Da ist der ja schon wieder! Diesmal auf der Gneisenaustraße.
Der Tournée-Kessel von Neudorf.
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Das Foto zum Zwanzigsten
Der Kessel des Monats
„Le temps des cerises …“
Von gestern Abend: Ein Bild mit Seltenheitswert in diesem Sommer. Darum schaut es euch an (und klickt an zum Vergrößern): Ein von der Abendsonne angestrahlter grüner Baum vor blauem Himmel.
Den Baum zeige ich öfter, zum Beispiel da und da.
Das ist der höchste Kirschbaum von Neudorf und einer meiner Lieblingskirschbäume. An den hohen Ästen werden die Kirschen nicht geerntet. Darum gehört er auch zu den Lieblingskirschbäumen der Singvögel.
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Gleichung mit einer Unbekannten
Wenn man den lieben langen Tag damit beschäftigt ist, die Zwischenmenschlichkeit mit Kritischer Theorie, dem Prinzip Hoffnung, wissenschaftlichem Sozialismus, französischer Aufklärung, empathischer Amoralität, Beat, Politik der Erfahrung, der Großen Verweigerung, Humanitätsduselei, Poesie, Komik, Törn, Hedonismus, Sex-Appeal, Ästhetik & Widerstand und zivilem Ungehorsam zu durchdringen, kann einem die eine oder andere neue Heilsbotschaft mal entgehen.
Man will ja auf dem laufenden sein. Kann mir mal jemand erklären, was der Künstler, der die Fabrikmauer der Plüschweberei Schulte auf der Holteistraße in Neudorf (Hauptlieferant der Margarete-Steiff-GmbH) beschriftete, mit großem Bogen sagen will? Was hab‘ ich verpaßt?
X für U-Mannschaft
Ich habe ja am letzten Mittwoch gar nicht wirklich die Hoffnung geäußert, Deutschland möge bei der Fußball-Meisterschaft endlich ausscheiden, nein.
Ich freue mich über die Tage, an denen man mitten auf dem Sternbuschweg ein Picknick veranstalten könnte.
Bilder einer Wanderung bei schlechter Laune
Wo soll man am gesetzlichen Juni-Feiertag denn hingehen, wenn
a) an einem der freien Tage schon wieder Trübsinns-Wetter ist,
b) das Betreten der Wälder wegen der Schäden durch das Unwetter sogar amtlich verboten ist (einleuchtend),
und zudem noch entgegen dem WDR-Wetterbericht, daß es nicht regnet, es dann doch regnet?
Schlechtes Wetter trübt meine Stimmung nie – außer an solchen Tagen wie letzten Donnerstag.
Also; nicht durch die Wälder, nicht durch die Auen, sondern durch die Stadtteile.
Die Schule an der Gneisenaustraße gefällt mir heute nicht. Diese imperialistische Bombastik! Diese Naturstein-Festung rund um den Fahrradkeller! Diese Strategie der hohen Decken, damit die Stimme des Lehrers größeren Hall bekommt! Das ist keine Stätte fröhlicher Wissenschaft, das ist eine Anstalt.
Da stellt man folgerichtig einen Luftschutzbunker daneben.
Das sieht doch gar nicht schlecht aus. Im Spätsommer werden dann am Rande der Eisenbahnlinie Pflaumen geerntet.
Bei der Industrialisierung ist für Wanheimerort ein Viadukt abgefallen (für die Abzweigung der Bahn, mit der man nach Hochfeld fährt).
Wenn man unter diesen Unterführungen hindurchgeht, verläßt man Wanheimerort und ist dann in Hochfeld.
Umgekehrt betrachtet: Wenn man unter diesen Unterführungen hindurchgegangen ist usw.
Unter der ersten Unterführung wurden allerhand Kirmeswagen abgestellt.
Fundstück für die METZGER-Serie „Komische Häuser“ (Krummenhakstraße).
