Neu in der Situationspresse: Juno

Neues über den Juni? Oder Neues über die Juno?
Und schon wieder ist eine Miniarür (Miniature) entsprungen (entstanden):
Helmut Loeven: Juno. Situationspresse 2022, Broschüre (Din A 5-Format). 40 Seiten (mit zahlreichen Abbildungen diverser Art (mehr Bild als Text – aber: Wo hört Text auf, wo fängt Bild an? Anders gefragt: Wo hört Bild auf, wo fängt Text an?).
Erinnerungen und Assoziationen, Gedanken und Elfmeter, Skizzen und Ideen, Notizen und Einfälle aus einem schönen Monat (Juni 2022), in alle Richtungen zeigend. (Lassen Sie sich nicht einreden, daß man NACH VORNE schauen soll. Schauen Sie lieber überall hin).
Blicke nach innen:
Look inside, inner Light.
Diese Broschüre (zu betrachten gleichwohl als Werk der Literature und als Werk der Bildenden Kunst) ist hineingestellt in die Reihe Neue Flug/Flux-Blatt-Zeitung und ist in dieser Reihe die Numero 4.
Unter der Internationalen Standard Buch-Nummer (ISBN) 978-3-935673-50-1 im Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB) verzeichnet und somit in jeder Buchhandlung auf der ganzen Welt bestellbar, aber besser direkt in der Buchhandlung Weltbühne, Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg
bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de
kostet 5 Euro (Versand im Inland portofrei).
Stefanie, Huckingen, Radetzki, D-Bahn, Buchholz, 9-Euro-Tick, Materielle Welt, Kumquats, Gaby, Kaiserberg, Strelau, Elvira, Fülberth, Trikont, Ruhrort, Kuba, Liebeskunst, Godard, Lotharstraße, Hut-Film, Reuaneda Nessikledan, Gramsci, Dylan.
Siehe auch: November.

Fest der Vielen

Mit dieser Erklärung wird zum Fest der Vielen eingeladen:

Fest der Vielen | Umkämpfter Stadtteil – Geteilte Geschichten
Drei Tage umsonst & draußen Rheinpark Hochfeld
Das Fest der Vielen ist ein Fest der Solidarität und der Begegnung. Der Rheinpark, in direkter Sichtweite der „Brücke der Solidarität“, steht ein Wochenende lang unter dem Motto der Solidarität, um ein deutliches Zeichen gegen Ausgrenzung und gegen den alten, und gegen den neuen Rassismus zu setzen. Das Festival stellt aber vor allem die Frage nach dem, was uns vermeintlich trennt und dem, was uns vor allem verbindet. Denn wir sind Klasse!
Wir wollen ein Bewusstsein schaffen, für prekäre und meist unsichtbare Lebensrealitäten: Für Betroffene von Diskriminierung, Rassismus, Zwangsräumung und Polizeigewalt, Erwerbslose, Ausgebeutete und alle Menschen, die am Existenzminimum leben müssen.
Wir setzen uns für die Menschenwürde und gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben ein. Denn Armut und soziale Ausgrenzung sind gewollt. Lasst uns daher wieder gemeinsam die soziale Frage stellen: Warum geht’s den einen gut und den anderen schlecht?
Fangen wir jetzt und hier in Duisburg Hochfeld damit an!
Lasst uns die solidarische Gesellschaft der Vielen verwirklichen!
Wir wollen für ein Gefühl und eine Haltung der Verbundenheit, trotz unterschiedlicher Prägungen und Privilegien, werben. Es geht nicht nur um Solidarität unter Vertrauten und Freund:innen sondern um Solidarität über Klassen- und Kulturgrenzen hinweg. Dafür steht das Fest der Vielen – konkrete Solidarität, miteinander reden, Probleme verstehen, handeln, Veränderung schaffen.
Mit vielen Gästen, mit kulinarischen und kulturellen Genüssen, Livemusikprogramm auf der Bühne und einer zentralen Podiumsdiskussion gehört der Rheinpark ganz der Nachbarschaft, die Hochfeld tagein und tagaus lebendig halten. Daneben werdet Ihr auf dem weiträumigen Gelände mit Duisburger Initiativen an ihren Infoständen ins Gespräch kommen können. Auch für die Jüngeren ist mit einer Kinderbetreuung gesorgt.
Unser Fest ist nicht kommerziell und wir sind auf den Getränkeverkauf angewiesen.
Wenn Ihr Euch an der Orga oder an dem Tag selbst einbringen wollt, dann schreibt uns einfach an, am besten unter kontakt@sgdv.org
Wir bedanken uns für die freundliche Unterstützung und finanzielle Förderung bei:
Amadeu Antonio Stiftung +++ Förderfonds Interkultur Ruhr +++ Fonds Soziokultur e.V. +++ Fritz Cola +++ Kulturbeirat der Stadt Duisburg +++ LAG Soziokultur +++ Wirtschaftsbetriebe Duisburg

