Neu in der Weltbühne: Wer sind die „Proud Boys“?

Neu in der Weltbühne:
Carl Kinsky: Proud Boys. Trumpismus und der Aufstieg ultranationalistischer Bruderschaften
Unrast-Verlag Oktober 2021, Reihe transparent. 88 S. 7,80 €

Während der Präsidentschaft Donald Trumps nahm rechte Straßengewalt in den USA deutlich zu. Dabei stand insbesondere eine Gruppe immer wieder im Rampenlicht der medialen Berichterstattung: die ›Proud Boys‹. Die 2016 von Gavin McInnes, Mitbegründer des Online- und Print-Magazins VICE, ins Leben gerufene ›Proud Boys‹ -Bruderschaft nahm einen rasanten Aufstieg und avancierte von einem Männerstammtisch in New York zu einem bundesweit aufgestellten Netzwerk mit Kontakten ins politische Umfeld von Donald Trump.
Bei der gewalttätigen Erstürmung des US-Kapitols am 6. Januar 2021 spielte sie eine Schlüsselrolle. Wie keine andere Gruppe stehen die ›Proud Boys‹ seitdem für den Erfolg extrem rechter Mobilisierungen und die damit einhergehende Zunahme von rassistischer und antiemanzipatorischer Gewalt im Zuge des Aufstiegs des ›Trumpismus‹. Aber auch außerhalb der USA machen die ›Proud Boys‹ auf sich aufmerksam, im Februar stufte die kanadische Regierung die Bruderschaft offiziell als ›terroristische Vereinigung‹ ein.
Doch welche ideologischen Motive treiben sie an? Wie lässt sich ihre Politik im historischen Kontext der USA verstehen? Inwiefern ist ihre Organisationsform zukunftsweisend für extrem rechte Bewegungen, auch über die USA hinaus? Um diese Fragen zu beantworten, wird die Organisationsgeschichte der ›Proud Boys‹ und die ähnlicher neuer Bruderschaften nachgezeichnet.
Die Analyse legt einen besonderen Fokus auf deren reaktionäre Männlichkeitsideale und behandelt die (vermeintliche) Einbindung von nicht-weißen und nicht-heterosexuellen Menschen innerhalb der extremen Rechten als Stütze der Weißen Vorherrschaft.

Das Buch ist in der Buchhandlung Weltbühne Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg (Neudorf)
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11. September: Der Terror & die Leute

— Diese Gelegenheit mußte genutzt werden: Wenn da Krieg ist, wollen wir mitsiegen. — Zehn Jahre zuvor waren die Religionskrieger der EU noch willkommen als „Freiheitskämpfer“, und die „Apartheid der Geschlechter“ hieß damals ganz apart: „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ — Wenn deutsche Anti-Deutsche zu Bellizisten werden, dann wollen sie auch gleich den totalen Krieg. Dumme Jungen sind das, die nicht wissen, was Krieg ist. — Der Feind meines Feindes ist mein Feind, wenn er Antisemit ist.

Bericht zum Attentat in New York am 11. September 2001, geschrieben im November 2001, erschienen in DER METZGER Nr. 63 (2001) leicht gekürzt.

Die Katastrophe, mit der nach Ansicht mancher Leute das soeben begonnene Jahrtausend auch schon gelaufen ist, wurde mir schonend beigebracht. Ich kam kurz vor 8 nach Hause (kein Mensch auf der Straße hatte sich irgendwie anders verhalten als sonst), schaltete den Fernsehkasten ein, um zu sehen, was es gibt, und sah den Wickert zu ungewohnter Zeit. Im Hintergrund ein Hochhaus mit Qualm und eine Schlagzeile „Terror in New York“. Terror in New York? Dafür eine Sondersendung? Um 8 Uhr auch kein Gong, Wickert redete weiter. Und nach und nach erfuhr ich: In einem Wolkenkratzer gab es eine Explosion. Der Wolkenkratzer war einer der beiden Türme des World Trade Center. Ein Flugzeug ist hineingeflogen. Es war ein entführtes Flugzeug mit Passagieren darin. In den anderen Turm ist auch ein Flugzeug hineingeflogen. Eingestürzt sind die Türme dann auch noch. Zwischendurch erfuhr ich noch, daá auch auf das Pentagon in Washington ein Flugzeug gestürzt ist und ein viertes, ebenfalls entführtes mit Passagieren, irgendwo abgestürzt war, bevor es auf ein Ziel gelenkt werden konnte.
Auf allen TV-Kanälen Sondersendungen, bestehend aus der unentwegten Wiederholung des Bildes von einem Flugzeug, das in einen Wolkenkratzer gleitet, und zwischendurch kamen Leute zu Wort, die schon mal auf der Landkarte mit dem Finger auf New York getippt hatten, also Experten waren. Nicht nur wie man mit zehn Sekunden Bildmaterial und Korrespondenten, die nix genaues auch nicht wissen, zehn Stunden Sondersendung ausfüllt, hat mich erstaunt. Der zuständige Geheimdienst war nicht in der Lage, ein Ereignis vorherzusagen, das über lange Zeit an vielen Orten von vielen Leuten vorbereitet wurde, konnte aber schon nach zehn Minuten genau mitteilen, wer die Hintermänner des Attentats waren. Noch erstaunlicher ist, daß keine Organisation sich zu diesem Attentat bekannte und dazu eine Erklärung abgab.

