Good old everlasting Sternbuschweg. Juni 2019


Das ist ja eigentlich kein sehr schönes Bild. Es ist ein Bild von einem eigentlich nicht sehr schönen Haus, das am Sternbuschweg steht (Ecke Nettelbeckstraße). Wenn ein Supermarkt nicht der einzige Teil eines Gebäudes ist, kommen derlei Wohnungen zustande.
Im Parterre befand sich nämlich mal ein Supermarkt, nämlich Schätzlein. Später hieß das „Extra“, aber man sagte immer noch Schätzlein. Das war etwa hundert Meter Luftlinie vom Buchladen entfernt, da konnte ich immer in der Mittagspause schnell einkaufen gehen.
Eines Tages machte ich mich auf den Weg nach Schätzlein/Extra und sah dort eine Menschenmenge! Durch einen Aushang wurde bekanntgegeben: Der Laden wird geschlossen, darum wird alles (außer Tabakwaren) zum halben Preis verkauft. Ich also hinein, und ich kaufte mehr, als ich ursprünglich kaufen wollte: Confitüren, Gewörze, Piccolöchen, alles Sachen, die sich lange halten, zum halben Preis! Konserven, Nudeln (nur nicht Penne, die kosteten bei Aldi weniger als die Hälfte). Ich wollte die Sachen in Sicherheit bringen, um dann gleich nochmal hier einzukaufen, nochmal so viel wie ich an haltbaren Lebensmitteln tragen konnte. Aber an der Kasse mußte ich lange warten, es war eine lange Schlange.
Bei meiner zweiten Annäherung traf ich den Chlada. Der fragte: „Was ist denn hier los?“ Ich sagte: „Wir spielen hier DDR. Lange Schlangen, leere Regale.“ Wir dürfen uns sowas erzählen, weil wir ja Kommunisten sind. Andere sollen sich hüten!
Das alles ereignete sich in dem Monat, als Obama zum Präsidenten der USA gewählt wurde, 2008, vor über 10 Jahren. Seitdem steht das große Ladenlokal leer. Wenn Sie mal jemanden erklären müssen, was „Marktwirtschaft“ ist, dann zeigen Sie dem dieses Bild.

Übrigens: In dem Laden war auch eine Bäckerei, die hatten gutes Brot. Eines Tages hing ein Schild im Fenster: Diese Filiale schließt. Aaaaber Sie können unsere frischen Backwaren ganz in der Nähe bekommen – in Hochfeld.
In Hochfeld! Ganz in der Nähe! Warum nicht gleich auf der anderen Rheinseite? Morgens vor dem Frühstück für frische Brötchen nach Krefeld! Oder nur mal eben die Ecke rum nach Aachen!

Wer zu spät kommt, hat manchmal die besseren Karten

Wortarbeit. Underground.
Von dem Gedichtband „Logik der Verführung“ von Marvin Chlada (Dialog-Edition 2016) ist eine ERWEITERTE NEUAUSGABE erschienen.
Mit Bauchbinde!
Agent des literarischen Underground – auch METZGER-Autor.
Dialog-Edition ist die andere Hälfte des Doppel-Verlags, dessen eine Hälfte der Trikont-Verlag ist.
Barcode (bzw. die Abbildung davon) habe ich unbrauchbar gemacht, damit kein Quatsch dmit gemacht wird.

Marvin Chlada: Logik der Verführung. Gedichte. Dialog-Edition Neuausgabe 2019. 10 Euro.
Bitte bestellen Sie dieses Buch in der Buchhandlung Weltbühne (auch im Versand).
WELTBUEHNE MUSZ BLEIBEN.

Akzente Rückblick

Heute enden die Duisburger Akzente 2019 (Thema: Utopien).
Mein vorläufiger und subjektiver Rückblick.

Erstens
Sonntag, 24. März.
Kunstausstellung auf dem Kölnig-Heinrich-Platz.
Auwm Rasen.
Ein Out-door-patchwork, würde ich das mal nennen.
Ein sehr schönes Frühlingsfest. Ich war als Fotoreporter eingeladen. Bildreportage folgt.

