
Ein schönes Bild, nicht wahr?
Sieht aus nach einem verlassenen Platz,
nach einem vergessenen Platz.
Irgendwann erzähle ich Ihnen, was es damit auf sich hat,
vielleicht in einem Monat,
vielleicht in einem Jahr.
Archiv der Kategorie: Zeit im Bild
Also, ich kann es nicht anders sagen
Dieses Bild (Gustave Courbet „Der Schlaf“ 1866) finde ich irgendwie ungemütlich.
Die beiden Damen im Schlafe arg verdreht. Dem Schlaf in dieser Haltung fehlt das Entspannende.
Die beiden Damen sind in einem Moment ihres Schlafes festgehalten. Aber man fürchtet, daß die eine im nächsten Moment mit der Hand das Glas und das Gefäß mit der geheimnisvollen Flüssigkeit umstößt, und die andere mit dem Fuß die kostbare Vase. Da möchte man doch am liebsten gar nicht hingucken.
Im selben Jahr 1866 störte Courbet die Kunstgeschichte auf mit seiner skandalträchtigen „L’Origine du monde“ („Der Ursprung der Welt“).
Fünf Jahre später, 1871, war die Pariser Commune, an der Courbet beteiligt war.
Sammelt Briefmarken
Paris? Paris!
Die Bild-Fortentwicklung als eigenständiges Kunstmittel: Das mache ich jetzt auch.
Und zwar habe ich mir ausgesucht:
Das Urteil des Paris von Anselm Feuerbach (1870).
So sieht das bei mir aus:
Das Urteil des Paris von Anselm Feuerbach (Ausschnitt) variatio delectat.
Die ursprüngliche Version ging so:
..
Sammelt Briefmarken
Groß-Graffiti
Begrifflichkeiten der Kunst(-Geschichte): Groß-Graffiti
Schafft man das ohne Gerüst?
P.S.: Schaut man nach Betrachten des Bildes in die entgegengesetzte Rechtung, erblickt man einen noch größeren Graffito, der auf dem Cover von DER METZGER Nr. 140 (April 2021) abgebildet ist.

Die Zeitung können Sie ruhig auch mal lesen, da werden Sie nicht dümmer von.
Wirklich !
Sammelt Briefmarken
Zwei Bilder – was fällt auf?
Neue Serie: Zwei Bilder – was fällt auf?

Zwei Bilder.
Am selben Ort? Ja (nämlich in Bonn).
Am selben Tag? Nein.
Dieselbe Person? Ja (kennen Sie, oder sie würden sie vielleicht gern kennen).
Derselbe Fotograf? Ja.
1 Ort, 2 Tage, 1 Model, 1 Fotograf.
Was fällt auf?
Beim oberen Bild fehlt an dem Stuhl die Rückenlehne.
Nullsiebter Nullvierter
Razitko: Crocodile
Sammelt Briefmarken
Früher war alles schöner
Green is the Colour … in the Morning, when we rise

Früher (wir erinnern uns) war die chinesische „Staats- und Parteiführung“ in rbeitsanzügen gekleidet (samt Ballong-Mütze).
Ir-gend-wann, von einem Tag auf den anderen, entschloß man sich: Von jetzt ab keine Uniformen mehr!
Ergebnis: siehe oben (Peking, Volkskongress 2021).
Für den Volkskongress 2022 hat sich die Führung des Landes zu der Kampagne entschlossen, mehr Farbe in die Politik zu bringen.
(Foto unten: General-Probe).
Razitko: Lion
Razitko: Diseuse
Sammelt Briefmarken
Allez Gute!
The Medium is the Message
Begrifflichkeiten der Kunst(-Geschichte): The Medium is the Message.
Hier hat sich die Botschaft völlig im Blau aufgelöst.
Der von dem Medien- und Kommunikationstheoretiker Marshall McLuhan (1911-1980) geprägte Satz „The Medium is the Message“ ist schwer zu erklären. Versuchen Sie es doch einfach mal anhand dieses Bildes.
Ob der Satz authentisch so heißt oder „The Medium is the Massage“ ist nicht eindeutig. 1967 erschien das Werk, der Schriftsetzer hatte sich vertan und aus „Message“ „Massage“ gemacht. McLuhan autorisierte den Setzfehler: „Lasst es so! Es ist großartig und genau richtig.“
Der Satz ist nicht zu verwechseln mit der unsinnigen Behauptung „Der Weg ist das Ziel“. Da könnte man ja auch sagen „Die Straßenbahn ist die Haltestelle“. „Der Weg ist das Ziel“ ist wohl eher ein Slogan für Erfolgsmenschen in ihrer Freizeit.
Rotor Ange
Da ich mich seit je nur mit solchen Arbeiten an das Publikum (an SIE, meine Damen und Herren) wende, die REPRODUZIERBAR sind (und zwar reproduzierbar mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln), habe ich – mit Bedauern – auf farbliche Gestaltungen weitgehend verzichtet. FARBIG waren nur die Filme, mit denen ich an HUT-FILM beteiligt war einschließlich der Hut-Film-Super-8- und Dia-Lightshows im Eschhaus.
Ansonsten: Zeichnungen, Montagen, Fotos (im METZGER), (Situations-)Postkarten, Plakate alles nur SCHWARZWEISS.
Doch nun: der technische Fortschritt – digitale Vervielfältigungsmethoden, Postkartenproduktion in geringer Stückzahl und natürlich auch das Weblog – erlauben es mir auch, Farben auf Flächen zu verteilen, und zwar in doppeltem Sinne: als optische Gestaltung und als Verteilen von farbiger Substanz auf einer Unterlage. Vulgo: Malerei.
Als farbige Substanz dienen mir Deckfarben aus einem Schul-Farbkasten. Als Unterlage (mit spezifischer Struktur) dienen mir gelegentlich Styropor-Platten, auf denen auf andere Art als auf dem Zeichenblock den Farben AUSLAUF gegeben wird (werden kann), etwa für Bilder aus ein- oder mehrdeutigen Wörtern:
siehe dort,
siehe dort,
siehe dort,
siehe dort,
siehe dort,
und dort..
Und? Was sehen Sie? Sie sehen, daß der Künstler (ich) durch Legen, Stellen und Um-Stellen und Bewegen es dem Bild selbst überläßt, sich fertigzustellen.
Und nun VOM WORT ZUR WORT-LOSIGKEIT (könnte der Ausstellungs-Führer sagen, wenn er Sie zu diesem Bild führt):
Zwei nicht kontrastierende Farben (rot, orange) unterschiedlich verdünnt.
Titel: Le Feu.
Das ist das erste Bild einer Serie EIN KÜNSTLER FÄLSCHT SEINE EIGENEN WERKE.
Denn das ist das Original von 1969:

















