Elefantös!

SimbaDaß die Fortsetzung folgt, versprach ich am 5. September.
Denn kurz zuvor, am Samstag, 1. August 2015, bin ich in den Zoo gegangen (zum ersten Mal wieder seit über 15 Jahren). Mit der Reportage habe ich erstmal gewartet, denn ich kann mir vorstellen, daß Ihnen jetzt im Februar ein sommerlicher Bericht gefällt.
zoo15-25Vom Zoo wohne ich nur ein paar Minuten entfernt.
Vor ein paar Jahren entnahm ich dem Aushang, daß eine gewöhnliche Eintrittskarte 10 Euro kostete. Rentner bezahlten zwei Euro weniger. Na gut, dachte ich: Sobald ich im Besitz eines Rentnerausweises bin, gehe ich in den Zoo, um zwei Euro zu sparen.
Jetzt habe ich 14 statt 16 Euro bezahlt. Hab ich jetzt überhaupt etwas gespart?

zoo15-01zoo15-02zoo15-03In den 15 Jahren meiner Zoo-Besuch-Abstinenz hat sich dieser Zoo sehr verändert. Das „Affenhaus“, das 1962 gebaute „Äquatorium“ galt damals als das größte und modernste Gehege für Affen und andere Bewohner der Äquatorregion, mit ungewöhnlich weitläufigen Außengehegen (siehe unten). Doch es ist schon geplant, es durch ein neueres zu ersetzen.

zoo15-04zoo15-05Über die Bedrohung der Tierwelt wird im Zoo heute mehr denn je informiert.

zoo15-06Einst ein Relikt des Kolonialismus, in dem Tiere wie Beutestücke vorgeführt wurden, hat der moderne Zoo seinen Charakter geändert.

zoo15-07Der Chinesische Garten, 1988 zur Feier der Städtepartnerschaft mit Wuhan von chinesischen Facharbeitern mit aus China mitgebrachten Materialien angelegt.

zoo15-08zoo15-09Die Gehege sind beträchtlich vergrößert worden, so daß für viele Tierarten kein Platz mehr ist: Keine Eisbären, keine Wildschweine, Keine Krokodile, keine Dachse, keine Waschbären, keine Leoparden mehr zu sehen.
Wenn man genau hinschaut, ist da hinten irgendwo ein Bär zu sehen. Wenn man noch genauer hinschaut, sieht man einen zweiten.

zoo15-10Nasenbär!

zoo15-11Erdmännchen muß ein Zoo heutzutage schon bringen – und entsprechend Erde bereitstellen.

zoo15-12Zebramanguste.

zoo15-13zoo15-14zoo15-15Auf Abstand gehalten. Auch Zebras sehen Menschen am liebsten von weitem.

zoo15-16Am Rand des Zoogeländes ein Kinderspielplatz.
Links im Bild: „alko“ deutet auf „Sinalco“ hin.
Ob mit dem Markennamen „Sinalco“ ausgedrückt werden sollte, daß es sich um ein Getränk ohne Alkohol handelt? Oder ist dem Erfinder des Namens ein altphilologischer Geniestreich ganz unbewußt gelungen?

zoo15-17Robben leisten in jedem Zoo ihren Beitrag zur atonalen Musikunterhaltung.

zoo15-18zoo15-19zoo15-20Tapir. 2001 Weltraum-Odyssee, Sie erinnern sich. Rechts hinten: Kamel.

zoo15-21In der Eifel gefundene verwaiste Wildkatzenkinder begründeten die Wildkatzenzucht in Duisburger Zoo. Durch die guten Zuchterfolge konnten viele Wildkatzen ausgewildert werden in Gebieten, in denen sie fast ausgestorben waren.
In dem neuen vergrößerten Gehege können sie sich wie gewohnt von Menschen fernhalten.

zoo15-22Simba (siehe erstes Bild) hat nur noch eine Gefährtin? Und die tut auch am liebsten nichts.

zoo15-23Typisch Katze! Die hat doch bestimmt schon tausende Menschen gesehen, aber guckt mich an, als wäre ich der erste.

zoo15-24Elefantös!

Verboten W

VerbotReparatur1Ist ein Fahrzeug kaputt, muß es auch kaputt bleiben, entschied der Oberstadtdirektor.
Gilt das immer noch, nachdem vor etwa 20 Jahren nach der neuen Kommunalverfassung in Nordrhein-Westfalen das Amt des Ober-Gestatt-Direktors abgeschafft wurde?
VerbotReparatur2Wenn man das Schild vollständig zitiert, geht der Witz ein bißchen flöten.

VerbotenW2..

