„Das weiße Denken“

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung bittet darum, auf diese Veranstaltung aufmerksam zu machen:
Liebe Freundinnen und Freunde der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW,
bevor der Juni beginnt, haben wir noch einen Veranstaltungstipp: Am 31. Mai stellt Lilian Thuram sein Buch «Das weiße Denken» in Dortmund vor. Der frühere französische Fußballstar engagiert sich seit langem in der antirassistischen Bildungsarbeit. Anschaulich beschreibt er, wie die europäischen Gesellschaften die Kategorien Schwarz und Weiß erfunden haben, um Kolonialismus, Versklavung und Ausbeutung zu rechtfertigen. In vielen Beispielen, auch aus seiner persönlichen Erfahrung, zeigt Lilian Thuram, wie diese Deutungsmuster funktionieren und wie sie allgemeingültig werden konnten. Die Lesung, eine Kooperationsveranstaltung der RLS, wird simultan übersetzt. Der Eintritt ist frei; um Anmeldung wird gebeten. Weitere Informationen sind hier online zu finden.
Solidarische Grüße, Vorstand und Büro der RLS NRW
Hier der Hinweis auf das Buch:

Lilian Thuram: Das weiße Denken. Aus dem Französischen von Cornelia Wend. Edition Nautilus (Nautilus Flugschrift). 304 Seiten. 22 €.

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Verschwörungskenner, übernehmen Sie

Sehr geehrter Verschwörungs-Erkenner! Nachdem Sie in Ihren zahllosen Kommentaren in diesem Weblog darüber aufgeklärt haben, wohinter alles steckt, sollen Sie nun die Gelegenheit haben, sich nützlich zu machen. Bitte helfen Sie uns, Licht in die Sache zu bringen.
Heute vor 100 Jahren wurde Enrico Berlinguer geboren. Er war von 1972 bis 1984 Generalsekretär der Kommunistischen Partei Italiens.
In dem Namen ist der Name einer Stadt enthalten. Es fällt auf, daß in Zeitungsartikeln und Fachveröffentlichungen der Name immer so an das Zeilenende gerückt wird, daß der vollständige Name getrennt erscheint. Da steht dann immer: Enrico Berlin.
Und in der nächsten Zeile steht dann: guer.
Was bedeutet das? Ist das vielleicht ein heimliches Signal nach Ost-Berlin? Und bedeutet „guer“, daß der Honecker das nicht wissen soll?
Das Phänomen ist keineswegs einmalig. Ein anderer Generalsekretär der KPI ist auch nach einer ausländischen Stadt benannt: Palmiro Togliatti, genannt nach der Stadt Togliattigrad.

Das ist behördlicher Rassenhass

Das stand in der Zeitung, WAZ am 24. Mai:
Die Stadt Duisburg hat erneut ein Haus in Hochfeld geräumt. Die Mieter sind verzweifelt. Massive Mängel wurden bei Überprüfung entdeckt.
Das Bauamt und die Feuerwehr Duisburg haben am Montagmorgen gemeinsam mit dem Ordnungsamt erneut Häuser in Hochfeld überprüft – diesmal an der Karl-Jarres-Straße 70 bis 82. Auf Nachfrage betont die Stadt, dass es sich nicht um einen Einsatz der Taskforce gehandelt habe. Das Ergebnis ist indes das gleiche – alle Bewohner mussten ihre Wohnungen räumen.
Hilflos standen die Familien mit Säcken voller Habseligkeiten vor der Tür. In der Regel werden die Personen direkt abgemeldet und bekommen somit keine Unterstützung mehr vom Amt. Bei Nachbarn, die sich in der Vergangenheit über die Zustände beklagt hatten, gab es aber auch Zustimmung für das Durchgreifen der Stadt.
„Wohin sollen wir gehen? Ich hab kein Geld für meine Familie“, sagt ein Vater verzweifelt. Andere haben Unterschlupf bei Bekannten und Verwandten gefunden.
Haus in Duisburg-Hochfeld geräumt: Das sagen die Mieter
Das Haus, erklären die Bewohner, die wie in anderen Fällen auch vornehmlich aus Südosteuropa stammen, habe vor drei Monaten den Besitzer gewechselt. „Die Wohnung ist ok“, sagt einer der Mieter. Wie die anderen hat er seine Miete bezahlt.
Informiert wurde er im Vorfeld durch den Eigentümer nicht, dass es Probleme mit dem Haus gebe. Die Stadt erklärt nach ersten Informationen, dass sich im Keller „erhebliche Brandlasten„ befunden haben. Wegen Gefahr in Verzug habe es keine andere Möglichkeit gegeben, als die Gebäude zu schließen.
Lena Wiese vom Verein der Solidarischen Gesellschaft der Vielen kündigte an, dass es am Mittwoch vor der Pauluskirche eine Kundgebung geben soll, die auf die Situation in Hochfeld aufmerksam machen soll. Zuletzt hatte es Anfang Mai eine Mahnwache an der Gravelottestrasse gegeben. Zum ersten Mal hatten die Bewohner dort im Vorfeld von einer möglichen Räumung erfahren. Im Februar waren zuletzt Häuser an der Gravelottenstrasse 39 geschlossen worden.