Wogegen die Rote Armee kämpfte
Die Regierung der USA hat sich viel vorgenommen. Als ginge es jetzt ums Ganze, holt sie zum entscheidenden Schlag aus gegen die Mächte des Bösen, die in Osama bin Laden verkörpert sind, und sie verlangt von aller Welt Ergebenheit. „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“, der wird – so US-Präsident Bush – als Feind angesehen. Die rotgrüne Bundesregierung meldet sich zur Stelle. Als würde sie einem Hilfeersuchen der USA entsprechen, schickt sie gegen alle Gewissenspein 3.900 Soldaten. Dabei mußte sie das Kanonenfutter geradezu aufdrängen: „Bitte bitte nehmt sie doch!“ Die Koalition brach daran beinahe auseinander. Aber diese Gelegenheit mußte genutzt werden: Wenn da Krieg ist, wollen wir mitsiegen.
Der Kreuzzug gegen das Böse sei natürlich nicht ein Kampf der Kulturen, wird betont. Aber was soll es denn sonst sein, wenn der Präsident der USA in seinem Manichäertum wie das christlich-abendländische Spiegelbild der islamisch-morgenländischen Schreckensvision erscheint? Wieviel die Beteuerung wert ist, ist daran zu messen, um wieviel es Menschen mit morgenländischem Appeal leichter oder schwerer gemacht wird, eine Wohnung zu finden. Weiterlesen

Neu: DER METZGER Nr. 141

Die Ausgabe Nr. 141, September 2021, ist erschienen.
So sieht die Zeitung aus:

Und das steht drin:

Jakop Heinn: Jetzt’ sind’se wieder in’ner Partei. Laut Bundesverfassungsgericht darf die DKP jetzt doch wieder zur Bundestagswahl.

Matti & Paula in „Deutsch II“. Comicstrip von Timo Stoffregen.

Willi Hoffmeister. Erinnerung an einen von uns.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Wir haben viel erreicht; Über Stalin; Wie es sich lebt als Millionär; Hut aus Glas; Hanns Eckelkamp, der Filmverleiher; Eloge an Grace Slick; Polyamorie ist die beste Idee, seit es Geschlechter gibt: Selbstbezichtigung eines Plagiatoren.

Lothar Röse: America first. Grundzüge US-amerikanischer Außenpolitik. Siebter Teil. In den USA haben die 500 größten Unternehmen seit 1980 vier Millionen Arbeitsplätze abgebaut und ihren Anteil am gesamten Steueraufkommen um mehr als die Hälfte reduziert.

Herbert Laschet-Toussaint (HEL): Steffen Kopetzky ALLES.

KarEn hilft Kuba.

Lina Ganowski: La Notte. Diesmal: Keine Lust mehr. Über die Delegitimierung der Lust. Sex ist nur noch als Gefahrenquelle darstellbar, auf deiner Haut dem Täter auf der Spur.

Anna Driba: Ach was. Wieder ein assoziativer Einwurf.

Marvin Chlada: 7 Gedichte. Aus dem neuen Gedichtband „Die Melancholie des Teufels“, Trikont Verlag 2021.

Good old everlasting Sternbuschweg im Juni 2021. „Wenn auch die Jahre enteilen, bleibt uns der Sternbuschweg doch.“ Eine kontroverse Diskussion.

Das Heft kostet 4 Euro.
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Neu: DER METZGER Nr. 140

Die Ausgabe Nr. 140, April 2021, ist erschienen.
So sieht die Zeitung aus:
Und das steht drin:

Ulrich Sander: Selbstjustiz in Uniform. In Nordrhein-Westfalen werden Versammlungsrecht und Demonstrationsrecht eingeschränkt.

Heinrich Hafenstaedter: Protest gegen Hausräumungen. In Duisburg werden Baumängel und angeblich unzureichender Brandschutz als Vorwand benutzt, um von Immigranten bewohnte Häuser zu räumen und die Leute auf die Straße zu setzen.

