Neu in der Weltbühne: Was Rosa Luxemburg uns heute noch zu sagen hat


Peter Bierl: Die Revolution ist großartig. Was Rosa Luxemburg uns heute noch zu sagen hat. Unrast Verlag. 312 Seiten 18 €
Verlagstext:
Rosa Luxemburg ist eine Ikone der Linken, doch ihre inhaltlichen Positionen werden oft ignoriert. Diese Ambivalenz zeigte sich bereits kurz nach ihrer Ermordung, als die KPD der Märtyrerin zwar ein Denkmal errichtete, ihre Ansichten aber als »Syphilisbazillus« diffamierte. Für die SED galt, dass Luxemburg immer falsch lag und irrte, wo sie anderer Meinung war als Lenin.
Heute wird vielerorts ihr Konzept der ›revolutionären Realpolitik‹ wieder aufgegriffen oder auf ihre Imperialismustheorie verwiesen, wenn es um Strategie und Taktik, um imperiale Lebensweise oder Landgrabbing geht. Andere suchen Inspiration für einen sozialistischen Feminismus oder beziehen sich auf die ›rote Rosa‹, die die Tierquälerei beklagte. Vor diesem Hintergrund werden in diesem Buch wesentliche Positionen Luxemburgs sowohl im historischen Kontext als auch hinsichtlich ihres aktuellen Gebrauchswerts diskutiert.
Einerseits war Luxemburg befangen im deterministischen Marxismus der Zweiten Internationale. Andererseits versagte sie sich jede Beteiligung an der Administration der Kapitalverwertung. Sie bestand auf einem radikalen Bruch zugunsten einer klassen- und herrschaftslosen Gesellschaft, die nur demokratisch zu erreichen sei. Von Anfang an bekämpfte sie die autoritäre Politik Lenins, setzte stattdessen auf Lern- und Selbstverständigungsprozesse in konkreten Kämpfen und verfocht eine anti- und transnationale Haltung. Das sind Elemente, auf die auch eine moderne Linke aufbauen muss.

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Wie ist das denn jetzt eigentlich?

Gestern (Montag) hat sich die Situation, in der sich die Geschäfte in der Buchhandlung Weltbühne entwickeln, zweimal wesentlich verändert.
Es galt bis gestern früh, daß Buchhandlungen in Nordrhein-Westfalen anderen Einzelhandelsbranchen gegenüber mit weniger Corona-Einschränkungen behindert waren. Daraufhin hat das Oberverwaltungsgericht alle Corona-Einschränkungen für den Einzelhandel gekippt.
Daraufhin hat die Landesregierung postwendend reagiert und neue Einschänkungen erlassen, wobei nunmehr die Einzelhandelsbranchen nicht mehr ungleich behandelt werden.

Wie läuft es jetzt also ab?
Wer zu uns in den Laden kommen will, muß sich vorher einen Termin geben lassen. Also: muß sich vor seinem kommen mit Namen anmelden. Es darf sich immer nur ein maskierter Kunde im Laden aufhalten.

Anmeldung bitte per Telefong 0203 – 375121

Das gilt für den Rest dieser Woche. Ab 29. März ist wohl wieder Lockdown wie schon mal. Dann heißt es: Die Ladentür bleibt zu, bitte anklopfen. Die Waren-Aushändigung ist dann nicht mehr im Laden, sondern VOR DER TÜR möglich.

Es ist sowieso nicht das schlechtste, die Buchhandlung Weltbühne auch als Versandbuchhandlung im Bewußtsein zu haben.

Da ist es schön, da gehen wir hin.

Unsere Emil-Adresse: bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de

Unsere Zeiten: mo-fr 11-13 und 15-18.30 Uhr, sa 11-14 Uhr.

Übrigens: Gründonnerstag und Ostersamstag bleibt geschlossen. Das ist gut so, dann kann ich in Klausur gehen.

Neu in der Weltbühne: Über Paul Wulf

Freundeskreis Paul Wulf (Hg.): »Ich lehre euch Gedächtnis« Paul Wulf: NS-Opfer – Antifaschist – Aufklärer. Vorwort von Konstantin Wecker. Interview mit Axel Prahl.
Unrast Verlag 2021. 304 Seiten im Großformat B5. 19,80 Euro

