Werbung als Kunst

Begrifflichkeiten der Kunst(-Geschichte): Werbung.


Wofür wird denn hier Reklame gemacht?
Werbung wird zur Kunst, und
Werbung ist erst dann richtig gelungen,

WENN

man vergißt
oder nie erfährt oder
gar nicht wissen will,
wofür geworben wird,
oder
wenn sie etwas anderem mehr Auftrieb gibt als dem beworbenen Produkt.

DER METZGER Nr. 123 Grund zur Freude

DER METZGER, das satirische Magazin. Neu: Nr. 123.

Und das steht drin:

Herbert Marcuse empfielt, sich gut zu erinnern.

Ardy Beld: Karikatur.

Nachrichten z.B. AfD und der „Kleine Mann“; AfD und der „Kleine Doktor“; AfD und die Swiss-Connection; AfD und ihr komischer Prinz.

Ottokar Grobe: Wenn ich zu sagen hätte. Warum gibt es hinter Gittern so wenig Polizisten?

Patrick Schreiner: Von wegen unbezahlbare Renten: Produktivität schlägt Demografie. Schon seit mindestens dem späten 19. Jahrhundert haben wir es der steigenden Arbeitsproduktivität zu verdanken, dass der Wohlstand in Mitteleuropa trotz demografischem Wandel wächst. Denn obwohl schon seit mindestens dem späten 19. Jahrhundert immer weniger erwerbstätige Menschen für immer mehr RentnerInnen aufkommen müssen, ist der Lebensstandard keineswegs geschrumpft.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Napoleon der Zweite; Über das Machen von Spaß (zu Zeiten der Getreidefelder); Bild vom Schmidt – weg damit (über dämliche Leserbriefe in der Frankfurter Rundschau); Die Quasselstrippe Kathja Bauerfeind zu Glaubensfragen; Der Pudding im Wandel der Zeiten; Der Ehrenmann und seine blöden Landschaften; Elektro Bling; GrossArt FakeNews; Komisches Haus, komisches Schild.

Die Idioten sind unter uns; Antworten; Der Weg nach oben.

Werner Muth, Helmut Loeven: Baggerlöcher. Verse und Fotos von einigen Binnengewässern.

For the Benefit of Mr. Kite there will be a show tonight. Kennen Sie?

Lina Ganowski: La Notte. Diesmal: The Children’s Hour.

Anna Driba: The high-field English song. Von Strawberry Field zu High-Field ist ein weiter Weg. Gedicht für Leute, die Englisch können und für Leute, die Englisch können werden.

Herbert HEL LascheT: Das Richtige kommt schlicht. Ein Sonett.

Das Heft kostet 3 Euro.
Besorgen! Bestellen! Schicken lassen! Oder in der Buchhandlung Weltbühne kaufen! Lesen! Weiterempfehlen! Draus zitieren! Und schließlich: Abonnieren! Denn: Wer abonniert, hat mehr von Metzger.

Jaja, die Linken und das Sex-Appeal …

Die Plakate für die Show „Soy de Cuba“ hängen noch an den Litfaß-Säulen.
Vor zweidrei Jahren war hier in Duisburg, im selben Theater, schon mal so eine kubanische Show, vielleicht dasselbe Ensemble? Ich war bei einem Geburtstagsempfang. Die ganzen Matadoren und Horonatioren hatten sich eingefunden (von DKP, Linkspartei, Friedensbewegung, GEW, Verdi und all die vielen, die mich nicht mehr kennen und seit neuestem mich nie kannten).
Eine Genossin mittleren Alters, damals, vielleicht auch heute noch in der Leitung der Linkspartei oder Ratsfraktion, hatte sich wenige Tage zuvor die Kuba-Veranstaltung angesehen – und war ir(r)itiert, geradezu entsetzt, jedenfalls empört: „Also was man da auf der Bühne gesehen hat – manchmal geradezu obszön – Da wurde der Geschlechtsverkehr angedeutet, also -“
Da geht man pflichtschuldigst internationalistisch da hin, und dann sowas!