Matte und David in „Parksaison“. Comic-Strip von Timo Stoffregen.

Herbert Laschet-Toussaint (HEL): Max Czollek. Ein Vorruf. Er ist mitte dreißig.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Lottogewinne, von denen man nichts hat; Geld als Glücksbringer oder Beruhigungspille; Herr Müller und der Teller; Himmlische Töchter; Hustler; It-Girl als Hotel; Kater und Ente falsch verstanden; Pazifismus am Telefon; Die Umwelt als Hobby der Superreichen.

Lothar Röse: America first. Grundzüge US-amerikanischer Außenpolitik. Sechster Teil. 1979 bis 2008. Die plötzliche Leerstelle der weltpolitischen Opposition (ver-)führte in der Ersten Welt zu der Überzeugung von der „Alternativlosigkeit“ ihres Systems; manche begannen sogar schon vom „Ende der Geschichte“ zu delirieren. Putin hatte es mit einer expansiven Außenpolitik des Westens zu tun, so daß es geradezu fahrlässig gewesen wäre, dieses geostrategische Szenario nicht ernstzunehmen.

Chinmayo 1936-2021. Erinnerung an den Künstler und Kollegen.

Lina Ganowski: La Notte. Diesmal: Ein anderer Kardinal. Was heißt „katholisch“ in Reinkultur? Die zwei Seiten des Kardinal Galen.

April Fool’s Day und die Folgen.

Dünnwalds Seite. Ge(k)lebte Zusammenhänge.

Thomas Rüger: „Und im Kopf schneit’s kleine Scherben“. Über die neue CD von Klaus Hoffmann.

Das Weite suchen. Lust an Landschaft.

Das Heft kostet 4 Euro.
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Lawrence Ferlinghetti

Im vorletzten Jahr stellte ich hier ein neues Buch von Lawrence Ferlinghetti vor, und ich berichtete:

Unter den Autoren der Beat Generation kann Lawrence Ferlinghetti gelten als der, der die gesellschaftlich eingreifende, linksorientierte Komponente dieser Kultur am deutlichsten repräsentiert. Der Herausbildung einer antibürgerlichen, antikapitalistischen GEGENKULTUR diente auch die Gründung der Buchhandlung City Lights in San Francisco, 1954 erweitert um den Verlag City Lights Press, der zum publizistischen Forum der Beat Genaration wurde. Hier erschien 1956 Allen Ginsbergs “Howl”, was zu einem Gerichtsverfahren führte.

Ich will mir nichts anmaßen. Aber so wie Ferlinghetti in San Francisco (oder PG Hübsch in Frankfurt oder Sanders in New York) hat es mir vorgeschwebt, eine AUTOREN-BUCHHANDLUNG zu betreiben.

Lawrence Ferlinghetti ist am 22. Februar im Alter von 101 Jahren in San Francisco gestorben.

Hustler?

In der Zeitung lese ich vom Tod des Geschäftsmannes Larry Flynt. Er war Gründer und Herausgeber der Zeitschrift Hustler. Sein Name war mir zuvor nicht geläufig.
Vom Hustler hatte ich nie ein Heft in der Hand. Ich kann also über Wert und Qualität der Zeitschrift nichts sagen. Was mir so über Konzeption und Inhalt der Zeitschrift zu Ohren kam, hat mich nicht neugierig auf die Hefte gemacht. „Der Blick auf die Models war gynäkologischer Natur“ (WAZ). Das törnt mich nicht an. Aber andere als ästhetische Vorbehalte werden Sie von mir nicht hören.
Religiöse Gruppierungen und Feministinnen hätten gegen Flynt/Hustler protestiert, hörte ich im Radio. Diese Proteste dürften sich ähnlich gewesen sein: reflexhaft, eifernd.
Als „Inbegriff“ galt er „den Konservativen, die sich von der sexuellen Revolution der 60er und 70er Jahre überrumpelt und überfordert fühlten.“ (WAZ).
„In politischen Fragen zu Wirtschaft, Sozialem und Außenpolitik bezieht das Magazin linke Positionen und unterscheidet sich dadurch auch von anderen Männermagazinen, […] die traditionell eine eher konservative Einstellung zu diesen Themen vertreten“, steht bei Wikipedia. Was man nicht alles erfährt! Zum Beispiel auch: „Flynt führte über den Hustler in den 1980er Jahren heftige Angriffe gegen Ronald Reagans Regierung und die christlich-fundamentale Rechte, während er später Bill Clinton während der Lewinsky-Affäre öffentlich unterstützte.“ Gut so! Daß er sich gegen Rassenhaß und für Homosexuelle einsetzte wird in den Nachrufen erwähnt.
1978 wurde Flynt bei einem Attentat schwer verletzt. Seither war er querschnittsgelähmt. Der rassistische Serienmörder Joseph Paul Franklin hatte auf ihn geschossen, weil im Hustler ein Foto von einer weißen Frau mit einem schwarzen Mann gedruckt worden war. Franklin, auch wegen verschiedener Mordtaten verurteilt, wurde 2013 hingerichtet. Flynt hatte sich bis zuletzt für seine Begnadigung eingesetzt.

