
An disem Wochenende wurden 3 Tore geschossen!
In dieser Saison wurden schon 9 Spiele gewonnen!
Stuttgart uneinholbar Letzter!
Schlagwortarchiv: Fußball
Die bessere Bundesliga ist besser
Die Bundesliga wie immer: spannend wie noch nie!
Die Bundesliga noch spannender wie noch nie!
Die schönste Bundesliga des Jahres
Die Bundesliga endlich wieder spannend
Grob unsportlich
Oder „Protest“ gegen die Angegriffenen.

Was gibt es denn sonst noch auf (manchen) Fußball-“Rängen“ zu hören, in Italien und anderswo?
Ich weiß, daß viele Fußballfreunde, Fanclubs, Fanprojekte und aktive Sportler nicht einfach „weghören“, sondern dagegen aktiv werden, wenn manche Zeitgenossen sich zusammenrotten, um den Fußballsport als Vorwand für das Rauslassen niederer Impulse zu mißbrauchen.
Und darum, so unterstelle ich, handelt es sich auch bei diesem Beispiel.
Was ist es denn in Wirklichkeit, was sich da als „Protest gegen den Krieg“, „gegen eine Regierung“ verkleidet?
Die schönere Bundesliga
Hier erfahren Sie alles über die Bundesliga
Dieses Wochenende – angeblich heute Abend schon – beginnt die neue Spielzeit.
Vor den nichtsahnenden Mitbürgern werden die „Ergebnisse“ der „Spiele“ erst nach & nach von der GEZ finanzierten Regierungspropaganda mitgeteilt. Aber diese „Ergebnisse“ sind gar nicht wahr. Sie werden vom Bundes-Nachrichten-Dienst im Geheimauftrag des Robert-Koch-Instituts von Minister Lauterbach festgelegt, damit niemand mitkriegt, wer des Aluminium in die Zahnpasta tut.
Hier die wirklich wahren Fußballergebnisse, die tatsächlich stimmen:
Die Lottozahlen der morgigen Ziehung lauten:
5 – 8 – 10 – 18 – 19 – 49.
Zusatzzahl müssen Sie sich selber aussuchen.
Sich zu einer Weste kombinieren (punktemäßig)
Aus einer Antwort auf eine Leserumfrage (WAZ, heute):
„Die deutschen Jungs wirken als geschlossenes Team. Sie kämpfen, dribbeln und kombinieren sich zu einer bislang punktemäßig reinen Weste. Nun gilt es gegen die Eidgenossen mindestens …“ Und so weiter.
Diese schulterklopfende Jovialität, die Berufs-Fußballspieler zu „deutschen Jungs“ ernennt!
Diese speicheltropfende Süffisanz, mit der die (in diesem Fall: fußballspielenden) Bürger der Schweiz als „Eidgenossen“ empfangen werden.
Es ist ja schon fatal, daß der Bundestrainer in diesem Lande (oder locker: „in diesen Landen“) circa 40 Millionen Kollegen hat. (Stellen Sie sich mal vor: 40 Millionen deutsche Männer würden sich für Dachdecker halten). Jetzt leiden wir auch noch unter 40 Millionen Fußball-Kommentatoren!
Ein Volk von fahnenschwenkenden Benutzern falsch verstandener Fremdwörter („Euphorie!“, „Emotiooon total!“, „mega!“).
Können die Fußball-Interessierten nicht einfach im Fernsehen die Spiele sich angucken, und gut ist? Ich empfehle, vor Beginn der Fernsehübertragung schon mal den Schlafanzug anzuziehen und dann Verzicht auf Alkohol.
Und bei Fußball-Übertragungen Fenster zu!
Die sagen was
Nix mit Em
Damit Sie es wissen:
Von der Üfa-Em will ich gar nichts wissen.
Sie brauchen gar nicht bei mir anzuschellen.
Ich guck mir auch kein Vieh-wing an.
Wenn Tische & Stühle durch die Luft fliegen, bin ich woanders.
Ein Fußball-Buch
Ein Fußball-Buch, passend zur Üfa-Em.