Heimkinder und Psychiatrisierte wurden von den Nazis als ›lebensunwert‹ stigmatisiert und oftmals zwangssterilisiert. Doch in der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wurden die ihnen angetane Gewalt und ihre Bemühungen um Entschädigung jahrzehntelang missachtet.Paul Wulf, der im Zentrum dieses Buches steht, war einer der ersten, der das öffentliche Schweigen durchbrach und mit seinen Recherchen und Ausstellungen auf das Schicksal dieser vergessenen Opfer aufmerksam machte.
Paul Wulf (1921–1999), bereits mit elf Jahren in eine »Idiotenanstalt « eingewiesen, wurde 1938 selbst zwangssterilisiert. Gegen Ende des Krieges schloss er sich als 17-Jähriger einer Widerstandsgruppe an, die antifaschistische Informationen verteilte. Obwohl ein Gericht bereits wenige Jahre nach Kriegsende den NS-Beschluss aufhob, der ihm »angeborenen Schwachsinn« attestiert hatte, erhielt er erst 1979 eine Erwerbsunfähigkeitsrente – als einer von rund 400.000 Zwangssterilisierten.
Aus Anlass des 100. Geburtstags von Paul Wulf versammelt dieses Buch zahlreiche Texte und Dokumente aus den letzten Jahrzehnten, die im Zusammenhang mit und von ihm publiziert wurden. Hinzu kommen bisher unveröffentlichte Arbeiten, die aus unterschiedlichen Perspektiven das Leben und Wirken dieses Mannes nachzeichnen, der trotz aller Widerstände aus Politik und Gesellschaft lebendige Zeichen gegen das Vergessen gesetzt hat. Sie lehren uns den aufrechten Gang.

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Letzten Sonntag „Tatort“ gesehen? „Incels“ sind eine reale Gefahr.

Nicht zufällig wurde dieser Film am Vorabend des Internationalen Frauentages gesendet. Thema waren die „Incels“, eine neue, aber in Traditionen verwurzelte Variante fanatischer und militanter Frauenfeindlichkeit mit einem kaum noch berechenbaren Gewaltpotential.
Der Film schaffte Klarheit über die enge Beziehung von Frauenhass, Rassenhass und Rechtsextremismus, über konkrete Zusammenhänge – von Christchurch bis Halle, auch das Zaudern und Versagen staatlicher Stellen, wenn es gegen rechts gehen müßte, wurde zumindest angetippt.

Ein Standardwerk über Incels, dieses gern übersehene, aber nicht übersehbare Phänomen, empfehle ich.
Neu in der Weltbühne:


Veronika Kracher: Incels. Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults. Ventil-Verlag. 280 S. 16 €
Bevor Alek Minassian im April 2018 mit einem Auto in eine Menschenmenge in Toronto raste und zehn Menschen ermordete, hinterließ er auf Facebook folgende Nachricht: »The Incel rebellion has already begun! All hail the Supreme Gentleman Elliot Rodger!«. Elliot Rodger hatte 2014 auf dem Campus der Universität von Kalifornien in Santa Barbara sechs Menschen getötet und 13 weitere verletzt. Er hinterließ ein über hundert Seiten langes Manifest, in dem er seine Taten begründete: Sie seien ein Racheakt gegen Frauen, die ihm Liebe und Sex verweigert und demzufolge den Tod verdient hätten.
Dies sind nicht die einzigen explizit gegen Frauen gerichteten Attentate, die von sogenannten »Incels« verübt worden sind. »Incels« ist die Kurzform für »Involuntary Celibates« – unfreiwillig im Zölibat Lebende. Sie treffen sich in Onlineforen und auf Imageboards und lamentieren darüber, keinen Sex zu haben, obwohl dieser ein naturgegebenes männliches Grundrecht sei. Im mildesten Falle artikuliert sich ihr Denken in Depressionen und Selbstmitleid, im schlimmsten Falle in der Glorifizierung von Kindesmissbrauch, sexueller Gewalt oder dem Femizid. Incels sind jedoch keine »schwarzen Schafe« oder »Ausnahmeerscheinungen« innerhalb der kapitalistisch-patriarchalen Verhältnisse, sondern Ausdruck einer Gesellschaft, in der die Abwertung des Weiblichen an der Tagesordnung ist.
Obwohl Incels schon zahlreiche Gewalt- und Terrorakte begangen haben, wird das Phänomen gerade im deutschsprachigen Raum bisher nur sehr oberflächlich analysiert. Dieses Buch, das die Geschichte der Bewegung nachzeichnet, die Memes und Sprache der Incels erklärt, ihre Ideologie analysiert und eine sozialpsychologische Auseinandersetzung mit diesem Online-Kult anstrebt, wird diese Lücke füllen.

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Pariser Commune

Räumlich und zeitlich von geringer Ausdehnung, ist die Pariser Commune (oder: Pariser Kommune) von 1871 gleichwohl ein großes weltgeschichtliches Ereignis.
Welche Relevanz werden die Medien und ihre Macher dem 150. Jahrestag zumessen? Menchmal ist man froh, wenn sie sich raushalten.

