Narrenhände (2): Allgemeingenerelle Universalgesamtheit

Oh, wie sie mir aus tiefster Seele verhaßt sind, diese süffisanten Besserwisser und Nichtsversteher, diese hochnäsigen Über-allem-Steher. Die haben alles durchschaut (ohne jemals hingeguckt zu haben) und finden sich originell, bloß weil es ihnen gelingt, die Mitwelt mit ihrer Eindimensionalität anzuöden.
Indem er aller Kreatur den Segen erteilt, verweigert er sich aller Kreatur. Indem er sagt, daß alle recht haben, sagt er, daß keiner recht hat (und umgekehrt). Indem er die Weltformel verkündet, sagt er garnichts. Indem er es allen recht macht, wendet er sich – von der Welt angeekelt – von allen ab. Seine Huld für alles trifft sich mit seiner Verachtung für alles. Diese gesamtgenerelle Allgemeinuniversalität ist keine Geistestat, sondern ein Geisteszustand eines pinseligen Schaumschlägers, der in seiner Arroganz die verachtet, denen es nicht gleichgültig ist, wenn Menschen in Not sind.
Dumme Menschen geben sich dadurch zu erkennen, daß sie zu viel von sich geben, daß sie viel reden und nichts sagen.
Dumme Menschen erkennt man daran, daß sie immer sofort bescheidwissen.
Was ist das jetzt? Ein Gemütsnazi, der sich wohl noch für einen Anarchisten hält.

(Gemeint ist der, der die ursprüngliche Wandparole nachträglich verallgemeinern zu müssen glaubte. Das muß man wohl vorsichtshalber dabeisagen).

Narrenhände


Oh, wie sie mir aus tiefster Seele verhaßt sind, diese süffisanten Besserwisser und Nichtsversteher, die sich originell finden, bloß weil es ihnen gelingt, die Mitwelt mit ihrer Eindimensionalität anzuöden.
Das einzige, was diesem regressiven Spießbürger im Leben gelungen ist: der Verlust seiner Lebendigkeit. Drum wähnt er sich der Welterkenntnis nahe, die verkünden zu müssen er glaubt, dieser Trottel.
Nein, er lobpreist nicht den Müßiggang, diesen eigentlich recht angenehmen Zustand, von dem der bewußt lebende Mensch sich in der Arbeit erholt. Er lobpreist einen Zustand, der einen unangenehmen Geruch hinterläßt.
Das muß man sich so vorstellen:
Er (bölkt): „Äh mach doch ma wat zu essen äh!“
Sie (kreischt): „Äh mach dir doch selber wat zu essen!“
Das Leben ist voller Höhepunkte.
Was ist das jetzt? Ein Gemütsnazi, der sich wohl noch für einen Anarchisten hält?
Früher hätte ich gesagt: Einer, der vom KBW kommt oder dorthin unterwegs ist.

CARPE DIEM!
oder:
„Kick out the devil’s sin, pick up pick up a good good book now!“

P.S.: Zu der Brückengeländerparole da drunter „Wer will findet Wege. Wer nicht will findet Gründe“. Tut mir leid, lieber Aphorist, daß Sie mich heute in sarkastischer Stimmung vorfinden. Aber was mir dazu einfällt ist das:
Freiheit heißt nicht, tun zu können was man will, sondern nicht tun zu müssen was man nicht will.

Dafür muß ich keine Gründe suchen.

Die schönsten Postkarten machen wir

Die Produktion von Postkarten in der Situationspresse wird fortgesetzt. In diesem Herbst wurden 32 neue Motive veröffentlicht. Einige davon wurden hier schon vorgestellt. Hier die nächsten.

