Der Wander-Zyklus hat begonnen

Wald-14-03-A Vorgestern: Der Wander-Zyklus hat begonnen – eigentlich zwei bis drei Wochen zu spät in diesem Jahr. „Man kommt ja kaum noch zu was.“
Wald-14-03-BManches Gesträuch ist schon in voller Blühte.
Wald-14-03-CWald mit Bahnanschluß.
Wald-14-03-DSoul!

Duisburger Wald bei Neudorf. Trüber Himmel im Vorfrühling.

Duisburger Wald bei Neudorf. Trüber Himmel im Vorfrühling.

So habe ich Ihnen das vor einem Jahr gezeigt.
Und so sah das vorgestern aus:
Wald-14-03-E(Bilder anklicken zum Vergrößern).

Die Gedenkfeiern haben begonnen oder Bezwinge sich wer kann

In diesem Jahr jährt sich zum hundertsten mal der Beginn des Ersten Weltkriegs. Auf dem Duisburger Kaiserberg (vormals: Duisserner Berg, dann in nationaler Gefühlsaufwallung in „Kaiserberg“ umbenannt, und so heißt er heute noch) befinden sich einige Monumente fragwürdigen Heldengedenkens (siehe Notat vom 13. Juni 2013).
„Bezwinge sich wer kann. Die Feder reicht nicht mehr, man muß zum Tintenfaß greifen.“ Oder zur Farb-Sprüh-Dose. So geschehen Ende Januar.
Kaiserberg07Kaiserberg06Kaiserberg05
Berichterstattung der WAZ am 31. Januar:
„Vandalen verunstalten Friedhof“.
Wie auch immer man die Leute bezeichnen mag, die der Nation ein Menetekel an die Wand schrieben: Die Zeitungsschlagzeile ist irreführend. Der eigentliche Friedhof, das Gräberfeld der 801 um ihr Leben gebrachten Soldaten blieb unberührt. Nur auf dem Feld davor wurden Parolen angebracht.
In dem WAZ-Artikel wird die in Stein gemeißelte, übersprühte Verhöhnung der Toten zitiert:
„Glücklichen Auges seid ihr gestanden, Brüder, geliebte, in feindlichen Landen“.
„Der Staatsschutz prüft nun,“ heißt es weiter, „inwiefern ‚…eine Gefährdung des demokratischen Rechtsstaates‘ oder auch eine ‚verfassungsfeindliche Verunglimpfung‘ vorliegt“. Indem dem Staat, der mal Deutsches Reich hieß und jetzt Bundesrepublik Deutschland heißt, das Recht abgesprochen wird, dann und wann mal eine Generation zu verheizen, fühlt er sich gefährdet.
„1921 wurde die Siegfried-Statue“ (Foto) „aufgestellt. Sie war vom Meidericher Bürger Hermann Ingenhamm in Erinnerung an seinen Sohn Johannes gestiftet worden. Johannes Ingenhamm liegt in Grab 102.“
Das ist ein Beispiel für das, was Mitscherlich „die Unfähigkeit zu trauern“ genannt hat. Für die deutschen Heldenväter sollten die Krepierten noch im Grab den Helden spielen.
„Was die Vandalen offenbar nicht wußten: Auf dem Ehrenfriedhof am Kaiserberg liegen nur Soldaten, die in Ersten Weltkrieg gefallen oder in Duisburger Lazaretten gestorben sind“, lautet die altkluge Belehrung durch die WAZ-Berichterstatter. Was die offenbar nicht wissen, ist, daß die Soldaten nicht irgendwie hingefallen, sondern im Dreck krepiert sind, und daß die Weihestätte verlogener Weihen seit Jahr und Tag Wallfahrtsort von Neonazis und nationalistischen Stolz-Deutschen ist. Solche haben – siehe Foto oben – mit schwarzweißrotem Tuche reagiert.

Zusammenfassung:
Vandalismus fand nicht auf dem Friedhof statt, sondern auf den Schlachtfeldern.
Auf dem Friedhof fand auch keine Schmiererei statt, sondern in der Zeitung.

