Der Aachener Friedenspreis geht an Palestinians and Jews for Peace

Palestinians and Jews for Peace (PJFP) ist ein Freundeskreis aus palästinensischen, jüdischen und weiteren solidarischen Menschen, die sich in Köln für Frieden, Dialog und Gemeinschaft engagieren.
Die ehrenamtliche Kölner Initiative wurde nach den Terroranschlägen der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 gegründet und setzt sich für den Dialog zum Nahostkonflikt ein. Seitdem organisierte die Gruppe mehrfach Demonstrationen für den Frieden und initiierte Petitionen, wie etwa gegen einen Staatsbesuch des syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin. Auch organisiert sie Begegnungen und Aktionen, die gegenseitiges Verständnis fördern sollen. Sie wolle sich klar auf die Seite der Betroffenen stellen: „Wir stehen an der Seite von Menschen – nicht von Flaggen, nicht von Nationen und nicht vom Krieg.“ So wolle man den Diskurs in Deutschland verändern.
2026 wurde der Gruppe der Aachener Friedenspreis zuerkannt. Ausgehend von feministischen, emanzipatorischen Werten setze sie sich für einen differenzierten Dialog und einen mitfühlenden, respektvollen Umgang zwischen jüdischen und palästinensischen Menschen ein. Sie wolle das öffentliche Narrativ über den Nahostkonflikt verändern, weg von Polarisierung, der Gegenüberstellung von „Tätern“ und „Opfern“ und der Reduzierung auf „Juden vs. Palästinenser“. Stattdessen zeige sie auf, wie vielfältig und komplex die Realitäten, Erfahrungen und Perspektiven tatsächlich sind.

https://palestiniansandjewsforpeace.wordpress.com/

Demonstration Pro Peace von Palästinensischen und Jüdischen Freund*innen („Palestinians and Jews for Peace“). 2000 bis 3000 Teilnehmer. Köln, Ebertplatz 19. Novemver 2023
Foto: Nicola, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0

Siehe auch die Buchempfehlung: Bernd Drücke (Hg.): Die Kriegslogik durchbrechen! Graswurzelrevolutionäre Stimmen zum Gaza-Krieg.

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