Nichts für mich

Die Rote Armee Fraktion (RAF) ist also wieder in Erscheinung getreten. So weit ist es schon, daß selbst die Scharfmacher beschwichtigen: Die beiden gescheiterten Versuche, Geldtransporte zu überfallen, hätten nicht dem Zweck dienen sollen, weitere Terror-Taten zu finanzieren, sondern der Sicherung des Lebensunterhalts von drei ehemaligen Mitgliedern der ehemaligen Organisation.
1999, so wird berichtet, hätte dieses RAF-Kommando (kann man diesen Ausdruck verwenden?) in Duisburg (!) beim Überfall auf einen Geldtransport mehr als eine Million Mark erbeutet. Das Geld ist jetzt wohl verbraucht; das Leben im Untergrund, sofern auch noch nach einem gefahndet wird, ist teuer.
Mit Ablauf des Jahres 2019, also in nicht allzu ferner Zeit, wäre diese Straftat verjährt gewesen.
Wieso hat die RAF eigentlich keinen Pensionsfonds eingerichtet?
RAF-Logo.svgUnd wieso haben die Leute sich nicht in all den Jahren mal Gedanken darüber gemacht, wie man auf ganz unspektakuläre, gar legale Art an Geld rankommt, ohne viel Risiko, so janz höösch, wie der Düsseldorfer sagt: irgendwas mit Ebay, oder irgendwas mit Flohmärkten.
Aber auf sowas kommen die gar nicht. Die denken wahrscheinlich: Wir, als deutsche Terror-Typen, wenden standesgemäß Karacho-Methoden an. Die denken wahrscheinlich: Auf ganz legale Art sich Geld zu verschaffen ist zu unauffällig. Die hatten es nämlich schon immer mit ihren Fanalen. Wenn die RAF mal eine Bank überfallen hatte, wurde das auch überall herumposaunt: „Wir waren das!“ Da kann man ja gleich beim Generalbundesanwalt anrufen, damit der auch wirklich alle Heldentaten in die Anklageschrift hineinschreibt. Man könnte glatt den Eindruck gewinnen, die Aktionen der RAF waren weniger von dem Motiv angetrieben, die kapitalistische Herrschaft zu zerbrechen, sondern mehr von dem Bedürfnis nach Selbstbestätigung.
Bei Markus Wolf habe ich gelesen: Eine Geheimdienstaktion ist dann wirklich erfolgreich gewesen, wenn die Gegenseite überhaupt nichts davon merkt. Könnte das nicht auch für Untergrundorganisationen gelten? Ich meine: Eine Untergrundarmee veranstalten kann man ja ruhig. Aber muß der Staat (das BKA, die Bundesanwaltschaft, der Verfassungsschutz) und müssen die Medien das mitkriegen? Man stelle sich vor: Die RAF agiert jahrelang im Geheimen, und zwar wirklich im Geheimen. Dann hätte es irgendwann mal geheißen: „Huch! Wo ist denn der Arbeitgeberpräsident geblieben? Der ist auf einmal weg, und wir wissen nicht wieso.“ Dann wäre auch leichter gewesen, an Geld ranzukommen. (Man hätte beim BKA anrufen können: Herr Herold, wir sind die kalabrische Mafia. Für hundert Mark lassen wir den Schleyer wieder frei. Das hätte weniger Kollateralschaden angerichtet als die Aktion in der Weise, wie sie durchgeführt wurde).
Alles in allem kann ich sagen: Mein Entschluß, mich der RAF nicht anzuschließen, war richtig. Nicht moralische Bedenken haben mich abgehalten. Der Einwand, daß gegen das Leninsche Prinzip verstoßen wurde, wonach der erste Schuß erst abgegeben werden darf, wenn die Revolution beginnt, hätte zwar schon gereicht. Aber ausschlaggebend war: Das wäre mir alles doch viel zu stressig.
Alte Freunde treffen, auf vertrauten Wegen gehen, Lieblingsorte – alles das hätte ich aufgeben müssen. Stattdessen: die Einengung des Bekanntenkreises auf eine – sagen wir mal – kleine Zahl von unter ständigem Verfolgungsdruck stehenden Mitmenschen aus einer sehr einseitig orientierten Kategorie, die Aufgabe von Betätigungsfeldern, auf denen ich mich nicht nur wohlfühle, sondern auch nützlich machen kann, die Preisgabe von Fertigkeiten, die als Beitrag zur Überwindung der herrschenden Verhältnisse nicht unterschätzt werden sollten, die Einschränkung der Kommunikation – das wäre nichts für mich gewesen – von den Auswirkungen auf das Liebesleben gar nicht zu reden.
Und: Geldtransporte überfallen – aus dem Alter bin ich doch nun wirklich raus.

Summer in the City (5)

Aus gegebenem Anlaß wird die Serie „Summer in the City“ heute fortgesetzt.
SummerCity15-11Diese Burg urbanen Selbstwertgefühls mit ausgeprägtem Fassadenbewußtsein enthält (immer noch?) Praxen, Niederlassungen, Agenturen, Notariate et cetera pepé in großer Zahl. Einmal war ich da bei einem Notar und erlebte den nervösesten Bürovorsteher der deutschen Rechtsgeschichte. Dort kaufte ich auch bei der Firma Walter König die Letrasetbuchstaben für die METZGER-Überschriften. Die Firma gibt’s nicht mehr, und ich benötige ja auch nicht mehr Letrasetbuchstaben. Ich könnte also wieder „Alles war, nix is mehr“ drüberschreiben.
Ich begann dann mal, aus den übriggebliebenen Letrasetbuchstaben ein Gedicht zu schreiben: „Unbeat Poem to be continued“. Der erste Teil erschien in DER METZGER Nr. 54 (August 1998). Wird mal Zeit für die nächste Fortsetzung!