Zweitens
Sonntag, 31. März.
„Oh wie schön ist Panama“
die Werner-Muth-Poetic-Show (mit Musik).
Das da links oben ist nicht eine als Lachsersatz getarnte Boa Constructa, sondern irgend so’n Ding, das von der Decke runter hängt.
Ich durfte als Überraschungsgast die Leute überraschen.
(Ob ich jemals wieder dieses Gebäude betrete ist jetzt nicht weniger fraglich als vorher).

Danach ein sehr schöner Spaziergang nach Hause, vorbei an dieses Skulptur.

Drittens
Dienstag, 2 April.
Die „Talk Show“ im Kulturzentrum 47 auf der Münzstraße. Raum brechend voll, konzentrierte, gleichwohl lockere, heitere Aufmerksamkeit. Auf die Tonaufzeichnung bin ich gespannt, ebenso darauf. ob auf den Fotos bei ungünstigen Lichtverhältnissen etwas zu erkennen sein wird.
Sehr gute Vorbereitung, sehr gute Gesprächsleitung der beiden Moderatorinnen.
Honorar: Ein Restaurant-Gutschein (schon eingelöst) und (noch zum Verschenken bereitstehend) eine Flasche Rotwein aus dem GEPA-Dritte-Welt-Handel. So greift eins ins andere!

Viertens
Donnerstag, 4. April.
„Die Utopie liegt auf der Fensterbank“, meine kabarettistische Lesung (mit Extempores und Bildern) im Syntopia, überkreuzte sich unvermeidlicherweise mit anderen Akzente-Veranstaltungen. Darum wurde das Besucher-Potenzial nicht superlativ erfüllt. Auf die Ton- und Bilddokumente muß ich noch warten. Dann überlegen wir, wie wir sie verwenden.

Daß bei den ganzen Duisburger Akzenten mit dem Thema „Utopien“ das Standardwerk des in Duisburg ansässigen Autors nicht vorkommt, mußte vermieden werden durch die Auslage auf dem Büchertisch.

Kommt und holt euch den neuen Metzger (Nr. 129)

Das neue Heft wie es sich gehört: geschichtsbewußt, hedonistisch, zivil, interfraktionell, sex-positiv.

Die neue Ausgabe Nr. 129:

Und das steht drin:

Ulrich Sander: Von Fälschungen und Wahrheiten. Über Fälschungen, die für wahr genommen wurden, berichten die Medien derzeit oft. Ulrich Sander hat hingegen von wichtigen Tatsachen erfahren, die er jedoch nicht in Medien unterbringen konnte – ihm wurde nicht geglaubt.

Jakop Heinn: Im Jahre 1982 begannen die Zeiten der Cholera. Wie es zum Regierungswechsel 1982 kam, mit dem die Kohl-Ära begann.

Auf Sebastian Friedrich wird gezielt. In den rechten Medien wird ausgebreitet, „wie linksversifft die ARD ist“ und wie die „Unterwanderung der GEZ-Medien durch Linksextremisten“ voranschreitet. Eine Kampagne zielt auf den NDR-Mitarbeiter Sebastian Friedrich.

Helmut Loeven: Gefahr für Gedächtnis. Um das Archiv für alternatives Schrifttum (afas) muß gekämpft werden.

Chantal Könkels (PgPg): Geschwindigkeitsbegrenzung auf allen deutschen Autobahnen! 90 km/h ist schnell genug.

Ottokar Grobe: Immer lagsam voran. 90 km/h ist immer noch zu schnell.

Timo Stoffregen: Matti & David in ding dong. Comic.

Rainer Dittrich: Petitessen. Aphorismen.

Josef Dünnwald: Je bunter, desto feierlicher. Lettristische Collage.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Inspiriert vom Raumschiff Ente. Diesmal: Das Radio und zwei Brüder und eine Schwester oder quo vadis; Der erste Mensch im Weltall war gar nicht Juri Gagarin; Der häßliche Deutsche: Alice Weidel hat einen neuen Freund; Was hat es mit „zivil“ auf sich?; Noch ein häßlicher Deutscher: Wolf Biermann über Rudi Dutschke – in Bild.de!

