Satz komplett


Aufmerksamen Besuchern fiel auf, daß der Briefmarkensatz von 1964 hier am 6. Januar nicht komplett abgebildet wurde, ein Wert fehlte. Man mußte kein Briefmarkenexperte sein, um zu bemerken, daß bei Gedenkmarken zur Roten Kapelle eine Marke für Harro Schulze-Boysen nicht fehlen kann.
Der Satz müßte jetzt komplett sein.

Wilde Dinger in Panama! Einladung zum Knall!

Einladung zur nächsten Poesie- und Musik-Party in PANAMA (Werner Muth, Duisburg-Obermarxloh), ich zitiere:

Das Panama-Programm beginnt in diesem Jahr gleich mit einem Knaller, zu dem ich herzlich einladen möchte.

“Wild Things“. Eine Hörrevue mit den Duisburger Autoren Lütfiye Güzel, Helmut Loeven, meiner Wenigkeit (das ist Werner Muth) und dem Musiker Stefan Schlensag aus Oberhausen.

Samstag , 28.01.2017, Westfälische Straße in 47169 Duisburg
Beginn gegen 19.30 Uhr
Ab 18.30 Uhr Eintreffen der ersten Gäste mit Nahrungsaufnahme und Umtrunk.

Aus ihren viel zu tief gestapelten Angaben zur Person zusammengestellt hier nur ein paar Hinweise zu den eingeladenen Akteuren:

Lütfiye Güzel, Lyrikerin aus Marxloh und auch oft in Berlin und on the road, terrorisiert mit „Oh, No!“ und „hey anti-roman“ den grauen Alltag, melancholisch und ohne Umwege!

Helmut Loeven kennen alle, kennt keiner. Jahrgang 1949.
Er gründete die Situationspresse (1968), die Hut-Filmproduktion (1974) und das Weblog Amore e Rabbia (2012) und gibt immer noch (seit 1968) das satirische Magazin DER METZGER heraus und geht gern nach Hause.

Stefan Schlensag alias Blind Joe Black spielt seine Musik auf der Gitarre, dem fünfsaitigen Banjo, der Bluesharp und dem Akkordeon. Er ist allerdings weder schwarz noch blind. Der Name ist eine Verbeugung vor großartigen Musikern wie Blind Willie Johnson und anderen. Mehr sei noch nicht verraten. Vielleicht verhilft mir Stefan am 28. Januar auch zu meinem Comeback als Sänger nach fast zwanzig Jahren.

Ferner wird angekündigt:
Außer Texten und Musik gibt es Wasser, sowie Brot, allerdings auch Salami, Käse, Bier, Wein, also richtig schön Party, was niemandem Schwellenangst machen soll!
Im Laufe des Abends geht ein Hut ( oder eine Dose) rum, damit wir die Autoren und den Musiker mit einer kleinen Gage verabschieden können.
Also rüstet Euch mit Geldscheinbündeln aus!

Wegen der nicht unendlichen Raumkapazität (und wir wollen uns ja auch nicht gegenseitig auf den Füßen herumstehen) wäre eine Anmeldung hilfreich (und bitte auch nicht erst im letzten Moment). Wer sich bei mir anmeldet
<loeven@buchhandlung-weltbuehne.de>
dem schicke ich eine Wegbeschreibung.

Von Stefan Schlensag habe ich kein Foto. Den muß man sich in natura angucken.
Also: Freut Euch auf uns, dann freuen wir uns auch auf Euch.

Neu in der Weltbühne: Über den Fall Ethel und Julius Rosenberg


Sina Arnold, Olaf Kistenmacher: Der Fall Ethel und Julius Rosenberg. Antikommunismus, Antisemitismus und Sexismus in den USA zu Beginn des Kalten Krieges. Edition Assemblage 2016. 96 S. 12,80 Euro
Am 19. Juni 1953 wurden Ethel und Julius Rosenberg in New York auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Das Gericht hatte sie wegen Atomspionage für die Sowjetunion verurteilt. Der Fall erregte zu dieser Zeit weltweit Aufsehen. Viele Linke sahen in dem Ehepaar unschuldige Opfer des entfesselten Antikommunismus, der die McCarthy-Ära in den USA zu Beginn des Kalten Krieges prägte. Doch die Stimmung gegen die Rosenbergs und die beiden Mitangeklagten wurde auch durch antisemitische Vorstellungen über „jüdische Verräter“ angeheizt. Zugleich zeigt die Darstellung der beiden in den Medien, dass das Ehepaar Rosenberg als Gegenbild zu den herrschenden Geschlechterbildern entworfen wurde. Der Prozess wirft bis heute grundlegende Fragen auf. Das Buch erinnert an das Gerichtsverfahren, betrachtet seine Rezeption in Literatur und Film und zeichnet die Verschränkung von antikommunistischen, antisemitischen und sexistischen Vorstellungen nach.

