Der guten Mär bring ich gar viel: Für die Partei die Partei die Partei mit K

Sagen Sie mal ehrlich:
Haben Sie nicht schon oft gedacht: Ach! Diese Linkspartei! Naja, die muß ja auch sein. Aber manchmal, da möchte man sie am liebsten auf den Mond schießen.
Hach früher! Da konnte man noch RICHTIG links wählen, mit K,
KP …… D,
oder
D …… KP!

Verzagen Sie nicht! Sie sind der Erfüllung Ihrer Sehnsucht näher als Sie glauben.
Für den Landtag von Nordrhein-Westfalen und für den Deutschen Bundestag will die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) kandidieren.
Aber das klappt nur, wenn die Partei die Partei die Partei genügend Unterschriften zusammenkriegt. Darum liegen hier bei mir in der schönen Buchhandlung die Bögen zum Ausfüllen und Unterschreiben bereit.
Also kommen Sie, füllen Sie aus und unterschreiben Sie (sofern Sie wahlberechtigt sind).

Sie meinen, datwärnix für Sie? Dann passen Sie mal auf:
Sie sind doch bestimmt auch eine(r) von denen, die gern zum UZ-Pressefest nach Dortmund gehen und sich da an der Show des Fortschritts delectieren. Meinen Sie, die Stadt Dortmund würde der DKP freiwillig den Revierpark Wischlingen zur Verfügung stellen? Sie muß es, weil die DKP eine Partei im Sinne des Parteiengesetzes ist. Eine Partei muß innerhalb eines gewissen Zeitraums minderstens einmal bei einer Landtags- oder Bundestagswahl kandidieren, sonst verliert sie den Parteistatus im Sinne des Parteiengesetzes und das Parteienprivileg (Kommunalwahlen und Europawahlen zählen nicht).

Gegen sowas hat man ja nichts: Klaus der Geiger (mit Orchester) …

… oder Esther Bejarano und die und Microphone Mafia.

Na, dann kommt mal und zeigt, daß ihr keine Schnösel seid. Unterschreibt für die DKP!

Fotos (2) © Merkfoto

Ah! Da sind Sie ja, Herr Schröder!

SuelzkoppSchroederDieser „Kasten“, enthaltend Zitate aus Dialogen in dem Tatort-Film „Moltke“ von 1988 (mit Götz George als Schimanski, Grimmepreis) erschien in DER METZGER Nr. 56 (Februar 1999) auf Seite 3 (als sogenanntes Intro).
In diesem überaus gelungenen und komikgeladenen Schimanski-Film fand ich den running gag lustig. Daß der geniale Überblicker Schimanski sich den Allerwelts-Namen „Schröder“ partout nicht merken kann, daß Hänschen wie immer sanft-korrigierend eingreifen muß, und daß sogar auf den stets korrekten Königsberg Schimanskis brachiale Namensgebung abfärbt – zum Lachen.
Schimanskis Fähigkeit, einen Menschen sehr schnell einschätzen zu können, versagt in diesem Fall ebenso wie sein Namensgedächtnis. Denn dieser „Sülzkopp“ genannte Schröder „hängt“ keineswegs „da mit drin“, sondern ist bloß irgendson Lackaffe, der da rumsteht.

Kurz vor Ausgabe Nr. 56 hatte eine Bundestagswahl stattgefunden, aufgrund derer Helmut K. als Bundeskanzler von Gerhard S. abgelöst wurde.
Hansjürgen Bott wunderete sich, daß in dem Heft die neue Regierung gar nicht kommentiert wurde.
Ich sagte: „Doch! Guck ma Seite 3.“
Aber das war nur eine Ausrede.