SummerCity15-12Na, dann laßt es euch mal gutgehen auf der Königstraße!

SummerCity15-13Mit der Krönung der „Brunnenmeile“, dem „Lifesaver“ von Niki de Saint Phalle konnten sich so schnell nicht alle anfreunden, wie das mit Denkmälern in öffentlichen Raume nun mal so ist. Sockel von Jean Tinguely.

SummerCity15-14Die Persil-Danke-Tour. Verstehe ich nicht. Wer bedankt sich bei wem für was? „Deutschland sagt danke mit Persil“. Wer nimmt Deutschlands Dank in Gestalt von Persil in Empfang? Oder spricht Henkel im Namen Deutschlands? Und bedankt sich bei sich selbst mit sich selbst? Für was? Für sich?
Früher hieß es „Persil bleibt Persil“. Dabei hätte man es belassen können.
Wolfgang Borchert wollte einen Roman schreiben, der den Titel „Persil bleibt Persil“ haben sollte.
Später: Willy Brandt holte tief Luft und preßte hervor: „Berlin bleibt Berlin!“
Als ich mir das anschaute wurde ich von einem jungen Mann angesprochen: „Du bist doch der Genosse aus der Weltbühne, ne?“
Ja. Bin ich.
„Genosse aus der Weltbühne“!
Es gibt noch Menschen, die an mich glauben.

SummerCity15-15Über das Lehnkering-Gebäude muß ich auch noch eine Geschichte erzählen (kommt in der METZGER-Serie „Komische Häuser“).

SummerCity15-16Und dann ham’se gesagt: Die Schwanentorbrücke (Hubbrücke) muß auch noch in’n Schimanski rein. Und so geschah es. (Ich weiß nicht mehr in welchen).
Die Haltestelle heißt jetzt nicht mehr „Schwanentor“, sondern „Landesarchiv NRW“.
Ja welches Landesarchiv denn sonst? Es wird ja wohl kaum jemand annehmen, daß in Duisburg das Landesarchiv von Schleswig-Holstein untergebracht ist.

SummerCity15-17Das wäre was für eine Serie „Schornsteine, die nicht mehr rauchen“.

SummerCity15-18Hier hat man verdienstvollerweise die in ihrer früheren Funktion nicht mehr benötigten Industriegebäude nicht abgerissen, sondern praktischer- und ästhetischerweise einfach einer neuen Funktion zugeführt. In den stillgelegten Hafen-Faktureien sind jetzt Büros, Ateliers, Museen und Restaurants drin. Wenn Ihnen der Sinn für die Schönheit alter Industie-Architektur fatalerweise fehlt (Sie armer Mensch), dann folgen Sie mir wenigstens insofern, daß die Architekten von heute an der Stelle ganz bestimmt nix Schöneres hingekriegt hätten.
Der nicht mehr rauchende Schornstein symbolisiert dann etwas, und zwar das, was Sie wollen.

Sand Martin

Vorgestern abend sah ich einen Martinszug. Der ging die Grabenstraße entlang, richtig mit Kapelle („Spielmannszug“ auch mit Spielmänninnen) und einem Sankt Martin auf dem Pferd. Als Kind verstand ich immer „Sand Martin“ und wußte nicht, was das mit Sand zu tun hat.
Es ist immer richtig, Kindern eine Freude zu machen. Das gelingt heute anscheinend immer noch mit einem Martinszug.
Es ist noch gar nicht so lange her, zwei oder drei Jahre, da sah ich den Martinszug in Duissern. Auf der Straße eine große Schar von Kindern mit Laternen. Der hellen Stimmen der Kinder überschlugen sich fast vor Begeisterung. Am Straßenrand, auf den Bürgersteigen, standen erwachsene Menschen und schauten zu, auch ich, und sicher auch die Eltern der Kinder.
Das war diesmal anders. Die Eltern zogen in dem Martinszug mit. Jedes Kind wurde von seinen Eltern begleitet. Man sah kaum die bunten Laternen, denn die Kinder konnten sie gar nicht so hoch recken, daß sie die Köpfe der Erwachsenen hätten überragen können.
Das hat der Freude der Kinder nicht viel Abbruch getan. Nein, ihnen gefiel das, das konnte man merken.
Aber ist das gut, wenn die Eltern ihren Kindern überhaupt nicht mehr von der Seite weichen?