Kompakte Information, Basiswissen in der verdienstvollen Reihe des Papyrossa-Verlags:


Florian Grams: Die Pariser Kommune. Basiswissen Politik / Geschichte / Gesellschaft / Ökonomie im PapyRossa Verlag. Pocketformat, 127 Seiten. 9,90 €
»Basiswissen« bringt in handlicher Form leicht verständliche kritische Einführungen in Grundbegriffe aus Politik, Geschichte, Gesellschaft und Ökonomie.
1871 herrschte Krieg zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich. Der französische Kaiser Napoleon III. befand sich in deutscher Gefangenschaft, deutsche Truppen standen vor Paris, und die neue französische Regierung musste Arbeiter und Arbeitslose in die Nationalgarde einreihen. Dies veränderte das Antlitz des Militärs in der Stadt, denn die Bataillone wählten ihre Offiziere. Die Regierung floh nun nach Versailles und verhandelte um Frieden. Die Bürger von Paris nahmen die Verwaltung ihrer Stadt selbst in die Hand. So begann, was als Pariser Kommune in die Geschichte einging. Unter den Augen der deutschen Belagerer und des Versailler Regimes entwickelten sich Grundzüge eines sozialistischen Gemeinwesens. Es verzichtete fast vollständig auf Repression, um sich auch in der Wahl der Mittel vom Gegner zu unterscheiden. Wohl auch aus diesem Grund konnten französische und deutsche Truppen die Kommune nach nur 72 Tagen im Blut ersticken. Vor dem historischen Hintergrund diskutiert Florian Grams auch ihre Bedeutung für heute.
Florian Grams, *1974. Studierte Geschichte und Germanistik. Doktorand an der Universität Hannover. Arbeitsschwerpunkte: Geschichte der Arbeiterbewegung, der Pädagogik und der Eugenik.

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Lawrence Ferlinghetti

Im vorletzten Jahr stellte ich hier ein neues Buch von Lawrence Ferlinghetti vor, und ich berichtete:

Unter den Autoren der Beat Generation kann Lawrence Ferlinghetti gelten als der, der die gesellschaftlich eingreifende, linksorientierte Komponente dieser Kultur am deutlichsten repräsentiert. Der Herausbildung einer antibürgerlichen, antikapitalistischen GEGENKULTUR diente auch die Gründung der Buchhandlung City Lights in San Francisco, 1954 erweitert um den Verlag City Lights Press, der zum publizistischen Forum der Beat Genaration wurde. Hier erschien 1956 Allen Ginsbergs “Howl”, was zu einem Gerichtsverfahren führte.

Ich will mir nichts anmaßen. Aber so wie Ferlinghetti in San Francisco (oder PG Hübsch in Frankfurt oder Sanders in New York) hat es mir vorgeschwebt, eine AUTOREN-BUCHHANDLUNG zu betreiben.

Lawrence Ferlinghetti ist am 22. Februar im Alter von 101 Jahren in San Francisco gestorben.

Demnächst in der Weltbühne: Über den „Wendehals der Politik“

Im März 2021 erscheint im Verlag Das Neue Berlin:
Gerd Schumann: Wollt ihr mich oder eure Träume? Joschka Fischer – Ein Nachruf
192 Seiten, 15,– €

Der Verlag über das Buch:
Gestandene Umbrüchler und revolutionäre Aufrührer von einst sitzen heute auf den Bänken der Regierung. Der von Rudi Dutschke propagierte lange Marsch durch die Institutionen endete im zuvor verachteten Establishment, die Voraussetzung für sein Scheitern war das Gelingen. Wie kein anderer steht Joseph »Joschka« Fischer für die Generation der Achtundsechziger, für die Liquidierung ihrer Ideen durch Integration. Niemand hätte den Job des Totengräbers effektiver ausfüllen können als er, der eine aufstrebende Partei bändigte, um selbst aufzusteigen. Den Wechsel zu NATO-Kriegseinsätzen und der Armutsverordnung Hartz IV hatten diejenigen zu erledigen, die selbst einmal auf der anderen Seite standen. Fischer, vom Sponti zum Realo gewandelt, dann auf der Karriereleiter der Grünen zum Außenminister aufgestiegen, verantwortete die Beteiligung der Bundeswehr am Kosovo-Einsatz und somit den ersten Kriegseinsatz deutscher Truppen nach dem Zweiten Weltkrieg. Grund genug also für eine „Schmähschrift“, für einen Nachruf zur Vorbeugung – enttarnend und aufklärend, bisweilen polemisch und prononciert.
Über den Autor:
Gerd Schumann, geboren 1951 in Wilster (Holstein), lebt und arbeitet als Autor in Berlin und in Mecklenburg. Langjährig Redakteur und Korrespondent von Tageszeitungen (u.a. junge Welt). Reportagen und Hintergründe vom afrikanischen Kontinent, aus der Karibik, vom Balkan für Hörfunk und Printmedien. Jüngste Buchpublikationen: »Kolonialismus. Neokolonialismus. Rekolonisierung« (2016), »Das Morgen im Gestern. Erkundungen eines Wessis im Osten« (2019).