Antworten. Jeremy Corbyn, Angela Merkel.

Die Bekloppten sind unter uns. Besonders in Moers und Berlin.

Bitte nehmen Sie Platz! Die Antwort auf die Sammlungsbewegung „Aufstehen“ löste im Internet eine heftige Debatte aus.

Herbert Laschet Toussaint (HEL): Hört was eins dachte. Gedicht.

Les Pères de la Libelle. Die Rezensions-Rubrik. U.a.: Marvin Chlada über Röse und Dirk van Gunsteren über die Sehreise.

Lina Ganowski: La Notte. Diesmal: #let‘s misbehave. Die MeToo-„Debatte“ schafft schlimmere Zustände als die, die sie abschaffen will.

Das Heft kostet 3 Euro.
Besorgen! Bestellen! Schicken lassen! Oder in der Buchhandlung Weltbühne kaufen! Lesen! Weiterempfehlen! Draus zitieren! Und schließlich: Abonnieren! Denn: Wer abonniert, hat mehr von Metzger.

Neu in der Weltbühne: Erich Mühsam Liebe und Revolte

Erich Mühsam: Liebe und Revolte. Ausgewählte Gedichte. Verlag Trikont 2019. 100 S. 10 Euro
Mit einem Anhang: autobiografische Dokumente und Lebensdaten. Erschienen in der Reihe Sozialistische Klassiker, herausgegeben von Marvin Chlada, Tayfun Demir und Bernd Kalus.


Bitte bestellen Sie dieses Buch (auch im Versand) in der
Buchhandlung Weltbühne
Gneisenaustraße 226
47057 Duisburg (Neudorf)
Tel. 0203- 375121
bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de

WELTBUEHNE MUSZ BLEIBEN

Neu in der Weltbühne: Oscar Wilde: Der Sozialismus und die Seele des Menschen


„Das Tiefste, Adeligste und Schönste, das der vom Philistersinn gemordete Genius geschaffen, mit ihrer unerhörten Fülle der Leben und Kunst umspannenden Betrachtung als das wahre Evangelium modernen Denkens. […] Er spricht von der brutalen Vergewaltigung des Künstlers durch die Schlagworte des Pöbelurteils, so da lauten: ‚unmoralisch‘, ‚unverständlich‘, ‚exotisch‘, ‚ungesund‘ und ‚dekadent‘.“
Karl Kraus über Oscar Wilde: Der Sozialismus und die Seele des Menschen (in Die Fackel Nr. 167, 26. Oktober 1904).

Oscar Wilde: Der Sozialismus und die Seele des Menschen.
Übersetzt von Hedwig Lachmann und Gustav Landauer.
Verlag Trikont 2018 in der Reihe „Sozialistische Klassiker“, hg. von Marvin Chlada, Tayfun Demir und Bernd Kalus. 76 S. 10 €.

Bitte bestellen Sie dieses Buch (auch im Versand) in der
Buchhandlung Weltbühne
Gneisenaustraße 226
47057 Duisburg (Neudorf)
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WELTBUEHNE MUSZ BLEIBEN

Wir schenken uns nix

An dem Bekenntnis „Wir schenken uns nix“ erkennt man die Sich-dann-aber-doch-anders-Entscheider.
Da man die Bücher, die man im Dezember verschenken will, eigentlich schon im Oktober bestellt haben sollte, hier ein paar Vorschläge aus dem Bereich des aktuell Greifbaren.
Hier in der Buchhandlung Weltbühne vorrätig und mit einem Handgriff aus dem Regal hervorzuholen:

Marvin Chlada (Hrsg.): Störtebeker. Seeräuber, Volksheld, Legende – eine Anthologie. Trikont Verlag 100 Seiten, 10 Euro

Marvin Chlada: Die schöne Verwirrung des Lebens – Gedichte & Cut-Ups. Situationspresse 2013. 80 S. einige Abbildungen. Paperback. 12,50 Euro.

Lothar Röse: Rock und Zeit. Eine Tonspur im 20. Jahrhundert. Situationspresse. 138 S. Paperback, einige Abbildungen. 16 €.

