Den Juro Wischen Songkon Test braucht ihr euch nicht anzugucken

Denkt euch für den entsprechenden Abend was anderes aus. Dieses Bombastik-Trallalla hat keinen sittlichen Nährwert.
Das ist so ähnlich wie mit der Olympiade. Früher war so eine Olympiade ein in das Leben hineinwirkendes Ereignis. Die Olympiade von 1960 in Rom brachte neue Identifikationsfiguren („Publikums-Lieblinge“) hervor: Armin Hary, Carl Kaufmann, Jutta Heine, der Ratzeburger Achter. Oder 1968 in Mexiko die Schwarzen bei der Siegerehrung mit erhobenen Fäusten. Oder 1972 in München Ulrike Meyfahrt und das Attentat und the games must go on.
Und heutzutage? Wann war eigentlich die letzte Olympiade? Und wo? Aufgehört hat die wohl irgendwann, aber hat die überhaupt mal angefangen?
Die nächste Olympiade wird schon vor der Eröffnung in Vergessenheit geraten sein. So (über)erfüllt sich die Vorhersage der Situationisten: Am Ende des Jahrhunderts wird jeder eine Viertelstunde lang berühmt sein.
Mit dem Eurovisions-Festival ist das auch so: Früher hat man „aha“ gesagt über den Sieg von Abba oder mit Cliff Richard oder mit Udo Jürgens oder gestaunt über Sandra Goodrich (genannt Sandie Shaw), die mit nackten Füßen durch die Wiener Hofburg spazierte like a puppet on a string! Stellen Sie sich das mal vor: durch die Wiener Hofburg! Mit nackten Füßen! Das waren noch Ereignisse!
Aber das hättet ihr euch damals auch nicht anzugucken brauchen.

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