Die Dachgaube scheint sich nach rechts verdreht zu haben. Die Dachrinne wird von Birkengewächsen beansprucht. Der Letzte hat nicht nur das Licht ausgemacht, sondern auch die Rolläden runtergelassen.
Alles hat einmal ein Ende, auch die Krummenhakstraße. Angefangen hat hier der Regen. Ich: ohne Schirm!
Es gibt Stellen, die sehen fast noch so aus wie vor 40 Jahren. Nur wurde hier das Hochfelder Standard-Dunkelgrau durch abblätternden Fassadenanstrich ersetzt. Auch die Euphemisierung von einem Büdeken als „Halle“ erinnert an früher.
Über die Königgräzer Straße könnte ich auch noch was erzählen. Später vielleicht.
Rudolf-Schönstedt-Straße. Bemerkenswert. Finden Sie in diesen Tagen mal eine Straße, wo nicht aus jeden Fenster ’ne Fahne raushängt.
Klar! Wenn man auf der Graustraß‘ wohnt, müssen die Häuser natürlich orange-rosa sein.
Nicht „Le Quai des Brumes“ von Marcel Carné 1938, sondern: Hafen unter grauem Himmel vorgestern.
Da stand ich und sagte: „Ich geh‘ jetzt nach Hause.“
Bilder einer Wanderung (3)
Viel Farbe auf glatter strukturierter Fläche. Großartig! Hat das Zeug zum Klassiker!
Ob der Effekt beabsichtigt war?
Wo der Inhalt fehlt, kommt es nur noch auf die Form an.
Ja, was ist denn hier so schlimm, daß kein Mensch „das“ gewollt haben kann? Man sollte doch froh sein, wenn die Häuser, die gestern hier standen, heute immer noch hier stehen, denn sonst wüßte man nicht, wo man ist, und wer will das?
Ich mag es, wenn sich jemand klar ausdrückt und verständlich macht, was er will und was er nicht will. Ich mag es nicht, wenn jemand mich mit seinem Weltschmerz herausfordert.
Allerdings wird die Menschheitsfrage durch die Feststellung „GWTR SAHL“ konterkariert.
Es sollte sich mal herumsprechen: Unter dem Pflaster liegt nicht der Strand. Unter dem Pflaster liegt der Schotter.
Gewittersaal?
Da die Frage an die Außenmauer meines Geburtshauses geschrieben wurde, will ich sie beantworten: Ja! Das ist es, was ich will. Ein Mensch zu werden ist das beste, was mir passieren konnte.
Die Vegetation hat sich etwas herausgenommen. Roter Klatschmohn, Erikas Lieblingsblume. „Roter Klatschmohn!“ – Jaja, ich habe verstanden: Klatsch-Mohn! Rot!
Ich könnte ja froh sein, ihre Stimmungen & Launen nicht mehr ertragen zu müssen. Aber manchmal vermisse ich sie doch noch ein kleines bißchen.
Auf dem Haus der Verbindung Rheno-Germania „zu“ Düsseldorf-Duisburg (die behauptet, älter zu sein als die beiden Universitäten) dürft Ihr rumschmieren so viel wie ihr wollt.
Die Mitteilung den Zusammenhang fallender Kinder und Aktien betreffend hat Emcewenilez Nopniks durchgestrichen, weil er sie nicht verstanden hat. Die anderen Mitteilungen hat er nicht durchgestrichen, weil er glaubt, sie verstanden zu haben.
Oben rechts: Werbung für Werbung.
Das umkreiste A hätte man als geschütztes Warenzeichen eintragen lassen sollen!
Nicht, um Geld damit zu machen, sondern um seine beliebige Verwendung für alles Mögliche und Unmögliche zu verhindern.
Hier wird es als Symbol der Mitteilung des zum Haß gesteigerten Unbehagens an der Gesellschaft hinzugefügt. Abgelehnt wird anscheinend nicht die gegenwärtige Gesellschaftsordnung, sondern Gesellschaft an sich. Rousseau hätte dem zugestimmt.
Aber was würde Rousseau heute sagen?