Siegmar Wyrwich: Der achte Rodin. Edition SWY. 196 S. 11,80 Euro.

Helmut Loeven: Barbara lächelt. Wirklich wahre Geschichten, die tatsächlich passiert sind. Trikont-Verlag. 76 S. 10 Euro

Und hier auch noch eine CD:
Frank Baier: Wat’n Theater Mann. CD 15 Euro.

All diese Titel wurden hier im Weblog schon ausführlicher vorgestellt (mit Suchfunktion zu finden).
Wer sich was davon von hier aus mit der Post schicken lassen will, muß sich jetzt aber wirklich beeilen. Ansonsten haben wir hier offen von 11 bis 13 und von 15 bis 18,30, Samstag von 11 bis 14 und nächsten Montag (24.12.) wie samstags von 11 bis 14. Bitte bei den (Er-)Öffnungszeiten das akademische Viertel einkalkulieren.
WELTBÜHNE MUSS BLEIBEN.

Sehr beliebt (besonders bei uns selbst) sind unsere speziellen Buchhandlung-Weltbühne-Geschenkgutscheine. Damit gelingt es, die Schritte neuer Interessenten in diese Buchhandlung zu lenken. Oder die Gutscheine werden nie eingelöst, was natürlich auch nicht schlecht ist.

Buch über Störtebeker – Einladung zur Subskription


Angekündigt für Oktober/November/Dezember 2017:
Marvin Chlada (Hrsg.):
Störtebeker. Seeräuber, Volksheld, Legende – eine Anthologie
Trikont Verlag Dialog-Edition, ca. 100 Seiten, erscheint Herbst 2017

Vom Volkslied bis zum Kurzroman: eine kleine Schatztruhe klassischen Schrifttums über das wilde Leben und Treiben des sagenumwobenen Seeräubers Klaus Störtebeker. Mit Texten von Joachim Ringelnatz, Klabund, Georg Busse-Palma, Theodor Fontane, Adolph Hofmeister, Friedrich Köster, Otto Beneke, Ernst Deeke, Jacobus Temme, Achim von Arnim und Clemens Brentano.

Preis? Wüßte ich auch gern. Bestimmt wieder 10 Euro. Also offiziell: ca. 10 Euro.

Die Buchhandlung Weltbühne freut sich über Vorbestellungen, die sofort bei Eintreffen der Neuerscheinung erledigt werden.
Sie können, müssen aber nicht persönlich erscheinen (Gneisenaustraße 226 in Duisburg-Neudorf). Sie können auch eine Karte schreiben oder e-mailen bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de
Persönlich abholen können Sie, aber auch das müssen Sie nicht, sondern Sie können unseren Versand-Service in Anspruch nehmen. Dann kommt das Buch zu Ihnen mit der Post.
Helfen Sie uns durch Aufträge. Weltbühne muß bleiben.

Ein Buch ohne mich

Neu im Trikont-Verlag – und somit auch neu im Sortiment der Buchhandlung Weltbühne (stationär und im Versand):
Verlag TRIKONT Duisburg & Edition Dialog.90 S. 10 Euro
Eine Hommage an den legendären Motörhead-Frontmann Ian Fraser „Lemmy“ Kilmister (1945-2015). Mit Beiträgen von Urs Böke, Hermann Borgerding, Marvin Chlada, Jerk Götterwind, Florian Günther, Pablo Haller, Jörg Herbig, Sven Heuchert, Joachim Hiller, Triebi Instabil, Boris Kerenski, Frank „Kossi“ Koslowski, Kai Kraus, Gunnar Lehmann, Miriam Spies und Silke Vogten.
Und kein Beitrag von mir, obwohl das vorgesehen war.
Zwar hatte ich gar keine Ahnung, wer das ist. Aber ich dachte mir: Ich schreib einfach was über jemanden, der so ähnlich heißt, und stelle mich dümmer als ich bin.
Aber dann kam der Tag der Abgabe, und ich mußte gestehen: Mir ist nichts eingefallen.
„Das tut dem Buch bestimmt keinen Abbruch“, wird mancher ausrufen. Aber mich bedrückt umso mehr die Einbuße meiner Stärken, zum Beispiel: über Sachen schreiben, von denen ich nichts verstehe.

