Neu in der Weltbühne: Wie Deutschland die Welt in den Abgrund stürzen durfte

Neu in der Weltbühne:
Stefan Bollinger: 1939 – Wie der Krieg gemacht wurde …und Deutschland die Welt in den Abgrund stürzen durfte
PapyRossa Verlag. 248 S. Pb. € 16,90 [D]
Erster September 1939 – mit dem deutschen Überfall auf Polen beginnt der Zweite Weltkrieg. War er zu vermeiden? Oft wird der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt als entscheidend gewertet. Vergessen wird das Dilemma, in das die Sowjetunion durch die ihre Sicherheitsinteressen negierende englische und französische Politik gebracht wurde. Vergessen wird auch, dass es genug Gelegenheiten gegeben hatte, dem Treiben der braunen Machthaber Einhalt zu gebieten: Bei ihrer forcierten Aufrüstung, ihrer militärischen Intervention in Spanien, beim Anschluss Österreichs, in der Sudetenkrise. Fatal war, dass die westlichen Demokratien ihrem Machtkalkül erlagen und selbst die Sowjetunion, Hitlerdeutschlands Hauptfeind, die Risiken ihrer Entscheidung nicht vollständig erfasste. Der Blick auf die Kriegspolitik Deutschlands ist auch ein Blick über Hitler und seinen Machtklüngel hinaus. Namhafte Konzerne standen bereit, die erwartete Kriegsbeute zu übernehmen. Und dass die erdrückende Mehrzahl der Deutschen ihrem Führer auf diesem Weg folgte, wurde ihr zum Verhängnis.
Stefan Bollinger, Dr. sc. phil, Jg. 1954. Studium der Philosophie, Geschichte, Politikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Arbeitet als freier Publizist und in der Erwachsenenbildung. Veröffentlichungen zur deutschen und osteuropäischen Geschichte.

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Das siebte Festival

Das bekannteste Gesicht …
… ist unauslöschlich.
Das Festival zu ihrem Andenken ist am SAMSTAG, dem 18. Juni 2022.
Es kommt leider in Mode, bei Ankündigungen den Wochentag nicht zu nennen.

Mehr über Ivana Hoffmann erfährt man hier.
Das Buch ist in der Buchhandlung Weltbühne erhältlich (auch im Versand).
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Neu in der Weltbühne: Lexikon der Vernichtungskrieger

Neu in der Weltbühne: Klaus Gietinger, Norbert Kozicki: Freikorps und Faschismus. Lexikon der Vernichtungskrieger. Schmetterling Verlag 2022, 440 S. 24,80 €
«Freikorps und Faschismus» will anhand von zentralen Figuren aufzeigen, dass der von NS-Deutschland geführte, «in seiner Qualität neuartige Raub- und Vernichtungskrieg nach innen und außen» (Karl-Heinz Roth) einen seiner Ursprünge in der staatlich geförderten konterrevolutionären Freikorpsbewegung hatte.
Dazu werden nicht nur alle vorgestellt, die von 1918 bis 1923 herausragende Freikorpskämpfer waren und die später eine Rolle im Vernichtungskrieg, in der Shoah oder im NS-System spielten, sondern auch diejenigen, die später keine wichtige Funktion mehr hatten, aber z.B. als Politiker den Freikorpsterror förderten bzw. nicht verhinderten oder gar Widerstand – aus welchen Grund auch immer – gegen das NS-Regime leisteten.
So waren unter den Freikorpsmitgliedern die schlimmsten Massenmörder, etwa Heinrich Himmler, Oskar Dirlewanger und Reinhard Heydrich, Nazi-Soldaten reinsten Wassers wie Eduard Dietl, Panzergeneräle wie Walter Model, Geheimdienstmänner wie Wilhelm Canaris und später in der Bundesrepublik glorifizierte Mitglieder des militärischen Widerstands wie Henning von Tresckow. Last but not least sind die Freikorpsförderer, etwa deutschnationale Industrielle wie Hugo Stinnes, Friedrich Minoux, Salomon Marx, Ottmar Strauß (letztere zwei mit jüdischen Wurzeln), Propagandisten wie Fritz Grabowsky und einige wichtige Sozialdemokraten wie Gustav Noske, Ernst Heilmann und August Winnig zu nennen.
Schließlich finden sich darunter auch Querfrontler, Oberst Max Bauer etwa, ganz selten auch halbe (Martin Niemöller) oder ganze (Axel Eggebrecht und der von den Nazis ermordete Beppo Römer) Renegaten. Einige waren noch im Nachkriegsdeutschland wirkungsmächtig.
Dem Lexikon geht eine längere Einführung zum Zusammenhang von Freikorps und Faschismus voran.
Medienstimmen:
«Für jeden historisch Interessierten ein absolutes Muss.»
Max Brym auf HaGalil.com (Jüdisches Leben online)
«… wird … jede künftige Forschung auf dieses neue, theoretisch wie empirisch und gesellschaftspolitisch-historisch klar positionierte, sachkundig komponierte Kompendium nicht verzichten können.»
Albrecht Götz von Olenhusen