Die Postkarte ist ein stringentes Medium. Das einheitliche Format Din-A 6 (Seitenverhältnis eins zu Wurzel aus zwei) erlaubt nur zwei formale Varianten: Hochformat und Querformat. Innerhalb dieses Rahmens gibt es inhaltlich keine Grenzen. Es gibt: Kitschpostkarten, Urlaubspostkarten, Erotikpostkarten, Glückwunschpostkarten, Kunstpostkarten (Postkarten, die Kunstwerke abbilden oder Kunstwerke sind oder beides). Et cetera. Da liegt es doch auf der Hand, die Postkarte als subversives Medium der Aufklärung zu nutzen. Das machen wir. Machen Sie mit.

pk97-tolstoigorkiSituationspostkarte (SPK) 97: Leo Tolstoi und Maxim Gorki 1900

pk-104-charlieSPK 104: Je suis Charlie

pk99-cheSPK 99: Che Guevara

pk83-dankeSPK 83: Stadtzerstörung (Mercatorstraße)

pk-100-antifakalkwegSPK 100: Antifa Kalkweg

pk-103-werdeniesoldatSPK 103: Werde nie Soldaten

pk-101-kunstdersatireSPK 101: Kunst der Satire

pk-102-ueberwachungSPK 102: Überwachung

Motive von: Merkfoto, Hafenstaedter, DFG-VK, Projektgruppe Pudding und gestern usw.

Diese Karten sind zum Stückpreis von 1 Euro erhältlich (bei Versand bitte 1 Euro hinzurechnen, nicht pro Stück, sondern pro Auftrag). Bestelladresse ist:
Buchhandlung Weltbühne, Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg
situationspresse@gmx.de

Wenn Sie in der Kategorienspalte links die Kategorie „Situationspostkarten“ anklicken, wird ein Postkartenkatalog in Fortsetzungen sichtbar.

Es gibt kein Halten mehr: Weitere Postkarten werden in den kommenden Wochen vorgestellt.

Die Denkanstifter von Neudorf

DenkenBitteDen Handschriften nach zu urteilen waren hier zwei Mauerbeschrifter am Werk.
So optimistisch kann keiner sein. Also vermute ich, daß es sich um ein Sarkasten-Duo handelte.
Denn wer rechnet damit, daß auf eine Bitte hin mit dem Denken begonnen wird?
Daß der Krieg dadurch vermieden werden könnte, daß man ihn dankend ablehnt, würde auch nicht viel nutzen. In dem Zustand, in dem die Gesellschaft jetzt ist, würde sie sich einen Krieg leichtfertig aufschwatzen lassen.
Was hingegen zu Hoffnung Anlaß gibt:
Schauen Sie mal genau hin:
Seit dem letzten saisonalen Kiefernnadel-Abwurf ist der Hof nicht mehr gefegt worden.

Samstag. Neudorf. November.

Letzten Samstag war schönes Novemberwetter. Da bin ich hier mal rumgelaufen und habe mir das alles mal angesehen.

November8-01Finden Sie das schön (Oststraße von hinten). Ich finde das schön. Kein Haus ähnelt dem anderen.

November8-02Hier auch. (Lotharstraße von hinten).

November8-03Good old everlasting Lotharstraße.

November8-04Die zwei Miniläden auf der Grabenstraße. Der Laden rechts gehörte früher zwei alten Damen, bei denen man Zeitungen kaufen und Lottoscheine abgeben konnte. Den Laden links hatte jemand gemietet, um ihn mit Pappkartons vollstellen zu können. Jetzt hat er auch den anderen Laden übernommen und vollgestellt. Jahrzehntelang hat sich da nichts verändert.

November8-05Detailansicht.

November8-06In der Glastür spiegele ich mich in meiner Eigenschaft als Fotograf.
Das ist die Bundesgeschäftsstelle von „Solidarität International“, einer – wie sagt man – „Vorfeldorganisation“ der MLPD. War das nicht früher das Geschäft Erbslöh, wo man Vogelfutter, Hamsterkäfige, Mausefallen (Lebendfallen!) etc. kriegen konnte?