Bürgergefühle

Dieser Text erschien hier schon einmal – als Kommentar zur Kommunalwahl 2014. Damals, im Mai 2014, war es auch schon eine Wiederverwendung. Zu allererst erschien der Text in DER METZGER Nr. 87 (2009). „Inzwischen hat sich natürlich alles von Grund auf geändert“, lautete der ironische Kommentar fünf Jahre später.
Nicht viel geändert habe ich an dem Text. Wie das weitergeht, wenn der (Spieß-)Bürger mit seinen Gefühlen lauter wird und wenn zwischen „Untertan“ und „Obrigkeit“ Disharmonie einkehrt, erleben wir gerade. Auch wenn alles sich ändert, ändert sich nichts.
Hier also der Text von damals / von heute:

„Als das Bürgertum seine Fähigkeiten erkannte, war es entsetzt
– und flüchtete in die Restauration.“
Friedrich Engels

Es ist nicht unbedenklich, wenn die Demokratie dargestellt wird als eine Verpflichtung, die der Einzelne der Allgemeinheit gegenüber zu erfüllen hat. Man sollte doch besser nicht danach fragen, was du für das Land tun kannst, sondern was das Land für dich tut.
Für die Konservativen ist die Demokratie ohnehin nichts anderes als der Preis der Macht.
Und wer – allein schon durch fundamentale Unkenntnis – den Wahlschein ausfüllt wie einen Lottoschein, der hat durch das Lotto jahrelang die Schule der Niederlage besucht; bloß mit dem Unterschied, daß die erwartete Erkenntnis „Widder nix“ sich bei der Bundestagswahl nicht schon am nächsten Samstagabend einstellt.
Der Versuch von einst, mit der „Anti-Parteien-Partei“ das politische Spektrum umzugestalten, ist gescheitert. Eine Stimme für die Grünen ist eine Stimme für das, wofür auch die anderen etablierten Parteien stehen: Marktwirtschaft, NATO, Bundeswehreinsätze. Neben den Linkswählern sind es doch gerade die Nichtwähler, die die politische Landschaft verändern. Der Nichtwähler kann sagen: „Seitdem ich nicht mehr wähle, werde ich wahrgenommen.“ Die Nichtwähler haben ihren Teil dazu beigetragen, die „Volksparteien“, dieses Pubertätsphänomen einer Demokratie, die sich nicht traut, eine zu sein, zu demontieren, und dafür sei ihnen gedankt. Daß davon die SPD mehr betroffen ist als die CDU, mag manchem fatal vorkommen. Ungerecht ist es nicht.
Auf den Ratschlag, daß die, denen „es nicht paßt“ doch selbst eine Partei gründen könnten, möchte man antworten: „Haa haa haa!“ Allerdings ist das Gründen von Parteien derzeit ein weitverbreitetes Hobby, besonders in Duisburg, wo es ja bekanntlich noch mehr Verrückte gibt als anderswo. Bei der Kommunalwahl traten sie dutzendweise an mit Namen wie „Bürgerunion“, „Freie Bürger“, „Bürgerliche Liberale“, „Bürgerliche Mitte“ etc. pp., um „es“ „denen da oben“ „mal zu zeigen“. Und was haben die, die sich durch die etablierten Parteien nicht mehr vertreten fühlen, zu bieten? „Bürgernähe“, „Bürgerwille“, „Leistung“, „gegen Verschwendung“, „Bürgerwille statt Bevormundung“, „gegen Korruption“, „für unsere Kinder“, „gegen Bürokratie“, „Zukunft“ – kurzum: dieselben Phrasen wie die Parteien, von denen sie sich enttäuscht abgewendet haben. „Für das Gute, gegen das Schlechte“ lautet ihr gemeinsames Programm. Daß bei ihnen der „Mittelstand“ stets hervorgehoben wird, drückt nicht ein wirtschaftspolitisches Konzept aus, sondern ihren Hang zur Mittelmäßigkeit. Zur Rede gestellt, was sich denn nun ändern müsse, lautet die Antwort, daß „die Politiker“ sich nicht nur dauernd die Taschen vollstopfen, sondern sich endlich mal um die wirklichen Probleme kümmern sollen, zum Beispiel, daß die Arbeitslosen nicht mehr dauernd ihre Kippen auf den Bürgersteig werfen.
Das Aufwallen solcher Bürgergefühle ist von Grund auf antidemokratisch. Dem Bürger graust es vor den Errungenschaften des bürgerlichen Zeitalters, vor Aufklärung und Gleichheit. Die Freiheit erfüllt ihn mit Angst, die Brüderlichkeit paßt nicht in sein steinernes Herz. Der Bürger mag den bürgerlichen Staat nicht leiden, weil das – seinem Empfinden nach – eben ein Staat der Beamten, der Bürokraten, der milden Richter, der Psychologen und Pädagogen, der Wissenschaftler, der Intellektuellen, der Egalitären, der Weicheier ist, ein Staat ohne Kraft und Herrlichkeit, ohne wirkliche Autorität.
Die Bürokratie ist ein Charakteristikum des bürgerlichen Staates. Sie ist ein Übel, das ein größeres Übel ablöste. Der Stempel und die Bewilligung traten an die Stelle feudaler Gunst und Gnade. Das will dem bürgerlichen Sozialisationstypen aber nicht einleuchten. Es paßt ihm nicht, daß er für den bürokratischen Entscheidungsträger Nachweise erbringen muß, wohingegen eingeübte Unterwürfigkeit ihm nichts nutzt. Der Gunst und Gnade des Feudalherrn wähnt er sich hingegen sicher, weil er ja brav und fleißig ist.
Der Bürger, dessen Bürgerlichkeit nicht bloß ein rechtlicher Status ist, sondern eine Weltanschauung, nimmt dem bürgerlichen Staat übel, was er einem absolutistischen Monarchen nicht übel nehmen würde. Der bürgerliche Staat zieht ihm das Geld aus der Tasche und wirft es zum Fenster hinaus, findet er. Einem König Ludwig II würde er bereitwillig den letzten Groschen hinterherwerfen, damit er Prachtschlösser zum Sich-drin-Langweilen bauen kann.
„Bürgerwille statt Bevormundung“ lautet der Slogan. Was aber will der Bürger denn? Eigentlich gar nichts anderes als bevormundet zu werden – dann aber bitte richtig und von den Richtigen. Er will einen starken Staat, der durchgreift, kontrolliert, vollstreckt, herrscht, befehligt, lenkt. Dazu sind unsere Politiker heutzutage eben nicht mehr imstande.