Neu: DER METZGER Nr. 139

Die Ausgabe Nr. 139,Februar 2021, ist erschienen.
So sieht die Zeitung aus:

Und das steht drin:

Ulrich Sander: Kritische Fragen an die Polizei. Rechte Strukturen bedrohen mittels polizeibekannter Daten friedliche Bürger/innen.

Renate König: Unter dem Strich. In Corona-Zeiten rächt sich der Abbau der Gesundheitsversorgung. Trotzdem wird weiter ausgehöhlt.

Jakop Heinn: Stürmten im Geiste mit. Nach dem Sturm militanter Konformisten auf das Capitol in Washington kamen Reaktionen aus den Medien der deutscher Rechten. Ein Überblick.

„Sogenannte Querdenker – wir sind mit denen nicht einverstanden.“ Die „Aachener Erklärung“. Antifaschisten und Antimilitaristen schaffen Klarheit.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Anruf vom froschen Firsch; Der Querkopp ist ein Klotzkopp und der Querdenker ist ein Schrägdenker; Typische Situationen im Radioprogramm des WDR; Tatort aus Österreich; Als Deutscher im China-Restaurant; Die Metamophose des Backfischs zum Teenager; Die Beatles auf dem Zebrastreifen.

Lothar Röse: America first. Grundzüge US-amerikanischer Außenpolitik. Vierter Teil. Von Hirophima bis zur Mondlandung.

„Genehmigt mit freundlicher Genehmigung“ Aus dem täglichen Nonsens im E-mail-Eingang.

Anna Driba: Nicht mein Konto. Vers-Epos. Wer liest muß mitdenken.

Lina Ganowski: La Notte. Diesmal: Meinungsrechte, Menschenfreiheit. Wie Lina vor ca. 20 Jahren ihren Nimbus als Foren-Schreck gewann: Polemik gegen solche Leute, die eine Freiheit genießen, deren Zustandekommen sie nicht wahrhaben wollen.

Konrad Knurrhahn: Seltsam. Über Seltsamkeiten.

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Und jetzt sind alle froh, daß sie ihn los sind

Was aber,
– wenn es irgendwie dämmert, daß man, um gute Stimmung zu machen, mehr vollbringen muß als einen furchtbaren Präsidenten abzulösen?
– wenn in zwei Jahren bei den Neuwahlen zum Kongreß in einer oder in beiden Kammern die Mehrheit verloren geht und der „Gestaltungs-Spielraums“ des Glücksbringers arg eingeengt wird?
– wenn der neue Präsident – vielleicht in einem etwas moderateren Ton – die verheerende Forderung an die „Bündnispartner“ wiederholt, die Rüstungsausgaben auf Rekordwerte zu steigern?
– wenn sich herausstellt, daß Trump nicht bloß für sich stand und daß durch seine Verrücktheiten übersteigerte Eskapaden in der US-amerikanischen Politik verwurzelt sind?
– wenn sich herausstellt, daß die von allen guten Geistern verlassenen und zu allem bereiten Rotten nicht nur dann lästig sind, wenn sie – Hornochse inclusive – den Palast stürmen, sondern im Alltag am gefährlichsten sind?
– wenn eingedenk der vielen vielen teils gemäßigten, teils fanatischen Trump-Wähler die Republikaner sich nicht mäßigen wollen und die Demokraten ihren Anti-Trumpismus-Kurs abschwächen? (Man nennt das Realpolitik. Ich nenne das anders).
– wenn man sich daran erinnern muß, daß der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika der Anführer der imperialistischen Führungsmacht ist und daß auch ein aufgeklärter, human eingestellter, honoriger Hoffnungsträger über diesen Schatten nicht springen könnte?
– wenn man erleben muß, daß reaktionäre Männer und reaktionäre Bewegungen selbst wenn sie scheitern noch gefährlich bleiben?
– wenn der Eindruck sich erhärtet, daß die Trump-Periode nur die Ouvertüre war zu der Tragödie des Untergangs einer Weltmacht.

