Der Kessel des Monats – Genius loci


Ein Kessel schmückt die Lotharstraße an einem Tag letztens, von dem ich nicht wußte, ob ich den als etwas regnerischen Frühlingstag oder als einen etwas regnerischen Tag im Herbst genießen sollte.
Davon mal abgesehen: Es ist doch seltsam – gleichwohl erfreulich, daß die Häuser auf der Lotharstraße alle recht gut aussehen, gleich welcher Größe und Höhe, welcher Epoche, welchen Baustils. Das fügt sich alles zu einem erfreulichen Bild. Genius loci. Da macht auch so ein Kessel keinen ästhetischen Bruch.
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Sprich: loki. Nicht: lozi. Ist Latein.
Nein, der Mann mit dem Regenschirm ist kein schlechter Mensch.

Vor dem Wolkenbruch

Der Wetterbericht für letzten Donnerstag (Wandertag infolge katholischer Feiertäglichkeit) war nicht verheißend, da für den späten Nachmittag Gewitter, heftiger Regen und Sturm vorhergesagt wurden. So kam es auch, und ich konnte, gut in der Zeit liegend, mir diesen Natur-Aufruhr von innen durchs Fenster begucken.
Wie war es vorher?

Lauf dich fitt,
da mach ich nicht mit.
Denn wo die Wege sich teilen,
braucht man sich nicht zu beeilen.

Ja, das ist ja mal eine Schaufenstergestaltung! Das ist doch DIE Werbestrategie schlechthin!

Gäbe es hier eine Serie „Die schönsten Bushaltestellen von Duisburg“, DIE wäre dabei.

Kann mir das mal einer erklären?

Nun schließlich warum nicht?

Mahnmal „Macht euch die Erde Untertan“. Hintergrund, hier kaum zu erkennen: der Barbarasee.

Energie wie noch nie.


Hätten Sie mir ruhig glauben können: An der Masurenallee hat die Bahn neu gebaut. Nehmen Sie sich in Acht vor Fußgängern!

Auswüchse des Privatisierungswahns: Die kürzeste Bahnstrecke in Nordrhein-Westfalen!

Reichsbahn-Büros mit angebauten Schwimmpool. Rechts im Bild: parkende Autos von Fronleichnams-Flaneuren.

Die Masurenallee, deren nördliche Hälfte das längste Stück Straße ohne Wohnbebauung ist, flankiert von der längsten Mauer des Ruhrgebiets, war horrorfilmig für die Backfische, wenn sie zum Steno-Kurs von Buchholz nach Neudorf zu Fuß unterwegs waren, besonders im Winter, wenn es schon so früh dunkel wurde (haben mir meine Tanten erzählt).
Ich erzähle Ihnen mal was anderes:
„I met my love by the factory wall,
kissed my girl by the old canal.“
Der olle Kanal wäre in diesem Fall der (sich hier im Rücken des Fotografen befindliche) Barbarasee.
Barbara kissed me at the Barbarasee. Trifft zu.

Aufsatzthema (angesichts einer der vielen stillgelegten Fabriken): „Die Industrie – was kann sie uns heute noch sagen?“
Ein Glück, daß ich mir meine Aufsatzthemen heute selbst aussuchen kann!
Und somit: Auf zum Kalkweg!

Was für ein Quatsch!

Jetzo: Fahrt zum Himmel (1-7)

Vorgestern: Hochfest, Schulfrei, Geschäfte zu. Als aufmerksamer Leser wissen Sie bescheid, was jetzt kommt.

Jetzo kommt die Zeit heran. Schritt aus der Haustür.

Blick zurück – nicht im Zorn, sondern in die entgegengesetzte Richtung. Schöne Straße, auf der ich wohne.

Botanische Eskapaden auf dem Uni-Gelände.

Überragend!

Typisch Uni des 21. Jahrhunderts. Hier werdet Ihr „fit“ gemacht. („fit“ = geeignet, brauchbar, verwertbar). Doch wir sind Misfits.


Zugang zum Walde mittels Überbrückung von Eisenbahn und Autobahn mithilfe der Expo-Brücke.
Warum heißt die Expo-Brücke Expo-Brücke?
Die Expo-Brücke heißt Expo-Brücke, weil sie erst auf dem Gelände der Weltausstellung (Expo) 1958 in Brüssel stand. Als die Expo 1958 endete, wurde die Brücke dort nicht mehr gebraucht, darum zerlegt und in Duisburg wieder zusammengebaut. Sie diente jahrzehntelang als Zoo-Brücke, weil sie die beiden durch die Autobahn getrennten Teile des Zoogeländes miteinander verband. Dann wurde sie auch dort abgebaut und ein paar Kilometer südlich wieder zusammengebaut. Narrenhände beschmieren Tisch und Expo-Brücke.
Nebenbei: Der größte Pin der Welt!

…denn im Wald sind nicht die Säu-äufer!

Fortsetzung folgt.
Und jetzt und immer: Bilder anklicken zum Vergößern.

Das ist ja wirklich gottvoll!

Das las ich im Leserbriefteil der Frankfurter Rundschau: Eine christliche Dame räumte ein: Daß es Gott gibt, sei nicht bewiesen. Aber es sei auch nicht bewiesen, daß es Gott nicht gibt.
Das erinnert mich an eine Szene, die ich auf dem Sternbuschweg erlebt habe. Ein Autofahrer hatte beim Einparken ein anderes Auto beschädigt. Vom Besitzer darafhin zur Rede gestellt, bestritt er es. Es kam zu einem lauten Wortgefecht:
„Ich kann Ihnen zwei Zeugen nennen, der das gesehen haben!“
„Und ich kann Ihnen zehn Zeugen nennen, die das nicht gesehen haben!“

Kunst am Bau

Begrifflichkeiten der (Kunst-)Geschichte: Kunst am Bau.
Unter dem Stichwort „Kunst am Bau“ wird der Staat als Bauherr verpflichtet, ein Prozent der Baukosten öffentlicher Gebäude für Kunst (als Gebäudebestandteil) springen zu lassen. Dagegen kann man nix sagen. Das heißt: Dagegen kann man schon was sagen, aber warum sollte man?
Wie man der obigen Abbildung (Duisburg-Neudorf, Lerchenstraße, Ecke Sternbuschweg, vor dem Eingang zum SI-Torbogen) entnehmen kann, wird „Kunst am Bau“ immer mehr auch durch Privatinitiative gefördert.
Weiter so!

Die rosarote Woche

Auf der Lerchenstraße, der ersten Allee dieser Art, stehen die japanischen Kirschbäume wieder in Blüte. Schon nach wenigen Tagen fallen die Blütenblätter herab und bilden einen rosaroten Teppich auf dem Gehweg. Ich berichtete schon darüber.
In manchen Jahren blühten die Bäume Ende April, in diesem Jahr öffneten sich die Blüten schon Ende März. Das ist verschieden.

Dieser Baum fällt auf, weil er zweierlei Blüten trägt. Mir scheint es, daß von Jahr zu Jahr der Anteil der weißen Blüten zunimmt.

Aber auch an manchen anderen Bäumen lassen sich an unvorhergesehenen Zweigen weiße Blüten blicken.

Hier sieht man es deutlich.
„Zurück zur Natur“ könnte das Motto lauten. Die Wildheit läßt sich vom Züchter nicht ganz verdrängen.