Gestern bei Plasberg

Gestern, einen Tag nach der Europawahl, wurde bei Plasberg über die AfD gesprochen. Der Lucke, der Flipflap, war auch da.
Ja, die AfD, die Partei der frustrierten Großbürger und verängstigten Kleinbürger (so kennzeichnete sie der Friedman, der war auch da), die Partei, die auch am rechten Rand Stimmen einsammelt, Ressentiments zu nutzen weiß und für ihre TV-Auftritte reichlich Kreide frißt.
Gestern ging es um die Frage, ob diese ad-hoc-Partei in den Bundestag kommt (ich fürchte: ja) und sich halten kann.
Die Wahl vorgestern hat der Tendenz, daß sich in den europäischen Ländern (namentlich England und Frankreich) das tradierte Parteiengefüge auflöst, einen großen Schub gegeben. In Italien ist das vertraute Parteiengefüge schon völlig aufgelöst. Hierzulande geht das langsamer vonstatten, aber auf die Dauer wird das auch an der BRD nicht vorübergehen.
Die SPD ist zu einer 20- bis 30-Prozent-Partei geschrumpft. Von der AfD wird erwartet, daß sie die Lücke ausfüllt, die eine Traditions-Partei hinterläßt, die KO gegangen ist und vielleicht nicht wieder aufsteht: die Partei des Sozialneids.
Die Partei, die dem Arbeiter den Pfennig Lohnerhöhung, dem Arbeitslosen die Stütze, dem Kranken das Krankengeld und dem Armen die Margarine auf dem trockenen Brot nicht gönnt, hat einen Ersatz gefunden? Schlimmer als die FDP wird es die AfD wohl doch nicht treiben.

pgpg01..

