Die Tür bleibt zu

The door stays too.
La porte reste fermé.
De doer mot dicht.

Einmal muß es gesagt werden:
Am kommenden Samstag, 18. Februar 2017, ist die Buchhandlung Weltbühne geschlossen.
Wir sind nämlich mit Büchertisch bei der VVN-Landeskonferenz.

An diesem (NUR an DIESEM) Samstag ist es nichts mit „Hereinspaziert“.
Aber man kann die zue Tür begucken.

Rive Gauche

Die Wilde-Dinger-Party im Panama-Club war prima.
Zwar ist man von Hochfeld/Neudorf (also: Mitte) mit der Linie 1 fast den halben Tag bis nach Obermarxloh unterwegs. Aber in einer fröhlichen Reisegesellschaft fängt die Party schon in der Straßenbahn an.
Angekommen, fühlt man sich wie angekommen im Quartier Latin.

Gastgeber Werner Muth freut sich, daß alle gekommen sind.
Darüber freuen sich auch alle, die gekommen sind.

Stefan Schlensag alias Blind Joe Black.

Lütfiye Güzel.

Helmut Loeven kennen alle / kennt keiner (das bin ich).

Auch Werner Muth gibt zum besten.

Vielleicht sind demnächst hier auch Tonaufnahmen zu hören oder bewegte Bilder zu sehen. Denn wir sehen nicht nur gut aus, sondern hören uns auch gut an, und unsere Bilder sind erst recht schön, wenn sie sich bewegen.

Fotos: (C) Hafenstaedter

Ja, Sie brauchen einen Bundespräsidenten.

Brauchen wir noch einen Bundespräsidenten? So wird gleich die ganze Institution in Frage gestellt (wobei der in der Verfassung festgeschriebene Aufgabenbereich dieses Verfassungsorgans ausgeblendet wird). Aber solche Fragen werden gern gestellt. Denn man möchte ja wenigstens das abschaffen, was eigentlich gar nicht weiter schadet.
Ich meine: Ja, Sie brauchen einen Bundespräsidenten. Es ist wichtig, daß alle fünf Jahre einer gewählt wird. Das „Kandidatenkarussell“ ist schon recht unterhaltsam, vor allem, wenn, wie seinerzeit Heidmann (oder Heitmann?), einer durchfällt. Die Wahl selbst ist eine gute Show, vor allem, wenn es mehrere Durchgänge gibt. Sollte ich mal – gottbehüte! – in der Bundesversammlung sitzen, dann würde ich auch nicht gern schon nach dem ersten Wahlgang nach Hause geschickt. Wenn schon denn schon!
Die Präsidentenwahlen boten guten Anschauungsunterricht: Etwa, als vorgeführt wurde, daß Rotgrün versuchte, die CDU rechts zu überholen (Gauck contra Wulff). Oder, als die SPD-Kandidatin (Gesine Schwan) nicht von allen SPD-Deputierten gewählt wurde. Daran sollte man sich erinnern, wenn die SPD mal wieder eine knappe Koalition zusammenzubringen versucht, was schon in Hessen schiefging.
Die Wahl des Bundespräsidenten hat was von den Abiturentlassungsfeiern, wie sie zu meiner Zeit noch waren. Samstags nach der zweiten Stunde versammelte sich die „Schulgemeinde“ ab Mittelstufe inclusive stolzen Eltern, Ehemaligen, Löbenichtern, Jubilaren in der Aula zu einem würdevollen Spektakel mit Schulorchester. Alle in dunklem Anzug mit Krawatte. Die ersten beiden Stunden aber war noch normaler Unterricht. Und stellen Sie sich das bitte vor: Mathematik und Erdkunde im dunklen Anzug mit Krawatte. Das ist Surrealismus! Das ist Bunuel!

Komplettierung der Serie: Zweimal halb, einmal ganz, einmal mit

Nach Prélude und einmal halb, dann nochmal halb und einmal ganz, diesmal also mit.
(Happy End).



Ich finde, sie könnte für die Schlankheits-Diät einer Frauenzeitschrift Modell stehen.
Aber Andrea aus Bad H. hatte eine bessere Idee.

Isn’t she pretty?

Foto(s): Tyrallis-Archiv

Wenn schon Bundespräsident, warum nicht lieber den?

Neu in der Weltbühne: Basiswissen über die Armut

Christoph Butterwegge: Armut. PapyRossa Verlag Reihe Basiswissen 2016. 132 S. 9,90 Euro
Verlagstext:
„Armut“ ist ein brisanter, weil politisch-normativer, emotional besetzter und moralisch aufgeladener Begriff. Christoph Butterwegge diskutiert den Armutsbegriff, wirft einen Blick auf die Geschichte der Armut und vermittelt die theoretischen Grundlagen. Er stellt die Hauptrichtungen der Armutsforschung vor, erläutert die gängigen Methoden der Armutsmessung und hinterfragt die statistische Datenlage, wie sie die Armuts- und Reichtumsberichte der Bundesregierung dokumentieren. Neben den unterschiedlichen Erscheinungsformen und den Folgen der Armut für die Betroffenen wie die Gesellschaft beschäftigen ihn die Entstehungsursachen und die wenig überzeugenden Erklärungsansätze der (Medien-)Öffentlichkeit. Abschließend geht es um den Kampf gegen die Armut sowie die Frage, welche Maßnahmen hierbei Erfolg versprechen und ob das bedingungslose Grundeinkommen ein Patentrezept darstellt.
Christoph Butterwegge, Prof. Dr. rer. pol., Jg. 1951, lehrte bis 2016 Politikwissenschaft an der Universität zu Köln. Arbeitsschwerpunkte: Sozialstaatsentwicklung und Armut; Rechtsextremismus, Rassismus und (Jugend-)Gewalt; Migration, Integration und Minderheitenpolitik.
„Christoph Butterwegge öffnet die Augen für die wirklichen Zustände in unserem Land.“ (Rudolf Walther, neues deutschland).

