Holz-Tagung 2021

Auf diese Veranstaltung wurde ich hingewiesen:
Die Gesellschaft für dialektische Philosophie erklärt:

Die diesjährige Hans-Heinz-Holz-Tagung findet aufgrund der Corona-Pandemie online auf Zoom statt.
In diesem Jahr widmen sich die ReferentInnen auf der Tagung dem Zusammenhang von Natur – Mensch – Technik im Werk von Hans Heinz Holz und seinen aktuellen Bezügen zur ökologischen
Seite der gesellschaftlichen Reproduktion. Es soll dabei der Fragen nachgegangen werden, wie Holz gegenständliche Tätigkeit, Arbeit und Praxis im offenen System des historisch-dialektischen Materialismus verortet und welche philosophiehistorischen und wissenschaftlichen Quellen er sich hierfür kritisch aneignet. Darüber hinaus sollen die
kategorialen Bestimmungen mit aktuellen Problemstellungen einer nachhaltigen, ökologischen Politik und dem Entwicklungsstand der
Kognitionswissenschaften konfrontiert werden.
Link zur Konferenz

Hans Heinz Holz (1927-2011) habe ich drei mal live erlebt: Bei einer Veranstaltung der Partei in Hamborn, beim UZ-Fest in Dortmund und beim DKP-Parteitag, wo ich, ebenso wie er, Delegierter war.
Hans Heinz Holz war ein quicklebendiger, fröhlicher Philosoph, Verkünder einer heiteren Dialektik.

The Medium is the Message

Begrifflichkeiten der Kunst(-Geschichte): The Medium is the Message.
Hier hat sich die Botschaft völlig im Blau aufgelöst.
Der von dem Medien- und Kommunikationstheoretiker Marshall McLuhan (1911-1980) geprägte Satz „The Medium is the Message“ ist schwer zu erklären. Versuchen Sie es doch einfach mal anhand dieses Bildes.
Ob der Satz authentisch so heißt oder „The Medium is the Massage“ ist nicht eindeutig. 1967 erschien das Werk, der Schriftsetzer hatte sich vertan und aus „Message“ „Massage“ gemacht. McLuhan autorisierte den Setzfehler: „Lasst es so! Es ist großartig und genau richtig.“

Der Satz ist nicht zu verwechseln mit der unsinnigen Behauptung „Der Weg ist das Ziel“. Da könnte man ja auch sagen „Die Straßenbahn ist die Haltestelle“. „Der Weg ist das Ziel“ ist wohl eher ein Slogan für Erfolgsmenschen in ihrer Freizeit.

Strukturalismus

Begrifflichkeiten der Kunst(-Geschichte): Strukturalismus
Bretter, die nicht die Welt bedeuten, sondern das Überschreiten einer Tiefbau-Stelle (Bau-Tiefstelle) möglich machen, beschritten von Menschen (Menschen wie Du und Ich).
Und nun: Eine Struktur sagt mehr als tausend Bilder.

(Das Motto dieser Serie: Kunst falsch erklären, damit sie richtig verstanden wird).

So kann man es auch sehen.

Adorno hatte recht


Ich weiß nicht, ob das Haus Ruhrtal überhaupt noch steht. Ich muß mal nachgucken gehen.
Was aber hat Adorno damit zu tun?
Ein wenig tiefer in die Zusammenhänge werden Sie eingeführt in meinem Buch Wir bleiben im Bahnhof (Situationspresse 2013), Kapitel „Wechselstrom oder Die Liebe in den Zeiten des Telefons“ (Seite 192 – 210).
Also, so richtig wird das mit Adorno/Haus Ruhrtal, Haus Ruhrtal/Adorno dann doch nicht klar. Aber wenn Sie die Geschichte gelesen haben, werden Sie sagen: „Das ist die schönste Liebesgeschichte, die ich je gelesen habe.“
(Wenn Sie schlau sind, wenn Sie zu schlau sind, dann wissen Sie, daß „Wechselstrom oder Die Liebe in den Zeiten des Telefons“ hier im Weblog schon mal als Fortsetzungsgeschichte erschienen ist – als „Weihnachts-Porno“).

Heute ist Adorno-Tag

Im Radio heute „Stichtag“ (WDR 2). Einer, der keine Ahnung hat, hat sich bei Wikipedia und Google ein bißchen vorbereitet.

Ich erinnere an ein Buch:

Marvin Chlada: Dialektik des Dekolletés. Zur kritischen Theorie der Oberweite. Alibri Verlag 2006. 128 S.