Signal fatal oder Letzte Mahnung

1972 kandidierte erstmals die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) für den Bundestag. Und erstmals konnte ich bei einer Bundestagswahl eine Stimme abgeben. Ich stand vor der Entscheidung: Wähle ich DKP oder wähle ich Willy Brandt?
Ich und Willy Brandt (vulgo: SPD) wählen? Wie konnte ich sowas überhaupt in Betracht ziehen?
Die Sozialliberale Koalition, die doch ein bißchen mehr Demokratie wagen wollte und den Begriff „Lebensqualität“ aufbrachte – von der haben wir uns allzuviel auch nicht versprochen. Aber, wenn man „alles“ will, aber „alles“ nicht (sofort) geht, nimmt man, was man (erstmal) kriegen kann (wenn man klug ist). Aber das war nicht Grund genug. Entscheidend war: Die Sozialliberale Koalition wurde von rechts unter Druck gesetzt. Das Mißtrauensvotum war knapp abgewehrt. Eine stark nach rechts gerückte, aggressive CSU/CDU stand Gewehr bei Fuß. Also habe ich „Willy gewählt“. Gegen Strauß zu stimmen erschien mir vorrangig.
Heute finde ich meine Entscheidung von damals nicht mehr richtig. Ich hätte DKP wählen sollen. Es geht bei einer Wahl ja weniger darum, wer regiert und wer nicht regiert. Es ging damals ja auch darum, die wieder zur Legalität gelangte Kommunistische Partei als Größe in die politische Auseinandersetzung einzufügen. Bei Wahlen darf Taktik wohl eine Rolle spielen, aber nicht Überhand nehmen. Wer links ist in einer bürgerlichen Gesellschaft, sollte sich weniger um eine nicht ganz so schlechte Regierung, sondern mehr um eine halbwegs gute Opposition sorgen.

Bei der Wahl zum Europäischen Parlament kandidieren die Linkspartei und die DKP. Ich weiß nach dem, was ich in den letzten Tagen gehört habe, daß manche hin und her überlegen: DKP ist ja eigentlich schöner, aber die Linkspartei ist sowas wie der Spatz in der Hand.
Dazu fällt mir nur ein: An ihrer Verzagtheit werden die Linken nochmal zugrunde gehen (wenn sie nicht sowieso schon zugrunde gegangen sind, und wir haben es nur noch nicht gemerkt).
Wer für einen Spatz in der Hand die weitere Marginalisierung des Marxismus in Deutschland in Kauf nimmt, sendet ein Signal aus mit fatalen Langzeitfolgen.

Es gibt viele gute Gründe, der Linkspartei die Stimme zu entziehen. (Und denk ich an Duisburg in der Nacht, dann fallen mir auch noch ganz persönliche Gründe ein). Aber eine Stimme für „Die Linke“ ist auch immer eine Stimme gegen rechts.
Ein Wahlergebnis bildet nicht nur eine Stimmung ab. Es stellt auch eine Stimmung her. Wenn „Die Linke“ auf den absteigenden Ast gerät, dann ist das schlecht für uns alle – und mögen wir noch so sehr Gründe haben, diese Partei NICHT ins Herz zu schließen. Verluste für die Linkspartei werden in der allgemeinen Wahrnehmung eben nicht als Quittung für fragwürdige Entscheidungen, Abgehobenheit und Hochnäsigkeit und unsolidarisches Verhalten gewertet, sondern als ein fatales Signal, daß „links“ überhaupt nur noch ein Rudiment der Vergangenheit ist. Wenn einem sonst nichts übrigbleibt, soll man „Die Linke“ wählen.

Aber wo man die Wahl hat zwischen Linkspartei und DKP (bei der Europawahl und in einigen Städten auch bei der Kommunalwahl), sollte man sich doch für das Konzentrat und nicht für die Verdünnung entscheiden. Die Entscheidung zwischen Linkspartei und DKP kommt einer Entscheidung zwischen der Mayerschen und der Weltbühne gleich.

