Da kann man hingehen: „Geschichtswerkstatt 2. Weltkrieg. Der Untergang des italienischen Faschismus“

Veranstaltung der Duisburger Volkshochschule am Sonntag, 29. September 2013 um 11 Uhr (morgens!) im Internationalen Zentrum (IZ), Flachsmarkt 15 (Stadtmitte), geleitet von Martin Clemens und Aloys Reuter. Kursgebühr: 5 Euro.
Am 24./25. Juli 1943 wurde Mussolini zuerst vom faschistischen Großrat und dann vom König Viktor Emanuel III. entmachtet und gefangen genommen. Der Faschismus in Italien war zu Ende. Marschall Badoglio übernahm die Macht. Wir wollen uns in dieser Sitzung mit den sozialen Wurzeln des italienischen Faschismus, dem Kriegsschauplatz Italien und den Voraussetzungen und Folgen des Sturzes von Mussolini auseinandersetzen.
Zur Sitzung erscheint ein Materialheft.
Ich weise auch darum hier auf diese Veranstaltung hin, weil die Duisburger Volkshochschule anscheinend an der Weltmeisterschaft „Wer hat den unübersichtlichsten Internetauftritt“ teilnimmt und diese Veranstaltung so versteckt hat, daß man sie nicht findet.

Italiens „Faschisten des 3. Jahrtausends“

Zu einer Veranstaltung über „Casa Pound“ – Italiens „Faschisten des 3. Jahrtausends“ lädt die Rosa-Luxemburg-Stiftung ein: Dienstag, 9. April 2013 um 19 Uhr im Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS), Siegstraße 15.

Ausgehend von einem Kulturzentrum in Rom, benannt nach dem US-Poeten und Mussolini-Unterstützer Ezra Pound, hat eine nationalrevolutionäre, soziale Bewegung namens „Casa Pound“ in den zurückliegenden zehn Jahren einen ebenso bemerkenswerten wie beängstigenden Aufstieg erlebt. Ihre Protagonisten bezeichnen sich selbst als „I fascisti del terzo millenio“, als Faschisten des 3. Jahrtausends.
„Casa Pound“ betätigt sich außerordentlich stark in jugendkulturellen Bereichen, agitiert und organisiert junge Erwachsene und sieht sich als nonkonforme Avantgarde einer neofaschistischen kulturellen Revolution.
Ihre Aktivisten besetzen Häuser, um dort Sozialzentren einzurichten, organisieren Müttervereinigungen oder führen Sammlungen für Obdachlose und Waisenhäuser durch. Sie protestieren für Sozialtickets, gegen Entlassungen und Steuererhöhungen und agitieren äußerst aggressiv gegen Kapitalismus und Neoliberalismus und für ihren Entwurf eines starken, autarken „Sozialstaats des 3. Weges“, fernab von Kapitalismus und Kommunismus. Dafür bedarf es ihrer Meinung nach einer italienischen und europäischen Identität, die sich nur ohne Immigration gewährleisten ließe.
Um mehr über diese Bewegung im Kaleidoskop der italienischen Rechten und ihre Wirkmächtigkeit in der italienischen Gesellschaft zu erfahren, haben wir Saverio Ferrari zu einer Vortragsreise nach Deutschland eingeladen. Er ist Mitarbeiter des Osservatorio Democratico, einem antifaschistischen Dokumentationszentrum in Mailand.

Weitere Termine: Berlin 11. April 2013, 19 Uhr, K-Fetisch, Wildenbruchstraße 86
Leipzig 13. April 2013, 19 Uhr, linXXnet, Bornaische Straße 3d