Die Mauer als Chance

Das Thema der Duisburger Akzente 2021 ist „Mauern“.
Und es gibt wohl kein Akzente-Thema, zu dem uns nichts einfällt.
Wir (die DFG-VK Duisburg) haben uns mit diesem Thema beworben:
Und:
Das Festival-Büro hat unseren Vorschlag
ANGENOMMEN.
Schon mal vormerken:
Donnerstag, 18. März 2021, 19 Uhr im SYNTOPIA.
Jetzt hilft uns nur noch die Hoffnung, daß uns kein Corona-Strich durch die Akzente-Rechnung gemacht wird.

„Rassendiagnose: Zigeuner“ – Begleitheft zur Ausstellung

Über die Ausstellung „Rassendiagnose: Zigeuner“ – Der Völkermord an den Sinti und Roma und der lange Kampf um Anerkennung – vom Zentrum für Erinnerungskultur im Kultur- und Stadthistorischen Museum wurde hier berichtet. Durch die Corona-Krise mußte die Ausstellung verschoben werden, das Begleitprogramm mit Vorträgen mußte ausfallen. Die werden vielleicht im nächsten Jahr nachgeholt.
Das Begleitheft (32 Seiten im Großformat mit zahlreichen Abbildungen und mit einer Graphic Novel von Hildegard Lagrenne ist erhältlich.
Zwei Ausschnitte:

Das Begleitheft ist in der Buchhandlung Weltbühne erhältlich. Preis: 5 Euro, im Versand: 6 Euro.

Kalkar, oh Babybaby Kalkar!

Ja, ich weiß, was Sie jetzt sagen:
Der Oktober kommt, und dann kommt der bestimmt wieder mit seinem Kalkar. Wie jedes Jahr.
Aber jedes Jahr hat seinen Drittenoktober. Und man sollte daran erinnern, daß just an diesem Tag nationalen Aufschäumens sich die Stimme von Ratio und Humanität regt. Wie jedes Jahr.
Ich für mein Teil mache es anders. Ich werde den Drittenoktober am Schreibtisch verbringen. Wie jedes Jahr.

Freitag, 25. September FOR FUTURE

Fridays for Future Duisburg bittet mich, folgende Bekanntmachung weiterzugeben:

Sehr geehrte Damen und Herren,
im September letzten Jahres sind weltweit Millionen Menschen auf die Straße gegangen um für mehr Klimaschutz zu protestieren. Auch hier in Duisburg waren wir an diesem Tag mit 3.000 Menschen auf der Straße. Einige von Ihnen haben uns an diesem Tag unterstützt und mit uns zusammen protestiert.
Seitdem ist ein Jahr vergangen. Von einer Erreichung des 1,5-Grad-Ziels sind wir jedoch so weit entfernt wie eh und je. Das öffentliche Leben des letzten halben Jahres wurde überwiegenden von der Corona-Pandemie bestimmt. Die Klimakrise ist dabei aus dem Blickfeld verschwunden. Aber auch in diesem Jahr brennen die Regenwälder Brasiliens, das arktische Meereis erreicht Negativrekorde, die Eisschmelze des Grönland-Eisschildes hat seinen Kipppunkt womöglich bereits erreicht.
Was in Deutschland nötig wäre um die Ziele des Pariser Klimaabkommens von 2015 einzuhalten und die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen, hat FridaysForFuture bereits im April 2019 in einem Forderungskatalog dargelegt. Ein Teil dieser Forderungen war der Kohleausstieg bis 2030. Das Kohleausstiegsgesetz sieht lediglich einen Ausstieg bis spätestens 2038 vor und kommt somit unseren Forderungen nicht nach. Ursprünglich bis zum Ende letzten Jahres gefordert waren zudem das Ende von Subventionen für fossile Energieträger, das Abschalten eines Viertels der Kohlekraft sowie eine folgenkostengerechte CO2-Steuer – laut Umweltbundesamt entsprechen liegen die Folgenkosten pro Tonne CO2 bei 180 Euro. Trotz Druck von der Straße sind diese Punkte bisher nicht umgesetzt worden.
Am 25. September gehen wir daher wieder weltweit auf die Straße und bitten dabei auch um Ihre Unterstützung. Der Duisburger Demozug soll um 14 Uhr am Hauptbahnhof starten, die Abschlusskundgebung ist vor dem Stadttheater geplant.
Es ist uns besonders wichtig, das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten. Dazu haben wir ein entsprechendes Hygienekonzept ausgearbeitet, welches unter anderem das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorsieht. Darüber hinaus soll der Demozug in Blöcke zu je 20 Personen eingeteilt werden. Bei Bekanntwerden eines positiven Coronatests werden wir die Nummer des betroffenen Blocks veröffentlichen, sodass sich potentielle Kontaktpersonen testen lassen können. Wir bitten dennoch auch innerhalb der Blöcke um die Einhaltung von 1,5 Metern Abstand.
Wir würden uns freuen, wenn Sie unser Anliegen unterstützen, sich klar für den Klimaschutz positionieren und aktiv auf unsere Klimademo aufmerksam machen.
Bei Fragen oder darüber hinausgehendem Kooperationsinteresse, melden Sie sich gerne unter info@fff-du.de!
Mit freundlichen Grüßen,
FridaysForFuture Duisburg

