Der Publizist Michel Friedmann hat vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern empfohlen, die Grünen zu wählen.
Friedmann war einige Jahre stellvertretender Vorsitzender des Zentraslrats der Juden in Deutschland und Mitherausgeber der Wochenzeitung Jüdische Allgemeine. Er war jahrzehntelang Mitglied der CDU und zeitweilig Mitglied ihres Parteivorstands.
„Die Situation in unserem Land ist schwer, sie ist ernst, und was die Demokratie angeht, hochgefährdet“, sagte Friedman.
Aus seiner Sicht gebe es zwei Parteien, die nicht wählbar seien: die AfD und das Bündnis Sahra Wagenknecht. Friedman bezog sich auf die Ankündigung des BSW, sich möglicherweise bei der Wahl des Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt in einem entscheidenden Wahlgang zu enthalten und damit eventuell einem AfD-Politiker den Weg ins Amt zu ebnen. „Enthaltung ist Mittäterschaft“, sagte Friedman.
Friedman war 2025 aus Protest aus der CDU ausgetreten. Auslöser war eine Abstimmung im Bundestag, bei der ein von Friedrich Merz vorgelegter Fünf-Punkte-Plan für eine schärfere Migrationspolitik auch mit Stimmen der AfD beschlossen wurde – erstmals verschaffte die AfD dabei der Union im Bundestag eine Mehrheit.