Von der Partei Die Linke als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten vorgeschlagen. Na, da heißt es jetzt wohl: Daumen drücken!

Und weil es eben nicht nur darauf ankommt, worüber und wie und mit welche Mitteln man sich informiert, sondern auch, welche Strukturen vonnöten sind und wen man nicht im Stich lassen darf, folgt hier noch ein Vorschlag – in der Hoffnung auf einen Rest von Bewußtsein, daß es ein bißchen von einem selber abhängt, ob das ganze Land in materieller und geistiger Armut versinkt:
Bitte bestellen Sie dieses Buch (und überhaupt: alle Bücher die Sie brauchen) in der Buchhandlung Weltbühne (auch im Versand). Weltbühne muß bleiben. Weltbühne muß wirken.

Wat? Nikolaus im März?

Die Veranstaltung wird bestimmt gut.
Hingehen! Los!

P.S.: Werner Zapp (Bild oben rechts) zeigt eine neue Krawattenmode. Ohne Knoten, geht auch.
Jetzt sag ich Ihnen mal was: Werner Zapp hat mich nach der Lesung am letzten Samstag angesprochen auf den ÜBERNÄCHSTEN Autorenplausch im September, und zwar zusammen mit Lütfiye Güzel. Also halten Sie sich den September frei!
Dann kann ich meiner Kollegin sagen: Hier komme ich her, Buchholz, meine engere Heimat! Hier hat Frollein Tischer mir das kleine Einmaleins und das ABC beigebracht (und viel mehr eigentlich nicht).
Die Vergangenheit holt mich ein. Das ist gar nicht schlimm, denn ich hole ja auch die Vergangenheit ein.


Dochdoch: Die Sittardsberger Allee HAT was Gemütvolles.

Neue AK-Broschüre zu AfD

Von der Redaktion der Zeitung AK (Analyse und Kritik) wurde eine Sammlung von Artikeln, die 2016 in dem Blatt zum Thema AfD erschienen sind, in Broschürenform zusammengefaßt (in der Buchhandlung Weltbühne erhältlich).

Zitat:
„Dass es einer rechten Partei irgendwann gelingen würde, sich in der deutschen Parteienlandschaft zu etablieren, war angesichts weit verbreiteter rechter Einstellungen in Teilen der Bevölkerung zu erwarten. Nun ist sie da: die Partei ‚rechts der Union‘. Die Alternative für Deutschland (AfD) ist auch deshalb so erfolgreich, weil sie ihre reaktionären Inhalte in eine moderne Hülle packt. Dazu gehört unter anderem, sich von Neonazis abzugrenzen und sich als bürgerlich zu präsentieren. Entsprechend funktionieren erprobte Antifastrategien – diskreditieren, blockieren und ausgrenzen – nicht mehr.
Was also tun gegen das rechte Projekt? In den Diskussionsbeiträgen wird deutlich, dass es zum jetzigen Zeitpunkt keine einheitliche Strategie gegen die Rechten gibt. Das dürfte jedoch weniger auf mangelnde Vorbereitung zurückzuführen sein. Vielmehr sind die verschiedenen Ansätze Ausdruck einer gesellschaftlichen Linken, in der es sehr unterschiedliche Auffassungen darüber gibt, wie diese Gesellschaft zu fassen ist, wo es hingehen soll – und wie entsprechende Pfade bestritten werden können.
32 Seiten mit Beiträgen von Sebastian Friedrich, Anna Berg und Tanya Zorn, Julia Meier, Jörg Nowak, der Gruppe antifa nt, Maike Zimmermann, Peter Birke, Hannah Eberle und Emily Rose, David Begrich, David Bebnowski.
3,30 Euro + Porto.“

Große Ereignisse werfen ihre Bücher voraus

Nein, ich wollte sagen: Gute Bücher werfen ihre Ankündigung voraus.
Helmut Loeven: Barbara lächelt.
Wirklich wahre Geschichten, die tatsächlich passiert sind.
Trikont-Verlag, 76 S. 10 Euro
ISBN 978-3-945634-17-2

21 Kurzgeschichten,
dazu drei Gedichte, einige Abbildungen
und ein Anhang: Theater des Schreckens: 8 Szenen.

Das Buch ging vorgestern in Druck und erscheint in ein paar Tagen.
Vorbestellungen werden gern entgegengenommen: Für 10 Euro bei portofreier Lieferung:
bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de