Das erste Plakat zur nächsten Wahl


Das erste sichtbare Plakat zur Europawahl 2024 ist von? (Da muß man sehr genau hinsehen).
Es wurde üblich, Wahlplakate an Masten in etwa drei Meter Höhe anzubringen. Sie werden dadurch vor der Beschädigung durch Entlanggehende geschützt. Allerdings ist dadurch auch die Gefahr gebannt, daß jemand lesen könnte, was drauf steht.
Ich verrate ihnen, was die Partei anscheinend vor Ihnen geheim halten wollte: Das ist ein Plakat von den Grünen. Das ist aus der Angabe der Internet-Adresse zu sehen, also dem (im wahrsten Sinne) Kleingedruckten.
„Machen, was zählt.“ In Versalien.
Donnerwetter! Was für eine Parole!
Wenn da „Richtig so!“ oder „Genau!“ stehen würde, hätte das Plakat mehr Aussagekraft.
In die optische Ferne gerückt eine Ansammlung von Punkten, was man für eine Ansammlung von Menschen halten kann. Fußballzuschauer? Winterschlußverkauf?

Also, wenn die Grünen ihre Politik so gestalten würden wie ihre Plakate – das wäre ja nicht auszudenken …

Kunst am Baum

Begrifflichkeiten der Kunst(-Geschichte): Kunst am Baum

Haben Sie sowas schon mal gesehen?
Nein. Sowas haben Sie noch nie gesehen.
„Wie kann man sich nur solche Lampen in die Wohnung hängen?“ hat jemand gedacht, und die dann folgerichtig auf die Straße gelegt.
Duisburg-Großenbaum, Lauenburger Allee.

Aus der Serie „Vielsagende Verteilerkästen, die uns viel sagen“ (10)


Erst stand da: „Free Gaza“.
Dann hat (wohl jemand anders) hinzugefügt „from Hamas“ – und damit wohl die Intention des Zuerstschreibers konterkariert. Dieser Zusatz ist allerdings mit der Zeit verschwommen und kaum noch / gar nicht mehr leserlich.
Und zuletzt hat jemand (warum?) „Gaza“ überstrichen.

So ist die Lage:
Viele Leute, die nicht wissen, was sie tun.
Viele Leute, die nicht wissen, was sie sagen.
Viele Leute, die nicht wissen, was sie schreiben.
Viele Leute, die nicht wissen, was sie durchstreichen.