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Demnächst in der Weltbühne: Über die Welt nach Corona

In den nächsten Tagen erscheint:
Die Welt nach Corona
Von den Risiken des Kapitalismus, den Nebenwirkungen des Ausnahmezustands und der kommenden Gesellschaft
D.F. Bertz (Hg.)
Verlag Bertz + Fischer. 732 Seiten, 43 Abb.
Erscheint im Januar 2021
24 Euro

Auch im Jahr zwei der Corona-Pandemie bestimmt das Virus, das inzwischen über 1,5 Millionen Menschen das Leben gekostet hat, in weiten Teilen der Welt die politische, ökonomische und gesellschaftliche Realität. Nicht weniger gravierend ist die von den Lockdowns ausgelöste Weltwirtschaftskrise. Dabei stellt sich die Situation sehr unterschiedlich dar: In manchen Ländern Asiens und Afrikas konnte das Virus erfolgreich gestoppt werden, oftmals zu einem hohen Preis. Europa und die USA versuchen die zweiten Infektionswellen mit massiven Notfallmaßnahmen unter Kontrolle zu bekommen, während in manchen Staaten Lateinamerikas COVID-19 nahezu unbegrenzt wütet. Zugleich wächst die Hoffnung, dass Impfstoffe den Anfang vom Ende der Pandemie einläuten könnten – auch wenn hier Zweifel angebracht sind, nicht nur, was deren globale Zugänglichkeit angeht. Sicher ist hingegen: Die Welt nach Corona wird sich tiefgreifend verändert haben.
Die mehr als 50 Beiträge des Buches – das sich als pluralistischer, vielstimmiger Diskussionsband versteht – leuchten wichtige Facetten der Corona-Krise in vier thematischen Blöcken aus.
Durchaus kontroverse Beiträge zur Frage, wie die Virus-Krise, ihre gesellschaftlichen Begleiterscheinungen und die staatlichen Reaktionen theoretisch zu fassen und zu bewerten sind, liefert der erste Block »Ausnahmezustand & Gesundheitsnotstand«.
Die Voraussetzungen, die Ausprägungen, sozialen Härten und Folgen der Virus- und Wirtschaftskrise erörtern und analysieren die Autor*innen des Teils »Corona-Kapitalismus & Sozialepidemiologie«.
Dem planetaren Charakter der Katastrophe trägt der dritte Block »Globale Seuche / Globale Krise« durch Überblicksartikel und Länderstudien aus allen Regionen der Welt Rechnung.
Und schließlich skizzieren die Autor*innen des Teils »Neue Normalität & Post-Corona« einige Entwicklungslinien der postpandemischen Zukunft, formulieren Anforderungen an eine solidarische und demokratische Krisenantwort von unten und erörtern Chancen und Anknüpfungspunkte, die sich progressiven Bewegungen im Kampf für eine bessere Welt nach Corona bieten.
Mit Beiträgen von: Lia Becker, D. F. Bertz, Lutz Brangsch, Christian Bunke, CILIP-Redaktion (Dirk Burczyk, Tom Jennissen, Jenny Künkel, Christian Meyer, Matthias Monroy), Alex Demirović, Richard Detje, Julia Dück, Silke van Dyk, Harald Etzbach, Niklas Franzen, Sebastian Friedrich, Julia Fritzsche, Axel Gehring, Rolf Gössner, Stefanie Graefe, Jakob Graf, Tine Haubner, Johannes Hauer, Jens Kastner, Stephan Kaufmann, Alp Kayserilioğlu, Otto König, Anna Landherr, Ramona Lenz, Stephan Lessenich, Marina Mai, Nicole Mayer-Ahuja, Natalie Mayroth, Antonella Muzzupappa, Carmela Negrete, Sabine Nuss, Lukas Oberndorfer, Jan Pehrke, Jens Renner, Aert van Riel, Thomas Rudhof-Seibert, Thomas Sablowski, Demba Sanoh, Theodor Schaarschmidt, Velten Schäfer, Simone Schlindwein, Stefan Schmalz, Bernard Schmid, Nina Scholz, Georg Seeßlen, Andrea Seliger, Christian Selz, Ingar Solty, Christian Stock, Natascha Strobl, Timo Stukenberg, Moritz Wichmann, Carolin Wiedemann, Andreas Wulf, Miriam Younes

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Weiterhin bei uns zu bekommen:

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Neues von Tom Liwa: Klang und Wort

Auf diesem Planeten, der sich um seine eigene Achse dreht, nordwärts kreisend um einen Stern, schrieb er das Buch, das er versprochen hatte…
… und das für mich eine kleine Überraschung war:
DAS BUCH TOM (der, den mein freund kannte).
160 S. Mit Linolschnitten von Saskia Lippold und einem Nachwort von Birgit Fuß.
Und irgendwo klein gedruckt ist auch der Name zu lesen: Tom Liwa.
Ein Buch, das es bei Amazon NICHT gibt. Es hat eine ISBN, aber die steht nicht drin.
Es enthält einen Zyklus von 25 langen Gedichten, bestehend aus sechszeiligen Strophen.
Und ich freue mich, dieses Buch anbieten zu können.

„… dass Tom tatsächlich ein Heiler ist“ steht im Nachwort. „Ich las erst „ein Heller“. Paßt auch.