Vier Jahre in einer Bilanz

Die FIR über die Jahre mit Trump

Vier Jahre Trump-Regierung – eine verheerende Bilanz
Wer am Mittwochabend die Bilder der Stürmung des Kapitols in Washington DC gesehen hat, bekam deutlich den Zustand der amerikanischen Gesellschaft und Politik nach vier Jahren Trump-Regierung vor Augen geführt. Politische Meinungsverschiedenheiten werden unter Missachtung aller demokratischen Regeln gewalttätig ausgetragen. Die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft ist tiefer als zuvor. Im vergangenen Jahr erlebten wir einen mörderischen Rassismus, der in verschiedenen amerikanischen Bundesstaaten farbige Menschen zu Opfern von Polizeigewalt gemacht haben. Demokratische Bewegungen und antifaschistische Gruppen werden als „Verbrecher“ und „Terroristen“ denunziert. Verbunden mit der Corona-Pandemie hat die Politik des „America first“ die soziale Spaltung der Gesellschaft vertieft. Während Großbanken, Internetkonzern und der Versandhandel ihren Reichtum um Milliarden US-$ steigern konnten, sind Millionen von US-Bürgern durch die Krisenfolgen ins soziale Abseits gedrängt worden.
In der Außenpolitik blicken wir auf einen Scherbenhaufen der internationalen Beziehungen. Die auch von früheren Präsidenten praktizierte Politik der Hegemonie gegenüber den Nachbarstaaten und der Dominanz in der Weltpolitik wurde durch die Trump-Regierung mit der Missachtung des Völkerrechts und der internationalen Institutionen verstärkt.
Dabei sind der Austritt der USA aus dem Weltklima-Abkommen, der WHO und die Ablehnung des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag nur die sichtbare Spitze des Eisbergs. Zwar hat Trump – im Gegensatz zum Friedensnobelpreisträger Obama – keinen Krieg neu begonnen. Aber durch die Fortführung aller Militäreinsätze und die Aufkündigung der tatsächlich wirksamen Rüstungsbegrenzungsabkommen mit Russland sowie die Forderung nach massiver Aufrüstung der NATO und zur Verlagerung von amerikanischen Einheiten näher an die Grenzen Russlands hat er zur Erhöhung der Spannungen und zur Verschlechterung des amerikanisch-russischen Verhältnisses beigetragen. Diese Politik ordnete er zudem den Interessen amerikanischer Großunternehmen unter, wie die völkerrechtswidrigen Sanktionsdrohungen gegen am Projekt North-Stream 2 beteiligte Firmen deutlich machen.
Eine ähnliche Haltung zeigte die Trump-Regierung gegenüber der chinesischen Politik und Wirtschaft. In seine Amtszeit fällt die protektionistische Politik mit der massiven Ausgrenzung des Technologiekonzerns Huawei, dem Versuch, das Video-Portal Tik Tok zugunsten von Facebook und Instagram durch Verbote vom Markt zu verdrängen und absurden Angriffen auf die politische Führung in Peking, sie trage für das Corona-Virus die Verantwortung.
Erschreckend an dieser Bilanz ist, wie weit die US-Administration Nachbarstaaten und andere Verbündete für die Durchsetzung ihrer Ziele instrumentalisieren konnten. In Kanada wird unter vorgeschobenen Behauptungen eine Vertreterin von Huawei in Haft, in Großbritannien bleibt der Whistleblower Julian Assange in Auslieferungshaft, weil die US-Justiz ihn wegen „Landesverrat“ anklagen will. Die Regierung von Kolumbien verschärft die Konfrontation mit Venezuela, da man sich der Unterstützung der Trump-Regierung, die den selbsternannten Präsidenten Juan Guaido bis zuletzt unterstützt hat, sicher ist. Bedauerlicherweise könnte man diese Liste beliebig erweitern.
Mit dem Wechsel der Präsidentschaft in den USA kommt es nun darauf an, ob dieses Land und seine Regierung den Weg zurück finden zur Anerkennung der Prinzipien des Völkerrechts, zu Entspannung und Rüstungsbegrenzung, zu Demokratie und Rechtstaatlichkeit im Inneren. Das hängt aber nicht nur von den Regierenden und den wirtschaftlich Mächtigen ab, sondern auch von der demokratischen Bewegung innerhalb der amerikanischen Gesellschaft, die sich 2020 deutlich zu Wort gemeldet hat. Daher wünschen wir den antifaschistischen und demokratischen Kräften für den Neuanfang viel Kraft und Erfolg.
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Angela Davis für Mumia Abu-Jamal


Die junge welt veröffentlicht in ihrer Montagsausgabe die Kolumne von Mumia Abu-Jamal.
Am letzten Montag erschien an dieser Stelle ein Kommentar von Angela Davis.