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„Das weiße Denken“

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung bittet darum, auf diese Veranstaltung aufmerksam zu machen:
Liebe Freundinnen und Freunde der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW,
bevor der Juni beginnt, haben wir noch einen Veranstaltungstipp: Am 31. Mai stellt Lilian Thuram sein Buch «Das weiße Denken» in Dortmund vor. Der frühere französische Fußballstar engagiert sich seit langem in der antirassistischen Bildungsarbeit. Anschaulich beschreibt er, wie die europäischen Gesellschaften die Kategorien Schwarz und Weiß erfunden haben, um Kolonialismus, Versklavung und Ausbeutung zu rechtfertigen. In vielen Beispielen, auch aus seiner persönlichen Erfahrung, zeigt Lilian Thuram, wie diese Deutungsmuster funktionieren und wie sie allgemeingültig werden konnten. Die Lesung, eine Kooperationsveranstaltung der RLS, wird simultan übersetzt. Der Eintritt ist frei; um Anmeldung wird gebeten. Weitere Informationen sind hier online zu finden.
Solidarische Grüße, Vorstand und Büro der RLS NRW
Hier der Hinweis auf das Buch:

Lilian Thuram: Das weiße Denken. Aus dem Französischen von Cornelia Wend. Edition Nautilus (Nautilus Flugschrift). 304 Seiten. 22 €.

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Neu in der Weltbühne: „Die letzten Männer …“

Tobias Ginsburg: Die letzten Männer des Westens. Antifeministen, rechte Männerbünde und die Krieger des Patriarchats. Mit einem Vorwort von Günter Wallraff. rororo Taschenbuch. 336 Seiten. 16 €
„Der westliche Mann wird unterdrückt und verweiblicht, er ist vom Aussterben bedroht.» So klingt der immer lauter werdende Kriegsschrei der Antifeministen, der zu einem Mantra der wieder erstarkenden Rechten geworden ist. Man hört ihn von hyperaggressiven Maskulisten und hasszerfressenen Internet-Hetzern, von testosteronverklebten Sexisten und neurechten Frauenhassern. Tobias Ginsburg hat sich ihnen ein Jahr lang undercover angeschlossen, um herauszufinden, wo diese Ängste und all der Hass herrühren.
Seine Recherche führt ihn quer durch Deutschland und das Internet, in die USA und nach Polen. Er trifft auf rechtsradikale Burschenschafter und faschistische Rapper, auf Online-Trolle und Offline-Schläger, Incels und Identitäre, lässt sich zum «wahren Mann-Sein» anleiten und begleitet muskelbepackte Neonazis bei der Rekrutierung junger Männer. Und schließlich stößt er auf ein international agierendes Netzwerk antifeministischer Fundamentalisten.
Eine so beklemmende wie komische Reise in eine zutiefst gefährliche Welt mitten unter uns.
»Ein leidenschaftlicher Aufklärer.« MDR Sachsenspiegel

vom selben Autor:

Die Reise ins Reich. Unter Rechtsextremisten, Reichsbürgern und anderen Verschwörungstheoretikern. rororo Taschenbuch. 320 S. 12 €.
Acht Monate lang tauchte Tobias Ginsburg inkognito in die Szene der «Reichsbürger» und rechten Verschwörungstheoretiker ein. Er baute sich eine Scheinidentität im Netz auf und bewegte sich unter AfD-Politikern, gewaltbereiten Neonazis und friedensbewegten Esoterikern in Braun, Sektierern und Systemumstürzlern. Sein Buch ist ein ebenso erschütternder wie komischer Streifzug durch eine Welt böser Verführer und verführter Irregeleiteter, das zugleich einen neuen, literarischen Ton in die investigative Reportage einführt. Ein ungewöhnliches Enthüllungsbuch. Es erscheint hier in einer aktualisierten, überarbeiteten und um neue Kapitel erweiterten Fassung.
«Ein irrwitzig-wahnsinnig-komisches Buch. Tobias Ginsburg erzählt als Literat und Aufklärer von dieser wahrhaft bedrohlichen Szene.» Günter Wallraff

Und da wir gerde beim Thema waren:
Weiterhin bei uns lieferbar:
Veronika Kracher: Incels. Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults. Ventil-Verlag. 280 S. 16 €
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Achtung: Weltbühne in dieser Woche nicht durchgehend geöffnet

Liebe Kundinnen, liebe Kunden, liebe Freundinnen und Freunde der Buchhandlung Weltbühne:
In dieser Woche, Donnerstag und Freitag, ist der Laden nur zeitweise geöffnet, und am Samstag ganz geschlossen.
Seht selbst:
Zu den terminlichen (Hinderungs-)Gründen gehört zum Beispiel der Bundeskongreß der DFG-VK in Duisburg, an dem ich als Delegierter der Duisburger Gruppe teilnehme.
Ab nächste Woche geht es dann wieder zu den gewohnten Zeiten weiter.