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Letztes Wochenende: Eine Dämmo nach der andren

Eine halbe Stunde vorher wußte ich noch gar nicht, daß ich eine halbe Stunde später Demonstrant sein würde. Von der Demonstration gegen Rechts, anläßlich der Kommunalwahl in NRW, erfuhr ich im letzten Moment und dachte mir: Da geh ich auch hin. Wetter war gut, und der Ludgeri-Platz, wo alles anfing, ist sowieso ein schöner Platz (auch Schimanski und Thanner waren mal hier).
Die Demonstration ging durch Neudorf/Duissern und Wasserviertel zum König-Heinrich-Platz (Foto). Teilnehmer und Veranstalter überwiegend sehr jung. Sehr gute Organisation, sehr klares und gestrafftes Programm, und sehr gute Redebeiträge. Zu Wort kam zum Beispiel eine Sprecherin von Fridays for Future und drei Vertreter des entstehenden Soziokulturellen Zentrums am Stapeltor. Da wurden Zusammenhänge deutlich formuliert: Soziokultur als praktische Abwehr gegen Rassenhaß und Frauenverachtung. Und: Wer sich gegen Klimazerstörung wehrt, muß sich auch gegen Rechts wehren. Das wurde nicht nur proklamiert, sondern erklärt.
Zum Schluß wurde auf die am Sonntag geplante Veranstaltung gegen die Pegida-Zusammenrottung am Duisburger Bahnhof aufmerksam gemacht.
Am Sonntag, am frühen Nachmittag ging es also richtig los. Duisburg-stellt-sich-quer und die Kulturinitiative DuisPunkt hatten auf dem Bahnhofsvorplatz zu zwei Kundgebungen aufgerufen, die aber EINE war.
Alte Liebe rostet nicht. DKP mußte mit aufs Bild.
Noch ‘ne Partei: DIE PARTEI mit dem am Sonntag meistgezeigten Plakat. Die haben ihre Schilder wie Flugblätter verteilt.
Bühne mit Schello und Schlachzeuch. Und Sahra über allem. (Die war ein paar Tage vorher wahlkämpfend hier in der Gegend gewesen).
Laut Zeitung kamen auf einen von den Pegida-Fritzen zehn von uns!
Musik einer von fern angereisten Band (ihren Namen habe ich nicht mitgekriegt).
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Ein Atlas-Film

Der Anruf (vor ein paar Tagen) hat mich überrascht. Frau Schraven von Atlas-Film bat mich herzlich, bei der Werbung für diesen Film zu helfen und ein Plakat im Schaufenster auszuhängen.

Atlas-Film! Sagt Ihnen das was? Atlas hat für den Film einen ähnlichen Klang wie Suhrkamp und Wagenbach für die Literatur: Aufbruch, Erneuerung, Pioniergeist, Einbruch der Moderne in die Schlafmützenrepublik. Für die Klassiker, die Franzosen, für Bergman, Polanski, für Schlöndorff und Faßbimder mußte erstmal Terrain gewonnen werden. Da war Eckelkamp mit Atlas vorneweg.
Als ich das Eschhaus-Kino managte (mänätschte), ging ich beim Atlas-Verleih ein & aus. Der war damals in dem Haus, in dem das Europa-Kino war, im obersten Stock.

Anders als am Telefon besprochen und im Brief geschrieben, lag der Flyer-Lieferung ein Plakat gar nicht bei. Aber auf diesem Wege kann ich es ja ventilieren:

Sagt Ihnen das was? Ist das was?
Sei‘s drum. War mir eine Freude, unverdrossenen Atlanten einen Gefallen zu tun.

Heute ist Kunstmarkt – beinahe gewesen

Heute wäre der traditionelle Ruhrorter Kunstmarkt gewesen, wenn – bzw. wenn nicht. Er wurde abgesagt. (Soll ich erklären warum?).
Wenn es heute doch wenigstens in Strömen regnen würde! Dann könnte man sagen: Wäre sowieso ins Wasser gefallen.
In den nächstan Tagen in diesem Theater: Kunst aus unserer Produktion.
Der alternative Online-Kunstmarkt
oder
Die virtuelle Marktkunst.

Fortsetzungen folgen.

Ausstellung: „Rassendiagnose: Zigeuner“


Die Ausstellung sollte schon im April beginnen und wurde verschoben. Das vorgesehene Rahmenprogramm mit Vorträgen muß ausfallen. Die Vorträge sollen vielleicht im nächsten Jahr nachgeholt werden.