Allerheiligen

SinnSinnSinnIn einem Hochhaus im Parterre wohnen ist doch eigentlich sinnlos.
Genauso:
Ein gesetzlicher Feiertag an einem Sonntag. Was bringt das?
Naja, das kann passieren. Manchmal fällt Allerheiligen (1. November) auf einen Montag, manchmal auf einen Dienstag (usw.). Morgen dann auf einen Sonntag.
Das kann auch passieren mit dem 1. Mai, dem Neujahrstag und den Weihnachtsfeiertagen.
Ansonsten aber garantiert die Katholische Kirche für reichlich Schulfrei, indem Himmelfahrt und Fronleichnam immer donnerstags stattfinden (raffiniert!).
Was haben die Evangelen dem entgegenzusetzen? Das Gegenstück zum katholischen Allerheiligen (mal montags, mal dienstags usw.) ist der evangelische Totensonntag. Ja, meinegüte, da hat man doch nichts von. Könnten die nicht mal einen Totenmontag einführen?
Der höchste evangelische Feiertag ist der Karfreitag. Aber der ist auch katholisch hoch gehalten. Karfreitag wäre auch dann ein Feiertag, wenn die Reformation nie stattgefunden hätte.
In meiner Schulzeit fand ich den evangelischen Bus- und Bett-Tag immer gut: ein Mittwoch (!) im November. Ach, was war das schön!
Gegen die Abschaffung des evangelischen Feiertags hätte die Katholische Kirche protestieren müssen: „Die Evangelischen sollen ruhig mehr für die Entspannung tun.“

Berührung oder Das Foto (die Fotos) zum Zwanzigsten

2015-07a2015-07bZwischen diesen Fotos liegen zwei Jahre (2011-2013). Ich war mir auf Anhieb nicht schlüssig, welches das schönere ist, darum erscheinen in diesem Monat am Zwanzigsten zwei Fotos.

Wie wieder zu sehen ist, geht es mir keineswegs um die „unberührte Natur“, sondern eher um die berührte. Besser gesagt: um die berührte Zivilisation. Wie viel Berührung erträgt sie (noch/wieder)?
Der Wald (der Deutsche) hat seine Inanspruchnahme als Stifter nationalen Sinnes („Romantik“) noch halbwegs überstanden. Wird er von seiner heutigen Funktion als Wohnumfeldverbesserung Schaden erleiden?
Das untere Foto ist das ältere.

Ein hübsches Stückchen Landschaft, nicht wahr?

HuckingenFeldEin hübsches Stückchen Landschaft, nicht wahr?
Auf dem kurvigen Weg dort ist man unterwegs zwischen Großenbaum und Huckingen.
Doch jetzt habe ich in der Zeitung gelesen: Dort, genau dort soll gebaut werden (Wohnungen der Luxusklasse). Die Linken und die Grünen sind dagegen. SPD und CDU sind dafür.
Da das Angebot an Bauland im Düsseldorfer Norden die Nachfrage dort nicht befriedigt, spekuliert man darauf, daß die Leute in den Duisburger Süden gelockt werden können. Das halte ich für Quatsch. Die Leute wollen nicht in Düsseldorfer Norden wohnen, weil sie es im Düsseldorfer Norden so schön finden, sondern um nicht in Duisburg zu wohnen. Und das ist auch gut so.
Man soll an die infantilen Raff-Instinkte doch nicht appellieren („Will ich auch haben!“. In diesem Kontext: „Da will ich auch wohnen!“). Bringt den Leuten bei, daß eine Landschaft schön bleibt, wenn man sie verläßt und nach Hause geht, und nicht, wenn man sich in ihr ansässig macht und sie zu dem Behufe mit Baugeräten penetriert.
In einer Stadt, deren Einwohnerzahl in den letzten 40 Jahren um mehr als 100.000 zurückgegangen ist, weiterhin Fläche zu verbrauchen, ist eine imponierende Leistung in der Kunst des Nichtskönnens.
Die CDU ist dafür. Das wundert mich nicht. Die CDU ist immer für alles, was falsch ist.
Die SPD ist dafür. Auch das wundert mich nicht. Das liegt an der Beton-Affinität des sozialdemokratischen Kommunalpolitikers.
Der normale Politiker mißt seinen Erfolg an Direktmandaten oder Ehrendoktorhüten. Der sozialdemokratische Kommunalpolitiker mißt seinen Erfolg in Kubikmetern Betong. Sozialdemokraten tragen sogar Unterwäsche aus Beton.

MilserHotelGewichtIch bin es leid! Jetzt greife ich auch mal in die Landschaft!
Das Milser-Hotel wird farblich von Grund auf umgestaltet. Da kann der Milser noch so viele Gewichte hochheben!