Neu in der Weltbühne: Neuer DISS-Titel

Neu in der Weltbühne:
Judith Friede, Louis Kalchschmidt, Fabian Marx, Anna-Maria Mayer u.a.: Deutsche Rettung? Eine Kritische Diskursanalyse des Fluchtdiskurses um Carola Rackete und Moria.
Edition DISS im Unrast Verlag. 310 Seiten. 24 Euro

Der Verlag stellt sein Buch vor:
Als im Juni 2019 die Kapitänin Carola Rackete dem Verbot trotzte, mit dem Seenotrettungsboot „Sea-Watch 3“ im Hafen von Lampedusa anzulegen und daraufhin festgenommen wurde, brach sich eine mediale Welle der Solidarität Bahn.
Während die ZEIT noch 2018 in einem viel diskutierten Beitrag gefragt hatte, ob Seenotrettung von Geflüchteten nicht besser zu lassen sei, wurde nach der Verhaftung Racketes die Kriminalisierung humanitärer Rettungsmaßnahmen im medialen Diskurs Deutschlands unsagbar. Stattdessen rückte das Leid von Geflüchteten ins Scheinwerferlicht und Seenotretter*innen wurden als Held*innen gefeiert. Ein Jahr später geriet die Abschottungspolitik der EU in den Fokus der medialen Öffentlichkeit, als im September 2020 das Geflüchtetenlager Moria fast komplett abbrannte. Die katastrophalen Zustände im Lager wurden scharf kritisiert; sie seien, so der Vorwurf, von Griechenland gewollt, dienten zur Abschreckung und würden von den anderen EU-Staaten insgeheim gebilligt.
Die vorliegende kritische Diskursanalyse der medialen Debatte über diese beiden Ereignisse untersucht Struktur und Verschiebungen des Sagbarkeitsfeldes, widmet sich Kollektivsymbolik und Held*innenkonstruktionen und sucht Antwort auf eine Reihe von Fragen: Inwieweit bietet der Diskurs Anschlussstellen für humane Positionen? Wo lauern Gefahren? Wird auch mit Geflüchteten diskutiert oder nur über sie? Und wird in diesem Fluchtdiskurs womöglich eine moralische deutsche Rettung inszeniert, die die Mitschuld am Sterben im Mittelmeer verdecken soll? Die Struktur- und Feinanalysen zu einzelnen Zeitungen sowie zur Held*innenkonstruktion, die auch einzeln gut lesbar sind, ermöglichen einen Einblick in transportiertes Wissen und Vermittlungsweisen, die auf den ersten Blick gar nicht auffallen. So wird nicht nur deutlich, was besser nicht gesagt würde, sondern auch, welche Themen und Aussagen im Sagbarkeitsfeld fehlen.

Weiterhin erhältlich:
Carola Rackete: Handeln statt hoffen. Aufruf an die letzte Generation.
Jetzt als Taschenbuch für 12,99 €.

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Liebe Leute da ich ja

Liebe Leute da ich ja, abkommandiert bin am Ostersamstag, zum Ostermarsch (Auftakt, Veranstaltung auf, der Königstraße als Beobachter und, Berichterstatter Ostermarsch ab halbelf werde, ich nicht um 11 Uhr die Ladentür aufschließen und anwesend sein.
Aber ich komm dann irgendwann doch noch. Kommensemakucken so um zwölf/halbeins. Dann nimm ich das Schild wieder ab und bin da.

Wer war Ivana Hoffmann?

In der Buchhandlung Weltbühne wurde ein Flugblatt abgegeben, mit dem für eine Veranstaltung („Buchlesung“) geworben wird. Es soll erinnert werden an Ivana Hoffmann:
Der 10. April ist übrigens nächsten Sonntag.
Letztern Freitag kam ein junger Mann, der fragte, ob wir hier auch ein Plakat für diese Veranstaltung aushängen können. Natürlich können wir das!
Auf dem Plakat ist aber nicht die Kulturkirche Liebfrauen angegeben. Irgendwie scheint das mit dem Veranstaltungsort nicht richtig zu klappen. Ist die Veranstaltung dann im Freien? Hoffentlich ist dann nicht so ein Sauwetter wie heute.
Ich habe dem jungen Mann gesagt, daß wir hier nicht nur Plakate aushängen, sondern auch Bücher auslegen. Dann sollen die doch mal zwei oder drei in Kommission hier lassen. Das liegt doch nahe, das liegt doch nicht fern.