Hier eingetroffen, unaufgefordert eingesandt vom Autor/Selbstverleger Peter Hain:
Peter Hain: Der Fan, der Fritz Walter weinen sah. Glanz und Elend der Fußballnation. Ein Politikum. 256 S. Pb. 22 €
„Zeiten des Zorns, was läuft schief in Fußball-Deutschland?“, fragt Peter Hain und gibt auch gleich die Antwort mit seinem aktuellen Buch „Der Fan, der Fritz Walter weinen sah – Glanz und Elend der Fußballnation, ein Politikum!“ (Eigenverlag, 256 Seiten, 30 Abbildungen). Ja, im Lieblingssport der Deutschen läuft zurzeit viel schief. „Wie das Land, so der Fußball“, kritisiert der Autor. Themen seines provokanten Werks: Übergier zerstört das Spiel, Fußball als politischer Spiegel der Gesellschaft, Aufstand der Wut-Fans und Ultras, Untergang des DDR-Fußballs oder ein Scheinriese namens DFB. Aktuell zur Heim-EM: Schluss mit der Flickschusterei, Jürgen Klopp, bitte übernehmen Sie!
Hain schwelgt in Erinnerungen, berichtet über die großen Erfolge der Nationalelf und ihrer legendären Bundestrainer. Er rezensiert die besten Kicker-Bücher: Ist Fußball ein feindlicher Bruder der Literatur? Schicksale, Spiele, Stars: 150 Jahre deutsche Fußballgeschichte. Eine dramatische Zeitreise, geschrieben von dem Zeitzeugen Peter Hain, Jahrgang 1940, aufgewachsen in Leipzig und in der Pfalz. Nostalgie pur: Die Fußballleidenschaft des Autors und seiner Mutter Johanna, die schon 1945 Fritz Walter in Schlesien für die Roten Jäger spielen sah. Und wie der Autor als 13-Jähriger seine Liebe zum Fußball entdeckte. 1954 sah er das WM-Finale („Das Wunder von Bern“) im Schwarz-Weiß-Fernsehen. Hain wurde Sportjournalist, lernte Fritz Walter kennen, den Kapitän für Deutschland. Der Fritz, auch ein Symbol für Heimattreue. „Ein Buch für alle Menschen, die den Fußball trotz aller Krisen noch immer lieben“, sagt Hain, der Fan, der Fritz Walter weinen sah…
Also ein Kenner, die noch weiter als ich in die Fußball-Geschichte einblickt, und der, anders als ich, sein Interesse an diesem Kulturgut aufrecht erhalten hat.
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Wünsche gehen in Erfüllung
Böse Menschen haben Gesänge
Den Beckenbauer mochte ich nicht
Zu der Zeit, als ich mich noch für Fußball interessierte, bemerkte ich: Der spielt einen eleganten Fußball.
Aber dann machte er den Mund auf.
Womit ich mal Leute zum Lachen brachte:
Jemand wollte wissen, was ein Kaiserschmarrn ist.
Ich erklärte: Kaiserschmarrn ist, was der Beckenbauer erzählt.
Daß ich mich heute nicht mehr für Fußball interessiere, liegt auch an Leuten wie an dem.
Super, diese Ligü
Ein Mann ein Wort
Fußball, Saisoneröffnung: Erste Hauptrunde des DFB-Pokals. Eines der 32 Spiele: Hallescher FC gegen Spielvereinigung Fürth. Das Spiel endete 0:1.
In der Pressekonferenz nach dem Spiel brachte der Trainer der Fürther Mannschaft, Alexander Zorniger, einen rassistischen Vorfall zur Sprache.
Der dunkelhäutige Spieler Julian Green, aus den USA stammend, wurde während des Spiels von einem Zuschauer mehrmals beleidigt.
„Das Stadion war zu 95 Prozent ausgelastet, es waren genug Leute da, die hätten eingreifen können,“ bemerkte Alexander Zorniger in der Pressekonferenz. Er appellierte an die Zivilcourage eines jeden, es gehe darum, „dass wir Charakter zeigen“.
Der Trainer weiter:
„Ich will es nicht glauben, dass in unserem Land tatsächlich immer noch jemand denkt, er sei mehr wert als ein anderer, […] so etwas gehört sich nicht. Wir sind ein tolles Land – und dementsprechend müssen wir uns auch präsentieren. Wenn wir das nicht machen, dann bekommt das braune Gesockse, das auch noch im Bundestag sitzt, immer mehr Oberwasser. Das darf nicht passieren.“
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Müller paßt immer
Das kenne ich auch: Man wird geprüft, ob einem Namen von Fußballspielerinnen geläufig sind. Mir fallen da nur zwei oder drei Namen ein.
