Ein kluger und gütiger Mann hat einmal gesagt: Liebe, Arbeit und Wissen sind die Quellen unseres Daseins, sie sollen es auch beherrschen.
Sie war den Quellen des Lebens nahe. Ich sehe sie vor mir, wie sie arbeitete: sorgfältig, unaufgeregt, in Übereinstimmung mit sich und ihrem Werk. „Die Arbeit ist nicht Fluch für die nicht Sklaven sind“. Viele werden sie so in Erinnerung behalten, die die gute Arbeit, die unter ihren Händen entstand, zu schätzen lernten.
Das Wunder der Welt wollte sie mit allen teilen. Das Leben war für sie etwas Großartiges, es sollte von keinem anders erlebt werden als großartig. Daß überhaupt irgendeinem Menschen Leid zugefügt wird, daß es Menschen gibt, die nicht genug zu Essen haben, das konnte sie einfach nicht einsehen. Sie wollte es nicht hinnehmen. Es empörte sie, aber mehr noch machte es sie traurig, sie, der das Elend anderer Menschen so auf den Leib drückte. Sie fand ihren Weg zur Kommunistischen Partei. Daß sie, anders als so manche, ihrer Sache die Treue hielt, war für sie nichts anderes als eine Frage des simplen Anstandes. Die Idee, daß alle Menschen gleiche Rechte haben, daß allen Menschen das Glück des Lebens zusteht, hätte keine bessere Fürsprecherin haben können als sie, die sich das Leiden und Hoffen der Kreatur nahe gehen ließ.
Magda Gorny hätte heute Geburtstag gehabt.
Heute wäre sie 65 Jahre alt geworden.