Alexandra Kollontai 150. Geburtstag

Neu in der Weltbühne über Alexandra Kollontai:
Katharina Volk (Hrsg.): Alexandra Kollontai oder: Revolution für das Leben. Dietz Verlag Berlin. 176 S. Mit 6 Abb. 12 €
Mit ihren Vorstellungen von einer »neuen Moral« und »freier Liebe« war Alexandra Kollontai (1872–1952) ihrer Zeit voraus. Sie selbst bezeichnete sich als sexuell emanzipierte Kommunistin, die das Schicksal von Frauen zum Sozialismus geführt habe. Alexandra Kollontai kämpfte in der Russischen Oktoberrevolution und wurde 1917 Volkskommissarin für soziale Fürsorge. Weltweit war sie die erste Frau im diplomatischen Dienst, als sie 1922 die junge Sowjetunion im Ausland vertrat.
Kollontai war überzeugt, eine Revolution könne nur erfolgreich sein, wenn sie das gesamte Leben revolutioniert. Sie übte nicht nur scharfe Kritik an der monogamen, lebenslangen Ehe, sondern auch am bürgerlichen Verständnis von Elternschaft. Damit machte sie sich nicht nur Freunde unter den Genossinnen und Genossen. Sie forderte ein neues Verständnis von Liebe, das dem der Solidarität ähnelt, und neue Formen des Zusammenlebens, die Zusammenhalt und Gemeinschaft fördern. Ihre Ideen sind noch immer Utopie, aber noch immer aktuell in einer Zeit, in der Kollektivität im Sinne von Solidarität und Gemeinsamkeit über Gren-zen hinweg dringender denn je ist.
Zur Herausgeberin:
Katharina Volk, geb. 1981, Politikwissenschaftlerin, promovierte am Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen und arbeitet als politische Sekretärin bei der IG Metall. In ihrer 2018 erschienenen Dissertation »Von der Gesellschaftsanalyse zur Utopie« setzt sie sich mit Theorien aus der Arbeiter- und der Frauenbewegung auseinander und analysiert den Widerspruch zwischen Erwerbs- und Familienarbeit und die daraus entwickelten utopischen Ideen zur Überwindung dieses Widerspruchs. Zuletzt erschienen ist ihr Beitrag »Was die Kybernetik vom Feminismus lernen kann. Oder: Warum wir der Technik nicht das Feld überlassen dürfen« (in: Timo Daum/Sabine Nuss (Hrsg.): Die unsichtbare Hand des Plans, Berlin 2020).

Neu in der Weltbühne von Alexandra Kollontai:
Alexandra Kollontai: Die Situation der Frau in der gesellschaftlichen Entwicklung. Vierzehn Vorlesungen vor Arbeiterinnen und Bäuerinnen an der Swerdlow-Universität 1921. Manifest Verlag. 240 S. 12,90 €
In den 14 Vorlesungen, die Alexandra Kollontai an der Swerdlow-Universität gehalten hat, verfolgt sie die verschiedenen Perioden der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung und untersucht, wie sich auf dieser Grundlage die Stellung der Frau änderte. Sie beginnt beim Urkommunismus und geht über die Antike, den Feudalismus, die kapitalistische Epoche bis hin zur Zeit nach der Oktoberrevolution. Dabei analysiert sie ebenfalls die bürgerliche Frauenbewegung, die ab dem 19. Jahrhundert entstand.
Im letzten Drittel erläutert sie, wie sich die Stellung der Frau durch die Oktoberrevolution und die Politik der Bolschewiki änderte. An letzterer hatte sie als erste Ministerin der Weltgeschichte – als Kommissarin für Wohlfahrt im Rat der Volkskommissare – selbst prägenden Anteil.
Sie hielt diese Vorträge mit der Perspektive, dass der Aufbau der sozialistischen Wirtschaft die materiellen Grundlagen dafür legt, der Unterdrückung der Frau ein für alle Mal ein Ende zu bereiten.
Alexandra Arnsburg ordnet in ihrem Vorwort einige Aussagen Kollontais, die möglicherweise wenig oder sogar missverständlich sind, in den Kontext der heutigen Bewegungen ein.
Steve Hollasky gibt mit seinem biographischen Abriss zu Beginn des Buches einen Überblick über die Lebensstationen und das Wirken der Autorin selbst.
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Alexandra Kollontai war früher eine in linken Kreisen sehr gefragte Autorin. In unseren Altbeständen / Antiquariat findet man noch was von früher.
Zum Beispiel:
Wege der Liebe
und
Autobiografie einer sexuell emanzipierten Kommunistin
Fragen Sie nach.

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Neu in der Weltbühne: Die Black Panther Party. Eine Graphic Novel.