Nachtrag:
Kaiserberg08Nur ein paar Stunden später: Es kann der frömmste Stolzdeutsche nicht in Kriegslüsternheit schwelgen, wenn es dem pazifistischen Vandalen nicht gefällt. Plötzlich war die Fahne weg!

Kaisergerg09Das ist der Teutoburger Wald,
Den Tacitus beschrieben,
Das ist der klassische Morast,
Wo Varus steckengeblieben.

Hier schlug ihn der Cheruskerfürst,
Der Hermann, der edle Recke;
Die deutsche Nationalität,
Die siegte in diesem Drecke.

(Heinrich Heine)

Herbstlicht

HerbstLicht1Die Händelstraße hat in wenigen Tagen die Farbe verändert (vergleiche „Foto zum Zwanzigsten“ unten).
HerbstLicht2Der Herbst hat nicht in jedem Jahr dieselben Farben. In einem früheren Jahr hatten alle Bäume auf der Lotharstraße im Herbst hellgelbes Laub, soweit man schaute. So habe ich das in den Jahren danach nie wieder gesehen. Auch im vorigen Jahr nicht.
HerbstLicht3Auch in diesem Jahr nicht.
HerbstLicht4HerbstLicht5Uni-Gelände.
HerbstLicht6Die Heinestraße ist auch so’ne Gelb-Straße.
HerbstLicht7Erinnern Sie sich an den Kirschbaum im Frühling?
Jetzt ist er errötet.

HerbstLicht8So hab ich das auch noch nie gesehen.
Achten Sie auf sowas? Achten Sie mal auf sowas.

Bilder von einer Wanderung

Weil letzten Samstag so ein schönes Spätsommerwetter war, entschloß ich mich: Nein, die Balkontür werde ich heute doch nicht streichen (sondern nächstes Jahr), und stattdessen unternehme ich heute noch einmal eine meiner Wanderungen.
KuH01Und wohin habe ich mich im menschenleeren Bus begeben? Zur Kupferhütte!
KuH02Strahlend der Himmel und finster die Industriekulisse. Links im Bild: Plakat zu einer Wahl, die vor Jahren stattfand.
KuH03Strandpanorama soll ein Lichtblick sein? Weghier.de (denkt vielleicht jemand. Ich nicht).
KuH04Die dahinschwindende Industrie läßt auch mal eine Lücke, in die ein Baukran paßt. Das Auto fährt dahin, wo niemand ist.
KuH05Blaues Schild: Lange Nacht der Industrie (oder: bange Nacht?).
KuH06KuH07KuH08Nasse Straße, obwohl es seit Tagen nicht geregnet hat.
KuH09KuH10Einige Verwaltungsgebebäude sind an zahlreiche kleine Firmen vermietet worden. Einige Fenster werden noch geputzt.
KuH11Hochspannung!
KuH12In diesem Kabüffchen konnte man sich besonders schön auf den Feierabend freuen (mit Thermoskanne).
KuH13You’ll never…
KuH14…never…
KuH15…never…
KuH16…reach the sky!
KuH17Alle Tore geschlossen.
KuH18Wo kommt denn der weiße Rauch her? Wurde da noch ein Papst gewählt? Reicht der eine nicht?
Oder hat der letzte beim Verlassen der Halle vergessen, die Industrie auszuschalten?
KuH19Da geht’s zum Rhein.
KuH20KuH21Die Montanindustrie rostet hier vor sich hin.
KuH22Wo kein Eingreifen der Verschönerung diente, entwickelt sich eine eigene Ästhetik – etwa, wenn die Vegetation sich selbst überlassen bleibt, oder, wie hier, die Ästhetik der Industrieanlagen und ihres langsamen Verfalls.
Niemand hat die Gebäude gebaut, die Rohre verlegt und die Wolken am Himmel zurechtgeschoben, damit es schön aussieht.

Das Foto zum Zwanzigsten

September-2011-IMG_8658Hüttenheim (Duisburger Süden), Hermann-Rinne-Straße, keine hundert Meter von Mannesmann entfernt.
Hier war ich mal Briefträger (offiziell: Zusteller), vier Monate lang. Dieses komische Haus gehörte zu meinem Revier. Und immer, wenn ich dieses Haus hinter mir hatte, wußte ich: Das meiste habe ich noch vor mir.

