Da kann man hingehen: Aufführung der Berliner Compagnie

Die Berliner Compagnie führt ihr Stück „Die Weißen kommen“ am Donnerstag, 15. November im Gemeindesaal Gustav-Adolf-Straße in Duisburg-Neudorf auf (eine Veranstaltung des Duisburger Friedensforums). Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Eintrittspreis: 10 Euro, ermäßigt: 8 Euro.


„Motiviert zu dem Stück wurden wir durch die Beobachtung, dass in der Öffentlichkeit ein großes Missverhältnis besteht zwischen einer durchaus starken emotionalen Betroffenheit aufgrund der von den Medien verbreiteten Bildern der Not einerseits und einer katastrophalen Unkenntnis der wirklichen Ursachen dieser Not andererseits. In Umfragen wird auf die Frage nach Instrumenten zur Bekämpfung des Hungers in der Welt fast ausschließlich Nahrungsmittelhilfe, Entwicklungshilfe oder bessere Regierungsführung genannt. Schlechte Regierungsführung geben in einer jüngsten Umfrage gerade die besser Verdienenden bei uns als größtes Problem der Entwicklungsländer an.
Die meisten Bürger bringen die elenden Zustände weder mit den augenblicklichen, von der EU und ihrer eigenen Regierung mitgesetzten weltwirtschaftlichen Regeln, noch mit der europäischen Kolonialgeschichte, noch mit ihrem eigenen Konsum oder Wahlverhalten zusammen.
Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO 2009) übersteigt die Zahl der Unterernährten erstmalig die Milliarden-Grenze. Ein Drittel von ihnen lebt in Afrika. Das Millenniums-Ziel, den Hunger in der Welt bis zum Jahr 2015 zu halbieren, wird ganz offenbar scheitern.
Wir möchten mit unserem Stück auf die externen Ursachen der Katastrophe in Afrika hinweisen und zwar auf diejenigen, die mit Europa zu tun haben, mit uns. Denn obwohl wir hohe Summen als Entwicklungshilfe an Afrika schicken, schädigen wir – bzw. unsere Regierungen, unsere Konzerne – auch ein halbes Jahrhundert nach dem Ende der Kolonialzeit offenbar weiterhin und auf verschiedene Weise unseren Nachbarkontinent.“ Berliner Compagnie

Da kann man hingehen: Konzert des Statt-Chors

Der rührige StattChor veranstaltet ein Konzert zum Thema Liebe.
Der 17. November – hat man vergessen zu erwähnen – ist ein Samstag.
Die Sankt-Anna-Kirche befindet sich am nördlichen Ende der Gneisenaustraße (kurz vor der Mülheimer Straße).
Die Kirche ist stillgelegt. Die Gemeinde gibt es nicht mehr.

Da kann man hingehen: „Wie kam Stalin an die Macht?“

„Wie kam Stalin an die Macht?“ ist das Thema in der Geschichtswerkstatt 2. Weltkrieg der Duisburger Volkshochschule am Sonntag, 4. November 2012 um 11 Uhr (morgens!) im Internationalen Zentrum, Flachsmarkt 15. Das ist sogar schon die 13. Sitzung dieser Veranstaltungsreihe! Geleitet wird das Seminar von Martin Clemens. Die VHS verlangt ein Eintrittsgeld von 5 Euro.


Einladungstext: Der 2. Weltkrieg ist ohne genaueres Studium der historischen Figur Stalin gar nicht zu verstehen. Mit diesem Namen verbinden sich nicht nur unerhörte Grausamkeiten in und außerhalb der Sowjetunion, sondern auch der Sieg der Roten Armee über dfie faschistischen Barbaren bis hin zur Teilung Deutschlands 1945 ff. Wir wollen in dieser Sitzung folgenden Fragen nachgehen: Welche Politik hat der Nationalitätenkommissar Stalin nach der Oktoberrevolution betrieben? Worum ging es bei dem Streit zwischen Lenin und Stalin anläßlich der Gründung der Sowjetunion 1922? Wie kam Stalin an die Macht? Zur Sitzung erscheint ein Materialheft.