Bilder einer Vergewisserung (16-24)

pf2015-16Nachdem man die Häuser in Vordergrund passiert hat, dort hinter den sieben Platanen (oder acht. Oder neun):
Stand einst die Mülheimer Villa.
In DER METZGER Nr. 24 (Februar 1975) schrieb Rolf Menrath über das „selbstverwaltete Wohnprojekt“.
Da wohnten sie alle. Ich wohnte nicht da, war aber oft zu Besuch. (Was Kommune betrifft: Der Besucher ist stets besser dran).
Hinter dem Haus war eine große Veranda, von der aus man weit ins Tal blicken konnte. Ich erinnere mich an eine ganz große Sommernachts-Party. Mit der Zeit drang durch, daß hier die Verlobung von Che und Frauke gefeiert wurde – oder war es sogar die Hochzeitsfeier? Nein, ich spreche nicht von Che Guevara, sondern von Che Urselmann, der die Zeitschrift ZERO herausgab. Und Frauke managte die Theke im Eschhaus. Ich bewunderte sie, weil eine solche Arbeit angesichts einiger sehr schräger Vögel, die da ihre Schrägheit ventilierten, nur mit einem sehr hohen Maß an Souveränität zu bewältigen war.
Von der Mülheimer Villa – nach ihrem Abriß – ist nochmal in DER METZGER Nr. 39 die Rede. Heute steht an der Stelle irgendeine andere „Wohnbebauung“. Villen baut man stattdessen an Stellen, wo sie nicht hingehören.
Über ein etwas komisches Erlebnis in der Villa berichtete ich in meinem Buch „Der Gartenoffizier“ auf Seite 163f.

pf2015-17Die Landschaft hinter der Villa.

pf2015-18Ach, erzählen Sie ruhig, die Elektrizität wäre hier erfunden worden. Weil das so aussieht: in dem Häusken hinter den Häuskes. Das können Sie getrost erzählen, weil das sowieso keiner glaubt.
Bringen Sie die Oberleitung als Argument ins Spiel.

pf2015-19Das Haus habe ich Ihnen doch schon mal gezeigt und gesagt, daß ich Ihnen die Geschichte dazu vielleicht mal erzähle. Also:
In diesem schönen Haus wohnte eine, die ich kannte, Schülerin des Frau-Rat-Goethe-Mädchengymnasiums, die unserer kleinen und sehr agilen Radikal-Gruppe angehörte, die sich „Kommune“ nannte (und, das darf ich sagen, es besser machte als die meisten Gruppen, die sich so bezeichneten. Außer mir zwei Arbeiter, ein Lehrling, drei Schülerinnen, kein Student). Wir hatten gerade an den Weihnachtstagen (1968) auf dem Bahnhofsvorplatz einen Hungerstreik veranstaltet (wegen Vietnam). Der Vater der Villenbewohnerin, der Villenbesitzer also, zeigte Sympathie für unsere umstürzlerischen Konzepte und lud uns ein. Es ging wohl darum, uns finanziell unter die Arme zu greifen.
Die Genossin (Christiane hieß sie) hatte ein sehr großes Zimmer. Da stand auch ein Klavier, auf dem ich dann spielte – obwohl ich gar nicht klavierspielen kann. Aber mit einem Klavier funktioniert sowas, anders als – etwa – mit einer Klarinette. In einem Regal standen viele Bücher, und zwar alle aus der rororo-Taschenbuchreihe. (Vielleicht hat sie Bücher aus anderen Verlagen irgendwo verborgen aufbewahrt).
An der Wand hing ein großes pygophiles Poster, was meine Sympathie für die Zimmerbewohnerin weiter steigerte. Ich finde es gut, wenn Frauen auch einen Blick für sowas haben.
Das Gespräch mit ihrem Vater, der nach langem Zögern sein Lampenfieber überwand und sich uns Revoluzzern aussetzte, verlief eigentlich sehr harmonisch.
Viel hat er dann jedenfalls nicht springen lassen.
Nach der Rückfahrt mit der Straßenbahn nach Duisburg (Oberleitung siehe oben) brachte ich die Genossin Anne nach Hause. Es war ein Schnee gefallen. Der trockene Pulverschnee knirschte unter unseren Schritten. Wir waren schon auf dem Lith. Ich dachte: Nur noch da vorn die Ecke rum, dann ist sie zu Hause. Und ich dachte: Jetzt! Jetzt! Jetzt! werde ich sie einfach in’n Arm nehmen und küssen! Und dann stellte sich heraus, daß sie schon seit Monaten darauf gewartet hatte.
Pech für die Mädchen, die sich in so einen schüchternen Jungen verlieben. Da dauert das immer moo-naa-tee-laang.

pf2015-20Ich kann mir nicht helfen und ich weiß nicht warum. Immer wenn ich hier unterwegs bin, wo zwischen Radweg und Fahrbahn ein Parkstreifen angelegt ist, überkommt mich eine geheimnisvolle Melancholie. Da kann der Herr Nappenfeld noch so viel Metall gestalten.

pf2015-21pf2015-22Jetzt die Biege ins Gewerbegebiet, zur Ruhr? Nein, heute nicht.