Ein Haus wechselt den Besitzer, und die Stadtverwaltung hilft ihm, das Haus zu „entmieten“. Kündigungsfristen von Mietverträgen fallen mittels behördlicher Komplizenschaft weg.
Und dann gibt es die Nachbarn, „die sich in der Vergangenheit über die Zustände beklagt hatten“. Die kennt man. Der größte Schuft im ganzen Land das ist und bleibt der Denunziant, der sich nach dem „Durchgreifen“ sehnt. Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf (sagt das Sprichwort). Der Mensch ist dem Menschen ein Nachbar, das ist doch schon schlimm genug (frei nach Polt).
„Gefahr im Verzug“ ist die Generalklausel, mit der sich Gesetze und Vorschriften kurzerhand außer Kraft setzen lassen. Akute Brandgefahr durch Sperrmüll im Keller? In fast jedem Haus liegen ein paar Regalbretter im Keller rum. In Duisburg könnte man 90 Prozent der Häuser räumen. Aber zu Fällen werden die, in denen Menschen wohnen, deren Schuld es ist, geboren zu sein (nämlich in Südost-Europa). Das ist behördlicher Rassenhass. Das ist beamtliche Infamie.
Der Trick geht so: Wer auf die Straße gesetzt wird, hat keine Wohnung mehr. Wer keine Wohnung hat, wird abgemeldet. Wer nicht amtlich gemeldet ist, verliert jeden Anspruch auf Sozialleistungen.
Wer denkt sich sowas aus? Wer ist zu sowas fähig? Wer gibt sich für sowas her?

Weil Rassismus etwas kosten soll, bitte ich darum, dies weiterzuerzählen, diesen Text zu verbreiten, damit man überall von dieser Schande erfährt. Alle Welt soll wissen, zu welcher Schäbigkeit Beamte der Duisburger Stadtverwaltung fähig sind.
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Das war eigentlich eine gute Konferenz

Am Freitag, Samstag, Sonntag (20. bis 22. Mai) hatte ich die Ehre (jawohl! Ehre), als Delegierter der Duisburger Gruppe am Bundeskongress der DFG-VK teilzunehmen.
Das war eine schöne Strecke Arbeit, auch, sich im voraus durch die Vorlagen, Berichte, Anträge durchzuarbeiten.
Die Konferenz fand praktischerweise in der Jugendherberge in Duisburg-Wedau an der Kruppstraße statt. Schönes Haus!
Man kennt aus früheren Zeiten hitzige Debatten, Fraktionsdämme und Festivals der Selbstdarstellung. Heutzutage geht es eher vernünftig, sachlich, konzentriert, wiedersehenserfreut (hallo K.!) und keineswegs unfröhlich zu.
Über Beschlüsse & Ergebnisse zu berichten erspare ich mir an dieser Stelle, empfehle aber die Arbeit dieser traditionsreichen Friedensorganisation (in Zeiten wiedererwachender Kriegsbegeisterung und Geschichtsvergessenheit) der besonderen Aufmerksamkeit. In der Linkliste (Spalte links) kommt man zur Homepage der Duisburger Gruppe. Und den Bundesverband findet man, wenn man hier klickt. Und (allen Ernstes!) überlegt euch doch bitte mal, ob ihr Mitglied werden könntet (schon ab 2 € im Monat).

Hervorheben will ich: die schöne landschaftliche Umgebung und das sehr gute Essen in der Mensa der Jugendherberge. Atmosphäre ist für das Gelingen guter Politik von viel größerer Bedeutung als den meisten bewußt ist.
Am Ende war ich der einzige Delegierte, der zu Fuß nach Hause gehen konnte. Das konnten eigentlich alle anderen zwar auch. Aber ich war der einzige, der es auch tat.

