Neu in der Weltbühne: Standardwerk von Leo Löwenthal

Neu in der Weltbühne: Leo Löwenthal: Falsche Propheten. Studien zur faschistischen Agitation. Aus dem Englischen von Susanne Hoppmann-Löwenthal. Mit einem Nachwort von Carolin Emcke. Suhrkamp Verlag 2021. 254 S. 15 €
Lautstark schwingen sich selbsternannte Tribunen des Volkes, esoterische »Querdenker« und autoritäre Demagogen zu Verteidigern der demokratischen Ordnung auf, deren Werte sie eigentlich ablehnen. Um Gefolgschaft zu organisieren, schüren sie Ängste vor drohendem Chaos und spinnen Verschwörungstheorien über anonyme Mächte, die das Schicksal der Nation bestimmen. Vorschläge zur Lösung komplexer gesellschaftlicher Probleme sind ihre Sache nicht. Vielmehr verlegen sie sich auf eine aggressive Rhetorik des Kampfes gegen »die Politiker«, »die Linken«, »die Flüchtlinge« und immer wieder: »die Juden«.
Was sich wie eine Kurzbeschreibung von Aspekten der politischen Kultur unserer Tage liest, ist Gegenstand eines Buches, das vor mehr als siebzig Jahren geschrieben wurde. In Falsche Propheten analysiert Leo Löwenthal Themen und Techniken politischer Demagogie. Er fragt, warum die immergleichen Phrasen und Phantasmen verfangen, legt dar, weshalb dem Agitator so schwer beizukommen ist, und warnt vor Unterschätzung. Denn nicht selten ist die Agitation »Generalprobe fürs Pogrom«. Falsche Propheten ist ein Klassiker der politischen Psychologie. Inwiefern es auch ein Buch für unsere Gegenwart ist, zeigt Carolin Emcke in ihrem Nachwort zu dieser Neuausgabe.

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Verschwörungskenner, übernehmen Sie

Sehr geehrter Verschwörungs-Erkenner! Nachdem Sie in Ihren zahllosen Kommentaren in diesem Weblog darüber aufgeklärt haben, wohinter alles steckt, sollen Sie nun die Gelegenheit haben, sich nützlich zu machen. Bitte helfen Sie uns, Licht in die Sache zu bringen.
Heute vor 100 Jahren wurde Enrico Berlinguer geboren. Er war von 1972 bis 1984 Generalsekretär der Kommunistischen Partei Italiens.
In dem Namen ist der Name einer Stadt enthalten. Es fällt auf, daß in Zeitungsartikeln und Fachveröffentlichungen der Name immer so an das Zeilenende gerückt wird, daß der vollständige Name getrennt erscheint. Da steht dann immer: Enrico Berlin.
Und in der nächsten Zeile steht dann: guer.
Was bedeutet das? Ist das vielleicht ein heimliches Signal nach Ost-Berlin? Und bedeutet „guer“, daß der Honecker das nicht wissen soll?
Das Phänomen ist keineswegs einmalig. Ein anderer Generalsekretär der KPI ist auch nach einer ausländischen Stadt benannt: Palmiro Togliatti, genannt nach der Stadt Togliattigrad.

Neu in der Weltbühne: Andreas Speit über „Verqueres Denken“

Andreas Speit: Verqueres Denken. Gefährliche Weltbilder in alternativen Milieus.
Ch.Links Verlag. 240 Seiten. 18 Euro
Sie gehen für „die Freiheit“ auf die Straße: Bei den Querdenken-Demonstrationen und Corona-Protesten laufen Impfgegner neben QAnon-Anhängern, Esoteriker neben Rechtsextremen, die Peace-Fahne flattert neben der Reichsflagge. Dieses Miteinander kommt jedoch nicht zufällig zustande. Wer sich für den Schutz von Natur und Tieren einsetzt, vegane Ernährung und Alternativmedizin bevorzugt, seine Kinder auf Waldorfschulen schickt oder nach spiritueller Erfüllung sucht, muss nicht frei von rechtem Gedankengut und Verschwörungsfantasien sein. Andreas Speit zeigt, dass in alternativen Milieus Werte und Vorstellungen kursieren, die alles andere als progressiv oder emanzipatorisch sind.

Das Buch soll noch in diesem Monat erscheinen. Um Vorbestellungen wird gebeten.

