Das EuropĂ€ische Parlament hat beschlossen, daĂ auf Zigarettenpackungen Fotos abgebildet werden mĂŒssen, die die schĂ€dliche Wirkung des Tabakverbrauchs zeigen.
Ich bin dafĂŒr, daĂ auf Wahlplakaten der CSU Bilder von Leichen ertrunkener FlĂŒchtlinge gezeigt werden mĂŒssen.
Schlagwortarchiv: Imperialismus
Exportweltmeister
Die âWeltgemeinschaftâ â so aufrichtig, wie sie nun mal immer ist â ist zutiefstest empört ĂŒber den Einsatz von Giftgas im syrischen BĂŒrgerkrieg.
Und jetzt â dank der Linkspartei â hat sich herausgestellt: Die Giftzutaten stammen aus Deutschland.
Der (Gas-)Tod ist ein Meister aus âŠ
Ich gehe mal davon aus, daà diejenigen meiner Landsleute, die zum allerhöchsten Ruhm der Menschenrechte einen MilitÀreinsatz gegen Syrien verlangten, nunmehr auf amerikanische Luftangriffe auf Deutschland bestehen.
Der Erdenwunder schönstes?
Die KrokodilstrĂ€nentage werden ĂŒber das Jahr verteilt: 17. Juni, 13. August, 3. Oktober, 9. November (die letzteren beiden fĂŒr die KrokodilsfreudentrĂ€nen).
Hier mein Kommentar zum morgigen 13. August (geschrieben 2011, zum 50jÀhrigen).
Wer kann die Pyramiden ĂŒberstrahlen?
Den Kreml, Sanssouci, Versailles, den Tower?
Von allen Schlössern, Burgen, Kathedralen
Der Erdenwunder schönstes war die Mauer.
Mit ihren schmucken TĂŒrmen, festen Toren.
Ich glaub, ich hab mein Herz an sie verloren.
Peter Hacks
Am 6. Oktober 1961 war in der Frankfurter Allgemeinen zu lesen: âNoch in ihrem bisher krĂ€ftigsten Unternehmen haben diese Schriftsteller nachdrĂŒcklich bewiesen, daĂ fĂŒr viele von ihnen die BeschĂ€ftigung mit dem Zustand unserer Republik nichts anderes ist als der Drang, um sich zu schlagen und den Krieg ZustĂ€nden zu erklĂ€ren, die sie selber so dĂ€monisieren, daĂ man sich fragt, was fĂŒr Vorteile diese Republik gegenĂŒber der Ulbrichts noch habe. Wir sehen bei ihnen unsere Republik nicht mit den Augen der Kritik, sondern mit denen des Hasses betrachtet.â
Was war das bis dahin krĂ€ftigste Unternehmen dieser Schriftsteller gewesen, wodurch hatten sie sich das Attest eingehandelt, âunsere Republikâ mit den Augen des Hasses zu betrachten?
Zwanzig Autoren hatten in einem gemeinsamen Aufruf den BĂŒrgern der Bundesrepublik empfohlen, bei der Bundestagswahl am 17. September 1961 ihre Stimme fĂŒr die SPD abzugeben. Das war ein krĂ€ftiges Unternehmen. Ein starkes StĂŒck! Sie konnten sich einen besseren âZustand unserer Republikâ vorstellen als daĂ Adenauer Bundeskanzler bleibt. Ein Jahrzehnt nach der EinfĂŒhrung der zweiten bĂŒrgerlich-demokratischen Verfassung hatte diese Demokratie gerade das Niveau erreicht, daĂ die Aufforderung, eine nicht regierende Partei zu wĂ€hlen, als Symptom des Hasses auf âunsere Republikâ gewertet wurde.
TatsĂ€chlich ist dieser Kommentar der FAZ ein Symptom dafĂŒr, daĂ die Bundesrepublik sich in keinem normalen Zustand befand. Es ist ohnehin fraglich, ob deutsche ZustĂ€nde jemals das PrĂ€dikat der NormalitĂ€t verdient haben. Deutschland hat das Niveau einer normalen bĂŒrgerlich-liberalen Demokratie westlichen Zuschnitts nie erreicht. Stattdessen waren immer Gesellschaftskonzepte mehrheitsfĂ€hig, die gegen Freiheit und Gleichheit gerichtet waren.
