Neu in der Situationspresse: Werner Muths neue CD „Lollar“


Notes on Lollar
Warum nimmt ein Autor von bisher vier “Hörrevuen”, bei denen er begleitet von Musikern
eigene Texte rezitierte, wie aus heiterem Himmel eine CD mit Songs in englischer Sprache auf? Kaum jemand weiß jedoch, dass Werner Muth vor 25 Jahren Sänger der John Silver Band war, die mittlerweile im Duisburger Norden einen gewissen Kultstatus genießt.
In den neunziger Jahren verließ Werner Muth die Band und widmete sich beeinflusst von seinem Freund und damaligen Nachbarn Tom Liwa dem Schreiben von Songs und Gedichten in deutscher Sprache.
Seit mehr als zehn Jahren besteht nun die Zusammenarbeit mit Peter Herrman, einem exzellenten Bassisten, Tontechniker und Produzenten in dessen Studio im hessischen Lollar. Und dabei ergab es sich über einen Zeitraum von mehreren Jahren, dass vor der eigentlichen Arbeit an deutschen Sprechtexten altes und neues Songmaterial zu stimmlichen “Lockerungsübungen” mit Gesang verwendet wurde.
Und irgendwann waren sich Peter Herrmann und Werner Muth einig, dass sich da etwas “CD-Taugliches” angesammelt hatte. Die gespeicherten Aufnahmen, zumeist First Take Recordings wurden überarbeitet und jetzt unter dem Titel “Lollar” in Helmut Loevens Situationspresse herausgebracht. Auf der CD befindet sich auch der Titel “Eleftheria”, der 1993 zusammen mit Ralf Chmarowski komponiert wurde und als erster Song von Werner Muth gilt. Aus neuerer Zeit stammen Referenzen an den Photografen Jean Paul Gatz und den von Werner Muth verehrten Lou Reed. Zwei Vertonungen von Gedichten der Duisburger Lyrikerin Lütfiye Güzel erweitern dabei die Vielfalt dieses neuen Albums.

Ab sofort in allen guten Buchhandlungen (ISBN 978-3-935673-43-3)
auch am Amazonas
oder direkt in der Buchhandlung Weltbühne (auch im Versand) zum Preis von 16 Euro (Versand Inland) oder 15 Euro (im Laden).

Spex weg

Wieder muß ein phantasieanregendes, der gesellschaftlichen Verblödung entgegenwirkendes Medium das Feld räumen.
Von spex wird noch zwei Ausgaben erscheinen, und zwar am 25. Oktober und dann nur noch die Nummer 384 am 27. Dezember, und dann ist Schluß.
Im September 1980 erschien die Ausgabe Nr. 1, damals noch mit dem Untertitel „Musik zur Zeit“ (heute: „Magazin der Popkultur“).

Erste Spex-Ausgabe 1980

Georg Seeßlen kommentiert in der Zeit:
„Gerade in ihrem Überlebenskampf schaffte es die Spex immer wieder einmal, spannend und relevant zu sein. Aber eben nur noch für eine Minderheit von Leserinnen und Lesern, für die Pop und Kultur einen Zusammenhang aus Enthusiasmus und Kritik haben. Am Ende hat es zum ökonomischen Überleben nicht gereicht. Enthusiasmus und Kritik, Pop und Kultur müssen sich einen neuen Ort suchen. Dort wird man nicht vergessen, was die Spex bedeutet hat.“

Schön und charmant

Zum Bühnenprogramm von Esther Bejarano auf dem UZ-Fest (siehe Reportagenserie in diesem Blog) gehörte auch der deutsche Schlager aus dem Jahre 1939 „Bel Ami“. Dieser Schlager (Text: Fritz Beckmann, Musik: Theo Mackeben) wurde polulär durch den UFA-Film gleichen Titels (1939, Regie: Willi Forst). Lizzi Waldmüller sang das Stück.

Du hast Glück bei den Frau’n, Bel Ami!
So viel Glück bei den Frau’n, Bel Ami!
Bist nicht schön, doch charmant,
bist nicht klug, doch sehr galant,
bist kein Held,
nur ein Mann, der gefällt.
Du verliebst jeden Tag dich aufs Neu,
alle küsst du und bleibst keiner treu.
Doch die Frau, die dich liebt,
machst du glücklich wie noch nie,
Bel Ami! Bel Ami! Bel Ami!