Marcus Kwame Anderson, David F. Walker: Die Black Panther Party. Eine Graphic Novel
aus dem Englischen übersetzt von Michael Schiffmann
Unrast Verlag. 184 Seiten, Großformat B5, durchgängig farbig illustriert. 18,00 €

Die Black Panther Party (BPP) wurde 1966 von Bobby Seale und Huey P. Newton gegründet. Sie setzte sich für die Befreiung Schwarzer Menschen und eine sozialistische Gesellschaft ein. Bereits drei Jahre nach der Gründung erklärte FBI-Direktor J. Edgar Hoover sie zur größten Gefahr für die nationale Sicherheit der USA. Die BPP sollte eliminiert werden, was den Herrschenden in den USA am Ende auch gelang. Mit allen Mitteln wurde sie vom Staat bekämpft, das reichte vom Schüren interner Zwistigkeiten über brutale Unterdrückung bis hin zur Ermordung führender Panther wie z.B. Fred Hampton und Mark Clark in Chicago. Die Black Panther verbanden einen militanten Ansatz der Selbstverteidigung gegen Polizeigewalt mit einem massenkompatiblen Programm, das auf Selbsthilfe und Selbstorganisierung der Schwarzen Bevölkerung ausgerichtet war. Lange bevor der Begriff der Intersektionalität aufkam, strebte die BPP eine Koalition aller Unterdrückten an: ethnische Minderheiten, Frauen, Arbeiter*innen, Erwerbslose, Schwule, Lesben … Die BPP betrieb eine Bündnispolitik mit allen unterdrückten Gruppen der Gesellschaft, für die eine sozialistische Gesellschaft frei von Ausbeutung und Unterdrückung ein vereinigendes Kampfziel war.
Die Graphic Novel zeichnet die Geschichte dieses bedeutenden Versuchs Schwarzer Selbstbefreiung in den 1960er und 1970er Jahren auf eindrucksvolle Weise nach, ohne in oberflächliche Klischees oder Heldenverehrung zu verfallen.

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Neu in der Weltbühne: Sittenbild der Weimarer Republik in einem Kriminalroman

Leonhard F. Seidl: Vom Untergang. Kriminalroman. Edition Nautilus. 248 S. 18 €

Ein packendes Sittenbild der Weimarer Republik, das auf realen Geschehnissen beruht
Bayern, 1922. Der rechtskonservative Erfolgsautor Oswald Spengler schmiedet geheime Pläne für eine Lenkung der deutschen Presse. Gemeinsam mit Forstrat Escherich, dem Gründer einer militanten Bürgerwehr, und Gumbrecht, einem mächtigen Fürther Spiegelfabrikanten, will er die öffentliche Meinung in der jungen Republik beeinflussen.
Emma, Gumbrechts Sekretärin und Geliebte, ist die Tochter des Anarchosyndikalisten Fritz Oerter. Eigentlich hat sie genug von Politik und auch von ihrem Freund, dem Sozialdemokraten Max Schmidtill. Doch dann liest sie einen Brief, der nicht für ihre Augen bestimmt war …
Hundert Jahre nach den Mordanschlägen auf Walther Rathenau und Philipp Scheidemann zeichnet Leonhard F. Seidl ein packendes Sittenbild der Weimarer Republik. Spenglers Komplott, der Mord an Schmidttill und diverse Figuren wie Fritz Oerter sind historisch belegt; der Roman basiert auf intensiven Recherchen und enthält zahlreiche Originalzitate aus Zeitungen, Sitzungsprotokollen und Briefen.

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Neu in der Weltbühne: Das neue Buch von Laurie Penny

Laurie Penny: Sexuelle Revolution. Rechter Backlash und feministische Zukunft. Aus dem Englischen von Anne Emmert. Nautilus Flugschrift. 384 Seiten.
Der Verlag stellt das Buch vor:
Mitreißend und scharf schreibt Laurie Penny über Sex und Macht, Trauma und Widerstand. Über die Krise der Demokratie, die Krise weißer Männlichkeit und die Rückzugsgefechte derer, die Angst vor Machtverlust haben.
Sie fordert eine Kultur des Consent, die weit über Sex hinausgeht: Auch in Arbeitsverhältnissen, in Systemen der politischen Repräsentation, im Miteinander müssen wir zu einer Logik des fortlaufend ausgehandelten Einvernehmens finden, um individuelle und kollektive Traumata zu heilen und zukünftige zu verhindern.

Das Buch erscheint zum Internationalen Frauentag.
UM VORBESTELLUNGEN WIRD GEBETEN.

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Neu in der Weltbühne: Das Buch von Frank Baier ist endlich erschienen !