Die AbnormalitĂ€t war besonders gesteigert in dem Jahr, in dem die Berliner Mauer gebaut wurde. Wer sich erinnert, der weiĂ noch, daĂ der 13. August nicht in eine stille Beschaulichkeit hineinplatzte. Es herrschte eine erhitzte, eine ĂŒberhitzte Stimmung im Westen. Es war eine Saison der Brandreden. Die von âWiedervereinigungâ sprachen, vom âunteilbaren Deutschlandâ und von den BrĂŒdernundschwestern, waren von dem Empfinden angetrieben, die Entscheidungsschlacht um die DDR wĂ€re nun im Gange, die DDR wĂ€re sturmreif, es wĂ€re eine Sache von Wochen, bis die DDR der Bundesrepublik als Beute in die HĂ€nde fiele. Die Brandredner wollten mehr. Sie wollten die âOstgebieteâ zurĂŒck, sie wollten die Grenzen verschieben. Sie wollten Vertreibung. Sie wollten das Ergebnis des Zweiten Weltkrieges revidieren. Sie wollten Atomwaffen fĂŒr die Bundeswehr. Sie hatten keine Skrupel, die Flammen, die von deutschen Kriegsverbrechern angezĂŒndet worden waren und in denen das Deutsche Reich verbrannt war, wieder auflodern zu lassen. Der Springer-Kolumnist William S. Schlamm schlug gar vor, Westberlin zu evakuieren, um die DDR mit Atombomben auszulöschen. Berlin sei einen Krieg wert. Wer so etwas schreibt, ist ein Verbrecher.
Der NDR zitierte in einer Rundfunkreportage am 10. Oktober 1961 einen DDR-BĂŒrger: âWas ist denn mit eurer Politik der StĂ€rke? Warum habt ihr denn aufgerĂŒstet, wenn ihr nicht mit der Armee von Ulbricht fertig werdet? Lieber im Atomkrieg zugrunde gehen als unter Ulbricht weiterleben.â Wer so etwas sagt, ist ein Idiot.
Wer sich erinnert, wird nicht ruhigen GemĂŒtes von der Hand weisen können, daĂ im Sommer 1961 der Frieden in Europa in Gefahr war.
Auch daran ist zu erinnern: Nach dem 13. August prangerte die Bildzeitung in Riesenlettern âden Westenâ an: de Gaulle und MacMillan hatten am 13. August keinen AnlaĂ gesehen, ihren Sommerurlaub zu unterbrechen. Kennedy schickte seinen VizeprĂ€sidenten Johnson, der auch nicht viel mehr von sich gab als Worte der Betroffenheit. Die Amerikaner lieĂen Panzer durch Berlin rollen, aber die stoppten vor der (nunmehr befestigten) Grenze zum sowjetischen Sektor.
Das hĂ€tte man mitkriegen können: Die USA hatten der Sowjetunion signalisiert, sie wĂŒrden stillhalten, wenn Westberlin vom sowjetischen Sektor abgeriegelt wĂŒrde. Der US-AuĂenpolitiker Senator Fulbright hatte in einem Interview Moskau geradezu gedrĂ€ngt, die gefĂ€hrliche Lage in Berlin doch endlich zu beenden. Er könne es gar nicht verstehen, daĂ Moskau da nicht einen Riegel vorschiebt. Ja, es stimmt, wenn gesagt wird: An der Berliner Mauer hat der Westen mitgebaut.
Zwar hat der Westen, wie sich erwiesen hat, Weiterlesen
FĂŒr Evo Morales
So wie
die Ritter
zu Raubrittern wurden
so werden die
KolonialmÀchte
zu Luftpiraten.
Gegen Atomwaffen!
Eben, vor einer Minute, kam ein Anruf vom Duisburger Friedensforum (Sieh an!). FĂŒr die Protestaktion gegen Atomwaffen in BĂŒchel am 11. und 12. August will das Friedensforum hier mit einem Flugblatt werben und fragt an, ob mein Artikel, den ich fĂŒr die DFG-VK geschrieben habe (2007) dafĂŒr nachgedruckt werden darf.
