Neu in der Weltbühne: Anti-Krieg zwischen Weltkriegen

Max Michaelis: Anti-Krieg zwischen Weltkriegen. Verlag Die Buchmacherei. 650 Seiten. 24 €.

Max Michaelis hat in einem Lesebuch Texte der „Weltbühne“ von 1927 bis zu ihrem Verbot 1933 zusammengestellt. Sie befassen sich mit den Gefahren der Kriege – den geführten und den erneut drohenden. Ein Thema, das sich auch uns gerade stellt. Entstanden ist ein authentisches Geschichtsbuch aus einer Zeit, deren Ergebnis das Jahrhundert prägte – und es kann sehr viel mehr sein als das: Dokumentensammlung von zeitgenössischen Quellen, Einblick in Beweisführungen zu Zusammenhängen und Wesen von Kriegsursachen, beweisbare Benennung von Interessen und Triebkräften – aber auch Würdigung der Autoren und eine Sammlung von Anregungen zu Literatur und Sprachgebrauch. Und über allem stehen konkrete historische Erfahrungen. Faschismus und Krieg hatten ihre Entstehungsgeschichte – und die war sehr viel mehr als „Hitlerei“. In ihrer Gesamtheit stellen die Texte eine einzigartige Verbindung von Anklage, Analyse und Anregung dar, den „marschierenden Spießer“ (W. Victor) in seiner Lächerlichkeit zu erkennen. Lesevergnügen ist garantiert – trotz äußerst bedrückendem Gegenstand.

Das Buch ist im Programm der Buchhandlung Weltbühne (auch im Versand zu beziehen).
Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg (Neudorf)
Emil-Adresse: bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de
WELTBUEHNE MUSZ BLEIBEN !

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Betriebsferien


Wegen eines unaufschiebbaren Termins muß ich in dem genannten Zeitraum (etwas mehr als eine Woche) zu Hause sein und den Buchladen zu lassen.
Bis dahin und danach geht es wieder vor(an).

Auch Sie können diese Briefmarke bekommen


Wer im Monat Juli 2023 den METZGER abonniert, bekommt die erste Lieferung (Heft 149, bereits erschienen), die mit dieser Briefmarke frankiert sein wird.
Hier können Sie bestellen:

situationspresse@gmx.de
oder brieflich:
Buchhandlung Weltbühne, Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg

Das Abonnement kostet 60 € (Inland) bzw. 100 € (Ausland).
Ein Förderabonnement kostet 90 € (Inland) bzw. 150 € (Ausland).

Das Abonnement gilt für alle zukünftigen Ausgaben.

Über Lieferbedingungen und Widerrufsrecht informieren Sie sich bitte hier:
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Wenn du auch denkst


Joana, er denk an dich. Immer. Pünktchenpünktchenpünktchen.
Joana, schäm dich nicht!
Fühl dich geehrt.
Und irgendeiner hat seinen Kommentar – bar jeder Formulierungskunst – nicht darunter, nicht daneben geschrieben, sondern hinein.
Die Liebe in den Zeiten des Optimierungszwangs.

Der Juni geht zu Ende. Aber warum denn gleich aufgeben?

