Neu in der Situationspresse: November

Helmut Loeven: November. Broschüre 40 S. Din-A-5, geheftet. ISBN 978-3-935673-47-1

Man könnte also sagen, daß die Situationspresse einen SCHNELLSCHUSS fabriziert hat – mit Fug aber nur in dem Sinne, daß dieses Werk unangekündigt daherkommt, aber nicht ungeplant.
Es handelt sich – gewissermaßen – um ein Journal, also eine chronologische Reihe von Notaten, kommentiert durch zahlreiche Abbildungen (Fotos, Zeichnungen, Collagen, Typografien) – Erlebnisse, Erinnerungen, Marginalien, Reflexionen, deren einziges gemeinsames Kriterium eine scheinbar willkürliche Zeiteinheit ist, thematisch aber in alle Richtungen ausschweift.

Man mag sich an die gute alte Flugschriften- beziehungsweise Broschüren-Tradition, die namentlich in der Situationspresse gepflegt wurde, erinnert fühlen. Inspiriert ist diese lange vorgesehene Arbeit zur Rehabilitierung des oft als „trauriger Monat“ verstandenen November zum Beispiel durch „Ramadan“ von Hadayatullah Hübsch (1946-2011), erschienen Anfang bis Mitte der 70er Jahre im Verlag Heinrich, wir und die anderen. Ich habe dieses Monats-Tagebuch meines Kollegen nur mal in der Hand gehabt, nie besessen, aber ich fand die Idee gut. (Auf diesen Verlag müßte ich auch nochmal zu sprechen kommen). Ein zweites Vorbild war die Flug-FLUX-Blatt-Zeitung von von Albrecht/d (Dietrich Albrecht, 1944-2013) in der Reflection-Press. Für Albrecht war die Broschüre ein Medium der Bildenden Kunst, und als ein Werk der Bildenden Kunst will ich meine Text-Bild-Collage auch verstanden wissen.

November ist für 5 Euro erhältlich, über jede Buchhandlung oder – besser – direkt durch die Buchhandlung Weltbühne (auch im Versand, Versandkosten inclusive).

P.S.: Das hämische Grinsen, das der Präsentation meines Elaborats angemessen sein mag, kommt am besten rüber, wenn ich die Brille nicht aufhabe.

Neu bei den Situationspostkarten: Weitere Motive nach Aquarellen von Magda Gorny

Situationspostkarte Nr. 147
Hinter dem Vorhang
Aquarell 1992

Situationspostkarte Nr. 148
Rose am Abend
Aquarell 1992

Situationspostkarte Nr. 149
Rose am Morgen
Aquarell, Tusche 1992

Situationspostkarte Nr. 150
Stern über dem Dorf
Aquarell 1991

In der Reihe sind mittlerweile 35 Entwürfe von Magda Gorny veröffentlicht worden, zu sehen (zusammen mit allen 169 lieferbaren Situationspostkarten) im Katalog der Buchhandlung Weltbühne.
Die Karten kosten 1 Euro pro Stück und sind erhältlich in der Buchhandlung Weltbühne – dort gibt es auch die passenden Briefmarken.
Natürlich können Sie die Karten auch im Versand ordern.

(In)Visible Art

Begrifflichkeiten der Kunst(-Geschichte): (In)Visible Art.

Wie sagte Chris Howland (den britischen Humor erklärend)?
Man muß einen Witz so erzählen, als ob es gar kein Witz wäre.
Ich gehe einen Schritt weiter:
Man sollte oder könnte Kunst so gestalten, als ob es gar keine Kunst wäre.
Mehr noch: Als ob es sie gar nicht gäbe.
Kunst, die man sieht, aber nicht meint, sie gesehen zu haben.
Hier das Bild eines unbekannten Künstlers. Titel:
EIN STRICH IN DER LANDSCHAFT.

Das Motto dieser Serie: Kunst falsch erklären, damit sie richtig verstanden wird.

Neu bei den Situationspostkarten: Nadel-Stiche von luett huis

Seit 1974 produziert die Situationspresse Postkarten. Seit 1974 hat sich vieles geändert, was die Reproduzierbarkeit und Herstellungstechnik betrifft. Das nutzen wir. Geändert hat sich auch das Postkartenporto. Da können wir nix dran machen. Was sich nicht geändert hat: Postkarten sind ein subversives Medium.
Im Juli wurden 35 neue Motive produziert. Die Reihe geht jetzt also bis Nr. 182.
Die Neuerscheinungen können hier nicht alle auf einmal gezeigt werden. Heute zeigen wir die acht neuen Motive der Nadel-Künstlerin luett huis.

Situationspostkarte Nr. 164: Lieblingsbuch

Situationspostkarte Nr. 165: Der Försterbär

Situationspostkarte Nr. 166: Mein Haus (Das Patchwork Projekt – Stacey Blatt)

Situationspostkarte Nr. 167: Drei Fische mit Frosch

Situationspostkarte Nr. 168: Liebende Fische

Situationspostkarte Nr. 169: Skarabäus

Situationspostkarte Nr. 170: Spielende Kinder

Situationspostkarte Nr. 171: Der schiefe Turm von La Mancha

Jedes Stück kostet 1 €.
Die schon vorher erschienenen luett-huiss-Postkartentitel sind im Postkartenkatalog der Buchhandlung Weltbühne zu sehen, den man HIER sichtbar machten kann (wenn man „HIER“ anklickt).

Abitur bestanden!