November8-07Und was ist das? Wo jetzt das Fenster mit runtergelassenem Rolladen ist, war früher ein Schaufenster, links daneben – inzwischen zugemauert – die Ladentür. In dem Laden war das legendäre Tonträgergeschäft „Garageland“ von Lothar Röse und Rolf Menrath. Ausgesprochen wurde das „Gärretsch-Länd“. Ich habe aber immer „Garageland“ gesagt. Das wurde mißbilligt.
In den hinteren Räumen war der Trikont-Verlag. Den gibt es zwar noch, aber der ist jetzt woanders.
Neudorf ist auch nicht mehr das, was es mal war.

November8-08Ich verstehe: OTR OTR OTR OTR OTR OTR OTR
„Scum“ (engl. etwa: Abschaum) mal positiv (rechts), mal negativ (Pfeil) konnotiert?
November8-09Mitteilungen grundsätzlich in Englisch zu formulieren ist eine schlechte Angewohnheit, eine Modetorheit. Wer drei Ausrufezeichen benötigt, mißtraut der Kraft seiner eigenen Aussage.

November8-10Hier, am Lieferanteneingang von Edeka, bat ich die zigarettenpäuskenmachende Edeka-Dame: „Könnten Sie mal einen Schritt zur Seite gehen, damit ich diese eigentümliche Mitteilung dokumentieren kann?“
„Esst die Reichen“. Da kann einem aber schon der Appetit vergehen!
(Für Veganer gibt es eine Ausnahmegenehmigung).

November8-11Ahh! Da ist jemand aufs Dach gestiegen, um sich unverständlich zu machen.
Die Trinkhalle gibt es immer noch – bloß, daß sie seit Jahren nicht mehr geöffnet wurde.
Oben: Eine Werbung, die auf einem Zeichensetzungsfehler beruht. Richtig müßte es doch heißen:
„Mediamarkt? Ich bin doch nicht blöd!“
„Kostenlose Finanzierung“ heißt auf deutsch: Mehr bezahlen.

November8-12Enthauptete Schaufensterfiguren!
Französische Revolution? Sanson était ici?
Das ist doch Horror! Wer denkt sich sowas aus?
Wasserpumpe im Schaufenster? Warum hat sich die Firma nicht um einen Anschluß an das Wasserversorgungsnetz bemüht? Da ist – im Vergleich – die Buchhandlung Weltbühne doch moderner ausgestattet.

November8-13Völlig kopfloses Verhalten! Die Schaufensterpuppen von Sport Hildebrandt haben das Schaufenster verlassen und irren auf dem Sternbuschweg umher!

November8-14Was folgt daraus?

Schauen Sie mal Musik!

Donnerwetter!
ImAlive01ImAlive02ImAlive02aImAlive02bImAlive07ImAlive10ImAlive11ImAlive12ImAlive14ImAlive16ImAlive17ImAlive18ImAlive19ImAlive2025 Jahre Musik, die auf der Bühne zu betrachten ist, ist nicht weniger be- und gedenkenswert als die 28 Monate Amore e Rabbia, die sich heute mit dem 666. Eintrag vollenden.
Geduld trägt Video-Früchte: Nach den Aufnahmen in dieser Lokation haben wir sieben Monate lang alive sein müssen.

Der ganze Clip in bewegten Bildern ist anzuschauen: dort.

Übrigens ist mir immer noch nicht klar, was das Stimulierende daran sein soll, wenn eine nur wenig umhüllte Frau sich um eine Feuerwehrstange dreht. Aber das liegt sicherlich an meiner Perversität.

Keine Antwort ist auch ’ne Antwort. Keine Demo ist auch ’ne Demo.