Und jetzt werde ich mal pötisch:
Die DKP ist wie eine Orange.
Die Linkspartei ist wie Sinalco.

Die SPD ist leere Flasche.
Und die Grünen sind wie Tritop – auch verdünnt ungenießbar.

Was will die CDU damit sagen?

Was will die CDU damit sagen?

Bürgergefühle (Kommunalwahl 2014)

„Als das Bürgertum seine Fähigkeiten erkannte, war es entsetzt
– und flüchtete in die Restauration.“
Friedrich Engels

Einer, schrieb in einem Internetforum:
„Nichtwählen und ungültig wählen ist Verrat an der Demokratie. Wer sich dem Votum verweigert, verwirkt das Recht auf Kritik und Mitwirkung. Und weil diese Verwirkung von Rechten mit dem Demokratieprinzip unvereinbar ist, gefährdet jeder Nicht- oder Ungültigwähler die Stabilität der Demokratie. Wer soll denn ein Wahlergebnis respektieren, das von einer kleinen Minderheit gestaltet wurde? Wählen bedeutet, Verantwortung zu übernehmen und auch Kompromisse einzugehen. Wem ‚die Parteien‘ nicht passen, der darf gern eine eigene gründen. Aber Parteien sind keine Dienstleistungsbetriebe für gelangweilte und selbstsüchtige Konsummenschen, die von der Politik das bequeme Ausschütteln ihres gesellschaftlichen Ruhekissens erwarten. ‚Die Politik‘, ‚die da oben‘ und ‚was kann ich schon tun?‘ sind die Floskeln derer, die weder die Lust noch den Verstand haben, sich ihrer originären Verantwortung als Bürger eines Landes zu stellen. Ja, es sind diejenigen, die sich eine politikfreie Wohlfühldiktatur wünschen, wo ein starker Staat ihnen abnimmt, sich über das Leben an sich Gedanken zu machen. Hauptsache nicht denken müssen. ‚Ich habe nichts gewußt‘ ist die Ausrede derer, die nichts wissen wollten, weil denken belastet. Und wer nicht wählen geht oder ungültig wählt, der befreit sich vermeintlich vom Ballast der Verantwortung und hofft auf störungsfreies Konsumieren demokratischer Früchte.“

Auch wenn das Plädoyer für die Nutzung des Stimmrechts nicht ganz abwegig ist, so ist es doch bedenklich, wenn auch hier wieder die Demokratie dargestellt wird als eine Verpflichtung, die der Einzelne der Allgemeinheit gegenüber zu erfüllen hat. Man sollte doch besser nicht danach fragen, was du für das Land tun kannst, sondern was das Land für dich tut.
Für die Konservativen ist die Demokratie ohnehin nichts anderes als der Preis der Macht.
Und wer – allein schon durch fundamentale Unkenntnis – den Wahlschein ausfüllt wie einen Lottoschein, der hat durch das Lotto jahrelang die Schule der Niederlage besucht; bloß mit dem Unterschied, daß die erwartete Erkenntnis „Widder nix“ sich bei der Bundestagswahl nicht schon am nächsten Samstagabend einstellt.
Der Versuch, mit der „Anti-Parteien-Partei“ das politische Spektrum umzugestalten, ist gescheitert. Eine Stimme für die Grünen ist eine Stimme für das, wofür auch die anderen etablierten Parteien stehen: Marktwirtschaft, NATO, Bundeswehreinsätze. Neben den Linkswählern sind es doch gerade die Nichtwähler, die die politische Landschaft verändern. Der Nichtwähler kann sagen: „Seitdem ich Weiterlesen