Eine andere, eine junge Hübsche, die sogar mal was für den Metzger geschrieben hat – nach qualvoller Gewissenserforschung und trotz ihrer Bedenken, weil in meiner Zeitung „immer wieder ein nackter Po zu sehen ist“, beurteilte die Kuba-Show ebenfalls abwertend: „Die enthielt lauter sexuelle Anspielungen.“
Ich antwortete ihr: „Ach weißt du, das ganze Leben ist eine einzige sexuelle Anspielung.“
Darauf hat sie nichts gesagt. Sie dachte wohl: „Ach ja, klar! Der! Der ist ja sowieso nicht mehr zu retten.“

Komplettierung der Serie: Zweimal halb, einmal ganz, einmal mit

Nach Prélude und einmal halb, dann nochmal halb und einmal ganz, diesmal also mit.
(Happy End).



Ich finde, sie könnte für die Schlankheits-Diät einer Frauenzeitschrift Modell stehen.
Aber Andrea aus Bad H. hatte eine bessere Idee.

Isn’t she pretty?

Foto(s): Tyrallis-Archiv

Die schönsten Postkarten für alle Gelegenheiten machen wir

Die Produktion von Postkarten in der Situationspresse wird fortgesetzt. In diesem Herbst wurden 32 neue Motive veröffentlicht. Einige davon wurden hier schon vorgestellt. Hier die nächsten.

Die Postkarte ist ein stringentes Medium. Das einheitliche Format Din-A 6 (Seitenverhältnis eins zu Wurzel aus zwei) erlaubt nur zwei formale Varianten: Hochformat und Querformat. Innerhalb dieses Rahmens gibt es inhaltlich keine Grenzen. Es gibt: Kitschpostkarten, Urlaubspostkarten, Erotikpostkarten, Glückwunschpostkarten, Weihnachtspostkarten, Osterpostkarten, Kunstpostkarten (Postkarten, die Kunstwerke abbilden oder Kunstwerke sind oder beides). Et cetera.
Es liegt auf der Hand, die Postkarte als subversives Medium der Aufklärung zu nutzen. Das machen wir. Machen Sie mit.

Vom Medium Postkarte schon immer fasziniert, stand ich als Quintaner vor der großen Ansichtskartenwand im Kaufhaus Horten an der Düsseldorfer Straße. Da gab es tatsächlich in unzähligen Variationen Gruß-aus-Duisburg-Karten (wer verschickt sowas?). Und da gab es auch eine Ansichtskarte vom Kaufhaus Horten. Preis: 5 Pfennig.
Das ist es ja, was ich sagen will: Die Postkarte als Medium erreicht den äußersten Winkel der Verrücktheit. Und das mach ich jetzt auch: Zwo Postkarten als Gruß aus der Buchhandlung Weltbühne (einmal außen, einmal innen):

Situationspostkarte (SPK) 95

SPK 96

Die beiden verfremdeten Fotos hat Detlef Stamm aufgenommen. Sie waren bereits in DER METZGER Nr. 120 als Story-Illustration zu sehen, da natürlich nur in schwarzweiß, jetzt hier farbig.

SPK 108 Girls from Macao
Die Girls from Shanghai (SPK 65) sind nicht allein. Die Girls from Macao verbessern die Welt auf ähnliche Weise.

Und dann habe ich noch zwei Motive aus meiner Foto-Schublade hervorgekramt, aus der Noch-nicht-digital-sondern-noch-Dia-Epoche, als ich noch fast nur auf Diafilm fotografierte und alles in meine Foto-Schublade schmiß:

SPK 113
Noch ein Foto von unserem Kater (Name: Kater), das zeigt, daß der die Ruhe weg hatte.

SPK 114
Ein Foto aus dem Jahre 1975, eine Landschaft, die weggeplant wurde: Die Rehwiesen am Dickelsbach, mitten im Wald zwischen Wedau und Wanheimerort.
An die Person in der Mitte des Bildes werden sich sicherlich viele noch oft erinnern.

Diese Karten sind zum Stückpreis von 1 Euro erhältlich (bei Versand bitte 1 Euro hinzurechnen, nicht pro Stück, sondern pro Auftrag). Bestelladresse ist:
Buchhandlung Weltbühne, Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg
situationspresse@gmx.de

Wenn Sie in der Kategorienspalte links die Kategorie „Situationspostkarten“ anklicken, wird ein Postkartenkatalog in Fortsetzungen sichtbar.