Zur Information weise ich nochmal hin auf das Buch
Domenico Losurdo: Stalin. Geschichte und Kritik einer schwarzen Legende. Mit einem Essay von Luciano Canfora. Papyrossa Verlag 2012. 452 S. Pb. 22,90 Euro, zu bestellen (anständigerweise nirgendwo anders als) in der Buchhandlung Weltbühne (auch im Versand). Weltbühne muß bleiben!

Da kann man hingehen: Pelikans 40-Jahre-Bühnenjubiläum

Am Sonntag, 18. November 2012 im Grammatikoff, großer Saal (Dellplatz 16 A, 47051 Duisburg).
Einlaß ist um 19.30 Uhr. Beginn: 20.00 Uhr

Mit „A.S.H.Pelikan and The Penguins of Pop“ featuring Tom Dudda (Baß), Rolf Maibaum (Gitarre), Andreas Köhne (Schlagzeug). Besondere Gäste: Jupp Götz (Gesang), Anja Lerch (Gesang), Georg Mahr (Keyboards), Stefan Nern (Mandoline)
Vorverkauf: 9 € (Grammatikoff, Steinbruch). Abendkasse: 12 €.

Tag des offenen Ateliers

Eigentlich: Zwei Tage (Samstag, 27. und Sonntag, 28. Oktober, jeweils von 12 bis 18 Uhr). Da kann man in ein paar Dutzend Duisburger Künstler-Ateliers sich alles angucken und die Künstler von der Arbeit abhalten.
Ich gehe am Samstag (wenn nichts dazwischen kommt) dahin, wohin ich so eingeladen werde:
„Liebe Freunde und Kunstinteressierte,
am 27./28. 10.2012 jeweils von 12-18 Uhr findet wieder der Tag des Offenen Ateliers in Duisburg statt.
Die Gruppe Hertz stellt alte und neue Werke im Haus Kaminski, Am Tannenhof 44, Nähe Wedauklinikum, aus.
Neben Malerei und Keramik, Experimenten in Darstellungstechniken sind unter dem Motto ‚textiler Aufbruch‘ Werke meiner ‚weichen‘ Kunst zu sehen.
Ältere Stickbilder, noch streng an Form und handarbeitliche Technik gebunden, werden von freieren Arbeiten abgelöst, neben dem Bestricken von Alltagsgegenständen und dem laufenden Projekt:’Da staunst du Bauklötze, wir bauen ein Haus‘, das auf einem betroffenenorientierten Ansatz zur Selbstbestimmung Psychiatrieerfahrener basiert und durch die Gruppe PSYCHOAKTIV dokumentiert wird, dehnt sich mein gestalterisches Interesse von der Strickwolle auf andere textile Materialien und Techniken aus.
Ich hoffe, ich habe Euer Interesse geweckt und Ihr findet den Weg zu unserer Ausstellung.
Also, bis dahin
Eure Luette“
Warum ich da hingehe? Ich war voriges Jahr auch da, und das war gut. Und ich ändere nicht gern meine Gewohnheiten.

Mit dem Hut ins Theater. Das ging.

Es ist also über die Bühne gegangen – über die Theater-Bühne am Sonntag, das Konzert der Peter Bursch All Star Band zur Feier des hundertjährigen Bestehens des Duisburger Stadttheaters. (Siehe Eintrag vom 17. Oktober).
„Bursch & Co ließen es so richtig krachen“, stand heute in der WAZ. „Musikalische Überraschungen gab es kaum, aber dafür sind solche Abende ja auch nicht da.“ Richtig. Gleichwohl wage ich zu sagen: sowas hatte das Stadttheater in hundert Jahren noch nicht erlebt.