Frank Baier – Leben–Kämpfen–Solidarisieren Ruhrgebiet. Trikont-Verlag 2022. 192 S. Mit zahlreichen Abbildungen und einem Vorwort von Eckart Pressler. 15 €
Leben–Kämpfen–Solidarisieren; Kohlengräberland Zeitmaschine; Lieder aus dem Ruhrgebiet 1889–1920–1967–2003; Lieder und Leute vor Ort; Arbeitsweisen mit alten und neuen Liedern im Ruhrgebiet; Konzert in der DDR – Akademie der Künste; Die Faust „NDAO“

Aus dem Vorwort von Eckart Pressler:
Schnell drehen sich die Räder dieser Tage. Eh man sich’s versieht ist Bewahrenswertes zu Geschichte geworden und in Vergessenheit geraten. Es sind kaum fünfzig Jahre her, dass die großen sozialen Themen der Gefährdung des Friedens, der Umwelt und der Arbeitsplätze unser Land und Leben an der Ruhr in vorher nicht gekannter Weise in Bewegung brachten. Mitten drin blühte eine neue Kultur auf: Musiker, Autoren, Singer-Songwriter spürten früh und besonders empfindsam die Erosion der ökonomischen Strukturen und der politischen und sozialen Verhältnisse. Sie machten die Sorgen, Nöte und Hoffnungen der Menschen zu ihrem eigenen, künstlerischen Anliegen. Einer von ihnen war der „Songpoet an der Ruhr“ Frank Baier, Duisburger mit Essener Wurzeln, streitbar, liebevoll und mit seinen Liedern im- mer am aktuellen Puls dieser kämpferischen Zeit. Mit den hier vorliegenden drei Essays erfasste er mit genauem Verständnis und viel Herz diese Hinwendung der Literaten und Musiker zu den Menschen an der Ruhr und ihrem Leben in den Betrieben, ihren Nachbarschaften und in ihrer Freizeit- kultur. Seine ganz persönliche, oft humorvolle Kreativität und seine entschiedene Parteilichkeit für ‚uns da unten’ machen ihn zu einem wertvollen Chronisten und beispielhaft engagierten Künstler. Seine vor 30, 40 Jahren bereits veröffentlichten Beobachtungen verdienen es neu vorgelegt zu werden, um sie vor dem drohenden Vergessen zu bewahren. Es ist anzunehmen, dass sie in nicht allzu ferner Zukunft noch mal gebraucht werden könnten.

Frank Baier (r.) und Klaus der Geiger.
DIESES BUCH ist NOCH NICHT, sondern erst in ein paar Tagen im Buchhandel erhältlich, aber wir haben schon einen kleinen Stapel ergattert. Also: in der BUCHHANDLUNG WELTBÜHNE gibt es das Buch schon.
Darum:
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Hundert Jahre Ulysses

Am 2. Februar vor hundert Jahren, am 2. Februar 1922, feierte James Joyce seinen 40. Geburtstag. Und an diesem Tag, vor hundert Jahren, erschien sein Roman Ulysses. Möglich wurde das, weil die junge Pariser Buchhändlerin Sylvia Beach das von mehreren Verlagen abgelehnte Werk verlegte.
Der Roman beschreibt einen Tag im Leben des Anzeigenwerbers Leopold Bloom, und zwar den 16. Juni 1904 in Dublin. Jedes Jahr wird in Dublin der 16. Juni als Bloom’s Day gefeiert. James Joyce ging ein in die Liste der berühmtesten Schriftsteller, die nicht den Nobelpreis erhielten.
„Ulysses“ muß der im Sinn gehabt haben, der mir, dem jungen Mann, der Schriftsteller werden wollte, lapidar riet: Geh einmal um den Häuserblock, da ist genug Stoff vorhanden für einen Tausend-Seiten-Roman.
Ulysses gehört zu den Romanen, die als unverfilmbar galten und verfilmt wurden (1967 von Joseph Strick, mit Milo O’Shea in der Hauptrolle).
Ulysses gehört zu den Romanen, die als unübersetzbar galten. Die (Neu-)Übersetzung von Hans Wollschläger von 1975 gilt zurecht als kongenial.
Der Suhrkamp-Verlag hat eine Jubiläums-Ausgabe herausgebracht in der Reihe Suhrkamp Taschenbücher, 1000 Seiten für 18 Euro.

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Es wird erklärt (in Wikipedia): „Joyce schildert nicht nur die äußeren Geschehnisse, sondern auch die Gedanken seiner Protagonisten mit allen ihren Assoziationen, Erinnerungsfetzen und Vorstellungen. Die Sprache wird dabei ungeordnet und bruchstückhaft verwendet, ‚wie es der Person gerade durch den Kopf geht‘. Dieses von Verfassern wie Arthur Schnitzler bekannte Stilelement, der sogenannte Bewusstseinsstrom, wird hier erstmals zentrales Gestaltungselement eines Romans.“
In der Zeit, in der dieser Roman entstand, am 7. November 1917, hielt Max Weber einen Vortrag zum Thema „Wissenschaft als Beruf“. Er sprach von der „Entzauberung der Welt“. Es gebe „keine geheimnisvollen, unberechenbaren Mächte“ mehr. Man sei vielmehr so weit, alle Dinge durch Berechnen beherrschen zu können.
Dazu kommentiert Arno Widmann in der Frankfurter Rundschau: „Der Ulysses ist kein werk der Aufklärung, kein Beitrag zur Ent-, sondern zur Verzauberung der Welt.“ James Joyce selbst: „Ich habe so viel Rätsel und Geheimnisse hineingesteckt, daß es die Professoren Jahrhunderte lang in Streit darüber halten wird, was ich wohl gemeint habe.“
Zur gleichen Zeit hat ein Wiener Professor in die tiefsten Abgründe des Unbewußten hineingeleuchtet, die größten Rätsel der Gedankenfetzen und der rätselhaften Assoziationen gelöst und die Träume wissenschaftlich gedeutet.
Und jetzt: Übersetzen Sie mal den Namen Joyce ins Deutsche.