Es gibt kein Halten mehr: Weitere Postkarten werden in den kommenden Wochen vorgestellt.

Merry Kiss-mas!

„Alle Jahre wieder
kommt der Nikolaus wieder.“
(reimt sich).

nikolaus2016Sand Nikolaus spanks Pixie (Mary Christmas of this year)!
BE! cause Ski loves it!
Ihr camouflierter männlicher Lust-Diener – hoffentlich mit genügender Enthusiasmierung –  ist bestimmt von der Asta-Job-Vermittlung da hin geschickt worden und wundert sich:
„Es ist doch erstaunlich, daß viele junge Damen darauf so großen Wert legen.“

fmUnd die beiden finden das auch lustig.
Merry Kiss-mas!

Die schönsten Postkarten machen wir

Die Produktion von Postkarten in der Situationspresse wird fortgesetzt. In diesem Herbst wurden 32 neue Motive veröffentlicht. Einige davon wurden hier schon vorgestellt. Hier die nächsten.

Die Postkarte ist ein stringentes Medium. Das einheitliche Format Din-A 6 (Seitenverhältnis eins zu Wurzel aus zwei) erlaubt nur zwei formale Varianten: Hochformat und Querformat. Innerhalb dieses Rahmens gibt es inhaltlich keine Grenzen. Es gibt: Kitschpostkarten, Urlaubspostkarten, Erotikpostkarten, Glückwunschpostkarten, Kunstpostkarten (Postkarten, die Kunstwerke abbilden oder Kunstwerke sind oder beides). Et cetera. Da liegt es doch auf der Hand, die Postkarte als subversives Medium der Aufklärung zu nutzen. Das machen wir. Machen Sie mit.

pk97-tolstoigorkiSituationspostkarte (SPK) 97: Leo Tolstoi und Maxim Gorki 1900

pk-104-charlieSPK 104: Je suis Charlie

pk99-cheSPK 99: Che Guevara

pk83-dankeSPK 83: Stadtzerstörung (Mercatorstraße)

pk-100-antifakalkwegSPK 100: Antifa Kalkweg

pk-103-werdeniesoldatSPK 103: Werde nie Soldaten

pk-101-kunstdersatireSPK 101: Kunst der Satire

pk-102-ueberwachungSPK 102: Überwachung

Motive von: Merkfoto, Hafenstaedter, DFG-VK, Projektgruppe Pudding und gestern usw.

Diese Karten sind zum Stückpreis von 1 Euro erhältlich (bei Versand bitte 1 Euro hinzurechnen, nicht pro Stück, sondern pro Auftrag). Bestelladresse ist:
Buchhandlung Weltbühne, Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg
situationspresse@gmx.de

Wenn Sie in der Kategorienspalte links die Kategorie „Situationspostkarten“ anklicken, wird ein Postkartenkatalog in Fortsetzungen sichtbar.

Es gibt kein Halten mehr: Weitere Postkarten werden in den kommenden Wochen vorgestellt.

Kommt und holt euch den neuen Metzger!

DER METZGER, das satirische Magazin. Neu: Nr. 119.
m119
Und das steht drin:

Jakop Heinn: Topas für das Trumpeltier. Gewiß wäre die Übergabe der US-Präsidentschaft von Obama zu Hillary Clinton ein Rückschritt. Aber daß aus Reihen der deutschen Linken Sympathie für den rechtspopulistischen Demagogen Donald Trump zu hören ist – das muß doch nun wirklich nicht sein!

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal u.a.: Am FKK-Strand ganz köstlich amüsiert – über fidelen Entrüstungstourismus; Verschleierungszwang oder Verschleierungsverbot oder Wieviel Differenz ist noch erträglich; Matriarchat als Märchenstunde; Die Idioten sind unter uns.

Les pères de la libelle. Darin: Axel Monte über Marvin Chlada; Eine Wiederentdeclung wert: Ronald D. Laing.

Konrad Knurrhahn: Tropfen. Ein Gedanke.

Yasmeenas Choice. Die Eroberung der eigenen Lüste.

God only knows. Bilder eines Entstehens (hat nichts mit Religion zu tun).