pf2015-23In irgendeiner Nebenstraße – diese war’s wohl nicht, aber so ähnlich – bin ich mal mit dem Strähler gewesen. Das war Ende der 70er Jahre. Wir (Hut-Film) besuchten da den Dokumentar- und Experimental-Filmer Reinald Schnell. Der wohnte da mit seiner Mutter, der Frau des Schriftstellers Robert Wolfgang Schnell. Ich war froh, mal eine Wohnung zu betreten, in der es so aussah wie bei mir zu Hause. Überall Zeitungen und Bücher auf Tischen und Stühlen.
An der Wand hing ein Miró, ein Original.
Soll ich Ihnen mal was sagen: Der Schnell fand meine Filme nicht so gut. Der fand die Filme von dem Strähler besser! Aber seine Mutter war von dem, was ich sagte, sehr angetan.
Wir organisierten dann einen Filmabend mit Reinald Schnell im Eschhaus. Er hielt einen einführenden Vortrag, von dem mir ein Satz besonders in Erinnerung blieb. Ein Zitat von Mitscherlich: „Was wir heute bauen sind die Slums von morgen.“

KneipeMuelheimDer Wendepunkt eines Pfingst-Ausgangs zum Zwecke der Vergewisserung (woher kommen wir, wohin gehen wir, hier: wo machen wir kehrt).
Das Bild habe ich Ihnen doch auch schon mal gezeigt. In dem Lokal hatten wir mal Klassentreffen. Das muß im Dezember 1974 gewesen sein (kurz nachdem Sartre Baader in Stammheim besucht hatte).
Als ich nach Hause ging, Mitternacht war schon vorbei, da merkte ich, daß ich ohne Hausschlüssel unterwegs war.

Bilder einer Vergewisserung (8-15)

pf2015-08pf2015-09pf2015-10Das andere Fachwerkhaus, „die Monning“, war schon zur Kaiserzeit ein Ausflugslkokal, wo sich sonntags nachmittags die paarungswillige Jugend zum Tanz traf. Ich lernte als Kind diese Generation noch kennen zu Zeiten, als sie das Rentenalter erreicht hatte, und ich mußte mich anstrengen, mir diese Großonkel und Großtanten als jung und paarungswillig vorzustellen. Ich dachte: Sich sonntags nachmittags zum Tanz in der Monning zu treffen – das kann’s doch nicht sein! Da war es ein guter Rat, Kraft zu sammeln, um die Lebensabläufe nach ganz anderen Absichten zu gestalten! Folge dürfte auch sein, daß der Nachdruck, mit dem zum Einordnen aufgefordert wird, sehr nachlassen zu haben scheint.
Das Haus passierend verläßt man das Duisburger Stadtgebiet und befindet sich in Mülheim. Darum heißt die Straße ab hier nicht mehr Mülheimer Straße, sondern Duisburger Straße.

pf2015-11Das Fachwerkhaus ist nur der Eingangsbereich zu einem Komplex, in dem jetzt allerlei Firmen und Studios untergebracht sind. Zu dem Freizeitvergnügungs-Komplex gehörte dereinst der „Tanzpalast Okay“, den niemals zu betreten mein fester Vorsatz ist, an dem ich auch jetzt noch, da es ihn nicht mehr gibt, eisern festhalte.

pf2015-12DEN gibt’s aber eine Tür weiter immer noch: den „Ball“, der früher „Ball der einsamen Herzen“ hieß und nicht ohne Diskretion und Selbstironie als „Tanz für die reifere Jugend“ tituliert wird. Das ist ein Ort, an dem man sich mit einem der größten Übel aller Zeiten, der Einsamkeit, nicht abfinden will. Eine Schule des Verständnisses. Eine Subkultur gewissermaßen? Es sollte uns allen fernliegen, etwas Mokantes daran zu finden.

pf2015-13Was wäre Ihnen lieber: In diesem Hause zu wohnen oder dieses Haus zu besitzen. Wenn ich zu einer Entscheidung GEZWUNGEN WÄRE, würde ist sagen: beides.
Mir würden (für mich allein) die beiden oberen Stockwerke und der Dachboden reichen.

pf2015-14In diesem Haus war ich mal zu Besuch. Das war Anfang 1969. Das „Katholische Jugendamt“ (das man aber nicht für eine Behörde halten darf) hatte die Idee, in der Aula des Steinbart-Gymnasiums eine Podiumsdiskussion über das Thema „Kriegsdienstverweigerung“ zu veranstalten. Das war nämlich die Zeit, in der die Zahl der Kriegsdienstverweigerer rapide zunahm. Eine Podiumsdiskussion also mit einem Bundestagsabgeordneten der CDU, einem Bundestagsabgeordneten der SPD, einem Katholiken, einem Protestanten und einem Origanal-Kriegsdienstverweigerer. Das war ich, 19 Jahre, aktiv im Verband der Kriegsdienstverweigerer (VK – später Bestandteil der DFG-VK) und last but not least Professor Nikolaus Koch.
In diesem Haus fand eine Art „Vorbesprechung“ statt, aber nicht mit einem Pastor und auch nicht mit einer Ordensschwester, sondern mit einer netten jungen Frau, die beim „Katholischen Jugendamt“ wohl einen Bürojob hatte, und mit der unterhielt ich mich den ganzen Abend über das Thema „Was denkt die APO?“.
Die Katholen haben mir ein großzügiges Honorar gezahlt.
Ein paar Monate später habe ich bei den Evangelen in Neudorf auch wieder einen Vortrag über Kriegsdienstverweigerung halten dürfen. Da war das Honorar ein bißchen bescheidener. Über diese etwas kuriose Veranstaltung berichtete ich in meinem Buch „Der Gartenoffizier“ auf Seite 82.

pf2015-15..