Bitte achten Sie mal darauf, welches Bild die Dame da an ihren Busen drückt.
Der Verlag hat das Wort:
„Ausgehend von der ‚Busen-Attacke‘ auf Adorno im April 1969 sichtet er die Fülle an Material, die der Kult um die Oberweite bis heute hervorgebracht hat.“

Die „Busen-Attacke“ war die peinlichste, dämlichste Aktion der Studentenbewegung, markiert den Anfang vom Ende der APO und offenbart ein falsches Verständnis von Sex.

An einer Stelle in dem Buch werde ich zitiert. Kommentar einer meiner liebsten Freundinnen: „Das erstaunt mich, weil du doch eigentlich gar kein Titten-Fetischist bist.“

Das Buch gibt es nur in der Buchhandlung Weltbühne, auch im Versand. NUR BEI UNS.

God old everlasting Sternbuschweg, Januar 2019

(Bild anklicken zum Vergrößern).
Ich will Ihnen mal erklären, warum am 1. Juni 2012 dieses Weblog begonnen wurde. Ich brauchte ein Medium, in dem es möglich ist, 50, 60, 80 oder noch mehr Bilder vom Sternbuschweg unterzubringen. In der Zeitung würde das zu viel Platz wegnehmen.
Schon des öfteren habe ich Ihnen Aspekte des Sternbuschwegs nahegebracht. Aber jetzt geht es richtig los. In jedem Monat soll ein Notat dieser Straße gewidmet sein.
Der Sternbuschweg ist – neben dem Kalkweg, der Lotharstraße und anderen – eine meiner Lieblingsstraßen.
Der Sternbuschweg läßt viele Fragen offen. Proletarisch oder bürgerlich, und, wenn ja, großbürgerlich oder kleinbürgerlich? Oder feudal? Hilft er uns, uns selbst zu erkennen?
Aber in einer Grundfrage der Philosophie ermöglicht er eine eindeutige Antwort: Woher kommen wir und wohin gehen wir?
Wir kommen von der Kreuzung Mülheimer Straße und gehen zum Grunewald. Oder eben umgekehrt.
Heute ist es umgekehrt. Dieses Foto, das herbstliche Trübnis zeigt (aufgenommen am 26. Oktober 2013), entstand am Grunewald. Ortskundige haben das erkannt.
See you again and again on the everlasting, happymaking Sternbuschweg.

Bücher im Jahr der Jahrestage (c)

Man wird nicht zu Unrecht einwenden, daß jedes Jahr seine Jahrestage hatte und haben wird. Das soll uns nicht abhalten.

Dietmar Dath: Karl Marx. 100 Seiten. Reclam Verlag 100 S. 11 Abb. und Infografiken. 10 Euro
So spricht der Reclam-Verlag:
Im Januar 2009 wurde Dietmar Dath vom Spiegel gefragt, ob er für die „Beseitigung des kapitalistischen Systems“ sei. Seine Antwort: „Absolut.“ Mit diesem Beitrag zu Karl Marx’ 200. Geburtstag hat Dath nicht nur ein äußerst persönliches Buch über Marx geschrieben, sondern eines, das in seiner Klarheit und Dynamik gleichzeitig eine brillante Einführung in die Marx’sche Lehre und deren Nachwirkung bietet. So zeigt er unter anderem, dass Marx das zu Bekämpfende immer zuerst einmal verstehen will und sich stets an der Praxis orientiert – zwei der vielen Gründe für seine anhaltende Aktualität.

Bitte bestellen Sie dieses marxistische Buch in der marxistischen Buchhandlung Weltbühne (auch im Versand möglich – auch ins Ausland).
Bitte bestellen Sie alle Bücher, die Sie brauchen (für Ausbildung, Beruf, Studium etc.) in der Buchhandlung Weltbühne.
WELTBÜHNE MUSS BLEIBEN.

Foucault läßt uns denken

Foucault gibt uns zu denken.

Ein (zumindest mir) unbekannter Künstler nutzte einen Verteilerkasten auf der Friedrich-Wilhelm-Straße (vor dem Lehmbruck-Museum), um die Aufmerksamkeit auf den französischen Philosophen zu lenken.
Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, was der Künstler mit seiner Collage mitteilen wollte: daß er den Foucault nicht verstanden hat?
Das ist übrigens nicht die einzige Mitteilung zu diesem Thema an öffentlichen Duisburg-Flächen. Gucken Sie mal hier.