Ernst Bloch. Schon mal gehört?

Ich weiß, diese Frage(stellung) mißbehagt zumindest den Frühgeborenen unter den Leserinnen und Lesern. Aber es ist doch so: An den Philosphen Ernst Bloch (1885-1977) erinnert man sich nicht mehr so oft und will es auch nicht. Der Philosoph, der vor 40 Jahren in Nachrufen auf der Höhe Platos geortet wurde, fand gestern bei Wikipedia in der Rubrik „Was gheschah am 4. August“ keine Erwähnung anläßlich des 40. Todestages.

Bloch wie man ihn kannte: Mit Pfeife in der DDR. Schriftstellerkongreß 1956. Foto: Bundesarchiv

Auf Ernst Bloch wurde ich aufmerksam gemacht Anfang Oktober 1967 anläßlich der Verleihung des Friedenspreises eines Buchhandels, in dessen Regalen man landauf landab nach den Werken des Preisträgers eher vergeblich suchen wird. Für den damals 17jährigen Aufbrecher waren da die richtigen Impulse zu empfangen. Ohne ein Blatt vor sich in freier Rede sprach da einer vom Aufrechten Gang, vom überschreitenden Denken, vom Menschen, der „noch nicht bei sich angekommen“ ist.
Utopie heißt hier nicht „nie und nimmer“, sondern das noch nicht Gewordene, das eigentlich schon Notwendige, aber noch nicht Gekommene. Dem entgegen steht das längst Verworfene, aber noch nicht Verschwundene.

Aus der DDR wurde er rausgeekelt, weil deren Kulturpolitik den Marxismus als etwas unumstößlich Abgeschlossenes in die Welt stellte. Das war 1961.
Als dunklen Punkt in der Biographie und im Werk Blochs wertet man seine positive Haltung zu den Moskauer Prozessen 1936-1938 und seine Lobesworte für Stalin Anfang der 50er Jahre. Da er beides später revidierte, kann man beides durchaus zu den guten Seiten zählen, weil ihn das für das hiesige Feuilleton ungenießbar macht.

Ernst Bloch Seminar Schein und Vorschein in der Kunst, Tübingen 1971. Wikimedia Commons

Nicht immer sind Zeiten des Aufbruchs (oder, im Blochschen Sinne: nicht in allen Zeiten ist das Aufbrechende überwiegend). Darum ist zu hoffen, daß das „Prinzip Hoffnung“ nicht verkommt zu einer Floskel von Fußballtrainern (dritte Liga, abstiegsgefährdet), als Redensart ohne Quelle.
In allen Zeiten aber ist der Aufbruch latent. Wäre das nicht so, dann wäre das „Experimentum Mundi“ gescheitert. An diesem Scheitern aber wird gearbeitet, ständig, beharrlich und mit Geschick. Das sollte man nicht vergessen.

Kommen Sie mal bei mir vorbei. Hier werden Sie fündig.
Aber auch:
Marvin Chlada: Rausch der Utopie. Eine Begegnung mit Karola Bloch. 1992 besuchte Marvin Chlada die Witwe Ernst Blochs in Tübingen und merkte, daß diese Frau zu Unrecht im Schatten ihres berühmten Mannes stand. In DER METZGER Nr. 91 (2010).

Liebe Leute, kauft eins von diesen Büchern, oder beide, oder sogar alle drei

Liebe Leute, schaut mal, was die Graswurzelrevolution über diese beiden Bücher geschrieben hat:
Es handelt sich um diese beiden Bücher:
Und jetzt die gute Nachricht:
Diese beiden Bücher sind erhältlich in der Buchhandlung Weltbühne (Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg, also Neudorf, Tel. 0203-375121, E-mail: bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de), auch im Versand – nur bei uns!
Mancher wird sagen: Der Gedichtband ist so gut, es müßte einen zweiten geben!
Aber das IST schon der zweite!
Der erste ist dieser hier:
Marvin Chlada: Die schöne Verwirrung des Lebens. Gedichte & Cut-Ups. Situationspresse 80 Seiten 12,50 Euro.
Man könnte sagen: Das ist sogar noch besser, denn in diesem Fall bin ich der Verleger.
Die Trikont/Dialog-Autoren appellieren: Kauft unsere Bücher!

