallinchrodtstraße.
Die Hitzestraße ist auf einem Abschnitt von ca. 150 Meter rätselhafterweise eingezäunt uns stillgelegt worden (und ist seither mehr und mehr mit Moos bedeckt). Als Verkehrsfläche existiert auf diesem Abschnitt nur noch der Bürgersteig (links hinter der Hecke).
Links im Bild: Die Schule Hitzestraße, steht seit vielen Jahren leer und hat sich ihrem Verfall hingegeben. Die Stadt muß sparen, darum wird mit der Sanierung des Gebäuses erst begonnen, wenn kaum noch was zu retten ist.
Rechts im Bild der Sportplatz vom Duisburger Spielverein.

Ein Sportplatz in Zeiten seiner Verlassenheit (Silvesternachmittag 2018).

Oder bringt dieses Bild es besser zum Ausdruck?

Das macht sich auch nicht schlecht als „Zeichen der Zeit“.

Früher war der Platz vom Duisburger Spielverein („Spielvereinsplatz“) von der Straße durch eine mannshohe Mauer getrennt.
Ich hab mal gesehen (als Kind), wie viele Männer, die auf dem Fahrrad von der Arbeit nach Hause fuhren („Schichtwechsel“), hier angehalten hatten und auf den Stangen ihrer Fahrräder stehend über die Mauer guckten. Denn auf dem Platz wurde Fußball gespielt. Das war nur Training. Der DSV spielte in der Oberliga West (vor Einführung der Bundesliga höchste Spielplasse), und zwar im Wedaustadion. Das Vereinsgelände war Trainingsanlage. Aber egal: Der Klang eines getretenen Lederballs hatte auf die Schichtarbeiter eine geradezu hypnotische Wirkung. Da mußten die einfach gucken!

Es wird immer behauptet, die Modell-Häuskes auf der elektrischen Eisenbahn seien realen Gebäuden maßstabsgerecht nachgebaut. In Wirklichkeit ist es umgekehrt: Diese Häuser wurden den Häuskes einer elektrischen Eisenbahn nachgebildet.
Gibt es überhaupt noch Modelleisenbahnen?

Windhorststraße Ecke Pollmannstraße. Ich erinnere mich. Ich war vielleicht 5 Jahre alt. Ein Junge, etwa 10 Jahre alt, einen Stapel leerer Pappkartons vor sich her tragend, stürmte aus der Tür. Er hatte es beim Hinabsteigen des Treppchens etwas zu eilig und flog auf die Fresse.

Die bizarren Winterzeichnungen der Vegetation überragen die Häuser auf der Forststraße. Den Neubau links im Bild im Hintergrund kann man sich ruhig wegdenken. Da war früher ein Sportplatz (DJK – natürlich – kathol‘sch).
An Garagen hatte man im Jahr der Erbauung (1921) noch nicht gedacht. An Gartenflächen für Gemüse für den Eigenbedarf denkt man heute nicht mehr. Aus den Fenstern in dem grauen Giebel habe ich als Kind oft rausgeschaut. Das Haus ist immer noch in verwandtschaftlichem Besitz. Es steckt auch voller Anekdoten (z.B. Gartenoffizier, S. 10).
Jetzt habe ich Ihnen eine sehr interessante Geschichte erzählt. Wenn Sie die nicht sehr interessant finden, dann stimmt was nicht mit Ihnen.

Und immer immer wieder diese Bundesliga!

Sie glauben ja gar nicht, wie mir diese Bundesliga auf den Wecker fällt. Jede Woche! Letztes Wochenende war mal Pause. Länderspiele sind also zu etwas gut.
Hier also die Ergebnisse der Spiele von heute, morgen und übermorgen.
Auffällig ist, daß sämtliche Tore des zwölften Spieltages in einem einzigen Spiel sich ereignen. Da könnte man glatt auf die Idee kommen, daß das alles gar nicht wahr ist.

Die Lottozahlen der morgigen Ziehung lauten:
5 – 8 – 10 – 18 – 19 – 49.
Zusatzzahl müssen Sie sich selber aussuchen.

Feiertag aus dem Alltag (8-14)

Wie ich schon öfters erzählt habe, nutze ich gern die katholischen Hochfeste des Hochfrühlings und den Tag mit der längsten Tageshelligkeit (21. Juni) zu Erkundungsgängen, gern mit Fotoapparat, um meine Beobachtungen zu dokumentieren.
Hier also die Fortsetzung:

Wie bringt man es zustande, die Koloniestraße aus solcher Perspektive zu betrachten?

Indem man diese Treppe hinaufsteigt.
Habe ich schon erklärt, woher der Name „Koloniestraße“ kommt? Erinnern Sie mich dran.

Sofern Richtung Neudorf gewählt wurde: Die erste Trinkhalle („Bude“) auf dem Heimweg vom Wedau-Stadion (bzw. die letzte auf dem Weg dorthin). Einstmals in den Vereinfarben den MSV Duisburg (weiß, blau) angestrichen. Mit dem Abstieg des Meidericher Spielvereins Duisburg begann auch der Niedergang dieser Trinkhalle.

Das wäre ein geeignetes Motiv für die Serie „Die schönsten Europäischen Bushalestellen“.


Was? Mark Knopfler kommt? Das ist der Mann, der von sich sagt, daß das, was er spielt, keine Pop-Musik ist („Ich weiß gar nicht, was das ist.“). Karten gibt’s bestimmt nicht mehr.

Schönes Bild. In dem Häuschen rechts wohnt jemand.

Nicht für alles Glück auf Erden
will ich Laternenpate werden.