Vor der Wahl ist Quatschguerilla

Ba, wat is dat gemein!
Vorher:
AufklBT2013-3
Nachher:
AufklBT2013-2
Frage: Sollte man denn nicht das Recht der Parteien, sich selbst darzustellen, respektieren und es ihnen überlassen, für bzw. gegen sich selbst zu sprechen?
Allerdings: Wo die Quatschguerilla zuschlägt, herrschen deren eigenen Gesetze.

In diesem besonderen Fall hätte die beklebte Partei keinen Grund, sich zu beschweren, weil sie infolge der dezenten Umgestaltung in einem besseren Licht dasteht.

Be-An-Standung

BewohnerBeim Vorbeigehen an Parkverbotsschildern mag mancher Zeitgenosse sich Gedanken darüber machen, was der Unterschied zwischen Anwohnern und Bewohnern ist – abgesehen davon, daß diese Wörter verschieden betont werden.
Früher stand auf diesen Schildern „Anwohner frei“ – womit allerdings lediglich gesagt werden sollte, daß den Leuten, die anwohnen, der Parkplatz zur Verfügung steht, der Woanderswohnern versagt ist.
Doch dann irgendwann wurden (durch Überkleben von „An“ durch „Be“) „Anwohner“ in „Bewohner“ verwandelt, wobei, wie man sieht, auf die Schriftgröße keine Rücksicht genommen wurde. (Unten auf der Stange steht auch noch mal „BE“).
Es ist schon verwunderlich, daß die Stadt, die wegen finanzieller Klammheit nicht in der Lage ist, gefährliche Schlaglöcher und verschimmelnde Schulgebäude auszubessern, keine Kosten & Mühen scheute, auf schätzungsweise 35.000 Schildern das „An“ durch das „Be“ zu ersetzen.
Dem liegt doch bestimmt ein Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs zugrunde.

Und außerdem ist Prism watching you.

Und übrigens: Denkt dran: Kommt alle zu meiner Lesung am 5. November in der Spinatwachtel. Ich erwähne das deshalb hier nochmal, weil mit dem Erscheinen dieser heutigen Mitteilung der Hinweis auf meine Lesung auf die zweite Seite flutscht.

Das Foto zum Zwanzigsten

Juli2013-IMG_9603Großenbaum. Saarner Straße.
Sie könnten (am Zwanzigsten jedes Monats) der Eindruck haben, daß Duisburg eine doch recht schöne Stadt ist – wenigstens an ein paar Stellen.
Das sind aber nur die paar Stellen, die die Stadtentwickler bisher übersehen haben.

Da kommt einer die Straße entlang

Der ist vielleicht 16 Jahre alt, und der hat einen viel zu kleinen Kopp. Das kommt von der Optik. Der Kopp ist von durchschnittlicher Größe, sieht aber klein aus auf dem Zweieinhalbzentnerkörper. Er geht mit Trott-Schritten. Trott trott trott, als hätte er Rückenwind oder ginge einen abschüssigen Weg hinunter und müßte sich abbremsen. Die Unförmigkeit des Körpers wird durch die Unförmigkeit seiner Kleidung optisch unterstrichen. Man sagt, daß zu große Kleidung Dickleibigkeit kaschiert. Das funktioniert aber nicht bei dieser geschmackvollen Mode von heute. Ein Über-Angepaßter.
Und er frißt. Er reißt das Maul weit auf, damit viel hineingeht. Einen Berliner Ballen schafft der pro zehn Meter Weg. Aus einer großen Papiertüte hat er gerade den letzten Berliner Ballen entnommen, aber er hat noch eine zweite Tüte dabei, der er den nächsten Berliner Ballen entnimmt, obwohl der vorige noch nicht runtergeschuckt ist. In dem Tempo hat er die Tüte schon leer, bevor er die Ecke Kammerstraße erreicht, wo er sich in der nächsten Bäckerei mit einigen Tüten voller Berliner Ballen ausstatten könnte.
Dieser Jugendliche macht nicht den Eindruck, daß ihm der Verzehr von Berliner Ballen in großer Zahl Genuß bereitet. Wie soll das auch gehen? Wäre Genuß der Antrieb, würde einer reichen. Würde man sich auf mehr als eins – sagen wir mal: zwei Stücke Süßgebäck verlegen, würde der genußorientierte Mensch verschiedene Sorten wählen, also zu dem Berliner Ballen einen Amerikaner oder eine Schnecke. Variatio delectat, wie der Lateiner sagt. Wer das bedenkt, würde auch nicht aus purem Kohldampf zum Süßgebäck greifen. Wer dessen eingedenk ist, daß das Essen keine bloße Angewohnheit, noch nicht einmal eine reine Notwendigkeit ist, sondern darüber hinaus eine Beschäftigung, die Freude macht, nimmt zu einer Mahlzeit Platz und läßt sich nicht ablenken. Er konzentriert sich. Und überhaupt: Kuchen ohne Kaffee? Wohin soll das führen? Zum Süßen gehört der heiße, schwarze, ungesüßte, leicht bittere Kaffee, als Kontrast!
Ich mißtraue Menschen, die nicht genießen können.