SelbstverstÀndlich!
Der Text geht so:
Das Zeitalter der Atombombe ist noch nicht beendet
Am 6. August 1945 zerstörte eine amerikanische Atombombe die japanische Stadt Hiroshima. Am 9. August 1945 wurde die zweite Atombombe ĂŒber der japanischen Stadt Nagasaki abgeworfen. Durch die beiden Atomexplosionen kamen mehr als 100.000 Menschen ums Leben. In den Jahren danach â bis heute â haben die radioaktiven SpĂ€tfolgen vielen Menschen Krankheit und Leid gebracht, noch tausenden das Leben gekostet.
Mit dem Einsatz dieser fĂŒrchterlichen Waffe endete der Zweite Weltkrieg, und es begann ein neues Zeitalter. In den Jahrzehnten nach 1945 schwebte die Gefahr eines Atomkriegs als ein Damoklesschwert ĂŒber der Menschheit.
Mit den AtombombenabwĂŒrfen â so wird gesagt â sollte der Zweite Weltkrieg zu einem schnelleren Ende gefĂŒhrt werden, und es sollte das Risiko einer verlustreichen US-Invasion in Japan vermieden werden. Doch der eigentliche Grund verbirgt sich dahinter: Nach dem Sieg ĂŒber Nazi-Deutschland fiel die Anti-Hitler-Koalition, in der die GroĂmĂ€chte USA und Sowjetunion verbĂŒndet waren, auseinander. Die beiden LĂ€nder, die gegensĂ€tzliche Gesellschaftssysteme verkörperten, wurden zu Gegnern. Mit der Atombombe wollten die USA ihre Ăberlegenheit signalisieren. In Hiroshima und Nagasaki begann der Kalte Krieg.
Der Glaube, mit der Bombe ein politisches und militĂ€risches Druck- und Drohmittel zur Durchsetzung ihrer weltpolitischen Ziele in der Hand zu haben, lieĂ die US-Administration eine Politik der Friedenssicherung durch Verhandlungen zugunsten einer âPolitik der StĂ€rkeâ zurĂŒckstellen. Mit der oft beschworenen âsowjetischen Gefahrâ war immer die Infragestellung des Hegemonialanspruchs der USA und der Zukunftsperspektiven des kapitalistischen Gesellschaftssystems gemeint. Die US-Strategie der âEindĂ€mmungâ, des âRoll Backâ und der âMassiven Vergeltungâ basierte auf dem Atomwaffenmonopol der USA. Sie grĂŒndete sich auf die Voraussetzung, daĂ ein termonuklearer Krieg möglich, vorstellbar und vertretbar ist und daĂ er im klassischen Sinn gewonnen und verloren werden kann. Zu diesem Zweck wurde, erst recht nachdem die USA nicht mehr allein ĂŒber Atomwaffen verfĂŒgten, die Atomwaffentechnologie weiterentwickelt: durch Atombomben-Flugzeuge mit groĂer Reichweite, durch mit Atomwaffen ausgerĂŒstete U-Boote, durch MilitĂ€rstĂŒtzpunkte, Mittelstreckenraketen, Marschflugkörper, Interkontinentalraketen und schlieĂlich durch das Programm der WeltraumrĂŒstung SDI.
Die Bundesrepublik Deutschland wurde zum Vorposten der US-amerikanischen Atomstrategie. Allein die in der BRD stationierten Atomwaffen hĂ€tten ausgereicht, die gesamte Menschheit auszulöschen. Einigen Politikern reichte das nicht. Sie wollten die BRD selbst zur Atommacht machen. 1957 wurde die Frage der AusrĂŒstung der Bundeswehr mit Atomwaffen von der Bundesregierung aufs Tapet gebracht. Der seinerzeitige Verteidigungsminister Franz-Josef StrauĂ damals: âEin Verzicht auf Kernwaffen unter den gegebenen UmstĂ€nden … wĂŒrde militĂ€risch eine Preisgabe Europas an die Sowjetunion bedeuten.â
1958 heiĂt es in einer EntschlieĂung des Deutschen Bundestages, es sei notwendig, âdaĂ die StreitkrĂ€fte der Bundesrepublik mit den modernsten Waffen so ausgerĂŒstet werden, daĂ sie den von der Bundesrepublik ĂŒbernommen Verpflichtungen im Rahmen der NATO zu genĂŒgen vermögen.â Als 1968 der Atomwaffensperrvertrag abgeschlossen wurde, weigerte sich die Bundesregierung lange, diesem Abkommen, das die Weiterverbreitung von Atomwaffen einschrĂ€nken sollte, beizutreten.