Da gehen wir hin: UZ-Pressefest

UZ-Pressefest-2014-Header-3Dieses Jahr gibt es wieder ein UZ-Pressefest. Es findet statt vom 27. bis 29. Juni (Freitag bis Sonntag) in Dortmund im Revierpark Wischlingen. Der Ort ist schön, die Umgebung ist schön, und auch der Weg von der S-Bahn-Station Dortmund Wischlingen zum Festivalgelände ist ein schöner Weg.
Nicht nur interessant, sondern auch schön sind die Ausstellungen und Infostände fortschrittlicher Organisationen und Gruppen. Für Essen & Trinken ist gesorgt (reichlich). Schön.
Wer kommt alles und singt und spielt uns liest vor und erzählt?
Achim Bigus, Bandista, Bernd Köhler & Blandine, Compania Bataclan, Dirk Wilke und Peter Schenzer, Einhart Klucke, Erich Schaffner, Esther Bejarano, Frank Viehweg, Fred Ape, Friedenshaus, Gruppe Gutzeit, Grobylin Marlowe, Haake Bluesband, Huggy Borghardt, Jane Zahn, Jazz-Polizei, Johan Meijer & Jos Koning (NL), Mapato, Michail Iwanow (RU), Kai Degenhardt, Klaus der Geiger, Konstantin Wecker, Leander Sukov, Le Blech, Luis Galtario und Antonio Hilario, MC Albino, Microphone Mafia, Musikandes, Quijote, Ruam, Sonja Gottlieb, VEB-Chor, Jutta Ditfurth, Dietmar Dath, Georg Fülberth, Ellen Schernikau, Christiane Schnura, Werner Seppmann u.a. Schön.
Das Konzert mit Konstantin Wecker, Esther Bejarano und der Microphone Mafia ist am Samstag Abend auf der Hauptbühne.
Es könnte alles noch schöner sein, wenn die Partei auf ihrer Homepage eine Wegbeschreibung veröffentlichen würde.
Kontakt: DKP, Hoffnungstraße 18, 45127 Essen, Tel.: 0201/1778890
uz-pressefest@dkp.de
Zeltplatzanfrage: pressefest-camping@dkp.de

Wer was auf der Weste hat, darf eine Spende lockermachen:
DKP-Parteivorstand
Konto-Nr.: 4002487500 GLS Bank Bochum BLZ 430 609 67
IBAN DE90 4306 0967 4002 4875 00 BIC GENODEM1GLS
Stichwort: „UZ-Pressefest“

UZ-Pressefest-2014-SolibuttonDie schöne Anstecknadel („Soli-Button“ nennt man das heutztage) berechtigt zum Eintritt für jede Einzelveranstaltung. Sie ist für 5 Euro erhältlich bei der DKP-Gruppe Ihres Vertrauens. In der Buchhandlung Weltbühne gibt es auch noch welche. (Da kann man auch die UZ kaufen).
Bei der Europawahl kann man übrigens DKP wählen. Sollte man tun.

Die Projektgruppe Pudding und gestern hat wieder zugeschlagen

pgpg01pgpg02pgpg03Die Europawahl 2014 und die gleichzeitigen Kommunalwahlen in NRW waren der Projektgruppe Pudding und gestern (PGPG) Anlaß genug, im westlichen, östlichen und mittleren Ruhrgebiet ein paar tausend Miniflugblätter unter Scheibenwischer zu klemmen und in Hausbriefkästen landen zu lassen.
„Da es den Parteien nicht gelingt, ihre Ziele authentisch zu formulieren, helfen wir gern nach“, erklärte Projektgruppensprecherin Chantal Könkels.
Wer die Hilfsbereitschaft der Gruppe mit Spenden unterstützen möchte, kann es tun:
Situationistischer Studentenbund e.V.
DE76 3601 0043 0403 9564 32.
BIC: PBNKDEFF
Kennwort: PGPG

Staatsbürgerkunde

WahlplakatMai14Ich lerne immer noch dazu.
Ich wußte bisher zum Beispiel nicht, daß die Polizei und das Ordnungsamt Parteigliederungen der CDU sind. Ich dachte immer, daß die Polizei eine Landesbehörde ist und das Ordnungsamt eine Dienststelle der Stadtverwaltung.

