Anna Irma Hilfrich 1985 – 2026

Liebe Anna, eigentlich müsste ich mit dir schimpfen,
diesen fetten Schlussstrich gesetzt zu haben.
Wir haben dein inneres Drama nicht wahrgenommen,
wir dachten, eine Durststrecke, wie so etliche, die das Leben bereithält.
Dein lustiges Trallala, wenn du hereinkamst,
deine motivierende Anteilnahme, dein Engagement
für all die Menschen, die kein öffentliches Gehör finden,
vermissen wir.
Du hast uns Stimme und Gesicht gegeben
und wir hätten dir gerne den üppigen Blumenstrauß überreicht,
den du dafür verdient hast.
Doch das stand dir nicht zu Gesichte, du suchtest dir
die kleinen Blümchen am Wegesrand,
und wenn ich die Pflänzchen an den Hausmauern,
die Wicken am Zaun und die blühende Brache sehe, denke ich an dich, überall dort find ich dich wieder…
Was du uns hinterlassen hast, ist ein bunter Blumenkranz,
an dem jede ein bisschen mitgeflochten hat.
Wir danken dir, Anna.

Anna Irma Hilfrich war seit 2011 Wahlduisburgerin und arbeitete als Kunst- & Kulturschaffende in unterschiedlichen Komplizenschaften. Am liebsten werkelte sie mit audiovisuellen Medien: dokumentasarischem Film, Puppenanimation, Audiocollagen u.ä.. Seit 2021 war sie Aktive im gemeinnützigen Verein KUCKSTDU e.V. (Kunst- & Kulturstudien Duisburg).
Den Nachruf schrieb Lütt Huis.

Der November ist kein Grund sich zu grämen

Lassen Sie sich von den unlustigen Kommentaren, die den Monat November Jahr um Jahr einhüllen, nicht einhüllen!
Der November 2019 beispielsweise war voller Dinge, die der Bemerkung wert sind – wie alle Novembere seither und viele Novembere vorher.

NOVEMBER ist der Titel einer Veröffentlichung aus der Situationspresse in der Serie Neue FlugFluxBlattZeitung.
(Helmut Loeven: November. Situationspresse 2019, 40 S. Geheftet mit zahlreichen Abbildungenb, 5 €. ISBN 978-3-935673-47-1).
Es handelt sich – gewissermaßen – um ein Journal, also eine chronologische Reihe von Notaten, kommentiert durch zahlreiche Abbildungen (Fotos, Zeichnungen, Collagen, Typografien) – Erlebnisse, Erinnerungen, Marginalien, Reflexionen, deren einziges gemeinsames Kriterium eine scheinbar willkürliche Zeiteinheit ist, thematisch aber in alle Richtungen ausschweift.
November-Girl ist auch dabei.

Literatur UND Bildende Kunst in EINEM Dingen vereinigt.
Man mag sich an die gute alte Flugschriften- beziehungsweise Broschüren-Tradition, die namentlich in der Situationspresse gepflegt wurde, erinnert fühlen.

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Wolle & Wörter

Am Tag des Offenen Ateliers:

WOLLE UND WÖRTER

Der Herbst ist die Zeit zum Einkuscheln und
sich etwas zusammenspinnen, in Wort und in Tat.
Luett Huis liest surreale Texte und unikatamari tritt ihr Spinnrad dazu.
Es entstehen Gedankenfäden und Wollfäden, die in sich verstrickt sind und textile Bilder und gedankliche Episoden entstehen lassen. Entdeckt mit uns die wunderbare Welt der Fäden, der Garne, ihre Farben, ihre Strukturen und ihre Geschichten.

Sonntag, den 5.10.25 von 13- 19 Uhr
Lesung ab 15 Uhr
Atelierhaus auf dem Hof
Ruhrorter Straße 84a
47059 Duisburg (Kasslerfeld)

Ein Hut geht rum.