Vor einem Monat wurde ich per E-mail darüber informiert, daß für den 18. Juli in Essen eine Demonstration gegen die Bombardierung Gazas durch Israel geplant sei, und ich wurde gebeten, diese Information weiterzuleiten.
Das habe ich nicht getan. Weder bin ich zu der Demonstration hingegangen, noch habe ich die Information weitergegeben. Es mag angemessen sein, gegen den israelischen Kriegsterror Einspruch zu erheben. Aber ich konnte mir an fünf Fingern abzählen, daß scharenweise auch Antisemiten, Haßprediger, islamistische Fanatiker, Holocaustleugner und -verharmloser, Rechtsradikale und Verschwörungsbeschwörer angezogen werden. Und so ist es ja auch gekommen.
Ich gehe auch nicht zu Demonstrationen gegen Antisemitismus. Es mag angemessen, es mag sogar bitter nötig sein, gegen den grassierenden Antisemitismus ein deutliches Zeichen zu setzen. Aber ich weiß nur zu gut, welches Pack sich da ebenfalls anlocken läßt.

FreiheitFuerDie Botschaft in Dunkelrot: Freiheit für Palästina. Nagut. Warum nicht. Freiheit ist immer gut.
Die hellroten Widersacher sind gegenteiliger Ansicht. Freiheit für wen auch immer. Aber „Palästina“ ist durchgestrichen.
Für die Sicherheit Israels („Save“) kann die Unfreiheit Palästinas ja wohl kaum Voraussetzung sein. Eher ist das Gegenteil der Fall. Das müßten die Israel-„Freunde“ doch wissen. Aber darum geht es denen ja gar nicht. Sondern: Daß Menschen zum allerhöchsten Ruhm von irgendwas unterdrückt und abgeschlachtet werden. Daran geilen die sich auf. Den scheinbaren Widersachern gemeinsam ist das Bedürfnis nach einem Großen Bruder.
Hier üben sich die Weltstrategen in der Fortsetzung des Krieges mit farbpsychologischen Mitteln. Wenigstens an Duisburger Mauern herrscht Waffengleichheit.

Richtich!

RichtichRichtich! Anarchie muß her! Damit entlich widder Ortnung herrschd!
(Ich hab‘s befürchtet).

P.S.: Englisch à la Lübke?
Der Blau-Schreiber, der die Mitteilung „Ich BIN nie aufgewachsen“ unbedingt in Englisch hinschreiben mußte, hätte dann aber auch wissen müssen, daß es dann korrekterweise „I have (bzw. I’ve) never grown up“ heißen müßte.

Gleichung mit einer Unbekannten

Wenn man den lieben langen Tag damit beschäftigt ist, die Zwischenmenschlichkeit mit Kritischer Theorie, dem Prinzip Hoffnung, wissenschaftlichem Sozialismus, französischer Aufklärung, empathischer Amoralität, Beat, Politik der Erfahrung, der Großen Verweigerung, Humanitätsduselei, Poesie, Komik, Törn, Hedonismus, Sex-Appeal, Ästhetik & Widerstand und zivilem Ungehorsam zu durchdringen, kann einem die eine oder andere neue Heilsbotschaft mal entgehen.

AplusEMan will ja auf dem laufenden sein. Kann mir mal jemand erklären, was der Künstler, der die Fabrikmauer der Plüschweberei Schulte auf der Holteistraße in Neudorf (Hauptlieferant der Margarete-Steiff-GmbH) beschriftete, mit großem Bogen sagen will? Was hab‘ ich verpaßt?

BerndUndTeddiDas interessiert auch diese beiden.

Kommt und holt euch den neuen Metzger!

Geschrieben, gestaltet, gedruckt und geheftet:
DER METZGER, das satirische Magazin. Nr. 110. Preis: 3 €.
So sieht das Heft von außen aus:
M110Und das steht drin (Überblick):

Jakop Heinn: Neues von der Schmalspur (Finale?). Für die Band Die Bandbreite wird es immer schmaler. Jetzt will auch die MLPD nichts mehr von ihr wissen.