Noch mehr Information (Programm, Anfahrt, Kontakt etc.):
http://festdervielen.de/

Bitte, liebe Leute, unterstützt diese Initiative. Geht da hin.
Aber macht bitte auch am Sonntag einen Abstecher zum Ruhrorter Kunstmarkt.
Wir haben überlegt, an welcher dieser beiden Veranstaltungen wir uns mit einer eigenen Präsentation beteiligen, und wir haben uns für den Ruhrorter Kunstmarkt entschieden, mit dem wir traditionell verbunden sind.
Also: EIN Wochenende mit ZWEI Ereignissen, von denen man KEINS VERPASSEN darf !!

Freut euch auf den Ruhrorter Kunstmarkt

Am kommenden Sonntag (21. August 2022) ist es endlich wieder so weit.
Dann findet das Ruhrorter Hafenfest statt, und in dessen Rahmen der traditionelle Ruhrorter Kunstmarkt, und wir (die Drei-Einigkeit Buchhandlung Weltbühne / Der Metzger / Situationspresse) sind wieder mit einem eigenen Stand vertreten.
Auch der Foto- und Universalkünstler Werner Muth ist mit auf unserem Stand vertreten.
Hier das Plakat:
Also von 11 bis 18 Uhr.
Und so sieht der Stand aus, den wir mit Idee ausfüllen:
Kommt und freut euch mit uns über den schönen Neumarkt mit dem schönen Ruhrort drumrum.

Serie: Vielsagende Verteilerkästen

Daß ein Verteilerkasten in der gegenwärtigen Entwicklungsphase der Menschheit (in hochentwickelten Industriekontinenten) unbesprüht überhaupt (weiter-)existieren kann, wird niemand annehmen. Jedoch sind solche „Umgestaltungen“ in 95 bis 99 Prozent aller Fälle der Kategorie „pure Sachbeschädigung“ zuzuordnen (Um? ja. Gestaltung? nein).
Doch dann & wann läßt sich art brut entdecken, ein Talent, eine Fläche so zu gestalten, wie das Leben zu gestalten wäre: mit Sinn und eruptiver Phantasie, mit Ästhetik und Verstand (und, wenn’s geht, auch das Verstehen von Farbe).
Sehen Sie selbst.

The Road that I rode

Sonntag, 7. August 2022

Quer: die Kaiserswerther Straße. Geradeaus: Das letzte Stück der Neuenhofstraße. Schauen Sie mal genauer hin:

Die Schranke wurde geschlossen, zwei Autos mußten stehenbleiben für die Mannesmann-Werkseisenbahn.
Das war mal eine der schwärzesten Ecken von Duisburg. Auf der (von hier aus gesehen) linken Straßenseite die Chemiefabrik Curtius (Schwefelsäurefabrik). Die hatte keine gemauerten Schornsteine, sondern in den Himmel ragende Eisenrohre. Je nachdem, wie der Wind stand (etwa: von Nordwesten) konnte er einen fast ersticken lassen. Oder der Wind kam aus Südwesten, von Berzelius (Zinkhütte). Darüber beklagte man sich nicht. Die Leute spürten instinktiv, daß es schlimmer für sie werden würde, wenn die Schornsteine nicht mehr rauchen.
Die Kaiserswerther Straße folgt in ihrem Verlauf, ebenso wie die nur einen Kilometer östlich verlaufende Düsseldorfer Landstraße, einem alten Handelsweg aus der vorindustriellen Zeit. In den Tagen meiner Kindheit war dieser Abschnitt aber nur noch ein Feldweg.

Man wußte nicht, ob man bei der Firma Rüsen Küchen kaufen kann, oder bei der Firma Küchen Rüsen kauft. Um Klarheit zu schaffen läßt man Fahnen flattern.
Man sagt, bei Rüsen kriegt man Küchen gratis. Gehn’se mal hin und probiern’ses mal aus.

Industrie unter der Sonne.

Hier auch.

„The Road that I rode“ (that I walked). Rechts im Bild das riesige Gelände der früheren Kaserne der britischen Rheinarmee.

Am Horizonte: Mannesmann. Da hab ich mal gearbeitet. Ja, auch ich war mal Stahlarbeiter. Das erzähle ich gern.

