Wer an Ostermontag nicht durch die Straßen flaniert,
der ist es selber in Schuld.
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Archiv der Kategorie: Das Naturwerk
True Colours
Ein ganzes Wochenende fast ganz ohne Schreibtisch
Letzten Donnerstag hielt ich einen Vortrag. Die Vorbereitungen nahmen das ganze Wochenende davor in Anspruch, die Vorbereitungen dauerten sogar noch bis zum Donnerstag Nachmittag. Am Freitag beließ ich es mit ein paar Routine-Kleinigkeiten. Am Wochenende wollte ich endlich wieder in Klausur. Aber es war ein besonders schöner Frühlings-Samstag. Also mußte ich flanieren. Denn was ist die Arbeit dann noch wert, wenn man darüber den Frühling gar nicht bemerkt hat?
Die grünen Blätter (man sieht sie kommen) werden die gelben Blüten ersetzen.
Blauer Himmel, noch kein Laub.

Zum Botanischen Garten zu gehen war es mir dann doch zu weit. Ich ging die Vorgärten entlang zu den „Grünanlagen“ an der Lotharstraße. Lektüre auf einer Bank.
Das ist mir auch noch nie passiert, daß ich am Samstag-Abend noch im Hellen schlafen gegangen bin. Den ganzen langen Sonntag wollte ich dann am Schreibtisch verbringen, habe dann aber das Frühstück (mit viel Kaffee, Zeitungen, Radio) fast auf den ganzen Tag ausgedehnt und mußte dann auch noch an die frische Luft.
Da können Sie mal sehen.
Good old everlasting Sternbuschweg. March 2022

Vergleichen Sie das mal mit letzten Octobre.
(Bild anklicken zum Verschönern).
Seltsame Dinge … in kahlen Alleen
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Auch an die Singvögel denken!
Die Natur hat den besseren Baumschmuck.
Vergleichen Sie mal:
Bedenkt bitte: Ein Singvogel braucht täglich Nahrung von mehr als seinem Körpergewicht. Stellen Sie sich vor, Sie müßten, um zu überleben, täglich zwei Zentner Brot fressen.
Hängt Meisenringe auf,
streut Vogelfutter auf den Balkon,
schafft im Garten Lebensraum für Vögel,
unterstützt fortschrittliche Naturschutzorganisationen (z.B. BUND).
Der Kessel des Monats

Der historische Wasserturm auf dem Wedauer Rangierbahnhof, inzwischen stillgelegt (als ob es nichts mehr zu rangieren gäbe). Das war übrigens (in der Stadt des größen Binnenhafens der Welt) der größte Rangierbahnhof der Welt (der zweitgrößte ist auf der anderen Rheinseite, in Hohenbudberg, da ist man fast schon in Krefeld). Der Wedauer Bahnhof – das könnte man ja feiern – ist somit der größte stillgelegte Rangierbahnhof der Welt.
Das Foto ist aber auch schon 10 Jahre alt. Heute sieht das nicht mehr so schön aus. Damals konnte man voller Freude beobachten, wie die Vegetation ihr Recht in Anspruch nahm. Inzwischen ist man auf die Blöd-Idee gekommen, das Areal in ein Vorzeige-Wohngebiet umzugestalten. Um mich zu beruhigen, soll der Wasserturm als Industriedenkmal erhalten bleiben.
Den Kessel links im Hintergrund hatten wir auch schon mal in dieser Serie.
Der Wedauer Bahnhof wird uns noch öfter beschäftigen.
Es wird empfohlen: Bild anklicken zum Vergrößern.
Holt euch die Stadt zurück (26)
Früchte am Freitag
Wir haben in diesem Jahr einen gelben Herbst
Früchte am Freitag
Früchte am Freitag
Letztens hatten sie bei Edeka seit langem mal wieder Kumquats angeboten, nur einen Tag lang.
Ich ließ sie liegen, bringe aber die Kumquats von früher in Erinnerung.
True Colors: Frühherbst
Holt euch die Stadt zurück (23-25)
Holt euch die Stadt zurück (19-22)
Aus der Serie: Friedlich vor sich hin rostende Vorgartenzäune

Das gefällt mir; das find ich schön. Sie etwa nicht?
Ich finde: Gebilde von Menschenhand gewinnen an Schönheit dadurch, daß auf ihnen die Spuren der Zeit sichtbar werden. Der Kratzer auf dem Tisch, die Kulle auf dem Sofa, die abgewetzten Armlehnen des Sessels, das von Katzenkrallen zerkratze Stuhlbein – und eben der friedvoll vor sich hinrostende Zaun. Es fehlt eigentlich nur noch irgendein Gegenstand, der da eigentlich überhaupt nicht hingehört, wie zum Beispiel ein schon lange nicht mehr benutzter Wäschekorb.
Kommt in die Stadt zurück!
Lektüre-Tips
Zu meinen verschiedenen Locationen der Outdoor-Lektüre (sagt man heute: Outdoor) gehört die „Galerie“ im Botanischen Garten. Man kann ab und zu mal für eine oder zwei Minuten den Blick in die Weite schweifen lassen, etwa da hin:
oder so:
Man versteht dann besser, was man liest.
Nach einer gewissen Zeit verlasse ich die Galerie und suche zur Fortsetzung der Lektüre eine weniger frequentierte Stelle im Botanischen Garten auf.
Von den verschiedenen Treppen im Botanischen Garten gefällt mir diese am besten.
Die Kette kündet: Hier beginnt der interessante Teil.
Hier wurde geerntet. Wer war das?
Letzten Samstag (bei sehr schönem Wetter) war der Botanische Garten geradezu überlaufen. Aber auch an solch einem Tag ist man im nördlichen Teil fast ganz allein. Also auch hier: Zwischen den Zeilen weit blicken.
Der Botanische Garten ist aber auch nicht mehr das, was er mal war.
Das einzige, was vom Rosengarten geblieben ist: ein Wasserkran in der Landschaft.

































