Was will der Künstler damit sagen?


Der bildgewordene Kommentar zur heutigen Europawahl?
Von Britannien durch Brexit ins Chaos (red white and blue als informelles Durcheinander?)
Oder: Holland in Not? (So könnte der Titel des Bildes lauten, wenn gerade kein anderer da ist, immerhin auch: Rot Weiß Blau).
Oder nichts weiter als eine Erprobung der Deckfähigkeit der Deckfarben auf Styropor-Fläche?
Also: Nicht blauweißrot, sondern Blau und Rot (zwei der drei Grundfarben) auf Weiß.
Sagen Sie nicht: Komplosition.
Etüde. Skizze? Skizzenhafte Edüde. Das können Sie sagen.

Land Art

Begrifflichkeiten der Kunst(-Geschichte): Land Art.
Da waren sie noch da: Dem Strähler seine Schuhe.

Dalida „Am Tag als der Regen kam“ und sowas lag da.

Landschaften ändern sich nicht, ebenso die Sprache. Sie werden geändert.

Akzente Rückblick

Heute enden die Duisburger Akzente 2019 (Thema: Utopien).
Mein vorläufiger und subjektiver Rückblick.

Erstens
Sonntag, 24. März.
Kunstausstellung auf dem Kölnig-Heinrich-Platz.
Auwm Rasen.
Ein Out-door-patchwork, würde ich das mal nennen.
Ein sehr schönes Frühlingsfest. Ich war als Fotoreporter eingeladen. Bildreportage folgt.

Zweitens
Sonntag, 31. März.
„Oh wie schön ist Panama“
die Werner-Muth-Poetic-Show (mit Musik).
Das da links oben ist nicht eine als Lachsersatz getarnte Boa Constructa, sondern irgend so’n Ding, das von der Decke runter hängt.
Ich durfte als Überraschungsgast die Leute überraschen.
(Ob ich jemals wieder dieses Gebäude betrete ist jetzt nicht weniger fraglich als vorher).

Danach ein sehr schöner Spaziergang nach Hause, vorbei an dieses Skulptur.

Drittens
Dienstag, 2 April.
Die „Talk Show“ im Kulturzentrum 47 auf der Münzstraße. Raum brechend voll, konzentrierte, gleichwohl lockere, heitere Aufmerksamkeit. Auf die Tonaufzeichnung bin ich gespannt, ebenso darauf. ob auf den Fotos bei ungünstigen Lichtverhältnissen etwas zu erkennen sein wird.
Sehr gute Vorbereitung, sehr gute Gesprächsleitung der beiden Moderatorinnen.
Honorar: Ein Restaurant-Gutschein (schon eingelöst) und (noch zum Verschenken bereitstehend) eine Flasche Rotwein aus dem GEPA-Dritte-Welt-Handel. So greift eins ins andere!

Viertens
Donnerstag, 4. April.
„Die Utopie liegt auf der Fensterbank“, meine kabarettistische Lesung (mit Extempores und Bildern) im Syntopia, überkreuzte sich unvermeidlicherweise mit anderen Akzente-Veranstaltungen. Darum wurde das Besucher-Potenzial nicht superlativ erfüllt. Auf die Ton- und Bilddokumente muß ich noch warten. Dann überlegen wir, wie wir sie verwenden.

Daß bei den ganzen Duisburger Akzenten mit dem Thema „Utopien“ das Standardwerk des in Duisburg ansässigen Autors nicht vorkommt, mußte vermieden werden durch die Auslage auf dem Büchertisch.

Törn

Kennt man:

To everything turn, turn, turn
There is a season turn, turn, turn
And a time to every purpose
Under heaven

A time to cast away stones
A time to gather stones together

A time for peace
I swear it’s not too late

Pete Seeger (1950), The Byrds (1965)

„Turn on tune in drop out“
kennt man auch
(Timothy Leary 1967).

Stilleben

Begrifflichkeiten der Kunst(-Geschichte): Stilleben.
Ich wußte als Kind noch nicht: Still-Leben? Oder Stil-Leben?

Aschenbecher aus Ton, geformt und gebrannt von Magda Gorny, 80er Jahre, infolge Rauchenabgewöhnung nicht mehr in Betrieb, auf Nivea-Dose (Niveau-Dose), Energie-Spar-Lampe (wartet auf Wiederverwendung), Uhu, Deodorant von Aldi:
Stillleben im 21. Jahrhundert.

Sowas ähnliches hatten wir schon mal. Gucken Sie mal hier.

Pop Art

Begrifflichkeiten der Kunst(-Geschichte): Pop Art.

Pop Art ist farbenfroh. Und: Pop Art ist die Kunst der Oberfläche. Darum, wie auf diesem Bild zu sehen, ideal als Fassade.
Die Fassade wird zur Kunst, die Kunst wird zur Fassade.

Wie auf diesem Bild zu sehen: Unter der Oberfläche ist nichts, von dem man sich Erkenntnis erhoffen kann.

Streif 18/19

Hört auf mich und meine Empfehlung: Etwas mehr Aufmerksamkeit ist der neuen Ausgabe der Duisburger Kulturzeitschrift Streif, Ausgabe 2018/19 zu gönnen.

Ein Bericht in der Lokalpresse über die neue Ausgabe kam nicht, oder habe ich was übersehen? Die fünfte Ausgabe der jährlich erscheinenden Zeitschrift ist hier reingekommen. Sorgfältig und aufwendig gestaltet wie immer, diesmal mit größerem Akzent auf die bildnerische Komponente, mit 7 Euro sensationell preiswert.
Stacey Blatt (ich nenne sie: LA Woman) hat mit ihrem Team Text- und Bildbeiträge von Susan Feindt, Lothar Franke, Luise Hoyer, Martin Jürgens, Nicola Seitz, Ludger Heid und einigen anderen koordiniert.
Streif Duisburg – eine Stadt und ihre Geschichten, Ausgabe 2018/19 ist in der Buchhandlung Weltbühne erhältlich (Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg (Neudorf), Tel. 0203-375121, bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de
Wer es sich nicht abholen kann, kann es sich per Post schicken lassen.