Der Minister Ben-Gvir verkündet sicherlich keine diplomatischen Stellungnahmen. Doch ohne Botschafter muß er nicht auskommen. Am äußeren Rand der Israel-Lobby (er)regt sich ein Fanatismus, der dem Antisemitismus nicht nachsteht.
Hier mein Kommentar von 2025:
Helmut Loeven:
Die Irre von Youtube.
Sarah Maria Sander kennen Sie nicht. Sarah Maria Sander nicht zu kennen ist eine Gnade. Diese Gnade wurde mir nicht zuteil.
Sarah Maria Sander äußert sich auf ihrem Youtube-Kanal. Sie behauptet „aus Israel“ zu berichten. Sie behauptet, zu „berichten“. Und sie kommentiert von zuhause aus.
In einem ihrer „Kommentare“ geht sie auf die TV-Journalistin Sophie von der Tann los. Sie behauptet, die Berichterstattung von Sophie von der Tann sei „tendenziös, einseitig, verzerrt“. Die Zitate und „Belege“, die sie dafür anführt, bestätigen diese Anwürfe nicht. Im Gegenteil. Die Ausschnitte aus den Korrespondenten-Berichten bieten dem Betrachter nicht im geringsten Anlass, ihr journalistischen Standard abzusprechen.
Sophie von der Tann gilt in Fachkreisen als hochqualifizierte Journalistin. Die ARD traute zurecht gerade ihr die schwierige Aufgabe zu, aus dem Krisengebiet Israel/Palästina zu berichten. Diese Einschätzung wird durch die Ausschnitte, die Frau Sander zahlreich zitiert, bestätigt. Sie sollen aber Sophie von der Tann in ein schlechtes Licht stellen. Darum wird ihr jedes Wort im Munde herumgedreht. Die Vorwürfe, die so „belegt“ werden sollen, erweisen sich als geradezu irrsinnig.
Frau Sander unterstellt der ARD-Korrespondentin, pro Hamas zu berichten. Belege dafür: keine Spur.
Frau Sander beschuldigt die ARD-Korrespondentin, sie fördere „den Hass auf Israel und den isrealbezogenen Antisemitismus“. Kein Wort aus den zitierten Ausschnitten belegt dies. Was Frau Sander der Frau von der Tann eigentlich übelnimmt: Daß sie (und damit die ganze ARD) keine Werkzeuge sind für eine ungehemmte Hass-Propaganda gegen das Palästinensische Volk und für das rechtsextreme Netanjahu-Regime. Frau Sander, die der Korrespondentin zwanghaft „Einseitigkeit“ vorwirft, wünscht sich eine andere Einseitigkeit. Weiterlesen

