Die Kö am Samstag

KoenigstrasseJusos in der SPD.
Ich ging vorgestern nichtsahnend die Königstraße entlang, und da waren Infostände angesammelt wie noch nie. Die ersten 200 Meter hatte die evangelische Kirche für sich in Beschlag genommen. Ein evangelischer Infostand nach dem anderen: Diakonisches Werk, Bank für Kirche und Diakonie, evangelisches Hilfswerk, evangelische Gemeinde, evangelische Frauen, evangelische Jugend, Kirchenkreis Nord, Kirchenkreis Süd, Kirchenkreis Mitte.
Und darum las ich erst: Jesus in der SPD.

Jasmin

Der Jasmin gehört zu meinen Lieblingen. Vor ein paar Jahren wurden in den Anlagen viele Jasminsträucher gepflanzt. Das war eine gute Idee. Einige dieser Sträucher sind prächtig gewachsen, drei oder vier Meter hoch.
Mein täglicher Weg führte an einem Jasminstrauch vorbei. Im Frühsommer blühte er. Die weißen Blüten zwischen den dunkelgrünen Blättern ergaben ein prachtvolles Bild, betont durch den bittersüßen Duft, den sie verströmten.
Vor ein paar Jahren wurden die Sträucher auf dem Mittelstreifen der Gneisenaustraße gestutzt (Ordnung muß sein). Die Folge war, daß andere, schneller wachsende Sträucher den Jasmin überwucherten. Das städtische Gewächsbeaufsichtigungsamt hatte mir die frühsommerliche Freude an „meinem“ Jasminstrauch genommen.

Jasmin1Auch Gewächse haben einen Lebenswillen. Der Jasminstrauch auf der Gneisenaustraße hat sich – jedenfalls auf die Dauer – nicht unterkriegen lassen. In diesem Jahr zeigte er wieder Blüten.
Während an Jasminsträuchern an anderen Stellen die Blütezeit zu Ende geht und sie die weißen Blütenblätter unter sich ausbreiten (Bild oben), sind an „meinem“ Strauch die Blüten jetzt erst aufgegangen.

Jasmin2Der Strauch mag nicht der prächtigste und blütenreichste seiner Art sein, hat aber seine eigene Kraft. Während ich bei den anderen Sträuchern mit der Nase dicht an die Blüten herangehen muß, weht mir bei ihm schon aus einigen Metern Entfernung dieser bittere, giftig-süße Duft entgegen, der mich betört.

Jasmin3
P.S.:
HolunderVon derselben Stelle aus gesehen: Der Hulunderstrauch mit seinen weißen Blütenständen (vor dem fast stets geschlossenen Sonnenschirm). Da wurden bis auf zwei Meter Höhe die Zweige abgeschnitten, damit die Holunderblüten dem Verbeigehenden bloß nicht zu nahe kommen! Sackgasse.

Der Krieg soll verflucht sein!