Bitte beachten Sie auch den Beitrag über Stolpersteine in Duisburg in DER METZGER Nr. 134.
Und bitte beachten Sie auch das im Januar in der Situationspresse erschienene Buch
NICHTS GELERNT?! Konstruktion und Kontinuität des Antiziganismus
Herausgegeben von Katharina Peters und Stefan Vennmann
Situationspresse (Duisburg) 2019. 212 Seiten, 18 Euro
ISBN 978-3-935673-46-4
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Mahnwache am Denkmal für die deportierten jüdischen Kinder

Einladung der VVN:
Mahnwache am Denkmal für die deportierten jüdischen Kinder
Abseits gelegen und kaum wahrgenommen liegt das „Mahnmal für die deportierten jüdischen Kinder“. Mindestens 130 Kinder aus Duisburg wurden zwischen 1938 und 1945 mit der Deutschen Reichsbahn in die nationalsozialistischen Konzentrations- und Todeslager transportiert – 130 von etwa 1,5 Millionen Kindern aus ganz Europa, die während der Nazizeit grausam zu Tode kamen; bei medizinischen Versuchen, erhängt, verhungert, an nicht behandelten Krankheiten, vergast….Mehr als 55 Millionen Menschen fielen Nazi-Terror, Holocaust und Vernichtungskrieg zum Opfer.
Die VVN/BdA* wird an der Saarstraße/Ecke Königstraße am 8. Mai ab 15 Uhr bis etwa 18 Uhr mit einer Mahnwache am Mahnmal für die deportierten jüdischen Kinder an diese grauenhaften, unvorstellbaren Verbrechen erinnern.
Am 8. Mai wurde ganz Europa von der Geißel des Faschismus befreit. Mit der Auschwitz – Überlebenden Esther Bejarano fordern wir, dass der 8. Mai als Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg, wie in anderen europäischen Ländern, endlich auch in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag wird.
Erinnerung ist aber nur sinnvoll, wenn sie den Blick für das HEUTE öffnet:
Wieder werden in Deutschland Menschen ausgegrenzt beschimpft, bespuckt, geschlagen oder ermordet, weil sie aufgrund ihrer Herkunft, ihres Aussehens oder ihrer Lebensweise nicht in das Bild passen, das Nazis vom »Deutschen« haben. Rassismus im Internet gehört schon fast zum Alltag. Daher kann Erinnern nur mit der Aufforderung verbunden sein, sich heute gegen alle Formen von neofaschistischer und rassistischer Gewalt in Worten und Taten entgegenzustellen.
*Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

Ostermarsch? „Virtuell“.

Auf diese Nachricht hat man gewartet. Der Ostermarsch 2020 findet nicht auf den Straßen statt, sondern in den Sphären. Dem Virus wird die Virtuallitaet entgegengesetzt.
Diese E-mail wurde versendet:

Die Friedensversammlung Rhein-Ruhr hat in ihrer Telefonkonferenz am 20.3.2020 beschlossen, dass der Ostermarsch nicht in der bisherigen Form durchgeführt wird. Der Ostermarsch findet nur virtuell statt:
Es wird auf der Webseite www.Ostermarsch-Ruhr.de Videos mit einigen geplanten Beiträgen geben. Es wird ein zentrales Video mit einigen Reden und eigens dafür eingespielten Kulturbeiträgen erstellt werden. Neben dem zentralen Video können die einzelnen Friedensgruppen vor Ort Videos über ihre Aktivitäten ins Netz stellen. Diese Videos müssen bis Dienstag, 7.4.2020, der Redaktion der Website vorliegen. Alle Videos sollen am Samstag, 11.4.2020, um 12.00 Uhr ins Netz gestellt werden.

Zur Information hier der (ursprüngliche) Aufruf zum Ostermarsch Ruhr 2020 (anklicken zum Vergrößern):
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War denn nichts los?

Wieso war denn hier nichts los? Wieso war der Buchladen am Samstag zu?
Am Samstag war in Oberhausen (Zentrum Altenberg) die Landeskonferenz der VVN (Sie wissen: Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten).
Seit Jahrzehnten ist der Büchertisch der Buchhandlung Weltbühne auf der Landeskonferenz dabei. Ehrensache.

Noch keiner da. Zeit genug zum Aufbauen (mit Sorgfalt).

Kann losgehen.


„Eisenlager“ heißt der Konferenrzraum. Die schwindende Industrie hinterläßt wenigstens ihre (unbeabsichtigte, gleichwohl wirkende) Ästhetik: rohrreich!

Kraft und Heiterkeit! Felix Oekentorp spricht das Grußwort der DFG-VK. (Ich wollte, wir hätten zehn von der Sorte).

So zwischendurch mal kurz vor die Tür … konnte man diesen industriegeschichtlichen Turm betrachten.

Rainy day!

Große Ereignisse …

… haben ihren Schatten manchmal schon hinter sich.
Das kommt davon, wenn mir die Mitteilung über den Termin erst ein paar Minuten vor Beginn übermittelt wird.
Aber die anderen beiden, da können Sie ja noch hingehen.

Wie zu sehen ist, wirft das Soziokulturelle Zentrum schon seine Leuchtfeuer voraus. We arer everywhere (möchte man am liebten sagen).