Der Kampf gegen die atomare AufrĂŒstung in den 50er und 60er Jahren war der Ausgangspunkt der Ostermarschbewegung, der Friedensbewegung, der AuĂerparlamentarischen Opposition und der systemkritischen Linken in unserem Land.
Mit dem Ende der Systemauseinandersetzung ist die Gefahr eines Atomkrieges keineswegs beseitigt. Heute verfĂŒgen mehr LĂ€nder ĂŒber Atomwaffen als je zuvor, einige weitere LĂ€nder streben danach. Im Dauerkonflikt im Nahen Osten könnten Atomwaffen schon bald eine Rolle spielen.
In den sechs Jahrzehnten des âAtomzeitaltersâ haben sich die USA stets geweigert, einem Abkommen beizutreten, das die Atombombe Ă€chtet. Sie haben sich stets geweigert, sich zu verpflichten, Atomwaffen nicht als erste einzusetzen und nicht gegen LĂ€nder einzusetzen, die ihrerseits nicht ĂŒber Atomwaffen verfĂŒgen und die USA nicht mit Atomwaffen bedrohen. Die USA beanspruchen fĂŒr sich, Atomwaffen wann und gegen wen einzusetzen, wie es ihnen opportun erscheint. Der US-KongreĂ beschloĂ, âdas Sicherheitsdispositiv im gesamten Nuklearwaffenprogramm neu zu beleben und das Bekenntnis der Nation zur Aufrechterhaltung der nuklearen AbschreckungsfĂ€higkeiten der Vereinigten Staaten zu erneuernâ.
Das Atomzeitalter ist nicht beendet. Der Kampf gegen die Atombombe kann daher auch nicht beendet sein.
Der Krieg soll verflucht sein!
Was ist denn hier passiert?
Der Klotz auf dem Kaiserberg zum Gedenken an die âHeldenâ, die im Ersten Weltkrieg âauf den Schlachtfeldern Frankreichsâ abgeschlachtet wurden, ist zerlegt!
Der Heldengedenkklotz hatte schon Risse bekommen. Jetzt wurde er ordentlich auseinandergenommen. Unter dem granitenen Pathos kamen ordinÀre Ziegelsteine zum Vorschein.
Der Klotz ist beziehungsweise war eins von einigen militaristischen Monumenten auf dem Kaiserberg. Er blieb nicht unversehrt â nicht nur von der Witterung, die an dem Stein nagte. Ein paar Jahre ist es her, da wurde er mit leuchtender Farbe beschriftet:
âEs gibt keine Helden im Krieg.â
Das wĂ€re eine wĂŒrdige Neugestaltung des Gedenkens gewesen. Doch wie man sich denken kann, wurde diese Inschrift alsbald entfernt. Antimilitarismus vollzieht sich in diesem Lande â auch nach einem zweiten Weltkrieg â stets am Rande der LegalitĂ€t, oder jenseits davon.
Es gibt keine Helden im Krieg. Nur viele, die elend krepieren oder gerade noch davonkommen (wenn sie GlĂŒck haben mit beiden Beinen), und einige, die sich am Krieg dumm und dĂ€mlich verdienen â und die vielen, die nichts daraus lernen.
Dieser Steinhaufen, mit Bauzaun, sollte so bleiben als âKriegerdenkmalâ: als ein HĂ€uflein Elend.
Doch bestimmt kommt da ein neuer Klotz hin. DafĂŒr wird die SPD schon sorgen.
In den Boden eingelassen, in den Weg zum Klotz: Auftragsarbeit fĂŒr einen Steinmetz.