P.S.: Was „Menschen schützen“ betrifft, sehe ich zwischen dem Wahlplakat und dem, was da rechts unten auf dem Foto zu sehen ist, einen ironischen Zusammenhang.

Im Ernst

SchwemmSieh an! Die haben den Schwemm hervorgekramt.
Duisburg ist „erneuerbar“.
Genauso erneuerbar wie die Grünen?

Im Ernst:
Der Personalverschleiß bei den Grünen – verursacht a) durch aufreibende Flügelkämpfe und b) durch das „Rotationsprinzip“, das eingeführt wurde, damit jeder mal drankommt – hat mir nicht gefallen.
Darum ist es gar nicht so schlecht, daß die Grünen jetzt (nebst nichtssagender Parole) ein vertrautes Gesicht zeigen.
Auch wenn der so guckt, als wollte er uns alle hypnotisieren.

1. Mai – diesmal etwas anders

FuckProNRWAm 1. Mai werden in Duisburg die Faschisten und Rechtspopulisten aufmarschieren. Sowohl die NPD als auch „Pro NRW“ haben Kundgebungen angekündigt, die als Provokation gegen die Gewerkschaftsbewegung aufgefasst werden müssen. Der DGB will sich jedoch nicht von seinem Konzept abbringen lassen, wie jedes Jahr im Landschaftspark Nord sein „Familienfest“ abzuhalten.

So ganz und gar ignorieren wird der DGB die rechten Provokationen allerdings nicht:
Am Dienstag, 29. April um 18 Uhr im Julius-Birck-Saal im DGB-Haus am Stapeltor findrt eine Veranstaltung statt:
Am 1. Mai 2014 wollen NPD und Pro NRW in Duisburg aufmarschieren. Warum haben sie sich gerade diese Stadt ausgesucht? Wie konnten extrem rechte und rechtspopulistische Parteien bei der Bundestagswahl im September 2013 überdurchschnittliche Ergebnisse in Duisburg erzielen? Und wie kommt es, dass die rechtspopulistische Splitterpartei Pro NRW im Oktober 2013 von 200 jubelnden Menschen in Duisburg-Neumühl empfangen wurde?
Alexandra Graevskaia (Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung) wird in ihrem Vortrag auf die Akteure im Diskurs eingehen und aufzeigen was den Rechtspopulismus in Duisburg bestärkt hat.

Die Duisburger Studentenzeitung akduell kündigt dür den 1. Mai einen Liveticker an:
http://akduell.de/2014/04/ankuendigung-akduell-liveticker-zum-1-mai/
Für den 1. Mai hat die Weiterlesen

Rot? Oder rot?