Die Popularität dieses Stückes mag auch daher rühren, daß seine Aussage so amoralisch und ganz und gar unheroisch ist und in das Jahr des beginnenden Weltkrieges gar nicht hineinzupassen schien: Kein Held, nur ein Mann, der gefällt.
Joseph Goebbels, der Oberbefehlshaber über Film und Musik, wußte, daß das Kino nicht nur agitieren sollte, sondern darüber hinaus auch die Stimmung erhellen, gute Stimmung zum verbrecherischen Spiel liefern konnte. Zudem handelte es sich um die Verfilmung des Romans Bel-Ami von Guy de Maupassant. Da konnte man die Leichtigkeit des Seins dem Erbfeind ankleben.

Wie kommt dieser Schlager ins Programm einer kommunistischen Revue?
Esther Bejarano erklärte: Im KZ Auschwitz wurde sie gefragt, ob sie das Lied kennt und vorsingen kann. Auf dem Akkordeon sollte sie sich selbst begleiten. Sie konnte Klavier spielen; ein Akkordeon hatte sie noch nie in der Hand gehalten. Aber es gelang ihr, das Stück auf der Klaviatur des Akkordeons zu spielen. Also wurde sie in das Mädchenorchester von Auschwitz aufgenommen. Der deutsche Schlager „Bel Ami“ rettete sie vor der Gaskammer.

Es ist geradezu unheimlich: eine solche Geschichte aus der Hölle.
Jede Musik ist politisch, weil jede Musik etwas ausdrückt, weil sie zu den Lebensäußerungen gehört, und weil eine Generation sich aufbäumen mußte, auch dafür, daß die Musik dem Befehl und der Verfügung eines Joseph Goebbels entrissen wird.

„Ihr habt keine Schuld an dieser Zeit. Aber ihr macht euch schuldig, wenn ihr nichts über diese Zeit wissen wollt. Ihr müsst alles wissen, was damals geschah. Und warum es geschah.“
Esther Bejarano

Reportage vom UZ-Pressefest 2018 (Abschluß)

Der Abschluß der Bildreportage vom UZ-Pressefest 2018 in Dortmund. (Fotos: Merkfoto).

Daß der Vorsitzende der DKP Patrick Köbele eine Rede halten wird, lag auf der Hand. Und Sie wissen jetzt, wer Vorsitzender der DKP ist.

Auch hier begegnet man Lemmy.

Esther Bejarano, 93 Jahre alt, tritt heute noch als Sängerin mit ihrer Band Microphone Mafia auf, so auch hier beim UZ-Pressefest der DKP.
Esther Bejarano wurde als 18jährige nach Auschwitz deportiert. Dort gehörte sie bald dem Mädchenorchester an.
Nach ihrer Befreiung aus dem Konzentrationslager engagierte sie sich in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) und im Internationalen Auschwitz-Komitee.

Was für eine Nacht! Das Konzert von Konstantin Wecker gehört zu den Höhepunkten der UZ-Pressefeste. Musikalisches Können, scharfsinnige Kommentare zu gesellschaftlichen Zuständen und Kommunikation mit dem Publikum bilden eine künstlerische Einheit.

Up against …

Marty Balin 30. Januar 1942 – 27. September 2018.

Jefferson Airplane in ihrer Ur-Besetzung 1966, noch ohne ihre spätere Sängerin Grace Slick: v.l.n.r. Jorma Kaukonen, Paul Kantner, Jack Casady, Marty Balin, Signe Toly Anderson, Spencer Dryden.

Bilder: Wikimedia Commons

Zufallsfunde lassen hoffen

Beim Besuch des Afas im Februar dieses Jahres (Archiv für alternatives Schrifttum) waren auch ein paar Proben aus dem Archivbestand zu besichtigen.

Zum Beispiel ein paar Ausgaben von Hundert Blumen, der Zeitung aus Berlin. „Friede den Hütten“, soll heißen: den besetzten Häusern.
Und was entdecke ich da?

Da ist ja ein Artikel von mir! Ja, ich habe seinerzeit auch ein paar Artikel für diese zeitung geschrieben. Hier zum Beispiel das Tournee-Tagebuch von der Deutschland-Tournee der Bröselmaschine, April 1972.
Der Mann im Hintergrund links ist Bernd Drücke von der verdienstvollen Zeitung Graswurzelrevolution.

Wer in diesen Tagen etwas über die Folkrock-Band Bröselmaschine erfahren will, braucht nicht zu verzweifeln. Im Afas findet man was.
Das Bild rechts oben auf der seite: Jenny oh Jenny!

Der Motte hat mir mal erzählt, er schreibe gerade an einem Buch über die Bröselmaschine, in dem der Name Peter Bursch nicht ein einziges mal erwähnt wird.

Fotos (C) Merkfoto

Kennt noch jemand Rolf-Ulrich Kaiser?