Was ist denn hier passiert?
Kaiserberg03Der Klotz auf dem Kaiserberg zum Gedenken an die „Helden“, die im Ersten Weltkrieg „auf den Schlachtfeldern Frankreichs“ abgeschlachtet wurden, ist zerlegt!
Der Heldengedenkklotz hatte schon Risse bekommen. Jetzt wurde er ordentlich auseinandergenommen. Unter dem granitenen Pathos kamen ordinäre Ziegelsteine zum Vorschein.
Der Klotz ist beziehungsweise war eins von einigen militaristischen Monumenten auf dem Kaiserberg. Er blieb nicht unversehrt – nicht nur von der Witterung, die an dem Stein nagte. Ein paar Jahre ist es her, da wurde er mit leuchtender Farbe beschriftet:
„Es gibt keine Helden im Krieg.“
Das wäre eine würdige Neugestaltung des Gedenkens gewesen. Doch wie man sich denken kann, wurde diese Inschrift alsbald entfernt. Antimilitarismus vollzieht sich in diesem Lande – auch nach einem zweiten Weltkrieg – stets am Rande der Legalität, oder jenseits davon.
Es gibt keine Helden im Krieg. Nur viele, die elend krepieren oder gerade noch davonkommen (wenn sie Glück haben mit beiden Beinen), und einige, die sich am Krieg dumm und dämlich verdienen – und die vielen, die nichts daraus lernen.
Dieser Steinhaufen, mit Bauzaun, sollte so bleiben als „Kriegerdenkmal“: als ein Häuflein Elend.
Doch bestimmt kommt da ein neuer Klotz hin. Dafür wird die SPD schon sorgen.

In den Boden eingelassen, in den Weg zum Klotz: Auftragsarbeit für einen Steinmetz.
Da wird der Spaziergänger zum Wanderer pathetisiert, und „Steh“ ist die Wanderervariante von „Stillgestanden“.
Kaiserberg04Für mich muß keiner töten.
Für mich muß keiner sterben.

Bilder von einer Wanderung

Die katholischen Hochfeste, die in den Frühling fallen, wenn es lange hell bleibt, und die zudem gesetzliche Feiertage sind, nutze ich für ausgedehnte Wanderungen durch Wälder, Felder und Siedlungen. So auch am vorigen Donnerstag.
Die dafür verwendete Zeit ist Arbeitszeit.
fl2013-01In dem Haus (in Mülheim) war ich mal zu Besuch (Ende Dezember 1968). Die Geschichte dazu erzähle ich vielleicht ein anderes Mal.
fl2013-02„Ich sage Ihnen Prost! Weil Sie da wahrscheinlich jetzt hingehen!“ (Hat mal ein großer Mann gesagt). Anklicken zum Vergrößern.
fl2013-03Pferderennbahn Mülheim Raffelberg. Da rennen Pferde (manchmal).
fl2013-04Das Wasserkraftwerk an der Ruhr, Mülheim Raffelberg.
fl2013-05Wo aus Wasser Kraft gewonnen wird, ist der Reiher auch nicht weit.
fl2013-06Nebenan: Die Ruhr-Schleuse. Enorme Kräfte! Damit das Wasser macht, was wir wollen!
fl2013-07Donnerwetter!
fl2013-08Wo die Ruhr eine Schleife macht, wurde ein „Schiffahrtskanal“ ausgebaggert, damit die Ruhrkähne den Weg abkürzen können. Sieht aber eher aus wie eine Landschaft für gemütvolles Herumspazieren.
fl2013-09Felder & Weiden auf der Ruhrinsel. Die Saat ist ausgebracht, die Kühe schlafen sicher schon (18.06 Uhr).
fl2013-10Das Gelände soll man nicht benutzen!
fl2013-11Es gibt Leute, die mir nicht glauben, daß der „Schiffahrtskanal“ (Richtung Mülheimer Ruhrhafen) noch von Frachtschiffen befahren wird. Das ist der Beweis! Kommt aber nur noch selten vor, wie es viele Dinge gibt, die nur noch selten vorkommen.
fl2013-12On the Road again! (Da geht’s nach Ruhrort).
fl2013-13Auch in diesem Haus am Schwiesenkamp war ich mal zu Besuch, und zwar Karnevalssonntag 1979, um dem Karnevals-Tralala zu entgehen. Damals lag in ganz Deutschland Schnee, und es gab Verkehrschaos,wie Sie sich wahrscheinlich erinnern. Die Frau, die da unter dem Dach wohnte (eine Schönheit!) ist später nach Aachen gezogen. Ob die immer noch in Aachen wohnt, weiß der liebe Himmel.
fl2013-14Dürrenmatt hat mal eine Geschichte geschrieben über einen Tunnel, in den ein Zug hineinfährt und nie wieder rauskommt. Daß es sich dabei um diesen Tunnel handelte, ist eher unwahrscheinlich.