Durch internationale Solidarität wurde Angela Davis vor der rassistischen Justiz der USA gerettet. Auf diesem Bild: Bei einem Besuch in der DDR wurde sie von Erich Honecker empfangen.

Neu: DER METZGER 138 kommt pünktlich zum Geburtstag!

Heute (1. Dezember 2020) ist der 52. Geburtstag des satirischen Magazins. Und heute (1. Dezember 2020) ist die Ausgabe Nr. 138 erschienen.
Das steht drin:

Ulrich Sander: Alles wird wie früher? Abstand halten, Hygienevorschriften beachten, Alltagsmasken tragen, Lüften ist gut und richtig und vernünftig. Aber Kontrolletti ist unerträglich.

Jakop Heinn: Auch bei Hofe: Corona-Wirrnis. In Saalfeld-Wöhlsdorf empfing Querbürger Fitzek den Reichsdenker Ballweg.

Nein zu geschichtsrevisionistischen Faschismus-Vergleichen. Die VVN nimmt Stellung zu anmaßenden Rückgriffen der Querkopf-Bewegung auf Widerstands-Symbole.

Helmut Loeven: Das philosophischer Kabarett. Diesmal: Spurlos verschwinden, ein Traum; Kleine Papageien; Aus dem Liebesleben, ein Frauenporträt (die unvergleichliche Anne Block); National-Verein für deutsches Sprache. Komisches Haus, komisches Schild.

Antworten an Olaf Kistenmacher, Katja Thorwarth, Karl-Katja Krach (!), Verlag Hoffmann und Campe u.a. über Anton Kistenmacher, Quersänger, Köbes Hansen, Goldfinger und den doofen Egbert.

Lothar Röse: America first. Grundzüge US-amerikanischer Außenpolitik. Vierter Teil.

Falsch, richtig. Wie macht man‘s falsch, wie macht man‘s richtig? Ein Lebenshilfe-Comic-Strip.

A.S.H. Pelikan: Damals in der Karibik. Wenn in der Karibik Fußball gespielt wird, gelten andere mathematische Regeln.

Herbert Laschet-Toussaint (HEL): Ian Morris, BEUTE – ERNTE – ÖL + Einrede Margaret Atwoods. Noch‘n Gedicht (reimt sich).

Lina Ganowski: La Notte. Diesmal: Soldatinnen sind Soldaten. Feministinnen sollten sich endlich mal entscheiden, was sie vom Militär halten. Brutalisierte Maskulinität oder „Teilhabe an der mächtigsten Institution des Staates“? Frauenwehrdienst hat die Armee nicht friedlicher, sondern die Gesellschaft militaristischer gemacht.

Rainer Dittrich: Petitessen.

Amazon stoppen! Die Stiftung Ethik & Ökonomie ruft zum Widerstand gegen die Online-Krake.

Marvin Chlada: Permanente Apokalypse. Ein kleiner Ausflug in die dunklen Landschaften des William S. Burroughs.

Das Weite suchen. Lust an Landschaft.

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Wir erinnern an die Schwestern Mirabal – und an die Frauen, denen Gewalt angetan wird

Patria, Minerva und Maria Teresa Mirabal waren Gegnerinnen des Diktators der Dominikanischen Republik Rafael Trujillo. Sein Regime war eine der brutalsten Diktaturen der amerikanischen Hemisphäre. Er wurde wie viele seiner Art, von Duvalier bis Pinochet, von den USA an der Macht gehalten.
Am 25. November 1960, heute vor 60 Jahren, wurden die drei Schwestern von Schergen des Regimes ermordet. Sie waren im Alter von 25 bis 36 Jahren. Ihre Schwester Dedé (1925-2014) überlebte den Mordanschlag.
1981 wurde bei einer Konferenz lateinamerikanischer Frauen in Kuba der 25. November zum Gedenktag der Opfer von Gewalt an Frauen ausgerufen. 1999 erklärten die Vereinten Nationen den 25. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.
Demonstration in Rom am 25. November 2018. Foto: Wikimedia Commons

Eigenlob stinkt. Der Präsident stinkt.