Der Mann hat mich fasziniert, ich habe ihn geradezu bewundert (als ich so etwa 20 Jahre alt war). Er war Journalist, Artikel von ihm erschienen in vielen Zeitungen, in Tageszeitungen, aber auch in progressiven Blättern wie Konkret oder Song. Er schrieb über genau die Themen, die mich sehr interessierten – das Schnittfeld von emanzipatorischer Politik und progressiver Kunst (hauptsächlich Musik). Man suchte nach einem Begriff und kam auf „Underground“.
Kaiser kannte sich aus. Er kannte auch viele Leute. In den USA klapperte er die wichtigen Leute ab, z.B. Zappa, Kupferberg, Sanders, Leary. Der Informationen waren solide. Die Themen waren Neuland. Er brachte den US-Underground mit hiesigen Underground-Tendenzen in Verbindung. Er schrieb auch einige Bücher, die in verschiedenen Verlagen erschienen.
Zum Beispiel:
Das Song-Buch. (1967),
Protestfibel. Formen einer neuen Kultur. (Scherz 1968),
Zapzapzappa – das buch der mothers of invention. (Kinder der Geburtstagspresse 1968)
Fuck the Fugs – das buch der fugs. (Kinder der Geburtstagspresse 1969),
Underground? Pop? Nein! Gegenkultur! Eine Buchcollage. (Kiepenheuer und Witsch 1969),
Fabrikbewohner. Protokoll einer Kommune und 23 Trips. (Droste 1970).

Beitrag von Rolf-Ulrich Kaiser in Konkret 11/1968, daneben ein Inserat von Melzer.

Die Verbindungen in alle Richtungen machten den großen Wurf möglich: Die Internationalen Essener Songtage 1968. Das Programm war so weit wie nie wieder: Von Zappa bis Hanns-Dieter Hüsch, von Tangerine Dream bis Süverkrüp. von Alexis Korner bis Erich Fried.
Ein Jahr später gründete Kaiser das Musik-Label „Ohr“ für die Alben von Floh de Cologne, Tangerine Dream, Ash Ra Tempel, Klaus Schulze, Guru Guru, Amon Düül, Embryo, Witthüser & Westrupp, Birth Control u.a.

Das Programmheft der Essener Songtage (224 Seiten) ist eine antiquarische Rarität.

Am spannendsten fand ich sein Projekt „Kinder der Geburtstagspresse“, eine völlig neuartige Kombination von Verlag und Versandhandel. Es galt damals in der Branche noch die strikte Trennung von Verlag und verbreitendem Buchhandel (der Börsenverein wachte darüber). Da aber wurden Eigenproduktionen angeboten sowie Kaisers Bücher, die in verschiedenen Verlagen verstreut erschienen waren, und noch so’n paar Sachen, Schallplatten, Poster – und ein paar US-amerikanische Undergroundzeitschriften.
Sowas in der Art schwebte mir mit meiner Situationspresse auch vor: Im Versand und auf Büchertischen ein Programm aus den Eigenproduktionen und dazu ein übersichtliches Angebot sehr genau ausgewählter Titel. (Daß daraus dann doch eine veritable Buchhandlung wurde – was will man machen?).

Das von Lothar Franke entworfene Cover der Bröselmaschine-LP. Als CD heute noch in der Buchhandlung Weltbühne erhältlich.

Ins Blickfeld des Plattengurus geriet bald auch die Bröselmaschine. Im Jahre 1972 erschien eine LP. Ich kann vorweg sagen, daß die Band froh sein konnte, aus der Verbindung mit Kaiser unbeschadet wieder rauszukommen.
Ich war wohl das einzige Bandmitglied, das den langen Plattenvertrag genau durchgelesen hat. Schön war das nicht. Am harmlosesten war ja noch, daß Kaiser sich das Recht sicherte, einzelne Musikstücke ungefragt und unhonoriert für Sampler oder Single-Auskoppelungen zu benutzen. Schlimmer war die Zusage, für die LPs zu werben, was zu fragwürdigen und unzutreffenden Presse-Promotions führte. Man sollte uns für romantisch-weltentrückte Landpomeranzen halten. Die der Band zugesicherten Tantiemen pro verkaufter Platte war sehr gering. Geld kam stattdessen rein durch den eigenen Verkauf der Platte bei Konzerten. Aber das lief über meine Rechnung. Sicherlich habe ich an der Platte mehr verdient als die anderen Bandmitglieder zusammen.
Der Klops aber war, daß unsere LP gar nicht unter dem renommierten Label „Ohr“ erschien, sondern da wurde ein zweites Label gegründet namens „Pilz“, von dem natürlich noch keiner was gehört haben konnte.
Später gründete Kaiser noch ein drittes Label: „Kosmische Kuriere“, wo elektronisch/psychedelische Musik von Ash Ra Tempel, Tangerine Dream u.ä. veröffentlicht wurde. Da war Kaiser schon total auf dem ultrakosmischen Törn. Er hätte sich lieber öfter mit dem Drogengegner Zappa als mit dem Drogen-Scharlatan Leary unterhalten sollen. Für Kaiser war der Trip schließlich wichtiger als das Geschäft, weshalb sich die meisten Musiker verärgert von ihm abwandten. Er zog sich schließlich völlig aus der Öffentlichkeit zurück. Nur als „seine“ Alben später auf CD neu erschienen, tauchte er noch mal kurz auf, hatte aber an den Werken die Rechte längst verloren.