Der Juni, dieser schöne Monat (auch in diesem Jahr schön) geht zu Ende. Kein Grund zur Betrübnis! Denken Sie 11 Monate voraus, dann haben wir wieder Juni (und werden es genießen). Aber auch Zeit-Blick 13 Monate zurück, da begann der Juni 2022.
Und davon handelt das Ding:
Helmut Loeven: Juno. Situationspresse 2022, Broschüre (Din A 5-Format). 40 Seiten (mit zahlreichen Abbildungen diverser Art (mehr Bild als Text – aber: Wo hört Text auf, wo fängt Bild an? Anders gefragt: Wo hört Bild auf, wo fängt Text an?).
Erinnerungen und Assoziationen, Gedanken und Elfmeter, Skizzen und Ideen, Notizen und Einfälle aus einem schönen Monat (Juni 2022), in alle Richtungen zeigend. (Lassen Sie sich nicht einreden, daß man NACH VORNE schauen soll. Schauen Sie lieber überall hin).
Blicke nach innen (drei Doppelseiten):
Look inside, inner Light.
Diese Broschüre (zu betrachten gleichwohl als Werk der Literature und als Werk der Bildenden Kunst) ist hineingestellt in die Reihe Neue Flug/Flux-Blatt-Zeitung und ist in dieser Reihe die Numero 4.
Unter der Internationalen Standard Buch-Nummer (ISBN) 978-3-935673-50-1 [Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen] im Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB) verzeichnet und somit in jeder Buchhandlung auf der ganzen Welt bestellbar, aber besser direkt in der Buchhandlung Weltbühne, Gneisenaustraße 226, 47057 Duisburg
bestellungen@buchhandlung-weltbuehne.de
kostet 5 Euro (Versand im Inland portofrei).

Stefanie, Huckingen, Radetzki, D-Bahn, Buchholz, 9-Euro-Tick, Materielle Welt, Kumquats, Gaby, Kaiserberg, Strelau, Elvira, Fülberth, Trikont, Barbara, Ruhrort, Kuba, Liebeskunst, Godard, Lotharstraße, Hut-Film, Reuaneda Nessikledan, Gramsci, Dylan.
Kaufen Sie mir dieses Heft ab, damit ich mir weniger Sorgen machen muß.

Auch die VVN sagt: „Wir lehnen eine Zusammenarbeit mit dem Friedensbündnis NRW ab.“

Mitteilung des Landesausschusses der VVN-BdA NRW:

Liebe Freundinnen und Freunde,
am 17. Juni 2023 hat der Landesausschuss der VVN-BdA NRW mit großer Einigkeit folgendes beschlossen:

„Wir lehnen eine Zusammenarbeit mit dem Friedensbündnis NRW ab“.
Das ‚Friedensbündnis NRW‘ hat, an den klassischen Friedenskräften vorbei, eigene Aktivitäten entwickelt (z.B. Demos in Düsseldorf am 11. Februar bzw. am 25. März und 17. Juni). Besonders aus dem Raum Düsseldorf haben sich auch Mitglieder der VVN-BdA an diesen Demonstrationen beteiligt. Darauf angesprochen waren ihre Argumente: Die Aussagen des Bündnisses zu Frieden und Abrüstung seien völlig in Ordnung. Darüber hinaus dürften die Teilnehmenden nicht den Rechten überlassen werden. Laut der Zeitschrift TERZ 06.23 setzt sich das Friedensbündnis NRW derzeit aus 19 Gruppierungen zusammen. Mit ihrer ‚AG Frieden‘ ist die Partei dieBasis Teil des Bündnisses. Mona Aranea, Pressesprecherin der Partei dieBasis fungiert als Sprecherin des Bündnisses.
Welchen Charakter die Partei dieBasis hat, kann in der Antifa Ausgabe März/April 2023 | Seite 8 nachgelesen werden. Angefügt haben wir auch eine Ausarbeitung der DfG-VK NRW: „Warum wir gegen eine Zusammenarbeit mit dem Friedensbündnis NRW sind“. Daraus ergibt sich für uns kein Zweifel, dass es sich um eine rechtsesoterische Partei handelt. Sie versucht das Thema Frieden zu besetzen und bedient sich dazu der Argumente der Friedensbewegung.
Wie ist es mit dem Potential zur Mobilisierung dieser rechtsesoterischen Kräfte bestellt?
Die Teilnehmenden an diesen Aktivitäten sind keineswegs Menschen, die den Rechten auf den Leim gegangen sind. Sie haben sich bewusst entschieden. Es scheint, dass einige VVN-Mitglieder durch Beteiligung an den Aktivtäten des Friedensbündnis NRW glauben, deren Potential auf die Seite der Friedenskräfte ziehen zu können. Es ist jedoch eher zu vermuten, dass die Teilnahme an diesen Aktivtäten sie sogar noch bestärkt und nicht zu einer Umorientierung nach links führt. Umfragen belegen, dass die AfD, wenn heute Wahlen wären, 18-20% Stimmen erzielen würde. Es kann nicht sein, den rechtsoffenen Kräften entgegenzukommen, indem ihnen sogar eine Plattform geboten wird, wie es zum diesjährigen Ostermarsch versucht wurde.
Völlig unverständlich ist es, warum VVN-Mitglieder gezielt Kontakt zu einer nach Rechts offenen Gruppe suchen. Dabei gehen sie sogar so weit, auf deren Veranstaltungen einen Redner zu stellen, wie am 25. März und am 17. Juni in Düsseldorf. Warum wird nicht die gleiche Energie aufgewendet, mit bedeutenden Akteuren ins Gespräch zu kommen? Das wirkliche Potential, mit dem den Kriegstreibern und Rechten entgegengetreten werden kann, haben bei uns vor allem die Gewerkschaften. Auch wenn es noch nicht um unsere Themen geht, beweisen die Streiks zum Beispiel im öffentlichen Dienst was möglich ist.
Wir verurteilen rechte und nach rechts offene „Friedens“-Aktionen und halten daran fest: Die Tür der Antifa- und Friedensbewegung nach Rechts bleibt geschlossen. Die VVN-BdA verurteilt alle Angriffskriege, die des Westens wie die Russlands. Sie ist überparteilich, lässt sich von keiner Partei vereinnahmen. Das hat sie im Umgang mit SPD, KPD und DKP gezeigt und sie betont es auch gegen Partei dieBasis. Letzteres auch wegen deren zweifelhaften Beziehungen gegenüber Rechts, Reichsbürger usw. Wer direkt oder indirekt bei AfD oder diebasis oder ähnlichen Kräften andockt, begibt sich auf den Weg in den Rassismus und Militarismus. Das beweist unter anderem das Militärpolitische Programm der AfD-Bundestagsfraktion.
‚Nie wieder Krieg und Nie wieder Faschismus‘ gehören zusammen. Mit Ultrarechten für den Frieden eintreten? – das geht nicht. Als Bündnisorganisation verurteilt die VVN-BdA alle Versuche, die Friedensbündnisse in Kampfabstimmungen zugunsten rechtsoffener Kräfte zu verwickeln. Bündnisse existieren im vertrauensvollen Konsens und nicht in Grabenkämpfen.“

Die VVN-BdA wurde 1946/47 als Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) in allen vier Besatzungszonen gegründet. In ihr organisierten sich Frauen und Männer, die während der Naziherrschaft verfolgt wurden, den Holocaust überlebt, Widerstand geleistet haben oder vor dem Hitlerfaschismus fliehen mussten. Sie ist die älteste antifaschistische Organisation Deutschlands und verbindet Antifaschistinnen und Antifaschisten aller Generationen.

Neu in der Weltbühne: Was wurde / was wird aus Italien?

Neu in der Weltbühne: Gerhard Feldbauer: Giorgia Meloni und der italienische Faschismus. PapyRossa Verlag 2023. 168 Seiten, € 14,90.
Eine Woche vor dem 100. Jahrestag von Mussolinis »Marsch auf Rom«, der Machtübergabe an den »Duce« des Faschismus, trat die Führerin der Fratelli d’Italia, Giorgia Meloni, im Herbst 2022 ihr Amt als Ministerpräsidentin Italiens an. Ihr mehrheitlich aus Mussolini-Anhängern gebildetes Kabinett wurde in linken Medien als Regierung »reueloser Faschisten« charakterisiert. Gerhard Feldbauer geht der Frage nach, wie es geschehen konnte, dass zu Mussolinis verbrecherischem Erbe sich Bekennende an die Macht kommen konnten. Möglich wurde das, weil die faschistischen Kräfte in der Vergangenheit in Reserve gehalten wurden, um die Vorherrschaft der USA und der NATO zu sichern und um die Linken von der Regierung fernzuhalten. Nach ihrem Wahlsieg gab Meloni vor, sie habe »nie mit dem Faschismus sympathisiert« und Mussolinis Rassengesetze von 1938 immer als »Tiefpunkt der italienischen Geschichte« und als »eine Schande« betrachtet. Im Wahlkampf dagegen hatte sie sich zum Erbe Mussolinis bekannt und angekündigt, ein das Parlament entmündigendes autoritäres Präsidialregime zu errichten – bei Forcierung der neoliberalen Agenda.
Gerhard Feldbauer, Dr. phil., habilitierte sich in italienischer Geschichte und war langjähriger Pressekorrespondent in Italien und Vietnam. Arbeitet als freiberuflicher Publizist.

