Archiv der Kategorie: Das Naturwerk
„About the Flowers an the Trees“
Eigentlich will ich am ersten richtig warmen Samstag des Jahres an der Sechs-Seen-Platte herumwandeln. Aber ich hatte keine Fahrkarte. Also bin ich durch die Straßen gewandelt.
Eine Freundin hatte mir gegenüber ihre Verwunderung darüber geäußert, daß ihr Gatte (Kommunist) immer nur Blumen und Pflanzen fotografiert. Heute mache ich das auch, und ich bin immer noch in der Partei.
Froh kann sein, wer hinter dem Haus einen blühenden Baum stehen hat (froh das ganze Jahr über, nicht nur in der Zeit der Baumblüte).
Helles Grün vor hellem Blau. Das wird sich ändern.
Kondensstreifen.
Im Botanischen Garten ist für Narzissen gesorgt.
„Narzissus und die Tulipan / Die ziehen sich viel schöner an, /Als Salomonis Seide“
dichtete Paul Gerhardt. (Mitten im Dreißigjährigen Krieg besang er die Schönheit des Lebens).
Im Café des Botanischen Gartens haben sich (meist ältere) Leute versammelt, um es sich gut gehen zu lassen.
Aufnahme trotz Gegenlicht gelungen.
Der Wander-Zyklus hat begonnen
Vorgestern: Der Wander-Zyklus hat begonnen – eigentlich zwei bis drei Wochen zu spät in diesem Jahr. „Man kommt ja kaum noch zu was.“
Manches Gesträuch ist schon in voller Blühte.
Wald mit Bahnanschluß.
Soul!
So habe ich Ihnen das vor einem Jahr gezeigt.
Und so sah das vorgestern aus:
(Bilder anklicken zum Vergrößern).
März
März
Es ist ein Schnee gefallen,
Denn es ist noch nicht Zeit,
Daß von den Blümlein allen,
Daß von den Blümlein allen
Wir werden hoch erfreut.
Der Sonnenblick betrüget
Mit mildem, falschem Schein,
Die Schwalbe selber lüget,
Die Schwalbe selber lüget,
Warum? Sie kommt allein!
Sollt‘ ich mich einzeln freuen,
Wenn auch der Frühling nah?
Doch kommen wir zu zweien,
Doch kommen wir zu zweien,
Gleich ist der Sommer da.
Goethe
Das Foto zum Zwanzigsten
Herbstlicht
Die Händelstraße hat in wenigen Tagen die Farbe verändert (vergleiche „Foto zum Zwanzigsten“ unten).
Der Herbst hat nicht in jedem Jahr dieselben Farben. In einem früheren Jahr hatten alle Bäume auf der Lotharstraße im Herbst hellgelbes Laub, soweit man schaute. So habe ich das in den Jahren danach nie wieder gesehen. Auch im vorigen Jahr nicht.
Auch in diesem Jahr nicht.

Uni-Gelände.
Die Heinestraße ist auch so’ne Gelb-Straße.
Erinnern Sie sich an den Kirschbaum im Frühling?
Jetzt ist er errötet.
So hab ich das auch noch nie gesehen.
Achten Sie auf sowas? Achten Sie mal auf sowas.
Spätsommer? Frühherbst?
Wie die grauen Haarsträhnen im dunklen Haar. Ein paar gelbe unter den grünen Blättern.
Spätsommer oder Frühherbst?
Der Sommer ist dieses Jahr erst spät gekommen, und er scheint sich schneller zu verabschieden als in den letzten Jahren. Ich war gar nicht viel unterwegs.
Der Abschied vom Sommer fällt mir nie leicht. In der Abenddämmerung durch die Straßen zu gehen, wenn das Scheinwerferlicht der Autos sich auf dem nassen Asphalt spiegelt – das macht melancholisch.
Dabei erinnere ich mich doch stets daran, daß einige der besten Ideen im Herbst ersonnen und verwirklicht wurden, daß einige der fruchtbarsten Anstrengungen und Begegnungen im Herbst stattfanden, und daß der Herbst einige der besonders feinen Abenteuer bescherte.
So ist es doch, nicht wahr, November-Girl?
(Falls Du das liest).
(Und falls Du Dich überhaupt an mich erinnern willst).
Nutzlos und frei
In der Stadt, deren Einwohnerzahl in einem Vierteljahrhundert sich um 100.000 verringert hat, wird immer noch Fläche verbraucht.
Felder, über die man den Blick schweifen lassen kann, sind selten geworden. Da ist man ja schon froh, wenn es auch nur mal 50 Meter sind, wo das Gras ganz frei und nutzlos (unausgewertet) vor sich hinwächst.
An der Lotharstraße in Neudorf.
Wie lange geht das noch gut?
..
Ein Fest für die Singvögel
Haselmäuse
Die dänische Regierung hat sich entschlossen, etwas für die Haselmäuse zu tun. Um Gefahren von den Haselmäusen abzuwenden, wird sogar überlegt, eine geplante Autobahntrasse zu verlegen. Dazu läßt sie sich von Zoologen den Bewegungsradius von Haselmäusen erklären. Haselmäuse bewegen sich in einem Revier von etwa 200 Metern Durchmesser.