Da wird der SpaziergĂ€nger zum Wanderer pathetisiert, und âStehâ ist die Wanderervariante von âStillgestandenâ.
FĂŒr mich muĂ keiner töten.
FĂŒr mich muĂ keiner sterben.
Protest gegen Waffenexporte
Deutschland ist âExportweltmeisterâ.
Deutschland exportiert Krisen und Kriege.
Zu gewaltfreien Protestaktionen gegen den RĂŒstungskonzern Rheinmetall wird aufgerufen.
Weitere Informationen auf der angegebenen Internetseite.

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Atomwaffen: Hat es auch Methode, es ist doch Wahnsinn
Gestern meldete die WAZ auf der ersten Seite:
âUS-Atomwaffen bleiben in Deutschland.
Die noch in Deutschland gelagerten US-Atomwaffen werden ungeachtet der BemĂŒhungen von AuĂenminister Guido Westerwelle (FDP) offenbar vorerst nicht abgezogen. Berlin habe sich einverstanden erklĂ€rt, daĂ die Waffen im Land bleiben und sogar mit Milliarden-Aufwand modernisiert wĂŒrden, berichtete die Berliner Zeitung unter Berufung auf MilitĂ€rexperten.â
Im Kommentar auf Seite 2 heiĂt es: âDabei weiĂ seit dem Ende des Kalten Krieges eigentlich niemand mehr, gegen wen diese Waffen eingesetzt werden sollen.â
Soll man diesen Satz so verstehen, daà Atomwaffen in einer bestimmten zeitgeschichtlichen Phase noch einen Sinn hatten, den sie nunmehr nicht mehr haben? Beziehungsweise: Daà die Atomwaffenstrategie der USA ihre RationalitÀt verloren hat (und demnach mal eine hatte)?
Man stelle sich vor, die Regierung wĂŒrde beschlieĂen, daĂ die BlindgĂ€nger des Zweiten Weltkrieges nicht mehr entschĂ€rft werden â und nicht nur das, sondern daĂ sie auch mit neuen ZĂŒndern versehen werden. Das wĂ€re in der Tat irrsinnig. Etwas Ăhnliches aber wird mit den Atombomben, den BlindgĂ€ngern des Kalten Krieges, geplant. Sie sollen uns nicht nur erhalten bleiben, sie werden auch noch modernisiert.
Dem von den USA einseitig vorangetriebenen WettrĂŒsten haftete immer etwas Wahnhaftes an. Die Potentiale versetzten die AtommĂ€chte in die Lage, nicht nur den Gegner vollstĂ€ndig zu vernichten, sondern die Menschheit. Die Potentiale reichten aus, um gleich sechs bis sieben Menschheiten zu vernichten. Da liegt es nĂ€he, vom âRĂŒstungswahnsinnâ zu sprechen. Wahnhaft ist auch die Vorstellung, durch âAbschreckungâ (also: durch immer mehr RĂŒstung) Krieg verhindern zu können. (Nicht durch Abschreckung, sondern nur durch AbrĂŒstung ist der Frieden zu sichern).
Mit dem von den USA einseitig vorangetriebenen WettrĂŒsten war jedoch keineswegs beabsichtigt, ein âRĂŒstungsgleichgewichtâ zu erhalten. Die RĂŒstungsstrategie grĂŒndete sich auf die Voraussetzung, daĂ ein termonuklearer Krieg möglich, vorstellbar und vertretbar ist und daĂ er im klassischen Sinn gewonnen und verloren werden kann. Diese Doktrin gilt nicht nur fĂŒr die Periode der Systemkonkurrenz. So irrational die Politik mit der Atombombe auch erscheint: ihr wohnt eine perfide Herrschafts-RationalitĂ€t inne.
Die USA wollen an der Option, ihre weltpolitischen Ziele mit Massenvernichtungsmitteln durchzusetzen, nicht aufgeben. Die Gefahr eines Atomkrieges besteht weiterhin.
Bitte lesen Sie den Kommentar der DFG-VK Duisburg âDas Zeitalter der Atombombe ist noch nicht beendetâ.