Diese Landschaft kommt Ihnen bekannt vor? Siehe: Das Foto zum Zwanzigsten im Juni, Biegerhofpark. Hier ein paar Wochen später nochmal fotografiert.

Tango Fantastikum, Tango Bombastikum. Aus Huckingen kommend in Buchholz hineinfahrend wünscht man sich doch eine andere Symbolik!

Hier wohnt eine, die mich kannte.

Vorne: die Gleise. Dahinter: der Lärmschutz. Dahinter: die Gegenwart. Dazwischen: die Vergangenheit. Darüber: Die Oberleitung.

One foot on the platform, the other foot on the train …

6. August: Hiroshima-Tag. Zwei Bekanntmachungen

Das Duisburger Friedensforum (www.friedensforum-duisburg.de) veranstaltet anlässlich des Internationalen Hiroshima-Tages am 6. August eine Mahnwache im Innenhafen am Joh.-Corpitius-Platz und sandte folgende Pressemitteilung:

Pressemitteilung des Friedensforums Duisburg zu den Nuklearbomben-Abwürfen auf Japanische Städte
Hiroshima und Nagasaki mahnen: Atomwaffen ächten!
Mit dem Abwurf von Atombomben über die japanischen Städte HIROSHIMA und NAGASAKI am 6. August und 9. August 1945 verwandelten zwei Atombomben zwei japanische Städte zu atomaren Höllen. Zehntausende Menschen waren sofort tot. Bei Menschen, die sich im innersten Stadtkern aufhielten, verdampften die obersten Hautschichten. Der gleißende Blitz der Explosion brannte Schattenrisse von Personen in stehengebliebene Hauswände ein, ehe die Menschen von der Druckwelle fortgerissen wurden. Die überwiegend unmittelbar bei der Explosion freigesetzte nukleare Strahlung tötete in den Wochen darauf zahlreiche weitere Einwohner, die zwar nicht der unmittelbaren Druck- und Hitzewelle zum Opfer gefallen waren, jedoch tödliche Strahlendosen erhalten hatten. Insgesamt starben bei den Angriffen samt den Spätfolgen bis 1946 unterschiedlichen Schätzungen zufolge 90.000 bis 166.000 Menschen.
Am 8. Juli 1996 stellte der Internationale Gerichtshof in Den Haag in einem Rechtsgut-achten einstimmig fest, dass sowohl der Einsatz von Atomwaffen als auch die
Drohung mit dem Einsatz dieser Waffen generell völkerrechtswidrig ist. Die Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen ist aber ein Kernelement der Atomwaffendoktrin der NATO und damit auch Deutschlands, das überdies aktiv an der »nuklearen Teilhabe« mitwirkt und bis heute die Stationierung von US-Atomwaffen in Büchel zulässt. Aktuell wurden Pläne aus dem Bundesverteidigungsministerium vorgelegt, die Tornado-Kampfflugzeuge der Bundeswehr ab 2025, durch bis zu 93 Eurofighter-Jets zu ersetzen sowie 45 F-18-Kampflugzeugen von Boeing. Das US-Modell soll für den elektronischen Luftkampf sowie für die „Nukleare Teilhabe“ Deutschlands an US-Nuklearwaffen beschafft werden. Bewaffnete Drohnen stehen dem Militär in Aussicht.
Wir appellieren an die Bundesregierung, die katastrophalen und inhumanen Folgen eines Nuklearwaffeneinsatzes anzuerkennen und dem Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen (UN) beizutreten.
Das Friedensforum Duisburg ruft zur Teilnahme an einer Mahnwache im Gedenken an die Atombomben-Opfer am 6. August auf dem Joh.-Corpitius-Platz im Innenhafen zwischen 18:00 und 21:00 Uhr in der Duisburger Innenstadt, auf.
Nie wieder Krieg! – Keine Auslandseinsätze der Bundeswehr! – Keine US-Nuklearsprengköpfe auf deutschem Boden weder in Büchel oder anderswo! Dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag beitreten! – Atomwaffen ächten und abschaffen!