„Ja, so habe ich auch mal gedacht. Aber das war falsch.“
Bilder einer Wanderung (2)
Dieses Haus hat man da hingestellt, und dann hat man überlegt: Was machen wir damit?
Aber mir gefällt das. Warum? Es stand schon da, als ich hier hinkam.
Darin untergebracht ist das Kulturamt der Stadt Duisburg (bestimmt nicht nur).
Das wäre doch mal eine Überlegung wert:
Wäre das was gewesen, da einen Job zu haben, vormittags und nachmittags als Kulturbürokrat getarnt, hinter dem ein Feierabendanarchist sich verbirgt?
Oder lieber nicht?
Immerhin: Man hätte jeden Monat ein Gehalt kassiert, davon aber kaum was ausgegeben und den Rest heimlich auf einem Sparkonto gesammelt. Und dann mit 67500 Euro auf dem Konto dem Chef gesagt: „Du Arschloch!“
Oder:
Den Locher aus dem Fenster schmeißen und zum Chef sagen: „Raten Sie mal, warum ich das gemacht habe.“
Das rät der nie.
Auch an die, die sich im engen Raum wohlfühlen, soll gedacht sein.
Das Künstleratelier da vorn wird wohl immer noch als solches genutzt (winzig).
Auf dem Balkon in der obersten Etage stößt man sich den Kopp.
Aha. Aha. Aha. Aha. AHA. Aha. Aha.
Straße der Aktien.
Für CJZZ / IDNA… (falls ich das richtig verstanden habe) hatte der Sprüher eine Leiter dabei.
Das Hinschreiben eines Substantivs, mit dem man eine Genitalie bezeichnen kann, hat den Blauschreiber in Heiterkeit versetzt: „Glied Hihihi…“. Oder wollte er „Hinihi“ sagen?
Das eingekreiste E verkündet eine Hoffnung. Ich weiß bloß noch nicht, welche.
Was ist noch zu erfahren?
HSCDCV, DjSU, CASZZ, SWU.
Der Balkon wurde mit Uhu an das Haus geklebt.
Was immer hier mitgeteilt werden soll: Die Vegetation (Efeu) läßt langsam ihren Vorhang darüber sinken.
Ach! Das neue „Hörsaalzentrum“ hat ja doch eine Tür!
Daß da auch tagsüber das Licht brennt, soll wohl zeigen, daß für Forschung & Lehre zu wenig Geld da ist.
WIRD FORTGESETZT.
Bilder einer Wanderung (1)
Die Feiertage in der hellen Jahreszeit gern für ausgedehnte Wanderungen durch Wälder, Felder und Siedlungen nutzend, war das Wetter des gestrigen Himmelfahrtstages (auch Vattertach genannt) und die Notwendigkeit, mit einem Regenschirm ausgerüstet zu sein, nicht so einladend für eine große Runde. Ich blieb in der näheren Umgebung (also: Neudorf).
Das „Tectrum“, eines der Werke von Norman Foster, dessen Vorliebe es ist, Mauern durch Glasscheiben zu ersetzen, dient dem Zweck, zu demonstrieren, daß Wände nicht unbedingt vertikal sein müssen und daß zwischen Fassade und Dach eine Kante auch nicht sein muß.
Fast die Hälfte des Innenraums dieses Nutz-Gebäudes besteht aus einer Eingangshalle (bis zum Dach). Als ich das entdeckt hatte und weiterging, merkte ich, daß das Gebäude noch eine zweite, ebenso große Eingangshalle enthält.
Wieviel Netto-Nutzfläche in dem Gebäude enthalten ist, müßte man mal ausrechnen.
Nicht für Bewohner und Nutzer von Gebäuden bauen die Architekten, sondern für Architekten.
Nachdem die Zementfabrik Carstanjen verschwunden war, bildete sich zwischen Carstanjens Garten (Park an der Mülleimer Straße) und der Bismarckstraße eine Brachfläche, auf der Kräuter und Sträucher wucherten. Zuletzt war diese Fläche von Birken, den am schnellsten wachsenden Bäumen, dominiert. Ein richtiger Birkenwald war entstanden. Warum hat man es nicht dabei belassen, der Vegetation freies Mitwirkungsrecht bei der Gestaltung der Stadtlandschaft zu überlassen? Doch es gilt das fatale Prinzip „Wo Fläche, da Planung“.