Ich nutze diese Gelegenheit, um darauf aufmerksam zu machen, daß nicht jedes Tier, das „Maus“ genannt wird, auch eine Maus ist. Die Haselmaus gehört nämlich gar nicht zur Nagetierfamilie der Mäuse.
Auch die Spitzmaus ist keine Maus, auch wenn sie so heißt. Die Spitzmaus ist mit den Mäusen nur insoweit verwandt, daß sie gemeinsam mit ihnen zur Klasse der Säugetiere gehört. Die Spitzmaus gehört aber nicht zur Ordnung der Nagetiere, sondern zu den sogenannten Insektenfressern. Sie ist also mit den Igeln und Maulwürfen verwandt.
Insektenfresser sind kleine Sohlengänger mit einem Gebiß aus kleinen spitzen Zähnen. Zu Nagezähnen ausgebildete Schneidezähne hat die Spitzmaus nicht. Im Unterschied zu den Mäusen, die als „Schädlinge“ gesehen werden, macht sich die Spitzmaus durch das Vertilgen von Schädlingsinsekten nützlich. Geringe Sympathie genießt sie allerdings bei den Imkern.
Wenn auch ebenfalls nicht zu den Mäusen zählend, gehört die Haselmaus immerhin zu den Nagetieren. Sie ist mit den Mäusen zwar verwandt, gehört aber zur Familie der Bilche, also zu den nahen Verwandten der Eichhörnchen. Es ihren Verwandten gleichtuend kraxelt die Haselmaus auf Ästen und Zweigen herum und baut etwa zwei Meter über der Erde Nester in Sträuchern.
Haselmäuse sind in Mittel- und Nordeuropa verbreitet. Die dichteste Population von Haselmäusen befindet sich in Dänemark, und zwar auf der Insel Fünen in der Umgebung von Svendborg.
In den Svendborger Gedichten werden allerdings die Haselmäuse an keiner Stelle erwähnt. Wahrscheinlich deshalb nicht, weil ein Gespräch über die Bäume, auf denen die Haselmäuse herumklettern, fast ein Verbrechen ist.
Foto: Björn Schulz / Wikipedia http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Haselmaus.JPG
Das Foto zum Zwanzigsten
Summer in the City (2)
Der Opa von Neudorf
An der Ecke Gneisenaustraße/Finkenstraße steht der Opa von Neudorf und hält sein Fahrrad fest.
„Et rechnet“, sagt er betrübt. „Heute is doch Siebenschläfer. Wenn et an Siebenschläfer rechnet, dann rechnet et sieben Wochen lang.“
Und dann fügt er hinzu: „Dat is son alter Aberglauben. Der paßt nich mehr in unsere moderne Zeit rein.“
Das Foto zum Zwanzigsten
Jasmin
Der Jasmin gehört zu meinen Lieblingen. Vor ein paar Jahren wurden in den Anlagen viele Jasminsträucher gepflanzt. Das war eine gute Idee. Einige dieser Sträucher sind prächtig gewachsen, drei oder vier Meter hoch.
Mein täglicher Weg führte an einem Jasminstrauch vorbei. Im Frühsommer blühte er. Die weißen Blüten zwischen den dunkelgrünen Blättern ergaben ein prachtvolles Bild, betont durch den bittersüßen Duft, den sie verströmten.
Vor ein paar Jahren wurden die Sträucher auf dem Mittelstreifen der Gneisenaustraße gestutzt (Ordnung muß sein). Die Folge war, daß andere, schneller wachsende Sträucher den Jasmin überwucherten. Das städtische Gewächsbeaufsichtigungsamt hatte mir die frühsommerliche Freude an „meinem“ Jasminstrauch genommen.
Auch Gewächse haben einen Lebenswillen. Der Jasminstrauch auf der Gneisenaustraße hat sich – jedenfalls auf die Dauer – nicht unterkriegen lassen. In diesem Jahr zeigte er wieder Blüten.
Während an Jasminsträuchern an anderen Stellen die Blütezeit zu Ende geht und sie die weißen Blütenblätter unter sich ausbreiten (Bild oben), sind an „meinem“ Strauch die Blüten jetzt erst aufgegangen.
Der Strauch mag nicht der prächtigste und blütenreichste seiner Art sein, hat aber seine eigene Kraft. Während ich bei den anderen Sträuchern mit der Nase dicht an die Blüten herangehen muß, weht mir bei ihm schon aus einigen Metern Entfernung dieser bittere, giftig-süße Duft entgegen, der mich betört.

P.S.:
Von derselben Stelle aus gesehen: Der Hulunderstrauch mit seinen weißen Blütenständen (vor dem fast stets geschlossenen Sonnenschirm). Da wurden bis auf zwei Meter Höhe die Zweige abgeschnitten, damit die Holunderblüten dem Verbeigehenden bloß nicht zu nahe kommen! Sackgasse.
Garden in Progress
There! She! Goes!
Pusteblumenrekord
Löwenzahnrekord
Die Bäume auf der Lerchenstraße
Die Bäume auf der Lerchenstraße sind erblüht.
Es soll sich um japanische Kirschbäume handeln.

Die Bäume blühen nur kurze Zeit. Nach wenigen Tagen ist die Pracht vorbei.
Danach bedeckt ein Teppich aus rosaroten Blütenblättern die Straße. Das sieht auch gut aus.
Heute stehen solche Bäume in vielen Gärten und an vielen Alleen. Aber als die Allee an der Lerchenstraße angelegt wurde, war es noch etwas Einmaliges.
Die Leute von der Straße konnten sagen: Kommt her und schaut euch das an. Wir können euch was Schönes zeigen.






