Lina Ganowski: La Notte. Zwei Betrachtungen über Kinder, die der Macht zum Opfer fallen.

Dokument: Bürgerliche Gesellschaft, Krieg und die Niederlage der Arbeiterbewegung. Von Rosa Luxemburg (1916).

Herbert Laschet-Toussaint: Keun am Rhing. An die „unordentliche“ Irmgard Keun sollte man sich erinnern!

Das Heft kostet 3 Euro.
Besorgen! Bestellen! Schicken lassen! Oder in der Buchhandlung Weltbühne kaufen! Lesen! Weiterempfehlen! Draus zitieren! Und schließlich: Abonnieren! Denn: Wer abonniert, hat mehr von Metzger.

Ja, was ist denn DAS?

NeuProgrammCoverJa, was ist das denn, möchte man wieder fragen.
Also: Es handelt sich um eine Broschüre (36 Seiten), urgehoben von meiner Kollegin und mir 1991, lange Zeit vergriffen, jetzt (nach 25 Jahren) in zweiter, nur leicht veränderter Auflage für 5 Euro wieder erhältlich (ISBN 978-3-935673-06-8).

Man sollte als Künstler / als Schriftsteller mit Erläuterungen zum Werk sich zurückhalten. Wird eine Pointe erklärt, ist sie hin.
Nur mal so viel:
Vor 25 Jahren wollte die geltungssüchtige Generalaufpasserin Alieze Schwarzer (auch „Frollein Lohmeier“ genannt) Porno gesetzlich verbieten lassen.
Das war der Anlaß für diese Kampfschrift, deren Text allerdings nicht von den Verfassern verfaßt, sondern zusammengeklebt und mit aufschlußrerichen Bildern zu einem montiert wurde. Es sollte dem Ansinnen der penetranten Anstandsdame nicht mit Argumenten begegnet, sondern Tatsachen geschaffen werden. Wo (kalkuliert oder unkalkuliert) mit Reizvokabeln Irrationalität geschürt wird, helfen keine Pillen und keine essigsaure Tonerde, wohl aber die Satire, die sich die „normative Kraft des Faktischen“ zunutze macht.
„Schwarzers Begabung war nie die Analyse, eher die action im Einklang mit einem gesunden Volksempfinden“, meinte Katharina Rutschky.

Mit Fleiß verbringe ich meine Zeit damit, die Spießbürgerlichkeit und Prüderie, eben jenes „Volksempfinden“ in Mißkredit zu bringen. Froh war ich stets, wenn ich zu solchem Behufe einfallsreiche Partnerinnen fand.
Hier geht es um: die Ästhetisierung des Sexuellen. Oder man könnte auch poetisch sagen: Es geht um die Erotisierung der Sexualität.
Im Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB) steht unter der Rubrik „Hauptbeschreibung“: „Text-Bild-Collage über die Verschlüsselung von Sexualität, Macht, Bedürfnis, Manipulation.“ Irgendwas muß man ja reinschreiben, damit der moderne Mensch „aha“ sagen kann.
Mit dem wieder erhältlichen Heftchen wird auf dem Stand der Situationspresse / Buchhandlung Weltbühne auf dem Ruhrorter Kunstmarkt erstmals die Öffentlichgkeit konfrontiert.
GEGEN ALLES, WAS LANGWEILIG, SPIESSIG UND PRÜDE IST.

NeuProgrammImmerDabeiHier zwei Seiten, auf denen man erkennt, daß wir es wirklich ernst meinen, selbst dann, wenn wir nicht ernst bleiben können.

lg3Die Mit-Autorin Lina Ganowski war an der (zurückhaltenden) Überarbeitung nicht beteiligt. Sie sagte (am Telefon): „Jaja, du machst das schon, ich verlaß mich auf dich“, und auf ausdrückliche Nachfrage: „Jaja, mach ruhig!“
Die Verbrecher (in diesem Fall: die Verbrecherin) zieht es an den Ort des Verbrechens. Die Essenerin, die längere Zeit in Erfurt, und dann für einige Zeit in den Niederlanden ansässig war, wohnt jetzt wieder in Essen.
Ich fragte sie: „Bleibst du denn jetzt da für immer?“ Daraufhin sie: „Ja, was soll ich denn darauf antworten???“