Bitte bestellen Sie das Buch nicht am Amazonas, sondern in der Buchhandlung Weltbühne, Duisburg, Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg (Neudorf). Telefon 0203-375121.
E-mail: bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de
www.buchhandlung-weltbuehne.de
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WELTBUEHNE IST GUT!
WELTBUEHNE MUSZ BLEIBEN !

Der Mensch als Verkehrshindernis

(Anklicken zum Vergrößern)
Ja, wer nimmt sich denn einfach so das Recht?
Die Erkenntnis, daß Gerechtigkeit den Exporten schadet und daß wir uns das Überleben auf dem Planeten aus wirtschaftlichen Gründen einfach nicht mehr leisten können (Programm der FDP, kurz zusammengefaßt) ragt selbstverständlich auch in die Kommunal- und Stadtteil-Politik hinein:
Die Natur macht alles kaputt.
Zur Beruhigung des Herrn Oberbürgermeisters Sören Link (SPD) gibt es Leute, die aus Prinzip immer für das Falsche sind und irgendwelche „Gründe“ an den Haaren herbeiziehen. Die haben im Leben nichts anderes geschafft als sich anpassen. Darum sind sie nur für ein freudloses Dasein zu gewinnen. Sie lieben und leben das Unbehagen, und alles, was dem Leben Wert gibt, Gerechtigkeit, Schönheit, besseres Wissen kurzum: die Freude am Leben, ist ihnen nichts wert. Oder haben Sie schon mal erlebt, daß einer, der für Atomkraftwerke ist, sich gefreut hat (im Sinne von: Götterfunken)?

Konstantin Wecker bittet um Aufmerksamkeit

Konstantin Wecker bittet um unsere Aufmerksamkeit für die Coordination gegen BAYER-Gefahren. Bitte lesen Sie:
Faksimiles anklicken zum Vergrößern.

Die (Frage-)Bögen kann man ausdrucken und ausfüllen – oder die Angaben formlos einsenden, bzw. für Spenden die Kontodaten übernehmen.
Man kann in verschiedenem Umfang diese Kampagne unterstützen. Der Coordination gegen BAYER-Gefahren ist Erfolg zu wünschen.

Gauck hat den Knall gesehen (glaubt er)

Bundespräsident Gauck hat seine obligate Weihnachtsrede geredet. Er sagte:
„Und doch ist etwas anders in diesem Jahr. Der Terror, den wir seit Jahren weltweit erleben, ist plötzlich vorgedrungen bis in unsere Hauptstadt.“

Plötzlich.

In Berlin (unsere Hauptstadt) hat ein Fanatiker ein Attentat verübt. Das Entsetzen darüber war groß.
Damit ist aber keineswegs der Terror über dieses Land hereingebrochen.
Zuvor waren jahrelang mindestens wöchentlich in allen Gegenden Deutschlands Brandfackeln gegen Flüchtlingsheime entzündet, Menschen angegriffen und verletzt, ihr Leben in Gefahr gebracht worden, weil sie „nicht von hier“ sind. Die Reaktion darauf: Gleichgültigkeit. (Auch der Bundespräsident scheint diese Diskrepanz nicht zu erkennen).

Mein Entsetzen über all diese Ignoranz ist nicht geringer als mein Entsetzen über diesen einen zum Töten entschlossenen Fanatiker.
Man wird immer wieder daran erinnert, daß wir in Deutschland leben.

P.S.: Der „Nationalsozialistische Untergrund“ konnte hier ein Jahrzehnt lang Menschen ermorden. Dieser Terror wurde von staatlichen Einrichtungen nicht nur ignoriert, sondern gedeckt und gefördert. von Einrichtungen des Staates, dessen oberster Repräsentant Joachim Gauck ist. Er sollte sich dazu äußern.