Das steht in einem Zusammenhang mit einem Kommentar in der vorletzten METZGER-Ausgabe: Lina Ganowski kritisiert einen Trend in der Identitätspolitik: Der „westliche Blick“ auf weibliche Genitalverstümmelung sei „ethnozentristisch“, der „globale Norden“ bertrachte Praktiken im „globalen Süden“ aus einer „moralisch überheblichen Perspektive“.
( Lina Ganowski: „Das ist bei uns so Sitte“ in DER METZGER Nr. 162. Schlußsatz: „Das zieht sich durch die Geschichte der Emanzipationsbewegungen: das Mißtrauen gegen Zivilisation, Großstadt, Aufklärung, Urbanität, Moderne, Individuum. Stattdessen: die Suche nach dem Wilden ‚in uns‘.“).
Im Ernst: Ist die Globalisierung der wissenschaftlichen Medizin ein Akt des Imperialismus?