1. Juni

Am 1. Juni 2012 startete das Weblog „Amore e rabbia“. Bis gestern waren es also 365 Tage mit 303 Notaten.
Das Versprechen, die Leserschaft mit Nachrichten, Reflexionen, Kommentaren, Widerworten, Wiederholungen, philosophischem Kabarett, Beobachtungen und Erinnerungen zu versorgen, wurde wohl ganz passabel erfüllt. Weiterhin wird garantiert für einseitige Beeinflussung und tendenziöse Berichterstattung. Wo ALLSEITIGKEIT entwickelt wird, bleibt für das Nullsummenspiel der Ausgewogenheit kein Platz übrig. Und so bleibt das.

Mit Statistik beschäftigen wir uns nächste Tage.

Der 1. Juni ist kein zufälliges Datum. Denn einige wichtige Wendepunkte meines Lebenslaufs fielen zufällig auf einen 1. Juni. Als meine Frau noch lebte, feierten wir den 1. Juni wie einen heimlichen Geburtstag. Seit Jahren, so auch heute, verbringe ich eine Zeit des höchstpersönlichen Feiertags auf dem Kaiserberg, denn an dem wohl wichtigsten 1. Juni meines Lebens war ich auch auf dem Kaiserberg. Traditionen solcher Art pflege ich, denn die ZEIT ist besser zu reflektieren, wenn sie einen Rhythmus hat.
Daß auch dieses Weblog aus gutem Hause zufällig an einem 1. Juni begonnen wurde, ist also kein Zufall.

Bilder vom Kaiserberg

Bilder vom Kaiserberg

Kaiserberg02..

Bilder von einer Wanderung

Die katholischen Hochfeste, die in den Frühling fallen, wenn es lange hell bleibt, und die zudem gesetzliche Feiertage sind („Christi Himmelfahrt“, Pfingstmontag, „Fronleichnam“) nutze ich für ausgedehnte Wanderungen durch Wälder, Felder und Siedlungen.
Die dafür verwendete Zeit ist Arbeitszeit. Denn im weiten Horizont werden Arbeiten vorbereitet. Man erinnere sich an Nietzsche: „Mißtraue einem Gedanken, der nicht beim Gehen entstanden ist.“

ch2013-01ch2013-02Regattasee in Wedau, vom Start aus gesehen. 2000 Meter.

ch2013-03Kann man sich vorstellen, daß jemand Ruschaub heißt und dauernd erwähnt wird? Ich kann mir das vorstellen.

ch2013-04„Was ist das denn für ein Fotograf?“

ch2013-05Wird ein WASSERTURM in dem Moment, wo er nicht mehr als solcher genutzt wird, zum Kunstwerk? Oder war er es vorher schon? Ich neige zum letzteren. Gilt auch für die Masten der Überlandleitungen.
Sind solche Gedanken produktiv? Oder bin ich ZU WEIT GEGANGEN?

ch2013-06Hier läßt es sich bestimmt gut wohnen.

ch2013-07„Mal ehrlich, Kumpanen, wer von uns möchte da wo-ho-ho-honen?“

ch2013-08ch2013-09Auf den Bahnhof Wedau werde ich immer wieder zurückkommen.

ch2013-10Blick über den stillgelegten, von Renate König in einer Kurzgeschichte beschriebenen Wedauer Rangierbahnhof. (Er war, in Betrieb, der größte Rangierbahnhof der Welt).

ch2013-11Da oben wohnte Onkel Fritz. Der Blick IN DIE WEITE aus dem Wohnzimmerfenster (ganz oben, links) gehört zu dem großen Eindrücken meiner Kindheit.

ch2013-12..