Die Erklärung der DFG-VK-Gruppe Duisburg (August 2007):
Das Zeitalter der Atombombe ist noch nicht beendet
Am 6. August 1945 zerstörte eine amerikanische Atombombe die japanische Stadt Hiroshima. Am 9. August 1945 wurde die zweite Atombombe über der japanischen Stadt Nagasaki abgeworfen. Durch die beiden Atomexplosionen kamen mehr als 100.000 Menschen ums Leben. In den Jahren danach – bis heute – haben die radioaktiven Spätfolgen vielen Menschen Krankheit und Leid gebracht, noch tausenden das Leben gekostet.
Mit dem Einsatz dieser fürchterlichen Waffe endete der Zweite Weltkrieg, und es begann ein neues Zeitalter. In den Jahrzehnten nach 1945 schwebte die Gefahr eines Atomkriegs als ein Damoklesschwert über der Menschheit.
Mit den Atombombenabwürfen – so wird gesagt – sollte der Zweite Weltkrieg zu einem schnelleren Ende geführt werden, und es sollte das Risiko einer verlustreichen US-Invasion in Japan vermieden werden. Doch der eigentliche Grund verbirgt sich dahinter: Nach dem Sieg über Nazi-Deutschland fiel die Anti-Hitler-Koalition, in der die Großmächte USA und Sowjetunion verbündet waren, auseinander. Die beiden Länder, die gegensätzliche Gesellschaftssysteme verkörperten, wurden zu Gegnern. Mit der Atombombe wollten die USA ihre Überlegenheit signalisieren. In Hiroshima und Nagasaki begann der Kalte Krieg.
Der Glaube, mit der Bombe ein politisches und militärisches Druck- und Drohmittel zur Durchsetzung ihrer weltpolitischen Ziele in der Hand zu haben, ließ die US-Administration eine Politik der Friedenssicherung durch Verhandlungen zugunsten einer „Politik der Stärke“ zurückstellen. Mit der oft beschworenen „sowjetischen Gefahr“ war immer die Infragestellung des Hegemonialanspruchs der USA und der Zukunftsperspektiven des kapitalistischen Gesellschaftssystems gemeint. Die US-Strategie der „Eindämmung“, des „Roll Back“ und der „Massiven Vergeltung“ basierte auf dem Atomwaffenmonopol der USA. Sie gründete sich auf die Voraussetzung, daß ein termonuklearer Krieg möglich, vorstellbar und vertretbar ist und daß er im klassischen Sinn gewonnen und verloren werden kann. Zu diesem Zweck wurde, erst recht nachdem die USA nicht mehr allein über Atomwaffen verfügten, die Atomwaffentechnologie weiterentwickelt: durch Atombomben-Flugzeuge mit großer Reichweite, durch mit Atomwaffen ausgerüstete U-Boote, durch Militärstützpunkte, Mittelstreckenraketen, Marschflugkörper, Interkontinentalraketen und schließlich durch das Programm der Weltraumrüstung SDI.
Die Bundesrepublik Deutschland wurde zum Vorposten der US-amerikanischen Atomstrategie. Allein die in der BRD stationierten Atomwaffen hätten ausgereicht, die gesamte Menschheit auszulöschen. Einigen Politikern reichte das nicht. Sie wollten die BRD selbst zur Atommacht machen. 1957 wurde die Frage der Ausrüstung der Bundeswehr mit Atomwaffen von der Bundesregierung aufs Tapet gebracht. Der seinerzeitige Verteidigungsminister Franz-Josef Strauß damals: „Ein Verzicht auf Kernwaffen unter den gegebenen Umständen … würde militärisch eine Preisgabe Europas an die Sowjetunion bedeuten.“
1958 heißt es in einer Entschließung des Deutschen Bundestages, es sei notwendig, „daß die Streitkräfte der Bundesrepublik mit den modernsten Waffen so ausgerüstet werden, daß sie den von der Bundesrepublik übernommen Verpflichtungen im Rahmen der NATO zu genügen vermögen.“ Als 1968 der Atomwaffensperrvertrag abgeschlossen wurde, weigerte sich die Bundesregierung lange, diesem Abkommen, das die Weiterverbreitung von Atomwaffen einschränken sollte, beizutreten.
Der Kampf gegen die atomare Aufrüstung in den 50er und 60er Jahren war der Ausgangspunkt der Ostermarschbewegung, der Friedensbewegung, der Außerparlamentarischen Opposition und der systemkritischen Linken in unserem Land.
Mit dem Ende der Systemauseinandersetzung ist die Gefahr eines Atomkrieges keineswegs beseitigt. Heute verfügen mehr Länder über Atomwaffen als je zuvor, einige weitere Länder streben danach. Im Dauerkonflikt im Nahen Osten könnten Atomwaffen schon bald eine Rolle spielen.
In den sechs Jahrzehnten des „Atomzeitalters“ haben sich die USA stets geweigert, einem Abkommen beizutreten, das die Atombombe ächtet. Sie haben sich stets geweigert, sich zu verpflichten, Atomwaffen nicht als erste einzusetzen und nicht gegen Länder einzusetzen, die ihrerseits nicht über Atomwaffen verfügen und die USA nicht mit Atomwaffen bedrohen. Die USA beanspruchen für sich, Atomwaffen wann und gegen wen einzusetzen, wie es ihnen opportun erscheint. Der US-Kongreß beschloß, „das Sicherheitsdispositiv im gesamten Nuklearwaffenprogramm neu zu beleben und das Bekenntnis der Nation zur Aufrechterhaltung der nuklearen Abschreckungsfähigkeiten der Vereinigten Staaten zu erneuern“.
Das Atomzeitalter ist nicht beendet. Der Kampf gegen die Atombombe kann daher auch nicht beendet sein.

Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner
Gruppe Duisburg
c/o Buchhandlung „Weltbühne“
Gneisenaustr. 226
47057 Duisburg
E-Mail: info@dfg-vk-duisburg.de
Verantwortlich: Helmut Loeven

Demnächst in der Weltbühne: Deutschlands „Zeitenwende“

Demnächst in der Weltbühne: Jürgen Wagner: Im Rüstungswahn. Deutschlands Zeitenwende zu Aufrüstung und Militarisierung. PapyRossa Verlag 2022. ca. 170 S., ca. 14,90 €. Erscheint im Oktober 2022.
Die Bundesregierung hat das größte Aufrüstungsprogramm seit Jahrzehnten vom Zaun gebrochen. Diese »Zeitenwende« (Olaf Scholz) wurde schon vor dem russischen Angriff auf die Ukraine von langer Hand vorbereitet: Politisch durch immer offener artikulierte Großmachtansprüche; militärisch durch einen Umbau der Bundeswehr, bei dem die Bildung von Großverbänden im Zentrum steht; und industriell durch die »Agenda Rüstung«, die auf die massive Stärkung der Waffenindustrie abzielt. Demnach steht die »Zeitenwende« zwar in der Kontinuität dieser Entwicklungen, sie forciert sie aber in einem Ausmaß, das Deutschland nachhaltig zu verändern droht: Innenpolitisch ist mit einem deutlichen Erstarken des militärisch-industriellen Komplexes zu rechnen. Gleichzeitig wird das Land in die Riege der Top-Rüster aufsteigen und damit eine »Kultur der militärischen Zurückhaltung« wohl endgültig ad acta legen. Zugleich werden immense Ressourcen verschleudert, die dringend für die Bewältigung der zahlreichen Großkrisen – Klima, Gesundheit, Armut – benötigt werden. Deshalb ist es nötig, die Alternativen zu Aufrüstung und Militarisierung auszuloten.
Jürgen Wagner, Jg. 1974, ist Politikwissenschaftler und Historiker. Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Tübinger Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. Zahlreiche Veröffentlichungen.

Das Buch erscheint im Oktober. Um Vorbestellung wird gebeten.

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Bestellt Bücher in der Buchhandlung Weltbühne und sonst nirgends.
Vor allem das VERSANDGESCHÄFT müßte dringend erweitert werden.

Zögern Sie nicht. Helfen Sie uns mit Aufträgen.
WELTBUEHNE MUSZ BLEIBEN !

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Frauen spielen Fußball

Gestern Abend (Sonntag 31. Juli) fand im Londoner Wembley-Stadion das Endspiel der Frauen-Fußball-Europameisterschaft statt (England-Deutschland 2:1 n.V.). Der Bundeskanzler (Scholz heißt er) war auch im Stadion. In der Halbzeit-Pause sagte er Reportern, hier werde Weltklasse-Fußball gezeigt. Nach dem Spiel besuchte er das Team in der Kabine. Er hat nicht nur den Spielerinnen zur Vize-Meisterschaft gratuliert, sondern auch wiederholt davon gesprochen, daß es eine ungerechtfertigte Benachteiligung bei der Bezahlung der Fuballspielerinnen gibt, und er kündigte an, alsbald mit der Trainerin Martina Voss-Tecklenburg zu sprechen über die Überwindung solcher Ungerechtigkeiten.
Daß der Frauenbußball an Popularität gewonnen hat, dürfte klar sein. Hoffentlich spricht sich das bald auch mal beim Deutschen Fußballbund (DFB) herum. Der hat zu der gleichen Zeit des Frauen-Finales die erste Hauptrunde des DFB-Pokals (der Männer) terminiert. Jawohl! Zeitgleich! Vielleicht träumt mancher im DFB noch von der guten alten Zeit, in der es Frauen verboten war, Fußball zu spielen?