Bilder einer Vergewisserung (1-7)

Die katholischen Hochfeste, die in den Frühling fallen, wenn es lange hell bleibt, und die zudem gesetzliche Feiertage sind usw. Ich sagte es bereits.
Die Wanderung am Pfingst-Sonntag („Pfingsten, das liebliche Fest“, Goethe – deutscher Dichter) war in diesem Jahr ganz linear: die Mülheimer Straße entlang.

pf2015-01Wo komme ich her, und …

pf2015-02… wo gehe ich hin?
Von Duisburg nach Mülheim.

pf2015-03Ein Fachwerkhaus kommt selten allein (siehe unten).
Hier: „Lindenwirtin“.
Unter diesen Original-Linden wurde in einer April-Nacht des Jahres 1968 von zwei jungen Autoren beschlossen, eine literarisch-satirische Zeitschrift herauszugeben. Der eine der beiden war ich. Z.Zt. wird die 114. Ausgabe vorbereitet.

pf2015-04An dem weltberühmten Zoo ging ich vorbei.

pf2015-05Man muß keine Eintrittskarte lösen, um wenigstens das Giraffengehege von der Straße aus zu betrachten.

pf2015-06Ich erinnere mich an Zeiten (der Krieg war noch nicht so lange her), da standen deutsche Männer auf Brücken und schauten fasziniert der Autobahn zu. Denken Sie jetzt auch, was ich denke?

pf2015-07Ein Wald voller Autos. Abends, wenn die Zoo-Besucher weg sind, wird der Zoo-Parkplatz zum Straßenstrich. Der Waldspaziergänger macht hierum besser einen Bogen, weil man leicht für einen Spanner gehalten wird. Mit Fotoapparat lasse man sich hier tunlichst nicht sehen.

WIRD FORTGESETZT.

Bilder einer Wanderung (9-19)

ch2015-09Quakende Enten auf dem Dickelsbach bei Großenbaum.

ch2015-10ch2015-11Eine der meistbefahrenen Eisenbahnlinien Europas, von der Großenbaumer Brücke aus gesehen..
Oben: Richtung Hauptbahnhof, Essen, Dortmund, Hannover, Berlin.
Unten: Richtung Düsseldorf, Köln, Bonn, Mainz, Karlsruhe, Freiburg, Basel.
Wie oft fuhr ich im IC unter der Brücke nach Düsseldorf, Bonn vor allem, aber auch Mainz, Karlsruhe und Freiburg (Basel nie) – der Arbeit und der Liebe wegen. In letzter Zeit immer seltener. Nach Berlin fahre ich auch nicht mehr.
Merke:
Kommt Zeit, kommt Rath, kommen Derendorf.

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ch2015-13Solche Mauern hatten früher eine sehr viel größere Bedeutung als heute, und waren auch länger. Hier eine sehr abgelegene Industrie, zu der aber auch am Himmelfahrtstag große LKWs hin fahren (habe ich gesehen).

ch2015-14Blick hinab auf den Großenbaumer See, auch als „Freibad Großenbaum“ bezeichnet. Früher sagte man: Strandbad.
Und? Nichts! Kein Strandleben im Strandbad. Ein stillgelegtes Strandbad? Scheint so.
Wasser ist aber noch drin. Der Oberbürgermeister hat den Stöpsel noch nicht gefunden.
Gucken Sie mal genau hin. Da hinten am Horizont, links neben der Baumgruppe in der Mitte: Ein Hochofen.

ch2015-15Die Brücke, die ich vorhin erwähnte. Früher sah man die schon von Weitem, wenn man sich ihr näherte. Heute erblickt man sie erst, wenn man sie fast erreicht hat.
Früher! Ja! Früher! Da konnte man den Blick über Landschaften genießen. Das war gut dafür, sich im Leben und in der Welt zu orientieren. Heute gibt es kaum noch eine Landschaft, die noch nicht zugewachsen ist.

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ch2015-17Angelangt in Huckingen. Gucken Sie mal auf die Landkarte, wie weit ich gehe!

ch2015-18Also, das sieht ja so aus, als hätte man die ganze Landschaft davongetragen und nur das Haus stehengelassen.

ch2015-19„Aufgrund eines technischen Defekt“, „weiteres außer Betrieb – “.
Hier scheint auch ein sprachlicher Defekt vorzuliegen.
Hübsche junge Dame (guckt mißtrauisch).