Neu in der Weltbühne: „Die letzten Männer …“

Tobias Ginsburg: Die letzten Männer des Westens. Antifeministen, rechte Männerbünde und die Krieger des Patriarchats. Mit einem Vorwort von Günter Wallraff. rororo Taschenbuch. 336 Seiten. 16 €
„Der westliche Mann wird unterdrückt und verweiblicht, er ist vom Aussterben bedroht.» So klingt der immer lauter werdende Kriegsschrei der Antifeministen, der zu einem Mantra der wieder erstarkenden Rechten geworden ist. Man hört ihn von hyperaggressiven Maskulisten und hasszerfressenen Internet-Hetzern, von testosteronverklebten Sexisten und neurechten Frauenhassern. Tobias Ginsburg hat sich ihnen ein Jahr lang undercover angeschlossen, um herauszufinden, wo diese Ängste und all der Hass herrühren.
Seine Recherche führt ihn quer durch Deutschland und das Internet, in die USA und nach Polen. Er trifft auf rechtsradikale Burschenschafter und faschistische Rapper, auf Online-Trolle und Offline-Schläger, Incels und Identitäre, lässt sich zum «wahren Mann-Sein» anleiten und begleitet muskelbepackte Neonazis bei der Rekrutierung junger Männer. Und schließlich stößt er auf ein international agierendes Netzwerk antifeministischer Fundamentalisten.
Eine so beklemmende wie komische Reise in eine zutiefst gefährliche Welt mitten unter uns.
»Ein leidenschaftlicher Aufklärer.« MDR Sachsenspiegel

vom selben Autor:

Die Reise ins Reich. Unter Rechtsextremisten, Reichsbürgern und anderen Verschwörungstheoretikern. rororo Taschenbuch. 320 S. 12 €.
Acht Monate lang tauchte Tobias Ginsburg inkognito in die Szene der «Reichsbürger» und rechten Verschwörungstheoretiker ein. Er baute sich eine Scheinidentität im Netz auf und bewegte sich unter AfD-Politikern, gewaltbereiten Neonazis und friedensbewegten Esoterikern in Braun, Sektierern und Systemumstürzlern. Sein Buch ist ein ebenso erschütternder wie komischer Streifzug durch eine Welt böser Verführer und verführter Irregeleiteter, das zugleich einen neuen, literarischen Ton in die investigative Reportage einführt. Ein ungewöhnliches Enthüllungsbuch. Es erscheint hier in einer aktualisierten, überarbeiteten und um neue Kapitel erweiterten Fassung.
«Ein irrwitzig-wahnsinnig-komisches Buch. Tobias Ginsburg erzählt als Literat und Aufklärer von dieser wahrhaft bedrohlichen Szene.» Günter Wallraff

Und da wir gerde beim Thema waren:
Weiterhin bei uns lieferbar:
Veronika Kracher: Incels. Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults. Ventil-Verlag. 280 S. 16 €
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Brief von Maggy

Liebe Freundinnen und Freunde des solidarischen Lebens!
Aktion ! ! ! Aktion ! ! ! Aktion ! ! ! Aktion ! ! ! Aktion ! ! ! Aktion ! ! ! Aktion ! ! ! Aktion ! ! ! Aktion ! ! ! Aktion ! ! ! Aktion ! ! !
Seebrücke Duisburg ist gemeinsam mit Künstler:innen von Wort und Herzschlag wieder auf der Straße. Am bundesweiten Iuventa-Aktionstag „Fight for Solidarity“ am 21.05.2022. Also jetzt Samstag findet ihr uns um 13.00 Uhr am Lifesaver-Brunnen in der Duisburger Innenstadt.

Darum geht es: Erneut sollen Aktivist:innen in Italien vor Gericht gestellt werden. Fünf Jahre nach Beginn strafrechtlicher Ermittlungen findet am 21.05.2022 der erste Tg der Vorverhandlungen gegen 21 Seenotretter:innen der Iuventa-Crew und weiterer Organisationen in der sizilianischen Stadt Trapani statt. Hier soll entschieden werden, ob es tatsächlich zu einem Hauptverfahren gegen die Lebensretter vor Gericht kommt. Der Vorwurf: Beihilfe zur illegalen Migration. Bei Verurteilung droht eine Gefängnisstrafe von bis zu 20 Jahren sowie eine Geldstrafe von 15.000 € pro geretteter Person.

Doch diese Lebensretter:innen sind nicht die Einzigen, gegen die europäische Behörden aktuell ermitteln. Die meisten Menschen, die wegen „Beihilfe zur illegalen Migration“ angeklagt werden, sind selbst Menschen auf der Flucht. Seit 2013 wurden alleine in Italien über 2500 fliehende Menschen mit dieser Anklage inhaftiert. Das passiert oft ohne große Öffentlichkeit und ist ein weiterer Teil der europäischen Abschottungspolitik, die Flucht immer mehr und mehr kriminalisiert. So begann heute am 18.05.2022 der Prozess gegen einen Vater in Griechenland, der für den Tod seines Kindes auf der Flucht angeklagt wird. Der Vater steht gemeinsam mit dem Mann vor Gericht, der das Boot steuerte. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe.