Konzertfotos von den Acoustic Nights 2011

Die All Star Band, die es seit 20 Jahren gibt, ist spezialisiert auf Cover-Versionen von Rock-Klassikern (an diesem Abend solche der 70er Jahre). Die Cover-Versionen brauchen sich hinter den Originalen nicht zu verstecken. Da sind Vollblut-Musiker am Werk, „in die Jahre gekommen“, also zur Reife gelangt, die dem Publikum großes Können darbieten. Überraschung des Programms war das Mitwirken des Streichquartetts der Duisburger Philharmoniker bei zwei Stücken.
Das Lob der Sängerin Birgitt Theiss an das ganz besondere Duisburger Publikum war nicht bloß eine Höflichkeitsfloskel. Es stimmt. Mich erinnerte das an unsere „Heimspiele“ der Bröselmaschine.
Das Theater, der Tempel der Hochkultur, büßte nichts von seiner Noblesse ein, als es „so richtig krachte“. Wir haben nämlich die Welt verändert.
Noch ein Klassiker (wenn ich so sagen darf), ein optischer war mein Filmchen „Kö“, das in Endlosschleife auf drei Monitoren im Foyer lief. Da standen tatsächlich Scharen von Leuten staunend und amüsiert davor. Dabei ist da doch nix anderes zu sehen als eine Straße immer wieder rauf und runter.

Hut-Film „Kö“

Hinterher Empfang auf der Bühne. Alles schwarz, der Boden, die Decke, die Wände, und riesig: eine Halle um ein Vielfaches größer als der Zuschauerraum, so funktional (und darum so schön) wie eine Fabrikhalle. Soetwas habe ich zum letzten Mal gesehen, als ich bei Mannesmann war. Man fühlt sich wohl in einer Atmosphäre der Leichtigkeit nach der Anspannung.

Da ist man ja froh, wenn man zum Ehrenmann befördert wird, in dem Eintrittspreis von nulleuronullundnullzig die Gebphren enthalten sind und man dann noch in einem Raum eingeladen wird, in dem ein Büffet steht. Spargel gab es natürlich nicht.

„Du kommst doch auch zum Weihnachtskonzert“, fragte mich der Akkordeonspieler der Band Barney Brands (gemeint: die Acoustic Nights 2012 im Steinhof). Würde ich gern. Mal sehen, was sich ergibt.

 

Mit dem Hut ins Theater. Das geht.

Das Duisburger Stadttheater gibt es seit hundert Jahren.
Darum: ein Festprogramm.
Darin: eine 70er-Jahre-Show mit der Peter Bursch All Star Band, am Sonntag, 21. Oktober 2012 um 18 Uhr.
Teil der Show: Der Film „Kö“, mein Opus aus dem Jahre 1978 (Hut-Film, 10 Minuten).

Als die Kö noch schön war

Da werden die Leute sagen: „Hut-Film? Kennen wir doch noch aus dem Esch-Haus.“

Stecken immer noch unter einer Decke: H.L. und Peter Bursch

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Da kann man hingehen: Pelikan liest im Grammatikoff

Jetzt kommt der vierfache Genitiv:
Zur Feier des 30. Jahrestages des Erscheinens des Buches „Herzlichen Glückwunsch“ von A.S.H. Pelikan liest der Autor aus diesem ungewöhnlichen Buch vor, und zwar am Sonntag, 7. Oktober 2012 (also von hier aus gesehen: morgen) um 20 Uhr im Grammatikoff (vormals: Hundertmeister) am Dellplatz.


Wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt, dann war „Herzlichen Glückwunsch“ die letzte Veröffentlichung des Otz-Verlags, über den noch zu berichten sein wird. Ich behaupte kühn: Der Otz-Verlag und seine Autoren (von denen einer zu sein ich mich rühmen darf) waren nicht nur ihrer Zeit voraus, sie sind auch 30 Jahre später der Zeit noch vorauser.
Das Foto auf dem Buchcover mit Pelikan (links) und Otz-Verleger Rammi (rechts) wurde nicht gestellt. Die standen einfach so herum, als die Kamera klickte.
Da ich morgen Abend „verhindert bin“ (so sagt man) und zu der Lesung nicht hingehen kann, sollten Sie da wenigstens hingehen. Und wenn auch Sie morgen „verhindert sind“ beziehungsweise dieser Hinweis für Sie zu kurzfristig kommt, dann kaufen Sie wenigstens das Buch. Wo? Wo wohl!

Wir waren auf der Libertären Medienmesse

Die 2. Libertäre Medienmesse fand an dem Wochenende von 24.-26. August 2012 in Bochum im Kulturzentrum Bahnhof Langendreer statt (s.u.).


Wir waren da. Die SITUATIONSPRESSE mit dem FLIEGENDEN KOFFER hatte einen Messestand.
Unser Stand war nicht sehr groß. Wenn man zu zweit mit der S-Bahn anreist, kann man eben nur so viel ausstellen wie man im Handgepäck transportieren kann. Aber das war schon ganz ansehnlich.

Messestand, von der Basis aus gesehen

Wir hatten auch nicht den idealen Standplatz: in „Saal 2“, und auf der Empore, also etwas abgelegen. Dieser Nachteil hatte aber auch einen Vorteil: daß man sich etwas abseits vom Geschiebe besser mit interessierten Leuten unterhalten konnte und die interessierten Leute mehr Ruhe hatten, sich unsere Exponate anzuschauen. Unsere direkten Nachbarn (sehr nette Menschen) waren der Verbrecher Verlag und Kinder des Sisyfos Freundeskreis Erasmus Schöfer (der war auch da).
Vorbereitung und Durchführung der großen Veranstaltung lagen in den Händen von nur wenigen Männern und Frauen, aber die haben das sehr gut gemacht. Alles hat geklappt, alles war gut vorbereitet, es gab keine Nervosität, keine Hektik und keine Pannen. Das Publikum war auch sehr angenehm. Die ungewöhnlichen und mitunter gewagten Angebote auf unserem Stand stießen auf viel Interesse und wenig Skepsis. Überhaupt lag Freundlichkeit in der Luft. Die Spinner, Umkehrprediger, Selbstdarsteller und Besserwisser, die eine solche Veranstaltung zwangsläufig auch anlockt, sind zumindest nicht bis zur Empore im zweiten Saal vorgedrungen.
So eine von A bis Z erfreuliche Veranstaltung erlebt man gern von Anfang bis Ende. Aber wir konnten leider nur an den ersten beiden Tagen dabeisein.
Eine dritte Libertäre Medienmesse in einem Jahr wäre zu wünschen. Sollte eine solche stattfinden, würde hier rechtzeitig auf sie aufmerksam gemacht, und wir wären, falls wieder willkommen, gern wieder mit von der Party.

P.S.: Dieser Auftritt war eine angenehme Kompensation für den Ausschluß unseres traditionellen Büchertisches vom Ostermarsch durch das Duisburger Friedensforum.

2. Libertäre Medienmesse

Die zweite Libertäre Medienmesse ist geplant und vorbereitet und wird stattfinden.
Und zwar vom Freitag, 24. August bis Sonntag, 26 August 2012 in Bochum im Bahnhof Langendreer.


Die Öffnungszeiten:
Freitag, 24. 8. 2012: 18.00 – 21.00 Uhr
Samstag, 25. 8. 2012: 10.00 – 20.00 Uhr
Sonntag, 26. 8. 2012: 10.00 – 16.00 Uhr
Die Situationspresse (als Verlag) und der Fliegende Koffer (als Künstler- und Autorenclique) sind mit einem Messestand vertreten (mindestens am Freitag und Samstag).
Weitere Informationen gibt es hier.