
Das war noch nie anders: Am Rosenmontag ist die Buchhandlung Weltbühne geschlossen.
Der Rosenmontag ist für mich einer der höchsten Feiertage. Ich verbringe diesen Tag in kreativer Kontemplation: zur konzentrierten Arbeit, bei der ich meine Ruhe haben muß.
Dazu ist doch nichts schöner als ein VERLÄNGERTES WOCHENENDE. Ein VERLÄNGERTES WOCHENENDE ist ein Wochenende mit einem freien Montag dran.
Zum Glück ist der Rosenmontag immer an einem Montag.
Das ist das Schöne, das Angenehme und der eigentliche Sinn des Karnevals: Daß ich da nicht mitmachen muß.
Good old everlasting Sternbuschweg. Februar 2023
Seebrücke hilft
Eine gute Veranstaltung
Es wäre schön gewesen, wenn Frank Baier seinen 80. Geburtstag noch erlebt hätte. Viele, die ihn kannten, die ihn begleitet hatten und sein künstlerisches Wirken schätzen, waren am vergangenen Samstag im sehr gastfreundlichen KOM’MA-Theater in Rheinhausen.
Michael Zachcial und die Band Grenzgänger boten ein umfangreiches, sehr gekonnt vorgetragenes Programm.
Bilder © Hafenstaedter/Merkfoto
Büchertisch als Beitrag der Buchhandlung Weltbühne.
„Die Lebenskunst ist die wichtigste aller Künste“: Bertolt Brecht
Von Bertolt Brecht ist mal wieder die Rede. Der meist-entsorgte, meist für erledigt gehaltene, meist-vergessengemachte, meist für überholt erklärte – aber meist-überlebensfähige Autor wurde am 10. Februar 1898 geboren. An den 125. Geburtstag mußte erinnert werden.
Rückblende 1998. Anläßlich des 100. Geburtstags erschien eine METZGER-Sonderausgabe (Der Metzger Nr. 55), ein Heft mit 52 Seiten, darauf zahlreiche Abbildungen, einige Dokumente und Zitate, zwei Gastbeiträge (Lina Ganowski, Motte) und wurde damals für 8 Mark verkauft.
Aus dem Inhalt:
Liefere die Ware! / Das meiste, was geschrieben wird, ist Quatsch. Wie die Taz, aber auch die UZ, Fragwürdiges verbreiten.
Brecht-Chronik
„Da ging der Tumult los“ Die „Legende vom toten Soldaten“.
Der Haifisch ist kein Haifisch (wenn man nichts beweisen kann). Die Dreigroschenoper.
Zeugnisse: George Grosz, Max Frisch, Erwin Geschonneck.
Wollen Sie Brecht lesen? Eine ausführlich kommentierte Literaturliste.
Die wiedergefundene Ernte. Die ersten gedruckten Texte Brechts standen in der Schülerzeitung „Die Ernte“.
Brecht-Bibliografie.
Motte: Mottes Oma und Bert Brecht.
„Sind Sie oder waren Sie jemals…“ Aus dem Verhör vor dem Kongreßausschuß zur Untersuchung unamerikanischer Umtriebe.
Helmut Loeven: Ein Amoklauf der Moral. Brecht und seine Mitarbeiterinnen. „Enthüllungen“ über Brechts Verhältnis zu seinen Mitarbeiterinnen bedienen modische Ressentiments: Eine Mischung aus Prüderie, Neid, Feminismus und Antikommunismus.
„Deine Liebe könnte fünf Erdteile glücklich machen“: Ruth Berlau. Zitate aus den Erinnerungen einer faszinierenden Frau: über Walter Benjamin, Hanns Eisler, Charlie Chaplin, Peter Lorre, Paul Dessau, Berliner Ensemble, über Freundschaft und Liebe.
„Jrüß den Brecht!“ – Margarete Steffin.
Geschichten vom Herrn B. Brecht-Anekdoten.
Die Empfindlichkeit weiter Kreise… „Ich kann aber nicht entsprechen“. Aus dem Arbeitsjournal.
Lina Ganowski: Die Schriftsteller.
„Öfter als die Schuhe die Länder wechselnd“ – Flucht, Exil, Rückkehr.
Das Heft kann für 6 € (einschließlich Versandkosten) in der Buchhandlung Weltbühne bestellt werden.
Desweiteren 1998 wurde die Doppel-CD produziert mit dem Titel „Der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein“. Darauf enthalten ist auch die Radiosendung des Medienforums Duisburg (moderiert von Dirk Drazewski, Redaktion: Jürgen Mikley. Mitwirkender war Hans-Joachim Brune). Die Doppel-CD kann für 16 € in der Buchhandlung Weltbühne bestellt werden. Heft und CD zusammen im Versand für 20 €. Im Laden billiger.
Nochmal: Zur Veranstaltung für Frank Baier
Look up to the Sky
Glück auf, Frank Baier!
Am Samstag, 11. Februar um 20 Uhr im Kom’ma-Theater in Duisburg-Rheinhausen:
Glück auf, Frank Baier!

Die Grenzgänger, die mit ihm das preisgekrönte Album „Keine Bange Leschinsky (Lieder der Märzrevolution 1920)“ aufgenommen haben, erinnern an einen lieben Freund und warmherzigen Kollegen und spielen und interpretieren seine Lieder. Eingeladen sind verschiedene Gäste.
Frank Baier, Stimme des Ruhrgebiets war nicht nur ein unermüdlicher Streiter für Menschenrechte. Er sammelte die Lieder der Bergarbeiter, gab sie in mehreren Liederbüchern heraus und rettete sie so vor dem Vergessen. Er sang frühmorgens vor den Toren der Zechen und Stahlwerke zur Unterstützung streikender und ausgesperrter Arbeiter, spielte mit „Ton Steine Scherben“ in besetzten Häusern und half mit, die Rhein-Preußen-Siedlung in Duisburg-Homberg vor dem Abriss zu bewahren.