Russland, China und der Westen

Neu in der Weltbühne: Im April erscheint
Jörg Kronauer: Der Aufmarsch. Russland, China und der Westen.
PapyRossa Verlag, ca. 180 S. ca. 14,90 €
Der Westen rüstet für zwei Großkonflikte. Einmal gegen Russland, das sich nach seinem dramatischen Niedergang in den 1990er Jahren stabilisiert hat und nun auf einer eigenständigen Rolle in der Weltpolitik beharrt. Die wollen ihm weder die USA noch die Staaten der EU zugestehen. Zum zweiten gegen China, das seinen rasanten Aufstieg fortsetzt und dabei ist, zur Weltmacht zu werden. Dies suchen die transatlantischen Staaten, gegen den eigenen Abstieg kämpfend, zu verhindern. Der Machtkampf gegen Russland wie gegen China wird politisch, wirtschaftlich und propagandistisch geführt. In wachsendem Maß kommt aber auch ein militärischer Aufmarsch hinzu, gegen Russland in Ost- und Südosteuropa sowie in der Arktis, gegen China im Indischen und im Pazifischen Ozean und ganz besonders im Süd- und im Ostchinesischen Meer. Bei dieser Konfrontation arbeiten Russland und China immer enger zusammen. Das Szenario eines allumfassenden Weltkriegs scheint bedrohlich am Horizont auf – und wird mittlerweile auch in Manövern geübt.

UM VORBESTELLUNG WIRD GEBETEN.
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In den nächsten Tagen in der Weltbühne: Buch über einen Mörder als Richter

In diesen Tagen erscheint:
Helmut Ortner: Der Hinrichter. Roland Freisler – Mörder im Dienste Hitlers. Nomen Verlag. 360 S. Klappenbroschur. 20 €
20,00 €
Kategorien: Gesellschaft, Kultur, Politik
Schlagwörter: Bonhoeffer, Goebbels, Hitler, Justiz, Nationalsozialismus, Recht, Rudolf Heß, Stauffenberg, Volksgerichtshof, Wannseekonferenz

„Ortner zeigt das düstere Kapitel der NS-Justiz und die ungebrochenen Karrieren der NS-Juristen nach 1945“, schreibt die Westdeutsche Allgemeine

Der Volksgerichtshof gehört zu den düstersten Kapiteln der deutschen Rechtsgeschichte. Kein NS-Gericht fällte mehr Todesurteile. Helmut Ortner beschreibt anhand zahlreicher erstmals veröffentlichter Dokumente und Gerichtsakten die Entstehung, Entwicklung und Urteilspraxis dieses NS-Tribunals, das nur eine Funktion hatte: die Liquidierung jeglicher Opposition gegen das Hitler-Regime, darunter die Attentäter des 20. Juli 1944 und die Mitglieder der Widerstandsgruppe Weiße Rose. Im Mittelpunkt des Buches steht einer der fanatischsten NS-Richter: der Volksgerichtshofpräsident Roland Freisler. Das Buch erzählt seine Karriere, sein Wirken, seinen Tod. Es ist die Geschichte eines gnadenlosen Blutrichters in einer gnadenlosen Zeit.
Über Helmut Ortner
Helmut Ortner, Jahrgang 1950, hat zahlreiche Bücher veröffentlicht. Bekannt wurde er durch seine Arbeiten zum Dritten Reich und zu dessen juristischer und gesellschaftlicher Aufarbeitung. Dazu gehören seine erzählenden Sachbücher „Der einsame Attentäter – Georg Elser, der Mann der Hitler töten wollte“ und „Der Hinrichter – Roland Freisler, Mörder im Dienste Hitlers“ sowie „Hitlers Schatten – Deutsche Reportagen“, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Zuletzt veröffentlichte er den Essayband „Der Zorn – Eine Hommage“ (2012) sowie „Das Buch vom Töten – Über die Todesstrafe“, (2013).