Da steht jetzt als Folge von Baulärm eine Bildungs-Fabrik (rechts), und Carstanjes Garten ist zu deren Vorgarten geworden, also vergrößert, aber nicht verschönert – besonders bei so trübem Wetter.
Im Hintergrund: Das runde Haus mit schiefem Dach ist auch von Foster.
Das Zentrum für Berufliche Bildung und Weiterbildung (ZBW) ist anscheinend kein Hort der fröhlichen Wissenschaft. Ein solcher müßte anders aussehen.
Das beste an dieser Architektur ist das Unkraut, das vor ihren Portalen wuchert.
Ich will ja gar nicht bestreiten, daß diese Architektur ihren eigenen ästhetischen Reiz entfaltet. Er würde sich steigern, wenn der Architekt anschließend sein Werk einpacken und wieder mitnehmen würde.
WIRD FORTGESETZT.
Das Foto zum Zwanzigsten
Der Kessel des Monats
Der Kessel des Monats
„About the Flowers an the Trees“
Eigentlich will ich am ersten richtig warmen Samstag des Jahres an der Sechs-Seen-Platte herumwandeln. Aber ich hatte keine Fahrkarte. Also bin ich durch die Straßen gewandelt.
Eine Freundin hatte mir gegenüber ihre Verwunderung darüber geäußert, daß ihr Gatte (Kommunist) immer nur Blumen und Pflanzen fotografiert. Heute mache ich das auch, und ich bin immer noch in der Partei.
Froh kann sein, wer hinter dem Haus einen blühenden Baum stehen hat (froh das ganze Jahr über, nicht nur in der Zeit der Baumblüte).
Helles Grün vor hellem Blau. Das wird sich ändern.
Kondensstreifen.
Im Botanischen Garten ist für Narzissen gesorgt.
„Narzissus und die Tulipan / Die ziehen sich viel schöner an, /Als Salomonis Seide“
dichtete Paul Gerhardt. (Mitten im Dreißigjährigen Krieg besang er die Schönheit des Lebens).
Im Café des Botanischen Gartens haben sich (meist ältere) Leute versammelt, um es sich gut gehen zu lassen.
Aufnahme trotz Gegenlicht gelungen.
Das Foto zum Zwanzigsten
Der Wander-Zyklus hat begonnen
Vorgestern: Der Wander-Zyklus hat begonnen – eigentlich zwei bis drei Wochen zu spät in diesem Jahr. „Man kommt ja kaum noch zu was.“
Manches Gesträuch ist schon in voller Blühte.
Wald mit Bahnanschluß.
Soul!
So habe ich Ihnen das vor einem Jahr gezeigt.
Und so sah das vorgestern aus:
(Bilder anklicken zum Vergrößern).
Der Kessel des Monats
Das Foto zum Zwanzigsten
Anarchie ist jetzt farbig
Heute Vormittag, Ecke Gneisenau-/Oststraße:
Das erinnert mich an die Wandparole auf der Friedrich-Wilhelm-Straße, damals in Blau, aber in der guten alten Zeit nur in Schwarzweiß dokumentiert:
Angebracht wurde die Parole, 40 Meter von unserer damaligen Wohnung entfernt, am 15. Juni 1972, dem Tag, an dem Ulrike Meinhof festgenommen wurde. Das Haus wurde daraufhin abgerissen.
Es gibt Leute, die die Aussage, daß Anarchie kein Chaos sei, durch die Art ihrer Verbreitung konterkariert sehen. Aber das braucht uns nicht zu stören.
Übrigens:
Wie sich die Zeiten ändern!
Ecke Gneisenau-/Oststraße, heute Nachmittag.
