Hier handelt es sich um zwei Bilder, die ich 1969 gemalt habe. (Genauer gesagt: um Abbildungen/Reproduktionen dieser Bilder).
Im Jahre 1969 fand(en) meine Abiturprüfung(en) statt. Die beiden Bilder gehörten zu denen, die ich im Kunstunterricht eingereicht habe.
Das obere Bild hat die Bezeichnung „Kantpark“. Und da ist es auch entstanden. Die ganze Klasse verließ das Schulgelände und begab sich in den benachbarten Kantpark (und somit in die Nähe des ehrfurchteinflößenden Lehmbruck-Museums) und verwandelte sich in ein Team von Landschaftsmalern.
Ein älteres Ehepaar, offenbar kunstsinnig, betrachtete amüsiert die entstehenden Bilder. Bei mir angelangt sagte der Mann: „Aha! Ein Expressionist!“
Kunst verhilft zur Selbsterkenntnis. Ich wurde zu der Erkenntnis geführt, daß ich Expressionist bin.
Beachten Sie die Farbvarianten von Grün, kontrastierend mit der Komplementärfarbe Rot (nicht gediegen, sondern als Komponente von Violett und Orange enthalten). Ist doch nicht schlecht, oder?
Das untere Bild hat schlicht den Titel „Le Feu“ (das Feuer – und so sieht es auch aus).

Die beiden Bilder entstanden auf Din-A-2-Bögen, riesengroß! Richtige Arbeit!

Sie werden jetzt vielleicht voller Begeisterung ausrufen: „Sehr schön! Seeehr schön! Das müßte es als Kunstpostkarten geben!“

Gibt es!
Es handelt sich um zwei Motive der in diesen Wochen erweiterten Serie der Situationspostkarten, nämlich Nr. 177 (Kantpark) und 178 (Le Feu). Diese und all die anderen Postkarten werden am Sonntag (18. August, 11 bis 18 Uhr) auf unserem Stand auf dem Ruhrorter Kunstmarkt auf dem Neumarkt angeboten. Kommt dahin und freut euch, uns zu sehen.

Die Malerei habe ich, trotz des offensichtlichen Talents, nicht mehr weiter betrieben, weil ich nicht Unikate herstellen wollte, und mich einfacher reproduzierbarer Bildformen bedient. Ich ahnte ja noch nicht, daß es infolge technischen Fortschritts möglich werden würde, Farb-Werke in Serie zu reproduzieren. So wird also nach genau 50 Jahren die Vielfarbigkeit meines Schaffens sichtbar. Folglich haben beide Bilder den Untertitel „Für etwas muß es gut sein“.

Eigentlich könnte ich mich ja frohen Mutes der Malerei wieder zuwenden. Aber ob die Feuerkraft des Kantparks beziehungsweise die Kantparkkraft des Feuers noch in mir steckt, muß ich noch entdecken.

Immer zahlreicher: Situationspostkarten

Seit 1974 produziert die Situationspresse Postkarten. Seit 1974 hat sich vieles geändert, was die Reproduzierbarkeit und Herstellungstechnik betrifft. Das nutzen wir. Geändert hat sich auch das Postkartenporto. Da können wir nix dran machen. Was sich nicht geändert hat: Postkarten sind ein subversives Medium.
Im Juli wurden 35 neue Motive produziert. Die Reihe geht jetzt also bis Nr. 182.
Die Neuerscheinungen können hier nicht alle auf einmal gezeigt werden. Heute zeigen wir die Motive nach Fotos von Jean Paul Gatz.
Diese Bilder sind nicht arrangiert. Es handelt sich um aufgefundene Natur-Launen.

Situationspostkarte Nr. 151

Situationspostkarte Nr. 152

Situationspostkarte Nr. 153

Situationspostkarte Nr. 154

Situationspostkarte Nr. 155

Situationspostkarte Nr. 156

Situationspostkarte Nr. 157

Situationspostkarte Nr. 158

Situationspostkarte Nr. 159

Jedes Stück kostet 1 €.
Der ganze Katalog ist HIER sichtbar zu machen (wenn man „HIER“ anklickt).

Kommt zum Ruhrorter Kunstmarkt am 18. August!

Der traditionelle Ruhrorter Kunstmarkt findet in diesem Jahr am Sonntag, 18. August von 11 bis 18 Uhr in Duisburg-Ruhrort auf dem Neumarkt statt. Wir (Situationspresse / METZGER / Weltbühne) sind natürlich auch wieder mit einem eigenen Stand vertreten.

Unsere Präsenz 2015 …

… 2016 …

… 2017 …

… 2018

Stets genau so,
und immer etwas anders.

See you (see us).

Was will der Künstler damit sagen?


Der bildgewordene Kommentar zur heutigen Europawahl?
Von Britannien durch Brexit ins Chaos (red white and blue als informelles Durcheinander?)
Oder: Holland in Not? (So könnte der Titel des Bildes lauten, wenn gerade kein anderer da ist, immerhin auch: Rot Weiß Blau).
Oder nichts weiter als eine Erprobung der Deckfähigkeit der Deckfarben auf Styropor-Fläche?
Also: Nicht blauweißrot, sondern Blau und Rot (zwei der drei Grundfarben) auf Weiß.
Sagen Sie nicht: Komplosition.
Etüde. Skizze? Skizzenhafte Edüde. Das können Sie sagen.

Land Art

Begrifflichkeiten der Kunst(-Geschichte): Land Art.
Da waren sie noch da: Dem Strähler seine Schuhe.

Dalida „Am Tag als der Regen kam“ und sowas lag da.

Landschaften ändern sich nicht, ebenso die Sprache. Sie werden geändert.