Die August-Aktion: Mehr Bücher und mehr Strom

Die August-Aktion der Buchhandlung Weltbühne.
Mit diesen vier Titeln hat es eine besondere Bewandnis.
Für jedes Buch, das bis zum 31. August 2026 im Rahmen dieser Aktion bestellt wird, werden 2 Euro abgezweigt für KarEn. Dieser Verein fördert den Bau von Anlageen zur Nutzung der Solarenergie in Kuba!

Um diese Bücher geht es:

Lothar Röse: No future! oder Vom Gesang des Türmers.
Situationspresse 2017. 174 Seiten. 18 Euro.
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sieht sich der Verfasser verstärkt mit immer beunruhigendere Gestalt annehmenden, dabei inzwischen zum Alltag gehörigen Phänomenen wie Globalisierung und Terror oder Digitalisierung und Postmoderne konfrontiert und versucht sich – hier u.a. in Form einiger METZGER-Essays – seinen Reim darauf zu machen, ohne sich dabei so recht vorstellen zu können, wie das alles überhaupt noch gutgehen soll; daß im vorigen Jahrhundert zwischenzeitlich die (Idee einer) Geschichte kurzerhand für an ihr Ende gekommen erklärt worden ist, trug dann auch eigentlich weder zur Aufklärung noch zur Beruhigung bei.
Bisher wenigstens war es immer so, daß, wenn einen Deutschen so recht die Sorge umtrieb und er also in echten Schwierigkeiten steckte, er unweigerlich irgendwann auf seinen Faust kam. So erhellend und gewinnbringend es auch sein mochte, notfalls sich in einer großen Überlieferung aufgehoben fühlen zu können, so bewahrt diese am Ende möglicherweise nicht vor der ernüchternden Erkenntnis, nachher „so klug als wie zuvor“ dazustehen – jedoch nicht ohne dabei die Gelegenheit zu bieten, dennoch um den einen oder anderen Gedanken bereichert zu werden.

Lothar Röse: Spiel ohne Grenzen. Beiträge zum Problem der Freiheit. Situationspresse 2023.
280 S. Pb. 28 €
Die „Nachspielzeit zur regulären Neuzeit“ ist inzwischen abgelaufen; wir leben im „Zeitalter des Epilogs“ mit der vorherrschenden „Haltung von Endverbrauchern“. Die Moderne war schon längst nicht mehr modern, und Fragen zur Postmoderne oder zur Globalisierung sind unterdessen – auch von der Realität – so überholt, daß es fast müßig erscheint, sich von ihrer Beantwortung noch etwas zu versprechen. Wenn auch prinzipiell noch offen ist, was nach dem ›Theater der Moderne‹ in der nächsten Saison auf dem Spielplan stehen wird, so sprechen doch unverkennbare Anzeichen dafür, daß einige Aufführungen, sofern sie sich denn auf die »geistige Situation der Zeit« einlassen, einen großen Zorn auf die (Welt-)Bühne bringen, während andere den Rückzug in eine neue Innerlichkeit, gleichsam ein digitales Biedermeier inszenieren werden.
Rasend entwickeln sich die Mittel (der Technik), die, wenn sie sich darüber nicht selbst zum Zweck geworden sind, sich immer verdächtig dem Arkanum der Macht fügen. Zu den ersten Opfern der großen Verwirrung gehören sowohl der Begriff als auch die Sache der Freiheit, die den Falschen in die Hände gefallen, gar zum Unwort geworden ist, so als sei alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist oder als erschöpfe sie sich in der bloßen Abwesenheit von Zwang.
Statt also auf gnädige Besserung zu hoffen, tut nach wie vor die gründliche Auseinandersetzung mit dem not, was an Zeichen und Symptomen allenthalben wahrnehmbar ist: „Die Kritik bleibt nunmehr Bedingung dessen, was werden könnte, aber … ihre wahre Aufgabe ist, den Sachen nahe zu kommen und zu sagen, was ist.“ Mehr nicht.
Was der Klappentext vornehm verschweigt: Auf diesen Seiten ist viel zu erfahren über Wesen und Geschichte der USA, und ich behaupte, daß es zum besten und kenntnisreichsten gehört, was in den letzten Jahren zum Thema veröffentlicht wurde.
Der größte Abschnitt dieses Buches ist der Geschichte der Außenpolitik der USA – seit ihrem Eintritt in die Weltpolitik – gewidmet. Trump, als Poltergeist wahrnehmbar, ist ebenso wahrnehmbar als logische Fortführung US-amerikanischer Machtpolitik.
Der zitierte Klappentext hat unüberhörbar einen pessimistischen Unterton. Dieser Pessimismus ist produktiv, wenn man sich davon nicht anstecken, sondern informieren läßt.

