Campact appelliert zu appellieren

Campact schrieb mir heute:
Zwölf Cent. So viel bekommt pro Kilowattstunde, wer den Strom seiner Dach-Solaranlage ins Netz einspeist – fest zugesagt und planbar. Diese Sicherheit will Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) abschaffen. Auch Windräder könnten zum Risiko-Projekt werden. Das verhindert günstigen, sauberen Strom und hält uns abhängig von Öl- und Gas-Deals mit autoritären Regimen. In etwa zwei Wochen soll der Bundestag Reiches Anti-Erneuerbaren-Gesetze beschließen.
Doch zwischen Union und SPD knirscht es, und selbst in Reiches eigener Partei gibt es Widerstand. Daniel Günther, CDU-Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, hat Reiches Pläne in einem Brief an Kanzler Merz deutlich kritisiert. Letzten Freitag haben Tausende aus der Branche vorm Bundestag demonstriert. Mit Erfolg: Die Abstimmung wurde verschoben. Diese Zeit nutzen wir – und überzeugen die Abgeordneten. Denn auf sie kommt es an.
Dafür gehen wir dorthin, wo sie gewählt werden – in ihren Wahlkreis. Stell Dir vor, in den nächsten Tagen fordern überall im Land Menschen in den lokalen Büros von SPD und Union: „Lassen Sie nicht zu, dass die Energiewende scheitert!“ Solche Gespräche nehmen Abgeordnete mit nach Berlin. Können sie die Pläne nicht länger in ihrem Wahlkreis verkaufen, bestehen sie darauf, dass die Gesetze nachgebessert werden.
Die Abgeordneten sind nur noch für zwei Wochen im Wahlkreis, bevor sie in Berlin entscheiden. Nnutze diese Zeit und besuche das Büro Deiner*Deines Abgeordneten von SPD oder Union. Ob Bürgersprechstunde, eigener Termin oder spontaner Besuch: Bitte Deine Vertretung in Berlin, sich für die Erneuerbaren einzusetzen.
Persönlich vorbeikommen – das macht richtig Eindruck!
Ein direkter Besuch bei denen, die für Dich im Bundestag sitzen – davon lebt Demokratie. Und hier lohnt sich Dein Einsatz besonders. Denn die Abgeordneten sind in der wichtigen Frage nach sauberem Strom uneins. Du kannst einfach vorbeigehen, anklopfen und sagen, was Dir wichtig ist. Dafür musst Du kein*e Expert*in sein. Entscheidend ist, dass die Abgeordneten spüren: Ihr Wahlkreis schaut bei diesem Thema genau hin.
Dass Reiches Gesetze nicht längst beschlossen sind, haben wir gemeinsam erreicht. Über 700.000 Menschen haben sich mit einem Appell gegen die Pläne gewehrt. Den Entscheider*innen der SPD haben wir Zehntausende individuelle Plädoyers für die Energiewende geschickt. Im April standen wir mit 80.000 Menschen in vier Städten auf der Straße. Letzten Freitag zog die Branche nach: Unternehmer*innen, Beschäftigte, Gewerkschaften und Branchenverbände riefen gemeinsam zur Demo in Berlin.
Jetzt haben wir das entscheidende Zeitfenster gewonnen, um die Abgeordneten mit dem zu überzeugen, was am stärksten wirkt: persönliche Appelle aus ihrem Wahlkreis. Die nächsten zwei Wochen entscheiden, ob die Energiewende weitergeht oder Reiche die Bremse einlegt. Bitte geh zu Deiner*Deinem Abgeordneten und mach klar: Die Menschen in ihrem*seinem Wahlkreis wollen saubere, günstige Energie.
Herzliche Grüße
Verena Kraß, Campaignerin
PS: Du schaffst es nicht persönlich ins Wahlkreisbüro? Dann greif zum Telefon. Sag den Mitarbeitenden, die rangehen, wie wichtig Dir die Energiewende ist und dass erneuerbare Energien gefördert statt blockiert werden müssen. Sie tragen Deine Botschaft weiter. Oder bitte um einen Telefontermin mit der*dem Abgeordneten.

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