Wir stehen solidarisch an der Seite der 21 angeklagten Seenotretter:innen sowie an der Seite aller Menschen, die für ihre Flucht kriminalisiert werden. Flucht ist ein Menschenrecht! Seenotrettung ist Pflicht!

Lasst uns am 21.05.2022 ein deutliches Zeichen setzen und gemeinsam fordern:

Stoppt die Anklage gegen die Seenotretter:innen!
Freiheit für die SAMOS2!
(Freiheit für den Vater + den Mann, der das Boot steuerte und für alle Menschen, die in Europa wegen des Steuerns eines Bootes inhaftiert sind.)

Fight for Solidarity!

Duisburger Stiftung für Umwelt, Gesundheit und Soziales
IBAN DE86 3505 0000 0200 0128 96
Stichwort Seebrücke

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Achtung: Weltbühne in dieser Woche nicht durchgehend geöffnet

Liebe Kundinnen, liebe Kunden, liebe Freundinnen und Freunde der Buchhandlung Weltbühne:
In dieser Woche, Donnerstag und Freitag, ist der Laden nur zeitweise geöffnet, und am Samstag ganz geschlossen.
Seht selbst:
Zu den terminlichen (Hinderungs-)Gründen gehört zum Beispiel der Bundeskongreß der DFG-VK in Duisburg, an dem ich als Delegierter der Duisburger Gruppe teilnehme.
Ab nächste Woche geht es dann wieder zu den gewohnten Zeiten weiter.

Dokument (im Netz gefunden): 1914 oder 1939? Historische Analogien als schwere Waffen im Diskurskrieg

Ein Text (von Jürgen Link). So fängt er an:
Im folgenden soll es um ein mediales Verfahren gehen, das uns täglich im Krieg begleitet. Die Medien sprechen von „Vergleichen“ und protestieren häufig gegen bestimmte „Vergleiche“, was aber sehr irreführend ist. Durfte Außenminister Fischer 1999 das Vorgehen von Milosevic im Kosovo nicht mit Auschwitz „vergleichen“? Warum nicht, könnte man fragen: Er hätte dann feststellen sollen, dass man beides absolut nicht gleichsetzen konnte.
Es geht also gar nicht um „Vergleich“, sondern um Gleichsetzung. Und da niemals zwei verschiedene historische Ereignisse völlig gleich sein können, kann sich eine solche Gleichsetzung allenfalls auf bestimmte Aspekte beziehen. Für eine solche bloß eingeschränkte Gleichsetzung heißt der korrekte Begriff also „Analogie“ – es geht um historische Analogien. Als im aktuellen Krieg auch Präsident Selenskij wieder die Auschwitz-Analogie formulierte und damit in Israel Empörung auslöste, erwies sich: Ganz offensichtlich handelt es sich bei historischen Analogien um so etwas wie diskursive Waffen, darunter schwere.
Weil es im Folgenden um die Funktion und Wirkungsweise historischer Analogien bezüglich des Ukrainekrieges gehen soll, beginne ich mit einer solchen Analogie, die meines Wissens bisher mindestens im deutschen Kriegsdiskurs, wenn nicht in dem des gesamten „Westens“, fehlt […]

Und hier das ganze Dokument.

 

Bestimmt interessant: August-Bebel-Institut – Ausstellung in Berlin

Ausstellung Zeitgeschichte. Protest, Ungehorsam, Widerstand. Berlin in den 1980er Jahren.
Ausstellung 25. Mai bis 24. Juni 2022 · Öffnungszeiten Di–Fr, 14–18 Uhr.