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Neu in der Weltbühne: Über Corona-Krieger

Matthias Kamann, Annelie Naumann: Corona-Krieger. Verschwörungsmythen und die Neuen Rechten. Verlag Das neue Berlin. 192 Seiten Klappenbroschur. 16
Was sächsische Pegida-Anhänger und schwäbische Impfgegner eint.
Verschwörungsmythen gibt es schon lange, aber die Coronakrise, „Hygiene-Demos“ und das Internet haben ihnen noch einmal neuen Aufschwung verliehen. Einige von ihnen, etwa QAnon, gelangen auf Plattformen wie YouTube oder 4chan zu uns, andere verbreiten sich über die Sozialen Medien. Deutsche Initiativen wie die „Querdenker“ spinnen sie weiter, und auch die AfD zeigt sich dafür anfällig. Die neue Popularität von Verschwörungsfantasien benutzen rechte Parteiideologen und Rechtsextremisten für ihren Kreuzzug gegen die demokratische Ordnung. Keiner kann ausschließen, dass ihr Protest nicht in Gewalt ausartet.

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Lesungen fallen aus

Lesungen fallen aus, darüber bin ich nicht froh.
Aber, so höre ich im Radio, die Pop-Stars geben Solokonzerte im Internet.
Dann will ich es denen mal gleichtun.
Ausschnitte aus meinen Vorträgen im Panama.
Klicken Sie mal an, das müßte funktionieren:

 

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Kommt und holt euch den neuen Metzger

DER METZGER, das satirische Magazin. Neu: Nummer 136 (Juli 2020).
Das steht drin:

Matti und David in: Flach. Comicstrip von Timo Stoffregen.

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: Tönnies hat ja schon wieder ein‘n an der Tönnies; Amthor als Klon August(us)?; Der Untertan als Rebell oder Wer sind eigentlich „die da oben“?; Wie schreipt man Türglinke?; Noblesse oblige; Lenin hatte andere Pläne.

Lothar Röse: America first. Grundzüge US-amerikanischer Außenpolitik. Zweiter Teil.

Lina Ganowski: La Notte. Diesmal: „Öffentliche Ärgernisse“ in Vergangenheit und Gegenwart; Furor teutonicus.

Rainer Dittrich: Petitessen.

Der Soundtrack des Hier & Jetzt. Marvin Chlada sprach mit Jürgen Ploog.

Anna Driba: Liebe Mone. Monolog. „Ich brauch meine Puste noch“.

„Wir merken aber auch alles“. Mit wachen Augen den Schwörern auf der Spur. Wegweiser, die weg weisen. Als Überwachungskameras getarnte Vogelhäuschen. Heimliche Treppenhäuser. Leere Abfalleimer. Wir finden die Beweise.

„Was ist das für ein Dingen?“ Gegen die Schwörer-Jäger rebellieren jetzt die Leser: „Wo Wojna geht, ihr mich nicht seht.“ „Wenn Weuna auf dem Marktplatz steht, Herr Mayer auf den Markt nicht geht.“ „Wenn Wojna apricht, dann hör zu nicht.“

Das Heft kostet 4 Euro.
Besorgen! Bestellen! Schicken lassen! Oder in der Buchhandlung Weltbühne kaufen! Lesen! Weiterempfehlen! Draus zitieren! Und schließlich: Abonnieren! Denn: Wer abonniert, hat mehr von Metzger.

Den Schwörern auf der Spur

Ein Vogelhäuschen, könnte man meinen.
Oder in Wirklichkeit eine Überwachungskamera von Bill Gates. In San Francisco hat die Golden-Gates-Britsch angefangen zu summen.
Aber das ist gar keine heimliche Kamera. Das Vogelhäuschen soll nur davon ablenken, daß die richtige Kamera ganz woanders hängt. Das ist ja das Raffinierte. In Wirklichkeit ist das ein als Überwachungskamera getarntes Vogelhäuschen.

Überall von Schwörungen umzingelt. Aber wir sind ihnen auf der Spur.
Schonungslose Fakten über die Tatsachen, offen gelegt in der nächsten METZGER-Ausgabe!
Nr. 136!
Jetzt schon drauf freuen!

VVN: „Gegen verschwörungsideologische Massenversammlungen!“

Die VVN hat diese Erklärung veröffentlicht (geschrieben von Florian Gutsche):

Seit einigen Wochen tummelt sich eine Mischung aus Verschwörungsideologen, Wissenschaftsleugnern, Hooligans, Neonazis, Identitären, Evangelikalen, Impfgegnern, Esoterikern und Reichsbürgern im gesamten Bundesgebiet auf den Plätzen und Straßen, um gegen die Einschränkungen demokratischer Grundrechte im Zuge der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie zu protestieren.

Organisiert werden diese von der Initiative „Querdenken 711“, verantwortet vom Unternehmer Michael Ballweg, von der angeblichen Partei „Widerstand 2020“, der pseudolinken „Kommunikationsstelle demokratischer Widerstand“, aber auch von Organisationsgliederungen der AfD.