Gleichzeitig:
CD Tom Liwa: Der, den mein Freund kannte. Neun Stücke.

Buch 14 €
CD 17 €
in der Buchhandlung Weltbühne (auch im Versand)
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Bücher als Geschenk? Dann wird‘s die höchste Zeit!

Sie wollen ein Buch verschenken? Nicht irgendeins, das der Buchhändler (resp. die Buchhändlerin) Ihnen empfehlen wird), sondern ein bestimmtes, das der Buchhändler (resp. die Buchhändlerin) eigens für Sie besorgen soll?
Dann sollten Sie vorsorgen, daß die Zeit nicht zu knapp wird. Bestellen Sie am besten JETZT.
Die Corona-Krise setzt dem Einzelhandel zu, davon ist viel die Rede. Aber auch für den Zwischenhandel, der beim Buchhandel eine Schlüsselfunktion hat, tun sich Grenzen auf.
Ich erhielt von dem Barsortiment, das die Buchhandlung Weltbühne täglich beliefert, ein Rundschreiben an die Sortimenter. Darin heißt es:
Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie mit allen bekannten Vorsichtsmaßnahmen, die wir zwingend einhalten müssen, und einer außergewöhnlich hohen Kranken- und Quarantänequote, können wir seit Anfang dieses Monats die Ihnen bekannte Lieferqualität nicht durchgehend leisten.
Obwohl wir unsere Personalstärke im Technischen Betrieb im Vergleich zum Vorjahr um fast vierzig Prozent erhöht haben, konnten leider nicht alle unvorhersehbaren Ausfälle ausgeglichen werden. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten seit Monaten bis an die Grenzen der Belastbarkeit und tun alles, damit Sie auch in dieser außergewöhnlichen Zeit pünktlich Ihre Ware erhalten.
(Hingewiesen wird auch darauf, daß durch Abstandsregeln nicht alle Plätze besetzt sein können).

Doch es sind nicht nur die Corona-Einschränkungen, die die Leistungen im Buch-Einzel- und Zwischenhandel beeinträchtigen. Es ist auch die allgemeine Markt-Entwicklung.
Dadurch, daß sich massenweise Vollidioten (die gar nicht merken, daß sie im Grunde Analphabeten sind) sich dazu hinreißen lassen, Bücher zu ordern bei dieser Online-Krake, deren Name hier nicht genannt wird, ist nicht nur der Branche bei den Einzelhändlern irreparabler Schaden zugefügt worden. In Folge davon schwinden auch die Kapazitäten im Zwischenhandel. Die Barsortimente (sofern es sie noch gibt) lagern geringere Bestände ein. Da kommt es immer wieder vor, daß Titel „Zwischenzeitlich nicht am Lager“ sind und längere Lieferfristen die Folge sind.

Allgemein gilt für jeden einsichtigen Menschen:
Unterstützt den (Buch-)Händler in eurer Nähe (oder, damit es auch verstanden wird: Support your local store).
Werdet nicht zu idiotischen Mittätern der Monopolisierung, der Verödung der Städte, des Verschwindens der Urbanität und asozialer Steuertrickserei. Wirkt nicht mit bei der Aushöhlung von Arbeitnehmerrechten.
Buchhändler und Buchhändlerinnen sind ehrbare Kaufleute. Sie leisten einen kulturellen Beitrag, stützen die Infrastruktur, kämpfen um ihre Existenz UND ZAHLEN STEUERN.

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Neu in der Weltbühne: Entfremdung – Identität – Utopie


Neu in der Weltbühne: Marvin Chlada, Peter Höhmann, Wolfgang Kastrup, Helmut Kellershohn (Hg.): Entfremdung – Identität – Utopie. Edition DISS im Unrast-Verlag. 200 S. 19,80 €