chlada-verwirrung-coverMarvin Chlada: Die schöne Verwirrung des Lebens – Gedichte & Cut-Ups. Situationspresse 2013. 80 S. einige Abbildungen. Paperback. 12,50 €.
Die Legende von Jack Daniel, Sleaze Rock Poetry, Cut-Ups, Collagen, Epitaphe auf Johnny Thunders, Allen Ginsberg und Charles Bukowski sowie eine kurze Antwort auf die rätselhafte Frage, was DIE ÄRZTE mit der süßen Gwendoline tatsächlich getrieben haben.
Verstreutes und Vergessenes aus 25 Jahren Wortarbeit in einem Band, erschienen in einem der dienstältesten Verlage der deutschen Alternativ- und Undergroundpresse. Dazu ein Strauß frischer Notizen zur Läuterung und Orientierung: Was nutzt der beste Film in Worten, wenn man im falschen Kino hockt?
Marvin Chlada, Sozialwissenschaftler, Autor und Musiker, Pendler zwischen Schwaben, Kalabrien und Ruhrgebiet. Zahlreiche Publikationen zur Popkritik, Medien- und Gesellschaftstheorie.

Werner Muth: Glückseligkeit und wildes Herz. Gedichte. Mit einem Vorwort von Tom Liwa. Situationspresse 2019. 108 Seiten. 15 €
Im Vorwort von Tom Liwa: „Es ist Zeitzeugnis, aber auch Traumland und neverending story, ein Leben, das sich narrativ fortschreibt, um dann am Frühstückstisch zu erscheinen, als wäre nichts geschehen.“
Zitat:
„Der Lärm da draußen / Macht Stille subversiv, / Als wär es ein Verbrechen, / Wenn ich nur einen Tag verschlief. / Ich spiel nicht mehr das Lustobjekt / Für jeden Besserwisser. / Ich bin ein stilles Wasser, / Versteckt im Landesinnern.“
„Glückseligkeit“ (im Titel) deutet auf die Beat-Tradition hin.
Daß die Texte in diesem Buch nachts geschrieben wurden, behaupte ich, weil ich es weiß.

Wie geht das vonstatten?
Bestellen Sie eines dieser vier Bücher (oder zwei, oder drei, oder alle vier) dort:
bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de
Betreff:August-Aktion.

Geliefert wird mit Vorkasse zuzüglich Porto.
Für jedes einzelne Stück aus dieser Liste werden 2 Euro für KarEn abgezweigt.
Die Aktion endet am 31. August.

Das neue DISS-Journal ist da

Das DISS-Journal Nr. 51 vom Duisburger Institut für Sprach- unf Sozialorschung ist erschienen.
Und das steht drin:

Das neue DISS-Journal ist in der Buchhandlung Weltbühne für 6 € (oder freiwillig mehr) erhältlich. Versandkunden müssen 1,80 € Portokosten zusätzlich auf sich nehemen.
Auch frühere Ausgaben des DISS-Journal sind hier noch vorrätig.

Neu in der Weltbühne: Gleichheit, Gemeinschaft, Gerechtigkeit

Neu in der Buchhandlung Weltbühne: Joshua Graf: Gleichheit, Gemeinschaft, Gerechtigkeit. Kommunismus vor Marx. PapyRossa Verlag 2026 (in der Reihe Neue Kleine Bibliothek) 128 Seiten, € 14,90

»Keine Herren mehr, keine Ausbeuter mehr und keine Ausgebeuteten«, forderte Babeuf 1795. Joshua Graf blättert in der Geschichte des Kommunismus zurück – noch vor den »Sonnenaufgang der Französischen Revolution« (Hegel) –, um Vorläufern wie Zeitgenossen von Marx und Engels nachzugehen. Bündig ordnet er bekanntere wie auch fast vergessene Pioniere radikaler Gesellschaftskritik in ihre spezifische Zeit ein. Deren pauschale Zurückweisung als ›utopisch‹, so eine These des Bandes, wird ihnen nicht gerecht. Zumal sich jene Frage als roter Faden erweist, die auch für die ›Klassiker‹ zentral sein wird: »Wo es Privateigentum gibt«, so Thomas Morus 1516, »gibt es keine Gerechtigkeit.« Das »arme Volk« sollte, erklärte Wilhelm Weitling 1842, nicht »Personen den Krieg machen, sondern dem Eigentum«. Eine entsprechend lange Tradition hatte das Begehr eines Gemeinwesens, das den Widerspruch von Arm und Reich hinter sich lässt. Ein Gerrard Winstanley (1609-76) etwa verlangte eine »Gemeinschaft der Güter«, und der ›Code de la Communauté‹ (Théodore Dézamy, 1842) verfügte, »alle Reichtümer der Gemeinschaft« würden »unaufhörlich und für immer allen zur Verfügung stehen.«
Joshua Graf ist Sozialarbeiter und promoviert in Politikwissenschaften zur Genealogie des Kommunismus bei Marx und Engels. Er ist Autor zahlreicher Fachartikel zum Thema Marxismus.