Die Streitigkeiten in der Linkspartei in Duisburg, die in der Affäre um die Zinkhüttensiedlung (siehe Notat vom 17.2.) sichtbar wurden, sind zu einem Machtkampf ausgewachsen. So meldete es gestern die WAZ: „Machtkampf bei den Linken. Fraktionsliste setzt sich bei der Kandidatenaufstellung durch. Parteispitze spricht von Schockstarre. Bekannte Gesichter sehen sich ausgebootet.“
Die Duisburger Linkspartei ist gewissermaßen bipolar. Auf der einen Seite der „links-linke“ Vorstand (Vorsitzende: Edith Fröse), auf der anderen Seite die „reformistisch-linke“ Ratsfraktion (Vorsitzende: Martina Ammann-Hilberath), die in Treue zum „rotrotgrünen“ Rathausbündnis steht.
Bei der Mitgliederversammlung, in der die Listenplätze für die Kommunalwahl aufgestellt wurde, wurde Martina Ammann-Hilberath als Spitzenkandidatin aufgestellt. Aber auch auf den folgenden aussichtsreichen Listenplätzen (z.Zt. 6 Ratsmandate) stehen nur Vertreter der „Fraktionslinie“. Thomas Keuer, der sich um Listenplatz 2 bewarb, guckte in die Röhre. OB-Kandidatin Barbara Laakmann winkte ab, weil sie sich „kaltgestellt fühlte“. Edith Fröse: „Das hat mit der Geschichte der Linken nichts mehr zu tun. Eine zweite SPD brauchen wir nicht.“
„Auffällig viele Neumitglieder“ hätten die Versammlung bevölkert. Das kommt einem doch bekannt vor. Bei Versammlungen, auf denen gewählt wird, sieht man oft viele neue Gesichter, die man vorher noch nicht gekannt hatte (und wenn die „Neuen“ Verheerungen hinterlassen haben, sieht man sie nie wieder).
Klug ist das ja nicht, wenn ein Parteiflügel den anderen hinausdrängt. Die Frage ist, ob die Fraktionsstrategen klug sein WOLLTEN. Wer so vorgeht, zeigt kein sonderliches Interesse am Zusammenhalt der Partei – und auch kein sonderliches Interesse an den Stimmen kritischer Wähler, die die Linkspartei wählen würden, wenn die Kritiker des Zinkhüttensiedlungs-Skandals in der Partei noch Gewicht hätten. In der Linkspartei gibt es Leute, die den „Erfolgskurs“ der Grünen vor Augen haben: Daß eine Partei sich gut halten kann, die auf ihre Grundsätze pfeift. Sie sollten dann aber auch sehen, was davon übrigbleibt.
Die Kandidaten auf den Plätzen 3 bis 10 kenne ich nicht. Ich habe ihre Namen noch nie gehört. Ich weiß nur: Das sind alles Analphabeten (die kaufen keine Bücher).

DER METZGER 108

Soeben erschienen ist die Ausgabe Nr. 108 des satirischen Magazins DER METZGER.
MCover108Das steht drin:

Helmut Loeven: Bundestagswahl: Daß ich das noch erleben durfte. Die FDP ist draußen! Manche sind sauer auf die FDP, weil sie sich von ihr mehr Ungerechtigkeit versprochen hatten. Man soll keinen Idioten daran hindern, aus den falschen Gründen das Richtige zu tun.

Jakop Heinn: Mandela oder Putin oder Zeigt eure Helden. Gegen die Vereinnahmung von Nelson Manfdela für das Spektakel der Westlichen Wertegemeinschaft.

Ulrich Sander: Nazis hatten stets Vorrang vor ihren Opfern. „Staatsschutz“ in Westdeutschland. Von der Entnazifizierung zur „Extremistenabwehr“.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Die Lieblingsmelodien einer grünen Ministerin; Eloge auf einen Terroristen; Holy Flip oder Holy Fick (Neues vom Transformationscoach); Mercatorstraße muß bleiben!

Lina Ganowski: La Notte – Themen der Nacht. Diesmal: Zwei oder drei Dinge, die kaum jemand über sie wissen will oder Warum ich den Aufruf für Prostitution unterschrieben habe.

Carl Korte: Reporterrausch. Volle Pulle bis zum Abwinken.

Bundes-Barbara. Kinder sollen ohne Deutschland aufwachsen. Wir haben unsere Damen und Herren überarbeitet. Der Hammermeister bittet Sie, die Bundes-Barbara zu nutzen.

Herbert Laschet Toussaint (HEL): Das Lever von Voltaire in Ferney. Bildbetrachtung.

Das Heft kostet 3 Euro. Es ist in der Buchhandlung Weltbühne erhältlich (auch im Versand. Es wird sofort geliefert).
Wer schlau ist, hat abonniert und kriegt das Heft in den nächsten Tagen zugeschickt.
Ein Abonnement von DER METZGER kostet 30 Euro für die nächsten 10 Ausgaben oder 50 Euro für alle zukünftigen Ausgaben.
Die Ausgaben ab Nr. 18 (1972) sind noch erhältlich (komplett im Sammelpaket oder einzeln). Die Ausgaben Nr. 1-17 (1968-1972) sind vergriffen.