Ungezählte Geschichten gibt es zu erzählen, von Reisen nach Sardinien, Konzerten auf Madagaskar, der Freundschaft mit Fasia Jansen, dem Kampf gegen den „Schnellen Brüter“ in Kalkar, deutsch-türkischen Konzerten vor mehr als hundertausend Menschen in Bonn. Immer mit dabei: Die Ukulele.
Frank Baier starb im letzten Frühjahr plötzlich und unerwartet. Am 12. Februar wäre er 80. Jahre alt geworden.
Die Grenzgänger, die mit ihm das preisgekrönte Album “Keine Bange Leschinsky (Lieder der Märzrevolution 1920)” aufgenommen haben, laden ein und geben den Rahmen, ähnlich wie “The Band” bei ihrem “The Last Waltz”. Sie spielen Franks Lieder und Geschichten gemeinsam mit: Klaus der Geiger und Salossi, Helmut Meier (vormals Liedermeier), Jörg Fröse (vormals Die Grenzgänger), Eckhart Pressler (liest aus Franks noch nicht erschienener Biographie) und Paul Hoffmann (zeigt Filmausschnitte). Weitere Überraschungsgäste sind angefragt.
Samstag, 11. Feb., 20:00
KOM’MA-Theater, Schwarzenberger Str. 147, 47226 Duisburg
Anfahrt ÖPNV
Willy-Brandt-Kolleg – 2 Min Fußweg
Friedrich-Ebert-Straße – 5 Min Fußweg
Rheinhausen Rathaus – 5 Min Fußweg
Geplant ist auch: Büchertisch der Buchhandlung Weltbühne (hoffentlich klappt’s).
Dort soll auch das Buch von/über Frank Baier, erschienen im Trikont-Verlag, zu kriegen sein.
Tief besorgt
„Ganz tief besorgt bin ich, wenn ich die politische Entwicklung in Deutschland sehe. Es ist ein deprimierender Gedanke, ja beschämend, beklemmend, dass diese faschistische Gruppierung im Bundestag vertreten ist, und ich fürchte, dass die Entwicklung vorerst nicht zu stoppen ist.“
Der Schauspieler Dieter Schaad (1926-2023), der noch mit 95 Jahren vor der Fernsehkamera stand. Er spielte oft alte Nazis. In dem Saarbrücker Tatort „Das fleißige Lieschen“ (2020) spielte er einen erfolgreichen Firmen-Patriarchen, dessen ungebrochene inferiore, gefährliche (und wohl leider vererbbare) Nazi-Mentalität er sichtbar machte.
Schon vor dem Vorfrühling
Frage an die Allgemeinheit
Erst war das die Filiale der Braunschen Buchhandlung. Die gibt es gar nicht mehr, auch das Hauptgeschäft nicht. In dieses Lokal an der Lotharstraße zog dann die Filiale der Essener Heinrich-Heine-Buchhandlung ein. Und dieses Foto (aufgenommen im Oktober 2019) ist aus deren letzten Tagen.
Frage an die Allgemeinheit: Gibt es die Heinrich-Heine Buchhandlung in Essen noch?
Was nun den hier abgebildeten Laden betrifft: Daß eine Buchhandlung in unmittelbarer Nähe der Universität geschlossen wurde – sagt das was über den Zustand aus, in den das wissenschaftliche Zeitalter geraten ist?
In dem Laden ist jetzt ein Restaurant, in dem man nur mit Karte zahlen kann. Im Falle eines Raubüberfalls könnte man höchstens ein veganes Sandweich erbeuten.
Die neue CD von Tom Liwa sollte man beachten
Neu in der Weltbühne: Die CD „Eine andere Zeit“ von Tom Liwa.



Diese CD fand Beachtung beim WDR und auch beim Rolling Stone.
Diese CD ist für 17 € in der Buchhandlung Weltbühne erhältlich – im Laden ebenso wie im Versand.
Und auch die CD davor soll hier erwähnt sein:
Und auch das Buch:
Das Buch Tom. Der, den mein Freund kannte. Mit Bildern von Saskia Lippold und einem Nachwort von Birgit Fuß. 160 Seiten, 14 €.
Element
Langjährige Grünen-Politiker sind nicht die Schlauesten …
Der Kessel des Monats
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Früchte am Freitag
Sammelt Briefmarken
Fürchtet den Zorn der Aufgeklärten!
Erinnern heißt verändern
Diese Nachricht kam herein.Ich gebe sie weiter:
26. Januar 2023: Erinnern heißt verändern. Bedeutungen des Gedenkens für die Gegenwart
Was passiert, wenn Gedenken zum leeren Ritual wird? Ist Erinnern eine Schutzmaßnahme und Stärkung für die Zukunft? Entfaltet sich Solidarität stärker durch plurale Gedenkkultur? Das Bündnis zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus diskutiert live und digital mit seinen Gästen:
Podiumsgäste:
• Roxanna-Lorainne Witt, save space e.V./ ehem. Leiterin Bildungsabteilung Dokuzentrum Roma und Sinti
• Jannes Walter, Verband jüdischer Studierenden Nord
• Kenan Emini, Roma Center e.V. / Roma Antidiscrimination Network
• Alexandre Froidevaux, KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Die Veranstaltung wird moderiert von Agnieszka Zimowska, DGB Kreisvorsitzende Göttingen.
Wann: 26. Januar 2023, 19:30h
Wo: Altes Rathaus Göttingen und digital
Gemeinsame Veranstaltung des Bündnis 27. Januar zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus.