Bestellen Sie diese Bücher / solche Bücher / alle Bücher, die Sie brauchen in der
Buchhandlung Weltbühne – Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg (Neudorf). Tel. 0203 375121
bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de
entweder im Laden
oder per Post.

Wir helfen auch bei der Suche nach vergriffenen, entlegenen Titeln.


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Ufo-Landeplatz


Das haben Sie wahrscheinlich noch nicht gewußt: In Duisburg (Altstadt) befindet sich der EINZIGE (manche würden sagen: einzigste) Ufo-Landeplatz in Europa.
Und zwar in unmittelbarer Nähe des Archivs für alternatives Schrifttum (afas). Wer dort aus dem Fenester schaut, weiß bescheid.

Das Afas ist fut für Euch, erkundigt euch nach ihm.

(Der Eintrag vom 11. November 2024 offenbart noch mehr – mit Geheimpflanze in der Mitte).

Das Wort zum Sonntag

Der US-Unternehmer Zuckerberg
will 90 Prozent von seinem Vermögen stiften?
Ich bin entsetzt!
Die US-Amerikaner haben es bis heute nicht fertiggebracht,
einen Sozialstaat auf die Beine zu stellen.
Sie haben auch gar nicht die Absicht.
Weite Bereiche, die man hierzulande den Staatsaufgaben zurechnet,
sind in den USA der Gutwilligkeit von Superreichen überlassen.
Der vom Staat zu garantierende Anspruch jedes Einzelnen
wird durch die Abhängigkeit von Wohltätern ersetzt.
Statt des Allgemeinen Willens (Rousseau)
herrscht die calvinistisch-pietistische Moral reicher Leute,
die nicht das Gemeinwohl im Sinn haben,
sondern ihr Seelenheil retten wollen.
Denn eher geht ein Kamel durch einen Porzellanladen
als ein Elefant durch ein Nadelöhr.

Neu in der Weltbühne: Einführung in die Geschichte und Theorie des Antisemitismus

Neu in der Buchhandlung Weltbühne: Peter Bierl: Antisemitismus. Einführung in die Geschichte und Theorie. Unrast Verlag (Reihe unrast transparent. rechter rand). 144 S. 9,80 €
Antisemitismus ist ein noch immer aktuelles und umstrittenes Problem. Die Vorstellung von der besonderen Macht der Juden, die sich bereits in der Antike findet und mit den Protokollen der Weisen von Zion nicht endet, ist für ihn zentral. Diese Verschwörungstheorie eignet sich heute dazu, die Mechanismen kapitalistischer Ausbeutung und Herrschaft zu ignorieren, und ruft einen enormen Hass hervor, der den globalen Aufstieg der Autoritären und der extremen Rechten emotional grundiert.
Diese Einführung bietet einen knappen historischen Überblick von der Entstehung des Judenhasses in der Antike über den christlichen und islamischen Antijudaismus bis zum rassistischen Antisemitismus der Neuzeit und Erscheinungsformen der Gegenwart. Ein Überblick über verschiedene Erklärungsversuche und Definitionen zeigt schließlich Ansatzpunkte, um Antisemitismus heute entgegenzutreten.

Ebenfalls zu empfehlen:
Heiko Kauffmann, Jobst Paul, Klaus Holz: Die Verneinung des Judentums. Antisemitismus als religiöse und säkulare Waffe. Edition DISS im Unrast-Verlag (2009). 184 S. 22 €
Der Band umfasst eingehende Analysen antisemitischer Positionierungen auf den Diskursebenen der Medien, der Politik, der Wissenschaft, der Religion und des Alltags. Thematisiert wird die Entstehung des politischen Antisemitismus in Deutschland und dessen gegenwärtige Wiederbelebung im Islamismus. Einen Schwerpunkt bildet die jüdische Perspektive auf das Phänomen des Antisemitismus und auf ihr Gegenprogramm der gerechten Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund wird die Flüchtlingspolitik der Gegenwart betrachtet. Dies geschieht anlässlich des 70. Jahrestages der Konferenz von Evian und deren Umgang mit jüdischen Flüchtlingen (1938).

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