Der da „Deutschland“ der „Achse des Bösen“ zuordnet, ist, wie Sie wissen, nicht irgendein Kommentator. Die Bundesregierung wird an Bündnistreue und Transatlantischer Partnerschaft festhalten, wie auch, falls es überhaupt dazu kommt, unter dem Nachfolger Biden. Die Rhetorik, der Tonfall würde sich dann anders anhören. Die Erhöhung der „Rüstungsanstrengungen“ werden die USA weiterhin anordnen, und die BRD wird dem folgsam entsprechen. Sosehr der Gewinn der Wahl des Kandidaten der Demokraten Joe Biden aus Gründen der Hygiene (und mehr ist nicht zu kriegen) wünschenswert wäre, „America First“ wird das Grundkonzept der imperialistischen Führungsmacht bleiben

Die Wiederwahl von Trump halte ich für nicht unwahrscheinlich. Trump wurde schon mal gewählt, und man wußte da schon, was das für einer ist. Und dann ist da auch noch dieses Wahlsystem. Bei den letzten fünf Präsidentschaftswahlen hatte nur einmal der Kandidat der Republikaner mehr Stimmen als der Kandidat / die Kandidatin der Demokraten, war aber dreimal der Gewinner.

Reaktionäre Politiker sind nicht selber dumm, aber auf Dummenfang. Das ist der Regelfall. Hier haben wir es mit dem Extremfall zu tun, daß jemand zum Zwecke des Dummenfangs ruhig selbst dumm sein kann. Wir lernen, daß ein Arschloch zugleich ein Idiot sein kann, was eigentlich nicht überrascht.

Die Wiederwahl Trumps ist wahrscheinlicher als ein glatter Übergang zu Biden. Möglich ist auch ein Staatsstreich, der einen Bürgerkrieg auslöst. Selbst wenn das Trumpeltier die Wahl krachend verliert, wird er sich für den größten Wahlsieg der Erdgeschichte loben, und eine Masse von gewaltgeilen Vollidioten wird ihn feiern.

Sowohl die Präsidentschaft der letzten vier Jahre als auch das, was in den nächsten Tagen und Wochen zu erwarten ist, sind Symptome für das Scheitern der US-amerikanischen Republik.

Neu: DER METZGER 137!

DER METZGER, das satirische Magazin. Neu: Nummer 137 (Oktober 2020).
Das steht drin:

Jakop Heinn: Wenig Harmonie bei den „Querdenkern“. Versuch eines Überblicks. Wer hat sich bei der konfusen Massenversammlung am 29. August in Berlin samt Reichtstags-Treppen-Erstürmung ein Stelldichein gegeben? Natürlich: Keine Feier ohne Elsässer!

Der „Sturm auf Berlin“. Kommentar von der VVN-BdA.

Matti und Wiese in: Was Schlaues? Comicstrip von Timo Stoffregen.

„Bitte nicht diese Bildungszeitung“. Kritik am Bildungsprogramm der DKP. Offener Brief an die UZ.

Helmut Loeven: Das Philosophische Kabarett. Diesmal: Schlechte Musik auf WDR2; Gegen zu viel Nacktheit: der Kreisch-Ef in der SPD; Sind „Meghan“ und „Kate“ eigentlich zwei verschiedene Personen? oder Die Leserinnen von „Frau im Spiegel“ dürfen wählen (man merkt‘s); Komiches Gespräch am Rande des Kalkwegs; Warum Fußball nur noch für Frauen erlaubt sein müßte; Komisches Gespräch über die SPD; Wie man die Linkspartei auch noch kaputt kriegt.

Antworten an Monika Maron, Daniela Katzenberger, Duisburger Verkehrsgesellschaft, Carolin Kebekus u.a.

200 Jahre Friedrich Engels. 21 Zitate.

Lothar Röse: America first. Grundzüge US-amerikanischer Außenpolitik. Dritter Teil.

Wernr Muth: Drei Gedichte aus dem neuen Gedichtband „Alsumer Berg“ mit zwei Fotos von Jean Paul Gatz. Heimat-Gedichte? Gegen den Strich, im Beat-Sound.

Helmut Loeven: Siegfried Jäger 1937-2020. – Erinnerung an einen Wissenschaftler.

Lina Ganowski: La Notte. Diesmal: Mythos der Mitte. Der „Kampf gegen den Antisemitismus“ wird durch Irrungen, Wirrungen und taktische Manöver geprägt. Die jüdische Autorin empfielt der deutschen Linken, sich zum Israel-Boykott nicht zu äußern und sich vom pro- oder anti-israelischem Fanatismus abzuwenden.

Kommt die Wehrpflicht? Kommentar der DFG-VK.

Das Heft kostet 4 Euro.
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Kommt und holt euch den neuen Metzger

DER METZGER, das satirische Magazin. Neu: Nummer 136 (Juli 2020).
Das steht drin:

Matti und David in: Flach. Comicstrip von Timo Stoffregen.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Tönnies hat ja schon wieder ein‘n an der Tönnies; Amthor als Klon August(us)?; Der Untertan als Rebell oder Wer sind eigentlich „die da oben“?; Wie schreipt man Türglinke?; Noblesse oblige; Lenin hatte andere Pläne.