Der Entfremdungsbegriff (bzw. ein verwandter Begriff wie Verdinglichung) hat Konjunktur. Die Debatte reflektiert zum einen das neue Interesse an der Marx-Lektüre, das seit der Jahrtausendwende Ausdruck der Krisenprozesse ist, die die kapitalistische „Welt“ durchziehen und nach Erklärungsmustern suchen lassen. In diesem Zusammenhang wird auch das Verhältnis zwischen dem „frühen“ Marx und dem Marx der „Kritik der Politischen Ökonomie“, zwischen Entfremdungskritik und der Kritik des Warenfetischismus erneut thematisiert. Zum anderen verweist der Entfremdungsdiskurs auf die individuellen Leidenserfahrungen, die den Alltag der Menschen bestimmen.
Korrespondierend zum Entfremdungsbegriff nimmt der Identitätsbegriff einen immer breiteren Raum ein in der Debatte um die Gestaltung von nichtentfremdeten Lebensverhältnissen. ‚Identität‘ (bzw. ‚kollektive Identität‘) ist zur Chiffre geworden, unter der sich unterschiedliche Gruppen formen, denen es um eine Änderung vorherrschender Lebens- und Denkweisen geht, die sich unter den gegebenen gesellschaftlichen Bedingungen herausgebildet haben. Die jeweiligen Gemeinschaftsvorstellungen, ihre Begründungen und Handlungsstrategien werden seit einigen Jahren breit und kontrovers erörtert, dies gerade auch in den Gesellschaftsbildern rechter und linker Identitätspolitik. Bezüglich der letzteren stellt sich die Frage, wie Identitäts- und Klassenpolitik zueinander stehen.
Besondere Beachtung verdienen rechtspopulistische und extrem rechte Bewegungen. Auch sie operieren identitätspolitisch, indem sie das „Deutsch-Sein“ (im völkischen Sinne) und das volksgemeinschaftliche Wir zum allein bestimmenden Identitätsmerkmal erheben. Identität ist aus dieser Sicht immer national- und volksbezogen. Entfremdung dagegen bedeutet stets Verlust des Nationalen und des „Volkshaften“. Auch die Vorstellungen von einer anderen, besseren Welt haben Konjunktur. Seit Karl Mannheim und Ernst Bloch wird Utopie nicht mehr primär als ein literarisches Genre, sondern als eine Denkform, als „utopisches Bewusstsein“ betrachtet, die es für kultur- und sozialwissenschaftliche Analysen fruchtbar zu machen gilt.

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Neu in der Weltbühne: Gysi über Marx und uns

Neu in der Weltbühne:
Gregor Gysi: Marx und wir. Warum wir eine neue Gesellschaftsidee brauchen. Aufbau Verlag. 160 S.
Zuerst erschienen 2018 (200 Jahre Karl Marx). Jetzt als Taschenbuch für 10 Euro.
Das sagt der Aufbau-Verlag über sein Buch:
Was hat uns Karl Marx heute zu sagen?
Ist der Kapitalismus noch zu retten? Oder brauchen wir eine neue Gesellschaftsidee? Gregor Gysi untersucht kritisch, unterhaltsam und pointiert die Bedeutung des Marx’schen Denkens und seiner Rezeption, die von akademischer Erbauungsliteratur bis zum Popart-Design reicht. Seine These: Die Menschheit braucht eine neue Utopie.
„Karl Marx war einer der größten Historiker und Ökonomen nicht nur unseres Landes, sondern der Geschichte.“ Gregor Gysi.
Als linker Politiker hat man ein Verhältnis zu Marx, und angesichts der Niederlage historischen Ausmaßes, die die Linke im 20. Jh. erfahren hat, kann dieses Verhältnis nicht völlig ungebrochen sein. Gregor Gysi hat aber auch ein sehr persönliches Verhältnis zu Marx: Das hat mit seinem Leben und Arbeiten in der DDR zu tun sowie damit, dass er die SED „übernommen“ und an vorderster Stelle an deren Umformung zu einer modernen Linkspartei mitgewirkt hat. Ein Prozess, in dem Auseinandersetzungen über den Marxismus eine große Rolle spielten. Gysi schildert die Bedeutung, die Marx für seine Biographie, aber auch für linkes Denken und linke Politik und die gesamte Gesellschaft hat. Überdies untersucht er die brennenden Fragen der Gegenwart und in welcher Weise Marx‘ Denken für ihre Lösung hilfreich sein kann.

Bedeutung für linkes Denken und linke Politik hat auch die Buchhandlung Weltbühne.

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Neu in der Weltbühne: Aus jenen Tagen

Neu in der Weltbühne:
Ulrich Sander: Mörderisches Finale. NS-Kriegsverbrechen bei Kriegsende 1945. PapyRossa Verlag, 2., erweiterte Auflage 2020. 282 Seiten 16,90 €
Kurz vor der Befreiung wurden im Frühjahr 1945 tausende Nazigegner »ausgeschaltet«. Gegen deutsche und ausländische Antifaschisten wie gegen Wehrmachtssoldaten, die sich am Wahnsinn nicht mehr beteiligen oder ihm ein Ende bereiten wollten, wurde ein groß angelegter Mordfeldzug in Gang gesetzt, um einen antifaschistischen Neubeginn nach dem Krieg im Keime zu ersticken. SS, Gestapo, aber auch einfache NSDAP-Mitglieder, Volkssturmmänner und Hitlerjungen nahmen teil an Massakern im Ruhrkessel, an Erschießungen in vielen Städten und Dörfern, am Mord an Gefangenen aus KZs und Zuchthäusern auf Todesmärschen, an Standgerichten gegen Deserteure. Die Verbrechen in der allerletzten Phase des Krieges waren sowohl örtliche Amokläufe als auch Teil der Nachkriegsplanungen des deutschen Faschismus. Ulrich Sander bilanziert das Ausmaß der Verbrechen, um die Opfer dem Vergessen zu entreißen und die Täter zu benennen. In dieser zweiten, erheblich erweiterten Auflage liefert er eine – wenn auch noch immer unvollständige – Gesamtdarstellung dieser Vorgänge. Mit einem Personenregister.
Ulrich Sander, Jg.1941. Journalist und freier Autor. Bundessprecher der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN – BdA). Zahlreiche Bücher und Zeitschriftenbeiträge. Zahlreiche Beiträge in DER METZGER.