Mit ihren Demonstrationen zielen Michael Ballweg und Co. besonders auf Menschen, die mit den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie unzufrieden oder nicht mehr einverstanden sind, wirtschaftliche Schäden erleiden und Existenzängste haben. Damit erreichen sie offensichtlich auch viele politisch unbedarfte Bürger*innen.

Auf diesen sogenannten „Hygienedemos“ werden populistische, antisemitische, rassistische und sozialdarwinistische Parolen und Parolen verbreitet. Organisierte Neonazis dürfen sich eingeladen fühlen, denn mitmachen „dürfe jeder“. Darüber hinaus werden oft genug Neofaschisten in die Organisationsstruktur der „Hygienedemos“ eingebunden und werden so als normaler Teil des „Protestes“ dargestellt.

Abhängig von der jeweiligen Ausrichtung der Organisatoren wird bei den „Hygienedemos“ unbewusst oder bewusst gegen gebotene Abstands- und Hygienemaßnahmen verstoßen. Wichtig ist den Organisatoren mit aller Gewalt den öffentlichen Raum zu besetzen und damit die Hegemonie auf der Straße zu erringen. Eine wahrscheinliche Verstärkung der Pandemie, eine damit verbundene Überlastung des Gesundheitssystems und damit der Tod vieler Menschen werden in Kauf genommen. Gleichzeitig wittert die AfD wieder Morgenluft. Hatte diese in den letzten Monaten in den Umfragen deutliche Einbußen zu verzeichnen, versucht sie sich jetzt als parlamentarischer Arm der Corona-Proteste zu gerieren. Damit verleiht sie den „Hygienedemos“ Legitimität und zeigt einmal mehr ihre menschenverachtende Fratze.

Wie bereits beim sogenannten Friedenswinter 2014 versucht die extreme Rechte eine Querfront von „ganz links nach ganz rechts“ aufzubauen. Das zeigt sich bereits daran, dass sich unter den Protagonisten dieser Demonstrationen die gleichen Akteure finden wie schon 2014. Eine zentrale Rolle spielt hier der sogenannte Journalist Ken Jebsen. Er erreicht mit seinen verschwörungsideologischen Youtube-Videos eine große Anzahl von Personen. Aktivisten wie Jebsen sind Wortführer in der populistischen Informationsblase in der vorgefertigte Meinungen und „einfache Antworten“ auf komplizierte Probleme transportiert werden.

Schaut man sich die Forderungen von „Widerstand 2020“, „Querdenken 711“ und der „Kommunikationsstelle demokratischer Widerstand“ an, wird klar, dass es nicht um die Wahrung des Grundgesetzes oder eine solidarische Gesellschaft geht. Sie streben nach Selbstdarstellung, ihren persönlichen wirtschaftlichen Erfolg und politisch nach der Abschaffung der parlamentarischen Demokratie.

Die auf den „Hygienedemos“ geäußerte Kritik an der vorübergehenden Einschränkung demokratischer Grundrechte dient lediglich als Feigenblatt, um antisemitische, völkische und sozialdarwinistische Verschwörungsideologien zu verbreiten.

– Wir rufen alle Antifaschist*innen und Demokraten*innen dazu auf, sich von diesen Demonstrationen fern zu halten.

– Wir rufen dazu auf unter Beachtung der notwendigen Abstandsregeln gegen die rechten „Hygienedemos“ zu protestieren. Wir dürfen den rechten Demagogen nicht die Straßen und Plätze überlassen. Die Anmeldung eigener Kundgebungen auf den rechten Versammlungsorten in den nächsten Wochen zwingt diese zu Ortswechseln und verursacht ihnen Arbeit.

– Wir müssen auf Gruppen und Organisationen zugehen, die schon vor der Krise autoritäre staatliche Maßnahmen kritisiert haben. Dazu gehören beispielsweise Fußballfans oder Geflüchtete.

– Zusammen mit Gewerkschaften und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen müssen tatsächliche solidarische Perspektiven in der Krise verbreitet und vertreten werden. Das bedeutet auch, dass berechtigte Kritik an den bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung geäußert werden muss, insbesondere wenn diese zur weiteren Spaltung der Gesellschaft beitragen, wie sie bereits am 8. April von der VVN-BdA formuliert wurde (https://vvn-bda.de/demokratisch-durch-die-pandemie/). Eigene Kundgebungen und Demonstrationen sind hierfür notwendig.