Das legendäre Foto der Band von Eckart Gräfen (1972). Unten rechts neben Jenny: ich. Man war früher sparsam mit Material und hat ein Fotopapier für mehrere Bilder genommen.

Daß der Mann Pionierarbeit geleistet hat und es durchaus verdient, mit Leuten wie Werner Pieper und Josef Wintjes in einem Satz erwähnt zu werden, will ichg gar nicht bestreiten.

Bei meiner ersten Begegnung (in der alten Kommune-Wohnung auf der Friedenstraße) sprachen wir kurz darüber, welche die beste deutschsprachige Undergroundzeitschrift ist. Ich meinte: Hotcha!. Er meinte: Love. Da merkte ich schon, daß er in die esoterische Richtung geriet.
Später fiel mir sein unduldsamer, anherrschender Ton mit den Musikern auf. Aber immerhin überließ er mir einen beträchtlichen Stapel unverkaufter US-Undergroundzeitschriften, die ich bei Konzerten verkaufte, um etwas voranzubringen, was etwas Ähnliches wie die „Kinder der Geburtstagspresse“ werden sollte.

Es soll ihn noch geben. Darum darf er heute, am 18. Juni 2018, irgendwo seinen 75. Geburtstag feiern.

(Siehe auch: „Wie kommt der Broder in meine Zeitung?“).

Heute neu: „Rock und Zeit“ von Lothar Röse


Hier soll einmal der Versuch einer historiographisch-chronologischen Tonspur für die Popmusik der Periode von ca. 1965 bis 1989 unternommen werden, authentifiziert und beglaubigt (nur) durch (wenngleich randständig-provinzielle) Zeitgenossen- und -zeugenschaft, ergänzt durch eine nachträgliche Rückblende bzw. Rekonstruktion der nicht selbst oder nur sehr vage miterlebten Vorzeit von ca. 1927 bis 1964. Auf diese Weise soll ein Beitrag zur auditiven Kulturgeschichte des vergangenen Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung ihres popmusikalischen Untergrunds geleistet werden.

Das neueste Werk aus eigener Werkstatt:
Lothar Röse: Rock und Zeit. Eine Tonspur im 20. Jahrhundert. Situationspresse 2018. 138 S. Paperback, einige Abbildungen. ISBN 978-3-935673-42-6. 16 €.

Gedruckt von MaroDruck. In wenigen Tagen überall im Buchhandel und, wenn es unbedingt sein muß, auch auf dem Amazonas erhältlich.
Jetzt schon zu kriegen in der Buchhandlung Weltbühne (auch im Versand). Wer am schnellsten rennt, kommt als Erster.
Das Buch erscheint auch nicht zufällig anläßlich des 50. Jahrestages der magischen Jahreszahl.

Bitte beachten Sie auch die anderen Bücher von Lothar Röse in der Situationspresse:


..

Kommt und holt euch den neuen METZGER

Das von mir herausgegebene satirische Magazin erschien 1968 zum ersten Mal und wird in diesem Jahr 50 Jahre alt.
Der Jubiläums-Jahrgang geht weiter mit der Nummer 126.

Und das steht drin:

Anton Maegerle: Vor 50 Jahren: Attentat auf Rudi Dutschke. Der Schütze und sein politisches Umfeld.

Jakop Heinn: Der Präsident hat nur dumme Ideen. Mit seinem protektionistischen Amoklauf richtet US-Präsident Trump Schaden für die US-amerikanische Industrie an.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Mein „68“; Was ist eigentlich ein Groko?; Selbstbestimmung im Konsumrausch; Das Geheimnis einer guten Bowle; Erinnerung an einen Striptease („und sonst gar nichts“); Müssen Ministerinnen doof sein?; Der Söder mit seinen Kreuzen hat uns auch gerade noch gefehlt; Die Reulla kriegt sich gar nicht mehr ein (über Dummheit im Sex-Diskurs).

