Ein hübsches Stückchen Landschaft, nicht wahr?

HuckingenFeldEin hübsches Stückchen Landschaft, nicht wahr?
Auf dem kurvigen Weg dort ist man unterwegs zwischen Großenbaum und Huckingen.
Doch jetzt habe ich in der Zeitung gelesen: Dort, genau dort soll gebaut werden (Wohnungen der Luxusklasse). Die Linken und die Grünen sind dagegen. SPD und CDU sind dafür.
Da das Angebot an Bauland im Düsseldorfer Norden die Nachfrage dort nicht befriedigt, spekuliert man darauf, daß die Leute in den Duisburger Süden gelockt werden können. Das halte ich für Quatsch. Die Leute wollen nicht in Düsseldorfer Norden wohnen, weil sie es im Düsseldorfer Norden so schön finden, sondern um nicht in Duisburg zu wohnen. Und das ist auch gut so.
Man soll an die infantilen Raff-Instinkte doch nicht appellieren („Will ich auch haben!“. In diesem Kontext: „Da will ich auch wohnen!“). Bringt den Leuten bei, daß eine Landschaft schön bleibt, wenn man sie verläßt und nach Hause geht, und nicht, wenn man sich in ihr ansässig macht und sie zu dem Behufe mit Baugeräten penetriert.
In einer Stadt, deren Einwohnerzahl in den letzten 40 Jahren um mehr als 100.000 zurückgegangen ist, weiterhin Fläche zu verbrauchen, ist eine imponierende Leistung in der Kunst des Nichtskönnens.
Die CDU ist dafür. Das wundert mich nicht. Die CDU ist immer für alles, was falsch ist.
Die SPD ist dafür. Auch das wundert mich nicht. Das liegt an der Beton-Affinität des sozialdemokratischen Kommunalpolitikers.
Der normale Politiker mißt seinen Erfolg an Direktmandaten oder Ehrendoktorhüten. Der sozialdemokratische Kommunalpolitiker mißt seinen Erfolg in Kubikmetern Betong. Sozialdemokraten tragen sogar Unterwäsche aus Beton.

MilserHotelGewichtIch bin es leid! Jetzt greife ich auch mal in die Landschaft!
Das Milser-Hotel wird farblich von Grund auf umgestaltet. Da kann der Milser noch so viele Gewichte hochheben!

8 Gedanken zu „Ein hübsches Stückchen Landschaft, nicht wahr?

  1. Das kann man so nicht sagen! Es fehlen einfach direktdemokratische Mechanismen.Münster und Dortmund waren zwei Städte die nach dem 2.Weltkrieg in ihrem Altstadtkern grösstenteils zerstört waren. In Münster hat die CDU regiert in Dortmund die SPD.
    -Dann fehlt eben die Direktdemokratie: eine starke Republikanische Partei nach US-Muster,ein Schweizer Freisinn des 19.Jhr.oder eine SVP.Mehr Jürgen Elsässer wagen sag ich da nur.(und dann entscheidet halt das Volk ob umgezont wird oder nicht).
    -In NRW ist die ÖDP sehr schwach.(ne FPÖ oder ein Franz Weber gibt es auch nicht).Liegt halt am Wahlvolk.
    -Das was als ästhetisch schön empfunden wird ist häufig zeit- und kulturabhängig.Die schönen Städte sind die Städte des Mittelalters,Städte der Renaissance der Neoklassik und des Jugendstils.All diese Architekturen sind durch starke Führer geprägt und gestaltet worden.Die Siedlungen des Mittelalters durch Fürsten,Ritter und Geistlichkeit aber auch Patrizier und Zünfte(z.B. die Zähringer oder Habsburger).Adel und Geistlichkeit gestalteten die Städte noch bis weit in das 19.Jhr. Napoleon prägte die Boulevards, Kaiser Wilhelm Städte wie Moers und Wiesbaden.Die Bischöfe von Salzburg förderten nicht nur einen Mozart….Auch die Diktaturen des 20.Jhr. prägten die Stadt und Landschaft.
    Dieses hübsche Stück Land ist ein Blick der Romantik.Du solltest dich mit der Alltagsgeschichte und Mentalitätsgeschichte beschäftigen(z.B. Ph. Ariès) und historische Geographie und Stadtgeschichte.Der romantische Blick ist für einen Bauhausaktivisten ziemlich unverständlich auch ein Ostasiate wird anders herangehen.

    • Man muß nicht „mehr Jürgen Elsässer wagen“, man könnte stattdessen den Mut zur Leerstelle aufbringen, indem man – aus Rücksicht auf den Leser – nach einem Satzzeichen die Leertaste betätigt.
      Die These, daß in der Bundesrepublik Deutschland im 21. Jahrhundert die Raumplanung eine Landschaft niemals verbessert, sondern nur ihre Verwertbarkeit, hat weniger mit Romantik, umso mehr mit Marxismus-Leninismus zu tun.

  2. Dann ist auch wichtig die Verbundenheit mit dem Boden,der Heimat,dem Eigenen der Landschaft,die Verwurzelung dies kann man christlich (Schöpfer) oder buddhistisch(Verminderung von Leiden) begründen.Hat man Achtung vor seiner Genealogie,das was die Vorfahren schufen und achtet man seine nachfolgenden Generationen.Gibt es eine Strategie der Unabhängigkeit,der Autarkie usw.?Freiheitlich verankert? Oder soll alles künstlich transformiert werden?Globalistisch? usw…….

  3. Ich habe jetzt noch ein wenig gesucht.

    1.) Wenn man baut muss verdichtet gebaut werden mit integrierten Ausgleichsflächen: Ökowiesen,Renaturierung,Urban Farming/Vertikal Farming integriert in die Wohnungen z.B.(Container/Aquaponic).Die Häuser sollten autark oder semi-autark sein.Ein Haus bedeutet noch lange nicht ökologische Verarmung,im Gegenteil es kann auch ein Lebensraum für mehr Arten geschaffen werden als vorher.(Insekten,Vögel,z.B. Schwalben und Störche,Amphibien).

    2.) Neubauten sollten immer auch Genossenschaftswohnungen beinhalten und Wohnungen für (deutsche) Obdachlose.

    3.)Postwachstumsideologie versus Wachstumsphilosophie
    https://www.youtube.com/watch?v=_H0XL09is8c

    https://www.youtube.com/watch?v=gKfiiS4UEqE

    http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/uk-parlamentarier-wir-werden-alle-tot-sein-bevor-die-royal-society-zugibt-unrecht-zu-haben/

  4. Gewerbefläche gehören möglichst unter den Boden. Dort wo möglich kann man auch Wohnungsgebiete mit Gewerbe mischen(hängt vom Gewerbe ab: Emmissionen und Lärm).Büros sollten gemischt werden mit normalen Wohungen usw..

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