Neu in der Weltbühne: Fakten gegen Fake News

Patrick Gensing: Fakten gegen Fake News oder Der Kampf um die Demokratie. Dudenverlag. 176 S. Hardcover mit Schutzumschlag. 18 Euro
In Europa und auch in Deutschland tobt längst eine ideologische Propagandaschlacht. Die Gefährdung unserer Demokratie durch Desinformation und Fake News ist größer als je zuvor, zielen sie doch darauf ab, die Gräben in einer polarisierten und fragmentierten Gesellschaft zu vertiefen, Glaubwürdigkeit zu zerstören und Konflikte anzuheizen. Seit 2017 leitet Patrick Gensing das Projekt ARD-faktenfinder und kennt somit die Welt der Fake News wie kaum ein anderer. In seinem Buch erklärt er das Phänomen in all seinen Facetten: Was Fake News sind, warum es keine Option ist, vor dem Problem einfach die Augen zu verschließen, und was man gegen sie tun kann. Dieses Buch ist unentbehrlich für jeden politisch Interessierten und schafft die Basis für eine dringend nötige gesellschaftliche Debatte.

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Der sogenannte Kabarettist

Hier ein Kommentar aus DER METZGER Nr. 133, geschrieben von Jakop Heinn – über einen, den ich nicht einen Idioten nennen würde, sondern einen Lieferanten (er beliefert die Idioten mit Idiotie).
Bitte weitersagen, weiterleiten. Verlinken. Der Beitrag darf ungekürzt, unverändert, mit Quellenangabe und Namensnennung, unkommentiert und mit Beleg verwendet werden.

Trübes aus der Tasse
von Jakop Heinn
Der sogenannte Kabarettist Dieter Nuhr kann es nicht lassen, Bildzeitungskommentare zu hauchen. Und nun hat er Greta nicht verstanden.
Wer sich den gefährlichen und törichten Geschehnissen widersetzt oder sich ihnen nur verweigert, hat einen schweren Stand. Denn er hat gegen sich die Dummen.
Zu den Dummen gehört auch der „Kabarettist“ Dieter Nuhr. Das ist keine Neuigkeit. Jetzt hat der Volksbelustiger sich die Jugendbewegung „Fridays for Future“ vorgenommen. Was er dazu von sich gab, war abzusehen.
Daß den saturierten Spießern ihre eigene Dummheit und Trägkeit von der „Jugend von heute“ unter die Nase gerieben wird, ärgert sie sehr. Die Antwort sind nicht Argumente, sondern hämische Phrasen. Die liefert Nuhr. Das ist sein Konzept, das ist sein Erfolgsrezept, das ist sein Markenzeichen: Argumentlose Witzelei über die, die mehr verstehen. So gelingt es ihm, als Kabarettist durchzugehen. Das sagt, bei aller Irrelevanz des Subjekts, schon was aus über das Geistesleben dieses Landes, in dem ja auch eine Alice Schwarzer für eine Frauenrechtlerin und ein Henryk M-Punkt Broder für einen Querdenker gehalten wird. Dieter Nuhr hält sich für einen Satiriker. Dabei ist er der Trostspender für die Spießbürger.
Der Rückversicherer „teilt in jeder Sendung gleichermaßen gegen rechts und gegen links aus“, erklärt er – und macht sich selbst zum Deppen. Denn rechts sind die größten Arschlöcher, und in der Mitte die größten Idioten.
Niemand könne beurteilen, wie groß das Klima-Problem wirklich sei. Auf ihn trifft das gewiß zu, auf Fridays for Future gewiß nicht.
Dem Widerspruch, den ihm seine Pöbelei contra Fridays for Future und ihre Symbolfigur Greta Thunberg eingetragen hat, ist er nicht so recht gewachsen. Er tut, was ein Profi des öffentlichen Auftritts nicht tun würde: Er legt nach.
Greta Thunberg, so meint er, sei „die mächtigste Frau der Welt“. Und er hat noch mehr wirre Behauptungen auf Lager: „Die will unsere Wirtschaftsordnung umkrempeln.“ „Die Forderungen der Bewegung laufen darauf hinaus, daß wir die Welthandelsordnung auflösen. Wenn das passiert, dann haben wir nicht Millionen, sondern Milliarden Tote. Das läuft auch auf einen dritten Weltkrieg hinaus, wenn das passieren würde.“
Die „Welthandelsordnung“ wird allerdings nicht von Greta Thunberg aufgelöst, sondern von Trump. Eine groteske Verwechslung aber auch!
Lustig ist er nur dann, wenn er es wirklich ernst meint. Dann wird‘s schlimm für ihn. Als Verschwörungsparanoiker wird der Satiriker zur Lachnummer.
Für einen Witz hält der auch das: „dass ich meine Tochter unterstütze und deshalb ihr Zimmer nicht heize“.
Dümmer geht immer. Zum Beispiel könnte er ja voraussagen: Wenn das Atomkraftwerk Wyhl nicht gebaut wird, gehen 1980 in Baden-Württemberg die Lichter aus.
Dieter Nuhr hält sich für einen Skeptiker. Doch die Skepsis des Ahnungslosen ist die Leichtgläubigkeit.

„Das muß ja mal jemand sagen dürfen“

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