Die anderen mußten stehen

Gucken Sie mal, wie die Rheinische Post mich findet (Montag, 27. März 2017):

Welche Bühne? Wann? Wo?
Das war im Lokal Harmonie in Ruhrort, Teil der Zwei-Tage-Akzente-Veranstaltung, auf die ich Sie aufmerksam gemacht hatte.
Der RP-Bericht im ganzen:
Ich kann mich erinnern, daß mir, als ich vorlas, elf Personen zuhörten.
Die Autoren des Verlags Trikont / Dialog (die anderen mußten stehen): Christina Böckler, Stefan Schroer, Ruth Schäfer, Silke Vogten, Marvin Chlada, vorne: ich.
Schönes Foto © Dialog-Edition

Mein Aufbruch, mein Umbruch, mein Akzent

Mein Akzent des Jahres.
24 Jahre (wenn ich richtig gerechnet habe) ist es her, daß die Stadt Duisburg einen ihrer inspirierendsten Aufbrecher (nämlich mich) herbeirief, um sich meiner Mitwirkung bei der Ausstellung „Traue keinem über 30“ im Kultur- und Stadthistorischen Museum (im Rahmen der 17. Duisburger Akzente 1993 zum Thema „Jugend im Aufbruch“) und bei der Gestaltung des Ausstellungskatalogs zu versichern. Sie erinnern sich?
Ausstellungsleiter Werner Pöhling ist inzwischen in Pension (glaub ich). Ausstellungsleiterin Susanne Sommer ist inzwischen Direktorin, und ich bin inzwischen vergessen.

Doch halt!

In diesem Jahr (38. Duisburger Akzente zum Thema „Umbrüche“) erinnerte sich die Stadt Duisburg an einen ihrer inspirierendsten Umbrecher. Gucken Sie mal hier:
genauer hier:
Also, wär das nicht was für Sie?
Freitag, 24. März 2017, 19 Uhr, Lokal Harmonie in Duisburg-Ruhrort, Harmoniestraße 41, da lese ich vor, zusammen mit Silke Vogten, Bernd Kalus, Ruth Schäfer, Marvin Chlada und Tayfun Demir.
See you, see us.

Neu in der Weltbühne: Jack Black

Meine heutige Empfehlung:
Jack Black – Im Knast und auf der Flucht. Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Axel Monte und Jerk Götterwind, Illustrationen von Horst Kirstein. TRIKONT Verlag Edition Dialog, Duisburg 2016. 156 Seiten. 15 Euro.

jackblacktrikont
Der Verlag stellt sein Buch vor:
Jack Black (1871-1933) war ein amerikanischer Eisenbahntramp und berüchtigter Einbrecher, der durch seine autobiographischen Schriften zu Berühmtheit gelangte. Der belesene und eloquente Black war ein literarischer Glücksfall, weil er dem Leben im kriminellen Milieu authentisch Ausdruck zu geben vermochte. So wurde er zu einem Pionier und Vorläufer des True-Crime- und Hard-Boiled-Genres.
Nachdem die anfängliche Hobo- und Ganovenromantik des Jugendlichen verflogen ist, versucht Black dem immer brutaler werdenden Teufelskreis aus Knast, Ausbrüchen und Flucht zu entkommen. Mit Hilfe des Philanthropen Fremont Older kommt er schließlich frei. Diese Zeit zwischen Verzweiflung und Hoffnung schildert er eindringlich in „Im Knast und auf der Flucht“.
Da er selbst die unmenschlichen Haftbedingungen in Folsom und anderen Gefängnissen erlebt hat, engagiert er sich in Vorträgen und Essays für Reformen im Strafvollzug. Im Jahr 1933 verschwindet Jack Black, der unter gesundheitlichen und finanziellen Problemen litt, spurlos aus seiner Wohnung in New York. Es wird vermutet, daß er Selbstmord begangen hat.