Bilder einer Wanderung (1-8)

Die katholischen Hochfeste, die in den Frühling fallen, wenn es lange hell bleibt, und die zudem gesetzliche Feiertage sind („Christi Himmelfahrt“, Pfingstsonntag, „Fronleichnam“) nutze ich für ausgedehnte Wanderungen durch Wälder, Felder und Siedlungen – ich sagte es bereits.
Die dafür verwendete Zeit ist Arbeitszeit. Denn im weiten Horizont werden Arbeiten vorbereitet. Man erinnere sich an Nietzsche: „Mißtraue einem Gedanken, der nicht beim Gehen entstanden ist.“ Soll heißen: Einen Gedanken, der beim Gehen entstanden ist, klann man schon fast vertrauen.

ch2015-01Der Wambachsee.
Denken Sie dran: Alle Bilder kann man durch Anklicken vergrößern.

ch2015-02Der Wambachsee an anderen, schmalen Ende. Das Nordufer vom Südufer aus gesehen. Am Nordufer reihen sich Privatgrundstücke aneinander, die bis zum Seeufer reichen. Privatufer. Früher war sowas nicht nur möglich, sondern auch denkbar.
Nun soll das letzte Stückchen frei zugängliches Ufer auch noch einem Villenerbauer überlassen werden.
Warum werden die Stadtplaner nicht einfach aus der Stadt gejagt? Ist von denen jemals etwas Erfreuliches gekommen?

ch2015-03Auf der schmalen Landenge zwischen dem Wambachsee und dem Haubachsee ist ein großer Kinderspielplatz. Nähert man sich, hört man an solchen Tagen die hellstimmige Spielfreude der Kinder. Sich als einzelner Mann mit einem Fotoapparat zu nähern ist allerdings lebensgefährlich. Fotos von Kindern!
Eine unaufgeklärte Gesellschaft entsteht nicht allein durch zu geringe Verbreitung der Aufklärung, sondern mehr noch durch eine zu große Verbreitung der Dummheit. In der Warengesellschaft ist auch die Dummheit ein Produkt.

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ch2015-08Hier habe ich gearbeitet, auch an Wochenenden. Auch an Feiertagen: Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Duisburg-Buchholz. Die Last der (wirklich sehr schweren) Arbeit war dadurch halbiert, daß mein Job bis zum 31. Oktober 1971 befristet war – Und dann hatte ich noch so viel Resturlaub, daß ich schon einige Wochen vorher adieu sagen konnte.

WIRD FORTGESETZT.

Dahinter kam ich (3)

wald-15-04-20Ich erinnere mich, daß man, diesen Weg gehend, freien Blick ins Nachtigallental hatte.

wald-15-04-21Wenn ich hierhin gelangt bin, war ich schon lange unterwegs. Da hinten ist eine Bank, und dort dachte ich immer: „Ach, wäre das schön, wenn man jetzt eine Zigaretten rauchen könnte.“ Aber das wäre vielleicht ein Genuß nicht ohne Reue (und sowieso ein schlechtes Vorbild) und unterblieb auch schon zu Zeiten, als ich noch Tabakgenießer war (ist gar nicht so lange her).

wald-15-04-22Und so ist, zurückgelehnt, die Perspektive, speziell im Frühling, wenn das Laub-Dach noch erst entsteht, der Blick in den Himmel noch frei und der Waldboden noch nicht laubbeschattet ist.

wald-15-04-23Die Fichte fiel um. Sie soll liegen bleiben!

wald-15-04-24Auch eine Kastanie steht hier.

wald-15-04-25Dieser Weg ist die Grenze zwischen Duisburg (rechts) und Mülheim (links, wir gehen also in südliche Richtung).

wald-15-04-26Ein Stück weiter. Hier zerschneidet eine Bahnlinie den Wald.
Oft argwöhnte man, ob der Wald die Industrie überleben kann. Inzwischen liegt es näher zu argwöhnen, ob die Industrie (wie wir sie kennen) überleben wird.
Wir überqueren aber (diesmal) nicht die Bahngleise, sondern gehen rechts runter durch das Nachigallental.

wald-15-04-27Die Kiefern und Fichten, die von hier aus zu sehen sind, stehen in einem unzugänglichen Bereich. Aus keiner Richtung führt ein Weg dort hin. Sowas müßte es mehr geben.

wald-15-04-28Die Bäume stehen noch nicht im vollen Laub und lassen noch viel Sonnenlicht hindurch. Der Bach glitzert silbern. Ein Naturschapiel, das hier nur im Frühling zu sehen ist.

wald-15-04-29Man erreicht den „Forellenteich“, und damit der Wanderer nicht da reinfällt, hat man einen Zaun hingestellt – zum Glück nicht in der Zaun-Architektur der 80er Jahre!

wald-15-04-30Der Forellenteich besteht aus zwei Teichen, dem oberen und dem unteren.
In den Jahren seitdem ich hier gern unterwegs bin habe ich beobachtet, wie der Bach, der in den Teich fließt, Sand dort hineingeschoben und eine Halbinsel geformt hat, auf der nicht nur Schilf und Gräser, sondern auch Bäume wachsen.
Ob in dem Forellenteich Forellen sind oder jemals waren, weiß ich nicht.

wald-15-04-31In den unteren Forellenteich springen gern Hunde hinein.

wald-15-04-32Nicht nur in den Wäldern will ich sein, auch hinter ihnen.
Ich wollte immer schon dahinterkommen.