Foto (C) Ann-Christine Jansson

Reportagefotos von Ann-Christine Jansson

1980 kommt Ann-Christine Jansson aus dem ruhigen Stockholm nach West-Berlin. »Zuhause waren Demonstrationen eher Sonntagsspaziergänge. Hier aber flogen Steine und Tränengasgranaten durch die Luft.«
Die Fotoreporterin berichtet über öffentliche Protestkultur und studiert deren Milieus in Kneipen und WG-Zimmern. Mit ihrem schwedischen Pass konnte sie an vielen Treffen und Demonstrationen der ostdeutschen Opposition teilnehmen.
Die Perspektive ihrer Arbeit beschreibt Jansson so: »Vor allem bedeutet Fotografie für mich, respektvolle Nähe zum Gegenüber herzustellen. Die Bilder sind ein Ergebnis des Spannungsverhältnisses von Nähe und Distanz. Blicke und Gefühle der Menschen sind ein wichtiger Fokus meiner fotografischen Arbeit.«
Ann-Christine Jansson, BA in Kunstgeschichte, Pädagogik und Soziologie an der Universität Stockholm; seit 1980 Fotojournalistin in Berlin für skandinavische und deutsche Medien; Bildredakteurin bei Svenska Dagbladet und taz; Lehrtätigkeit in Reportagefotografie am Photocentrum der Gilberto-Bosques-Volkshochschule, Friedrichshain-Kreuzberg.

Mi, 25. Mai, 19–21 Uhr | Vernissage
Bei den Protesten während der IWF- und Weltbanktagung im September 1988 steckte Ann-Christine Jansson mit zahlreichen Pressevertreter*innen stundenlang in einem Polizeikessel fest. Die Rechtfertigung des Einsatzes durch den West-Berliner Innensenator Wilhelm Kewenig empörte die Medienwelt: »Am Tatort muss die Pressefreiheit schon mal zurücktreten«. Unter welchen Bedingungen berichten Medien über widerständigen Protest?
Mit: Ann-Christine Jansson (Pressefotografin),
Jörg Reichel (Deutsche Journalistinnen und Jounalisten-Union in der Gewerkschaft Verdi),
Peter Herzfeldt (Polizeihauptkommissar a.D.) und eine Vertreterin des Jugend[widerstands]museums (angefragt)
Moderation: Enrico Troebst (Soziologe)
Anmeldung erbeten [Z50]

Mi, 15. Juni, 19–21 Uhr | Widerstand und Öffentlichkeit in Ost-Berlin
Interviews und Diskussionen zu den Bedingungen, unter denen die Opposition in der DDR Zugänge zur Medienöffentlichkeit in Ost und West suchte.
Mit: Ann-Christine Jansson (Pressefotografin), Dirk Moldt (Historiker und Zeitzeuge, Museum Lichtenberg) und Weiteren
Moderation: Enrico Troebst (Soziologe)
Anmeldung erbeten [Z51]

Fr, 24. Juni, 19–21 Uhr | Finissage
Wie kaum eine andere Branche haben journalistische Printmedien in den letzten Jahrzehnten Rationalisierungspotentiale umgesetzt. Die Verlage nutzen jedoch nicht nur die wirtschaftlichen Einsparmöglichkeiten im technischen Produktionsprozess. Archive werden zentralisiert, zunehmend wird auf Agentur- und Stockmaterial zurückgegriffen, und die Honorare sinken. Was bedeutet das für die Medienvielfalt?
Mit: Ann-Christine Jansson (Pressefotografin), Stefan Boness (freier Pressefotograf)
Moderation: Enrico Troebst (Soziologe)
Anmeldung erbeten [Z52]

August Bebel Institut
Müllerstr. 163, 13353 Berlin
Tel. (030) 4692 122
Fax (030) 4692 124

Weitersagen!

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Ahoi!
Hier die Einladung für Sonntag, kurz und fluffig zum teilen:
Ihr Lieben,
nach der wundervollen Premiere und den zwei Vorstellungen von „der Koffer meines Großvaters ZEKO“ von und mit Mustafa Zekirov im schönen Lokal Harmonie im letzten Jahr, war das Monodrama in diesem Jahr auf Tour durchs Ruhrgebiet (und darüber hinaus). Am Sonntag nun ist Mustafa wieder in Duisburg zu sehen!

WANN: Sonntag, 15.05.2022 // 17h
WO: Petershof Marxloh, Mittelstr. 2, 47169 Duisburg

Hier findet ihr alle Infos zum Stück:

https://www.lokal-harmonie.de/mustafa-zekirov-der-koffer-meines-grossvaters-zeko

Und hier mehr Infos zum Projekt KlischeeKlatsche- kein Platz für Antiziganismus:

https://www.lokal-harmonie.de/das-projekt <https://www.lokal-harmonie.de/das-projekt>

Wir freuen uns auf Euch!
Herzlichst- das KlischeeKlatschen-Team

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M.G.

Magda am Büchertisch – ein Büchertisch von über tausend.

Wir haben nicht feststellen können, an welchem Tag, an welchem Ort, bei welcher Veranstaltung dieser Büchertisch aufgestellt war – und auch nicht, wer dieses Foto aufgenommen hat.

Magda Gorny hätte heute Geburtstag gehabt.