Jack Black

Jack Black

Siehe auch: „Ehrenwerte Langfinger“ von Marvin Chlada in DER METZGER 98 (2011).

Bitte bestellen Sie das Buch aus einem der progressivsten Verlage, und zwar nicht am Amazonas, sondern in einer der progressivsten Buchhandlungen: Weltbühne Duisburg, Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg (Neudorf). Telefon 0203-375121.
E-mail: bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de
www.buchhandlung-weltbuehne.de
WELTBUEHNE MUSZ BLEIBEN !

Dialektik im Countdown

Der Trikont Verlag hat mit der Herausgabe einer siebenbändigen Dialektik-Reihe begonnen. In dieser Reihe werden Quellentexte zur Dialektik erscheinen: von Hegel, Engels, Lukács usw.
Als erster ist nicht etwa der erste, sondern der siebte Band erschienen. Es wird uns also eine numerische Dialektik vorgeführt:
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Marvin Chlada und Bernd Kalus (Hg.): Texte der Situationistischen Internationale
Dialog-Edition und Trikont Duisburg 2016. 132 Seiten. 10 Euro.

Liebe Leute, bestellt dieses Buch in der Buchhandlung Weltbühne. Dialektik muß bleiben.

Lumpensammler als Poet

Das gibt es ja, daß Beiträge, die im Verlauf der Zeit in einer Zeitschrift erschienen sind (oder in mehreren), dann gesammelt in einem Buch erscheinen.
Von den in den letzten 8 Jahren (2008-2016, in den Heften ab Nr. 81) im METZGER erschienenen Beiträgen von Marvin Chlada sind nun die meisten in dem Band Der Poet als Lumpensammler – Reportagen und Interviews erschienen (Dialog-Edition, 206 Seiten, 15 Euro).
So kann man also lesen das titelgebende Stück aus DER METZGER 99, Heavy Metal in den Bundestag (DER METZGER 81), Objekte der Begierde (DER METZGER 110) oder zum Beispiel auch Das nepalesische Reispapier-Abenteuer von Ira Cohen aus DER METZGER 97.
Ich meine, das hätte doch ruhig mal erwähnt werden können. Vorne steht nur: „… in diversen Anthologien, Musik-Magazinen, Tageszeitungen, Satire- und Literaturzeitschrifen erschienen.“ So formuliert ist das nur von geringem Wert für die Mehrung meines Ruhms. Das muß man doch auch mal unter diesem Aspekt sehen.

ChladaPoetLumpensammlerEs stehen auch anderswo zuerst publizierte Beiträge drin. Ich habe die Herkunft der meisten Kapitel überbetont, weil in dem Buch nirgendwo ein Hinweis auf die eine verdienstvolle Primärquelle untergebracht wurde. Und überhaupt: Das Buch hat nur eine Seite mit Werbung!
Über alledem will ich nicht versäumen, das Buch mit Wärme zu empfehlen. Der Verlag kündigt an: Gesammelte Reportagen und Interviews, Glossen und Essays. Denkwürdige Begegnungen. Merkwürdige Begebenheiten. Rockmusik und Schlagerkultur, Situationisten und Beatniks, Wiedertäufer und Ganoven. Streifzüge durch die Welten von Charles Fourier, William S. Burroughs, Russ Meyer, Michel Foucault u. v. m.
Die Beiträge, die ich noch nicht kenne (da nicht von mir erstgedruckt) werde ich mit Interesse lesen, zum Beispiel den über Peter Grohmann (auch so einer, der zu wenig gewürdigt wird).
Ist das nicht ein schöner Einband?

Es kommt noch besser:
Das Buch ist nur über die Buchhandlung Weltbühne erhältlich – auch im Versand.

Da wird die Bestellung erwartet, und da wird sie bearbeitet:
Buchhandlung Weltbühne, Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg, Telefon 0203-375121. Emil: bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de

Von Geheimhaltung nichts haltend erlaube ich mir auch noch den Hinweis auf:
chlada-verwirrung-coverMarvin Chlada: Die schöne Verwirrung des Lebens – Gedichte & Cut-Ups. Situationspresse 2013. 80 S. einige Abbildungen. Paperback. 12,50 Euro.