Heinz Kiwitz. Ein Künstler kämpfte gegen Hitler und Franco.

Lothar Röse: Eine kurze Geschichte der sechziger Jahre. Wie sich in einem Jahrzehnt der Alltag und die Beziehungen vollkommen veränderten. Vorabdruck aus „Rock und Zeit. Eine Tonspur im 20. Jahrhundert“.

Chinmayo: Larpurlar. Inflationsbanknoten als neue Bildflächen. Geld & Kunst.

Lina Ganowski: La notte. Diesmal: #dumichauch. Natürlich mal wieder ein lesbischer SM-Porno.

Frank Baier: Ausländerfragen. Ein Songtext. Wo ist des Arbeiters Vaterland?

HEL (Herbert Laschet-Toussaint): Barrio Vertical. Ein Gedicht über Vorgänge in Caracas, Venezuela.

Das Heft kostet 3 Euro.
Besorgen! Bestellen! Schicken lassen! Oder in der Buchhandlung Weltbühne kaufen! Lesen! Weiterempfehlen! Draus zitieren! Und schließlich: Abonnieren! Denn: Wer abonniert, hat mehr von Metzger.

Steve Winwood 70 Jahre

Steve Winwood wird heute 70 Jahre alt.
Seit über 50 Jahren: keine Effekte, keine Affekte, kein Showbizz, sondern gute, intelligente Musik.
Ein Multi-Instrumentalist, eigentlich Keyboarder, aber auch als Gitarrenspieler einer der besten. „John Barleycorn“ (Traffic, 1970) ist eines der dichtesten Alben, die jemals aufgenommen wurden.
Wenn man nach den wichtigsten und originellsten Könnern der Rock-Musik fragt, aber es dürfen nur fünf oder sechs Namen genannt werden (also: Jimi Hendrix, Zappa und drei oder vier weitere), wäre unter den drei oder vier weiteren doch bestimmt Steve Winwood zu nennen, oder?
Das müssen Sie sich mal anhören!
Wer wären dann die anderen zwei oder drei? Was meinen Sie?

Warum habe ich den Laden heute eine Stunde später aufgemacht?

Ich war heute früh beim Ostermarsch, um die, die sich dort zur Auftaktkundgebung eingefunden hatten, mit meiner Gegenwart zu erschüttern.
Vor allem aber war ich mit Frank Baier verabredet, …

Frank Baier

… um mich mit einem Kontingent seiner neuen, vielbeachteten CD „Wat’n Theater, man“ auszustatten.

Der Titelsong ist auf Platz 2 der Liederbestenliste April.

Die CD ist in der Buchhandlung Weltbühne erhältlich und kostet 15 Euro (im Versand 1 Euro mehr).

Buchhandlung Weltbühne
Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg (Neudorf)
Tel. 0203 – 375121
bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de

Denken Sie daran: Es kommt nicht nur darauf an, sich für die richtige CD zu entscheiden, sondern auch für die richtige Buchhandlung.
Durchbrechen Sie den Boykott, den die Routine-Linke (Linkspartei etc. pp) über die linke Buchhandlung verhängt hat.
WELTBÜHNE MUSS BLEIBEN.

Hendrix und Höfer?


„Wer das versteht, der ist erleuchtet“, stand unter diesem Bild, als es, heute genau vor fünf Jahren, in diesem Forum gezeigt wurde. Das Bild ist übrigens auch erhältlich als Situationspostkarte Nr. 1. Sollte man zu Weihnachten glatt mal verschicken.
Das mit der Erleuchtung ist natürlich ein Seitenhieb des Zeichners gegen die zur Zeit des Hinzeichnens umsichgreifende Tendenz, durch das Ersetzen der Be-Leuchtung durch Er-Leuchtung (Denk-)Energie zu sparen.

Oft fragt man sich ja: Was will der Künstler damit sagen? Hier fragt sich der Künstler: Was will ich damit eigentlich sagen? Aber das ist egal. Manchmal ist es ja die Aufgabe des Künstlers, Unklarheit zu hinterlassen. Das ist gar nicht so selten wie Sie glauben.

„Aber irgendwie muß doch der Zusammenhang zwischen Werner Höfer und Jimi Hendrix zustandegekommen sein.“
„Fragen Sie mich nicht. Das hat der Obelix sich ausgedacht. Ich habe nur die Idee hinzugefügt, daß der im schwarzen Ornat auftritt. Das war dem Obelix seine Idee. Ich hab das bloß so hingezeichnet. Das war auwm Trip.“
„Ach so.“