Max Reinhardt: Königlicher militär-industrieller Komplex. Vor hundert Jahren: Wie der Weltkrieg dem Volke mit Bildern nahegebracht wurde. Für die Industrie war das Völkergemetzel ein Glücksfall.

Helmut Loeven: „Zuerst werden wir alle Subversiven töten“. 1977 fiel die Theologiestudentin Elisabeth Käsemann in Argentinien der Geheimpolizei in die Hände. Nach wochenlanger Folter wurde sie ermordet. Das Auswärtige Amt unter Minister Genscher tat nichts, um sie zu retten. Im Gegenteil: Die Militärdiktatur fand in der sozialliberalen Bundesregierung einen verständnisvollen Partner.

Tagebuch. U.a.: Die Partei „Die Linke“ und der Buchhandel. Der Weg nach oben als Niedergang.

Carl Korte: Apfelbisse. Mottes Abenteuer als Reporter.

A.S.H. Pelikan: Menschenalter (tabellarisch).

Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett. Diesmal: „Ich will es nicht – mach’s, aber ohne mich; Frauenbewegung als K-Gruppe?; Muß Frollein Lohmeier ins Gefängnis?; Die Iditiotx sind unter uns (Frau Professor Hornscheidt und ihr Geisteszustand); Komische Häuser: Schuhhaus Pesch; Rousseau und die Wandparole bei Edeka u.a.

Marvin Chlada: Objekte der Begierde. Über die Museumsorgie in Fouriers neuer Welt der Liebe.

Herbert Laschet-Toussaint: Mütter nach Grosny. Gedicht.

Thomas Rüger: Mit Cordmütze und Gitarre. Neu: Die Musikkolumne.

Chantal Könkels: Die Projektgruppe Pudding und gestern hat wieder zugeschlagen.

Helmut Loeven: Konstruktive Tonlage. Komposition für Singstimme und Clavier. Mit Noten.

Sie können das neue Heft nicht abholen, weil Sie dazu überland reisen müßten? Das macht nichts. Sie können sich das Heft auch portofrei zuschicken lassen (das Wort „zuschicken“ anklicken um zu erfahren, wie es geht).
Und überhaupt: WER ABONNIERT, HAT MEHR VOM METZGER.

Bilder einer Wanderung (3)

Wanderung-2014-15Viel Farbe auf glatter strukturierter Fläche. Großartig! Hat das Zeug zum Klassiker!
Ob der Effekt beabsichtigt war?
Wo der Inhalt fehlt, kommt es nur noch auf die Form an.

Wanderung-2014-16Ja, was ist denn hier so schlimm, daß kein Mensch „das“ gewollt haben kann? Man sollte doch froh sein, wenn die Häuser, die gestern hier standen, heute immer noch hier stehen, denn sonst wüßte man nicht, wo man ist, und wer will das?
Ich mag es, wenn sich jemand klar ausdrückt und verständlich macht, was er will und was er nicht will. Ich mag es nicht, wenn jemand mich mit seinem Weltschmerz herausfordert.
Allerdings wird die Menschheitsfrage durch die Feststellung „GWTR SAHL“ konterkariert.
Es sollte sich mal herumsprechen: Unter dem Pflaster liegt nicht der Strand. Unter dem Pflaster liegt der Schotter.
Gewittersaal?
Da die Frage an die Außenmauer meines Geburtshauses geschrieben wurde, will ich sie beantworten: Ja! Das ist es, was ich will. Ein Mensch zu werden ist das beste, was mir passieren konnte.

Wanderung-2014-17Die Vegetation hat sich etwas herausgenommen. Roter Klatschmohn, Erikas Lieblingsblume. „Roter Klatschmohn!“ – Jaja, ich habe verstanden: Klatsch-Mohn! Rot!
Ich könnte ja froh sein, ihre Stimmungen & Launen nicht mehr ertragen zu müssen. Aber manchmal vermisse ich sie doch noch ein kleines bißchen.