Lothar Röse: America first. Grundzüge US-amerikanischer Außenpolitik. Zweiter Teil.

Lina Ganowski: La Notte. Diesmal: „Öffentliche Ärgernisse“ in Vergangenheit und Gegenwart; Furor teutonicus.

Rainer Dittrich: Petitessen.

Der Soundtrack des Hier & Jetzt. Marvin Chlada sprach mit Jürgen Ploog.

Anna Driba: Liebe Mone. Monolog. „Ich brauch meine Puste noch“.

„Wir merken aber auch alles“. Mit wachen Augen den Schwörern auf der Spur. Wegweiser, die weg weisen. Als Überwachungskameras getarnte Vogelhäuschen. Heimliche Treppenhäuser. Leere Abfalleimer. Wir finden die Beweise.

„Was ist das für ein Dingen?“ Gegen die Schwörer-Jäger rebellieren jetzt die Leser: „Wo Wojna geht, ihr mich nicht seht.“ „Wenn Weuna auf dem Marktplatz steht, Herr Mayer auf den Markt nicht geht.“ „Wenn Wojna apricht, dann hör zu nicht.“

Das Heft kostet 4 Euro.
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Kapitalismus tötet

Diese Erklärung wurde mir unterbreitet. Ich gebe sie hiermit weiter.
Bitte:

Kapitalismus tötet
Stellungnahme der DKP zu den Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA
Nach dem Mord an dem schwarzen US-Amerikaner George Floyd in Minneapolis durch vier Polizisten vor laufenden Kameras, breiten sich in zahlreichen Städten der USA wieder Proteste gegen rassistische Polizeigewalt aus.
Gegen die Proteste wird von Seiten der Polizei und inzwischen in vielen US-Bundesstaaten auch von Seiten der Nationalgarde mit großer Brutalität vorgegangen – Schusswaffen, Tränengas, Polizeifahrzeuge, die in friedliche Menschenmengen fahren. Inzwischen gibt es mindestens drei weitere Tote. Es ist dann kaum verwunderlich, dass dies zu noch mehr Wut und Hass auf Seiten vieler Demonstranten führt. Die Situation wird bewusst und auch durch Provokateure eskaliert. Es geht den Protestierenden nicht nur um George Floyd und viele andere Tote durch Polizeigewalt.
Es geht auch um den alltäglichen Rassismus und soziale Ausgrenzung, die jeden Tag töten: Schwarze US-Amerikaner sind nicht nur unverhältnismäßig oft Opfer von Polizeigewalt, sie leben auch weitaus öfter in Armut und ohne jegliche Krankenversicherung, haben oft entweder gar keine oder prekäre Jobs. Sie machen nur 12 Prozent der Bevölkerung der USA aus, aber 33 Prozent der Gefängnisinsassen. Die Sterberate durch die Corona-Pandemie ist bei ihnen um ein Vielfaches höher als bei anderen Bevölkerungsgruppen. So liegt die Sterberate für mit dem Corona-Virus infizierte Schwarze zum Beispiel in Chicago sieben Mal höher als für weiße Einwohner der Stadt. Das ist die Vorzeigedemokratie der Imperialisten, die täglich mit dem Finger auf die sozialen und demokratischen Verhältnisse in den Ländern zeigen, die sich ihnen nicht unterordnen.
Für diese Situation tragen sowohl die Trump-Regierung als auch ihre Vorgänger, gleichgültig ob Republikaner und Demokraten, die Verantwortung. Ernsthafte Versuche diese Verhältnisse zu ändern hat es nie gegeben. Beide Seiten nutzen die Situation für ihren Wahlkampf. Trump kündigt den Einsatz von Militär an, er ruft die Gouverneure zu größerer Härte auf, stellt Antifaschisten und Linksradikale als Verursacher der Gewalt dar. Die Demokraten beschuldigen Trump der Eskalation, die hinter ihnen stehende Kräfte stehen aber genauso für eine Fortsetzung von Rassismus, Armut und Ausbeutung.
Wieder einmal wird deutlich: Kapitalismus tötet auf vielfältige Weise – diese Situation kann nur durch gemeinsames Handeln verändert werden. Die DKP ist solidarisch mit allen, die gegen Rassismus, Armut, soziales Elend und Ausbeutung kämpfen, gleichgültig welcher Herkunft sie sind und welche Hautfarbe sie haben.