Ich kenne noch Mannschaftsaufstellungen der 50er und 60er Jahre auswendig. Aber wer heute in der Bundesliga spielt – da kenne ich niemanden. Bei Bayern München soll einer spielen, der Müller heißt. Müller paßt immer.
Bei dem „Verein“ Bauern München (hach! Jetzt hab ich mich vertippt!) herrscht – gelinde formuliert – Krisenstimmung. Bei Bayern München „müssen Köpfe rollen“, „müssen die Ursachen auf den Tisch, gnadenlos“ „wird an Stuhlbeinen gesägt“ etc. Wieso?
Es gibt in diesem Lande tausende Fußballmannschaften, zigtausende Fußballspieler, die davon träumen, in die Landesliga aufzusteigen. Und dann gibt es ein Kartell stets wechselweise prahlender oder übelgelaunter Männer, die jetzt den Weltuntergang proklamieren, weil sie unter tausend Fußballclubs bloß Zweiter sind (oder erst auf den letzten Drücker doch noch Erster werden). Da stimmt doch was nicht. Da wird der Sport falsch verstanden.
„Sport?“ fragt der Hoeneß. „Haben Sie ‚Sport‘ gesagt?“
Es gibt übrigens ein Buch bei PapyRossa mit dem wohlklingenden Titel „Friede den Kurven – Krieg den Verbänden“.
Fragen Sie mich mal. Ich wüßte nicht, wen ich jemals um was beneiden sollte. Ich gönne jedem, der sich anstrengt, der sich was erhofft und dabei fair bleibt, seinen Erfolg. Nur dem Bayernmünchen inclusive Management wünsche ich eine Niederlage. Das würde denen vielleicht (vielleicht!) guttun, damit sie eine Ahnung davon gewinnen, wo der Boden ist, auf dem man stehen kann. Diesen Gedanken brauchen Sie nicht zu Ende zu führen.
An ein Kapitel deutscher Fußballgeschichte möchte ich Sie gern erinnern. Dazu müßten Sie hier klicken.
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In der Weltbühne: Friede den Kurven, Krieg den Verbänden
Raphael Molter: Friede den Kurven, Krieg den Verbänden. Fußball, Fans und Funktionäre – Eine Herrschaftskritik
PapyRossa Verlag. 254 S. € 16,90
Fußballfans haben in den letzten Jahren viel gegen die Kommerzialisierung ihres Sports protestiert, gebracht hat es wenig. Egal, ob es gegen Investoren à la Dietmar Hopp, ein Vereinskonstrukt aus Leipzig oder eine Weltmeisterschaft in Katar geht. Es fehlt nicht an Aktivismus, sondern am Verständnis für die Funktionsweise des Kommerzfußballs. Wer nur die nächste Unappetitlichkeit aufs Korn nimmt, der rettet nicht den Fußball, der bekämpft nur Symptome. Raphael Molter erweitert den Blick über den Tellerrand hinaus: Verbände und ihre Funktionäre müssen in den Mittelpunkt gerückt werden – nicht nur im Protest, auch in der Analyse. So entsteht ein Bild, wie der Fußball und das Geschäft mit ihm heute funktionieren, warum so vieles schiefläuft und was gebraucht wird, um das zu ändern. Ein Seitenblick auf theoretische Ansätze von Johannes Agnoli und Chantal Mouffe kann weiterhelfen. Er liefert hilfreiche Fingerzeige, wie der Fußball denen zurückzugeben wäre, die Wochenende für Wochenende auf die Spiele warten und in die Stadien pilgern.
Raphael Molter, Jg. 1998, kommt aus Berlin-Köpenick und lebt mittlerweile in Gießen. Seine Schwerpunkte liegen bei kritischen Sport- und Demokratietheorien. Zu seinen journalistischen Beiträgen gehört auch der Podcast »beyond the ball«.
»Ein anderer Fußball ist möglich, aber nicht in einem kapitalistischen System. (…) Molter denkt, dass eine erfolgreiche Bewegung im Stile von Deutsche Wohnen & Co. enteignen auch unter Fans möglich wäre.« (11FREUNDE, Heft 248, Juli 2022).
Das Buch ist in der Buchhandlung Weltbühne erhältlich (auch im Versand)
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