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„Mehrere hundert Tote“

Maggy Wösthoff (Seebrücke) schreibt:
Nach überwundener Sprachlosigkeit anlässlich der Katastrophen, die sich an den Außengrenzen der EU ereignen möchte ich an dieser Stelle mit euch gemeinsam den mehreren hundert ertrunkenen Menschen auf dem Fischerboot nahe der griechischen Küste gedenken. Vielleicht ist es ein Augenblick der Wut, der Trauer oder der Fassungslosigkeit . . .
Unterlassene Hilfeleistung der europäischen Behörden ist mit eine Ursache für das Kentern des Bootes sein.
Diese Katastrophe hat ein ganz konkretes Bild: das erschreckend überfüllte Boot, auf dessen Decks und jedem noch so kleinen Platz asylsuchende Menschen aus Afghanistan, Syrien, Palästina, Ägypten und Pakistan standen. Die Frauen und Kinder unter Deck können wir auf den Bildern nicht sehen.
Die Zahlen der Passagiere schwanken zwischen rund 500 und 750 Passagiere. Gerettet wurden 104 Menschen.
Seebrücke klagt an die Außenpolitik der EU: Auch diese Schiffskatastrophe hätte vermieden werden können.
Anlässlich des geplanten GEAS (Gemeinsames Europäisches Asylgesetz) fanden bis jetzt in unserer Stadt Protestaktionen statt: von der Grünen Jugend und von der Syrischen Koordination in Zusammenarbeit mit Seebrücke Duisburg.
Mit solidarischen Grüßen
Maggy Wösthoff
für Seebrücke Duisburg

Redebeitrag von Seebrücke Duisburg
bei der Kundgebung „Nein zur Verschärfung des Asylrecchts“ am 19.06.2023 Veranstalter Grüne Jugend Duisburg

Europas Außenpolitik hat versagt – aktuelle Informationen zur Situation an den Außengrenzen. Die Situation für asylsuchende Menschen ist lebensgefährlich und wird immer dramatischer. Seit 2018 verfolgt Seebrücke die Maßnahmen, mit denen Europa sich mehr und mehr abschottet und ist wütend und erschüttert über die Politik der Abschreckung. Immer mehr Grenzzäune entstehen. Waren es im Jahr 2014 noch 314 km, die Europa vor Asylsuchenden abschotten sollten, sind es im Jahr 2022 inzwischen 2048 km.

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DFG-VK NRW sagt klar: Mit rechten und rechtsoffenen Kräften ist kein Frieden zu machen!

Der Landesverband Nordrhein-Westfalen der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner erklärt:

Mit rechten und rechtsoffenen Kräften ist kein Frieden zu machen!
Rechte Beeinflussungsversuche der Friedensbewegung und die Übernahme von Friedensthemen, -losungen und-motiven durch rechte Gruppen sind auch in NRW unübersehbar. Das findet sich nicht nur in den Aussagen der AfD sondern auch z.B. im aktuellen regelmäßigen Auftreten der Gruppe „NRW erwacht“ mit monatlichen Demonstrationen zur Friedensthematik in verschiedenen Orten. Gruppen aus dieser Szene haben sich zuletzt beim Ostermarsch in Dortmund in den Demozug gedrängt. Dort war die Gruppe „Demokratischer Widerstand Dortmund“ mit mehreren Personen und Fahnen vertreten. Diese Gruppe wurde wenige Wochen später bei der Demonstration von „NRW erwacht“ in Bochum beobachtet.
Anfang des Jahres gründete sich unter dem Namen „Friedensbündnis NRW“ ein Zusammenschluss von Gruppen mit deutlichen Bezügen zu rechten Szene und mit verschwörungstheoretischen Ansätzen. Damit wollen wir nicht sagen, dass Gruppen in dem Zusammenschluss oder deren Mitglieder selber rechts sind. Aber eine deutliche Abgrenzung gegen rechts ist nicht zu erkennen.
Eine Klammer zwischen eindeutig rechten Gruppen und dem „Friedensbündnis NRW“ ist die neu gegründete Partei „Die Basis“. Sowohl die Sprecherin des „Friedensbündnis“ als auch mehrere weitere Akteure sind Mitglied dieser Partei. Die Sprecherin des „Friedensbündnis NRW“ beklagte sich selber über das Wirken rechte Kreise in ihrer Partei.
Wir als DFG-VK Landesverband NRW betonen ausdrücklich, dass es keine Zusammenarbeit mit den oben beschriebenen Gruppen geben kann und somit auch nicht mit dem „Friedensbündnis NRW“. Die oberflächliche Übereinstimmung von Friedensparolen kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in der politischen Positionierung deutlich unüberbrückbare Differenzen gibt, vor allem in der fehlenden Abgrenzung gegen rechts. So sehen wir eine Kette von Überschneidungen in Parolen und Personen, die von der AfD und „NRW erwache“ über die „Basis“ und Querdenkergruppen bis zum „Friedensbündnis NRW“ führt.

Hier unsere ganze Stellungnahme, warum wir die Zusammenarbeit mit dem „Friedensbündnis NRW“ ablehnen.

Gegen die verschiedenen Versuche von rechts, Einfluss auf die Friedensbewegung zu nehmen, gibt es auch von anderen Friedensgruppen Stellungnahmen. Hier die des Kölner Friedensforums.

Keine Lösung? Keine Lösung.

Vorwort: Welches Thema wäre besser geeignet für das 3.000. (dreitausendste) Notat im Blog amore e rabbia?
Eigentlich jedes andere auch.

Erinnern Sie sich an den 17. Juni – nein nicht an den vor einem Jahr, sondern – sagen wir mal – an den vor 50 Jahren: 1973? Ein schöner Tag: Freibadbesuch, Ausflug, mindestens: ausschlafen. Denn das war ein Feiertag. Dessen offizieller Anlaß war eigentlich ein bierernster und lag gerade mal 20 weitere Jahre zurück. Aber das trübte die Freude an einem freien Frühsommertag nicht.
Am 17. Juni 1953 hatte es in Berlin-Ost und anderen Städten der DDR Straßenkämpfe gegeben, in denen sich massive Unzufriedenheit in der Bevölkerung mit der Staatsmacht entlud. Panzereinheiten der in der DDR stationierten sowjetischen Streitkräfte verhinderten Schlimmeres. (Das muß ich so formulieren, damit Klopsman alias Linksman wieder einen Grund hat, sich aufzuregen. Und: Die Sowjetunion gibt es nicht mehr).
Der Volkssturm von 1953 wird derzeit wieder hervorgehoben. Er fügt sich in die Strömung aktueller Machtpolitik: Wiederbelebung des Kalten Krieges, Feindschaftspflege nach außen und im Inneren.
Zum 50. Jahrestag, 2003, erschien in DER METZGER Nr. 67 mein kritischer Kommentar, geeignet, Sympathien zu verscherzen ohne neue zu gewinnen. Die Überschrift „Keine Lösung“ mag mehrdeutig sein. Das Heft kann immer noch bestellt werden.
Hier die ersten beiden Seiten
Hier der ganze Artikel, auf dem Bildschirm leichter zu lesen.