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Neu in der Weltbühne: Christoph Butterwegge über Ungleichheit in der Klassengesellschaft

Christoph Butterwegge: Ungleichheit in der Klassengesellschaft. PapyRossa Verlag 2020. 184 S. Pb. 14,90 €
Sozioökonomische Ungleichheit, von den meisten Deutschen hauptsächlich in Staaten wie den USA, Brasilien oder Südafrika verortet, ist auch hierzulande stark ausgeprägt und nimmt weiter zu. Sie beschränkt sich nicht auf die asymmetrische Verteilung von Einkommen und Vermögen, sondern erstreckt sich auf fast alle Lebensbereiche. Christoph Butterwegge beschäftigt sich mit ihren aktuellen Erscheinungsformen, wobei neben Bildung und Wohnen die Gesundheit im Vordergrund steht. „Vor dem Coronavirus sind alle gleich“, glaubten viele. Hatten Pandemien wie die Pest einst zur Eindämmung sozioökonomischer Ungleichheit beigetragen, weil sie einen Verfall der Lebensmittel-, Boden- und Immobilienpreise sowie einen Anstieg der Löhne herbeiführten, so wirkte Covid-19 eher polarisierend: einerseits Kurzarbeit und Entlassungen für Millionen Beschäftigte sowie Konkurse kleinerer Unternehmen, andererseits Extraprofite für Konzerne krisenresistenter Branchen und Bereicherung von Finanzinvestoren, die mit Leerverkäufen auf sinkende Aktienkurse spekuliert haben.
Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Prof. Dr., lehrte von 1998 bis 2016 Politikwissenschaft an der Universität zu Köln und kandidierte 2017 für das Amt des Bundespräsidenten. Er gehört dem Gutachtergremium der Bundesregierung für den Sechsten Armuts- und Reichtumsbericht an.

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Klimakiller Kapital

Neu in der Weltbühne:
Tomasz Konicz: Klimakiller Kapital. Wie ein Wirtschaftssystem unsere Lebensgrundlagen zerstört. Mandelbaum Verlag 2020. 376 Seiten. 20 €
Angesichts der eskalierenden Klimakrise bricht sich in der Öffentlichkeit der meisten Industrieländer mühsam, allen Widerständen zum Trotz, eine fundamentale Erkenntnis bahn: Nichts wird so bleiben, wie es ist. Es ist ein grundlegender, fundamentaler Wandel notwendig, um den sich beschleunigenden klimatischen Umbrüchen, den drohenden Kollaps ganzer Ökosysteme adäquat und schnell begegnen zu können. Die Klimakrise muss folglich als die größte Gefahr für den Zivilisationsprozess im 21. Jahrhundert begriffen werden.
Das, was sich vor allem ändern muss, ist unsere Gesellschaft, so die Kernthese dieses Buches. Der zu einer naturartigen Selbstverständlichkeit geronnene, von inneren Widersprüchen getriebene Kapitalismus muss radikal infrage gestellt werden.
Das Kapital ist einerseits die Ursache der Klimakrise, es verstärkt aber auch die gesellschaftlichen Folgen des Klimawandels. Die Unvereinbarkeit von Kapital und Klimaschutz, die auf der grundlegenden systemischen wie der politischen und kulturellen Ebene reflektiert wird, lässt die Überwindung der destruktiven kapitalistischen Wirtschaftsweise zu einer Überlebensnotwendigkeit der Menschheit im 21. Jahrhundert avancieren. Abschließend zeigt Tomasz Konicz, wie Wege in einen klimaverträglichen Postkapitalismus aussehen könnten.

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Neu in der Weltbühne: Der Sound der 70er