Wanderung-2014-18Eine Idee greift um sich.

Wanderung-2014-19Auf dem Haus der Verbindung Rheno-Germania „zu“ Düsseldorf-Duisburg (die behauptet, älter zu sein als die beiden Universitäten) dürft Ihr rumschmieren so viel wie ihr wollt.
Die Mitteilung den Zusammenhang fallender Kinder und Aktien betreffend hat Emcewenilez Nopniks durchgestrichen, weil er sie nicht verstanden hat. Die anderen Mitteilungen hat er nicht durchgestrichen, weil er glaubt, sie verstanden zu haben.
Oben rechts: Werbung für Werbung.

Wanderung-2014-20Das umkreiste A hätte man als geschütztes Warenzeichen eintragen lassen sollen!
Nicht, um Geld damit zu machen, sondern um seine beliebige Verwendung für alles Mögliche und Unmögliche zu verhindern.
Hier wird es als Symbol der Mitteilung des zum Haß gesteigerten Unbehagens an der Gesellschaft hinzugefügt. Abgelehnt wird anscheinend nicht die gegenwärtige Gesellschaftsordnung, sondern Gesellschaft an sich. Rousseau hätte dem zugestimmt.
Aber was würde Rousseau heute sagen?
„Ja, so habe ich auch mal gedacht. Aber das war falsch.“

Bilder einer Wanderung (2)

Wanderung-2014-08Dieses Haus hat man da hingestellt, und dann hat man überlegt: Was machen wir damit?
Aber mir gefällt das. Warum? Es stand schon da, als ich hier hinkam.
Darin untergebracht ist das Kulturamt der Stadt Duisburg (bestimmt nicht nur).
Das wäre doch mal eine Überlegung wert:
Wäre das was gewesen, da einen Job zu haben, vormittags und nachmittags als Kulturbürokrat getarnt, hinter dem ein Feierabendanarchist sich verbirgt?
Oder lieber nicht?
Immerhin: Man hätte jeden Monat ein Gehalt kassiert, davon aber kaum was ausgegeben und den Rest heimlich auf einem Sparkonto gesammelt. Und dann mit 67500 Euro auf dem Konto dem Chef gesagt: „Du Arschloch!“
Oder:
Den Locher aus dem Fenster schmeißen und zum Chef sagen: „Raten Sie mal, warum ich das gemacht habe.“
Das rät der nie.

wanderung-2014-09Auch an die, die sich im engen Raum wohlfühlen, soll gedacht sein.
Das Künstleratelier da vorn wird wohl immer noch als solches genutzt (winzig).
Auf dem Balkon in der obersten Etage stößt man sich den Kopp.

Wanderung-2014-10Aha. Aha. Aha. Aha. AHA. Aha. Aha.

Wanderung-2014-11Straße der Aktien.
Für CJZZ / IDNA… (falls ich das richtig verstanden habe) hatte der Sprüher eine Leiter dabei.
Das Hinschreiben eines Substantivs, mit dem man eine Genitalie bezeichnen kann, hat den Blauschreiber in Heiterkeit versetzt: „Glied Hihihi…“. Oder wollte er „Hinihi“ sagen?
Das eingekreiste E verkündet eine Hoffnung. Ich weiß bloß noch nicht, welche.
Was ist noch zu erfahren?
HSCDCV, DjSU, CASZZ, SWU.
Der Balkon wurde mit Uhu an das Haus geklebt.

Wanderung-2014-12Was immer hier mitgeteilt werden soll: Die Vegetation (Efeu) läßt langsam ihren Vorhang darüber sinken.

Wanderung-2014-13Ach! Das neue „Hörsaalzentrum“ hat ja doch eine Tür!
Daß da auch tagsüber das Licht brennt, soll wohl zeigen, daß für Forschung & Lehre zu wenig Geld da ist.

Wanderung-2014-14Rote Rosen.

WIRD FORTGESETZT.