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Neu in der Weltbühne: Gold, Öl und Avocados. Die neuen offenen Adern Lateinamerikas

Andy Robinson: Gold, Öl und Avocados. Die neuen offenen Adern Lateinamerikas.
Aus dem Spanischen von Alix Arnold & Gabriele Schwab. Unrast-Verlag. 320 S. Klappenbroschur. 19,80 €

In seinem Klassiker Die offenen Adern Lateinamerikas stellte Eduardo Galeano bereits 1972 fest: »Wir Lateinamerikaner sind arm, weil der Boden, auf dem wir stehen, reich ist.« Galeanos Buch war ein Standardwerk für eine ganze Generation von Linken, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts in vielen Ländern Lateinamerikas die Macht übernahm, darunter Lula da Silva, Evo Morales, Rafael Correa oder Hugo Chávez.
Was ist seither in diesen Ländern geschehen? Andy Robinson folgte einigen der Reiserouten, die Galeano vor 50 Jahren genommen hat, und ist mit einer Sammlung persönlicher Reportagen voller Humor und klarer Worte zurückgekehrt. Jede Geschichte nimmt einen Rohstoff in den Blick, etwa Eisen, Gold, Öl, Soja, Rindfleisch oder – neuerdings – Avocados. Die Ausbeutung dieser Ressourcen veranschaulicht das Dilemma, mit dem der Kontinent konfrontiert ist: Wie kann man gerechtes Wachstum erreichen und Armut mindern, ohne dem Fluch der Abhängigkeit vom Rohstoffexport zu erliegen?
Robinson blickt in die noch immer offenen Adern Lateinamerikas und beschreibt schonungslos, was er vorfindet: sowohl ökologische als auch menschliche Katastrophen, die durch den Kampf um Ressourcen im frühen 21. Jahrhundert verursacht werden.
»Mit Soja aus dem entwaldeten brasilianischen Cerrado werden die Hühner in der Massentierhaltung gefüttert, aus denen die allgegenwärtigen McNuggets von McDonald’s produziert werden. Die traurigen Rinder, die, nachdem Motorsägen und Feuer ihre Arbeit getan haben, auf dem Großgrundbesitz im Amazonasgebiet weiden, versorgen Burger King mit Fleisch. Aus den Kartoffeln, dem Nahrungsmittel der großen präkolumbianischen Zivilisationen des andinen Altiplano, werden jetzt die süchtig machenden Potato Chips von Frito Lay (PepsiCo), die die Epidemie der Fettleibigkeit in Lateinamerika fördern. Die weltweit in Mode gekommene Guacamole zwingt der mexikanischen Region von Michoacán, der Wiege des Reichs der Purépecha, eine Avocado-Monokultur auf, die vom organisierten Verbrechen gemanagt wird.«

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Demnächst in der Weltbühne: Karl Heinz Roth: Blinde Passagiere

Ich kündige ein wichtiges Buch an:
Karl Heinz Roth: Blinde Passagiere. Die Corona-Krise und ihre Folgen.
Antje Kunstmann Verlag. Ca. 480 Seiten. Ca. 30 €
Erscheint Ende Januar. UM VORBESTELLUNGEN WIRD GEBETEN.

Wie tief die weltumspannende Pandemie in unsere Gesellschaften und den Alltag der Menschen hineinwirkt, zeigt Karl Heinz Roth in diesem hervorragend recherchierten und elegant geschriebenen Buch – ein Grundlagenwerk für die kritische Aufarbeitung dieser Krise, zur Vermeidung kommender.
Seit zwei Jahren dominiert die durch das SARS-CoV-2-Virus ausgelöste Pandemie die Welt. Sie hat alle Kontinente und Regionen erfasst, sich in mehreren Wellen ausgebreitet und immer neue Epizentren gebildet. Sie hat das Alltagsleben der Menschen durchdrungen, soziale Beziehungen verändert, die Medien beherrscht, das politische Establishment herausgefordert und zahlreiche wissenschaftliche Disziplinen auf die Probe gestellt.
Der Mediziner und Historiker Karl Heinz Roth stellt das Geschehen aus einer globalen Perspektive dar, berichtet über die Vorgeschichte, die bis in die 2000er Jahre zurückreicht, analysiert die Ausbreitung und die Dynamik von Covid-19 und erörtert die Eigenschaften und Auswirkungen der Pandemie auf den Menschen. Er thematisiert die Gegenmaßnahmen, die dabei zutage getretenen Versäumnisse und die mentalen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Lockdowns.
Zum ersten Mal werden in diesem Buch die einzelnen Aspekte einer weltumspannenden Pandemie fachübergreifend betrachtet, aufeinander bezogen und kontextualisiert, wodurch sich auch strittige Fragen – wie etwa nach dem Virus als Laborflüchtling, nach der Rolle der internationalen Großstiftungen oder nach den Effekten und Kollateralschäden – diskutieren und klären lassen.
Karl Heinz Roth, geboren 1942, promovierte in Medizin und Geschichtswissenschaft und war bis 1997 in einer hausärztlichen Gemeinschaftspraxis tätig. 1986 gründete er mit anderen die Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts und ist seither Vorstandsmitglied. Er hat zahlreiche Publikationen zur Arbeits-, Medizin-, Sozial-, Wirtschafts- und Wissenschaftsgeschichte des 20. und frühen 21. Jahrhunderts veröffentlicht.

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