Ernst Hofacker: Die 70er. Der Sound eines Jahrzehnts. Reclam 2., durchges. Auflage. Geb. mit Fadenheftung. 350 S. 63 Farbabb. 28,00 €
Das sagt der Verlag:
Die 70er sind das innovationsfreudigste und folgenreichste Jahrzehnt der Popmusik. So unterschiedliche Genres wie Glam, Punk, Reggae und Metal feiern hier ihren Ursprung.
Ernst Hofacker erzählt die Story dieses einzigartigen Jahrzehnts anhand von zehn exemplarischen Daten. Er entfaltet die popkulturelle Vielschichtigkeit, zeigt auf, wie Trends und ihre Gegenbewegungen entstanden, und verfolgt die gesellschaftlichen Hintergründe und ihr Fortwirken bis heute.
Helmut Böttiger im Deutschlandfunk:
Im Gegensatz zu einigen, die aus der Wahrnehmung von heute über die Popmusik dieser Jahre schreiben, ist dieser Autor ein Zeitgenosse gewesen. Hofacker stellt das Lebensgierige heraus, aber auch das Fragile und Verzweifelte. Nicht nur in der wilden Literaturszene, sondern auch in der Popmusik zeigt sich, dass die 70er Jahre nicht auf einen Nenner zu bringen sind. Sie sind keineswegs mit dem Terrorismus und dem ‚deutschen Herbst‘ gleichzusetzen. Es war nicht ausschließlich die Zeit einer ‚BRD noir‘, sondern auch die verschiedenster ekstatischer Augenblicke.
Zukunft war etwas, auf das man sich ohne Wenn und Aber freuen konnte. Erste Wermutstropfen – etwa in Gestalt der Ölkrise von 1973 und des aufrüttelnden Reports ‚Die Grenzen des Wachstums‘, den der Club of Rome 1972 vorstellte – trübten zwar schon bald die Wachstums-Euphorie, waren aber 1970 noch kaum zu vermuten und sollten ihre Wirkung auf das gesellschaftliche Klima erst allmählich entfalten. Eine nennenswerte Fortschritts- und Wachstums-Skepsis entwickelte sich in den westlichen Ländern jedenfalls erst zum Ende des 70er Jahrzehnts.
Hofacker ist kein Diskursjongleur, sondern äußert sich eher wie ein Fan. Detailliert widmet er sich den prägenden Musikgruppen, den kalifornischen Singer/Songwritern, dem Glamrock und natürlich dem Punk; es geht um Reggae, Kraftwerk und Pink Floyd. Und wenn er über Iggy Pop schreibt, wird nicht nur dessen genialer Künstler-Nachname effektvoll gebraucht:
‚Pop ist ein kluger und belesener Mann. Er würde wohl sofort bestätigen, dass Rock ’n’ Roll seinerzeit nicht das war, als das er heute verstanden wird, nämlich ein Synonym für ritualisierte Entgrenzung in einer durchformatierten und normierten Wohlstandsgesellschaft. Vielmehr war er die lautstarke Notwehr, das Nein! einer jungen Generation, die sich nicht länger an die durchgefaulten Moralkodizes ihrer Elterngeneration halten wollte. Sie suchte nach überzeugenden Alternativen und einem freien Leben mit selbstbestimmtem Wertesystem.‘
Das Rebellische hat sich mittlerweile gelegt. Die Kommerzialisierung, die Funktionalisierung innerhalb der Konsumgesellschaft ist längst ein wesentlicher Bestandteil der Popkultur. Im Vergleich zur Literatur hat ein grundlegender Rollenwechsel stattgefunden: Anfang der 70er Jahre war Popmusik die Sache einer gesellschaftlichen Minderheit, etwas Widerständiges und Subversives. Man musste sich mühsam in den wenigen Fachmagazinen und den ersten Plattenläden informieren, Popmusik bildete noch nicht die Hintergrundbeschallung von Kaufhäusern oder Cafés. Heute setzt die Popkultur die Maßstäbe, und die Literatur ist demgegenüber jetzt zur Sache einer Minderheit geworden, die, wenn sie es ernst meint und sich nicht anpasst, ihrerseits fast schon widerständig und subversiv anmutet. Ob in den siebziger Jahren alles besser war, wird man auch nach der Lektüre nicht unbedingt bejahen. Aber eines steht fest: sie waren auf jeden Fall anders.

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Neu in der Weltbühne: „Das faschistische Jahrhundert“

Friedrich Burschel (Hg.): Das faschistische Jahrhundert. Neurechte Diskurse zu Abendland, Identität, Europa und Neoliberalismus. Verbrecher Verlag 2020. 264 S. (NB1467) 19 Euro
Mussolinis Vorhersage eines Jahrhunderts des Faschismus von 1932 reicht bis heute, da weltweit völkische, nationalistische und in vielfacher Hinsicht faschistische Bewegungen auf dem Vormarsch sind, autoritäre Regime an der Macht oder an Regierungen beteiligt sind. Rechtes Denken und faschistische Ideologie sind heute wieder salonfähig und nennen sich „neu“, auch wenn die Ideen dahinter steinalt sind und ihre Wurzeln tief ins 20. Jahrhundert hinunterreichen.
In ihren Beiträgen klopfen die Autoren dieses Bandes, Julian Bruns, Felix Korsch, Felix Schilk, Natascha Strobl und Volkmar Wölk, die aufgeladenen Begriffe „Abendland“, „Europa“, „Liberalismus“ und „Identität“ auf ihre Herkunft und Entwicklung und daraufhin ab, welche Bedeutung sie heute für eine Neue Rechte haben, die sich unter anderem auf die sogenannte Konservative Revolution und den Faschismus der 1920er Jahre beruft. Zu hören ist dabei der Widerhall von Krieg, Gewalt und Terrorismus. Das titelgebende Mussolini-Zitat ist Gegenstand des Beitrages des großen britischen Faschismusforschers Roger Griffin in diesem Buch.

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