40 Jahre afas

Heute feiern wir (im Stapeltor) das 40jährige Bestehen des Archivs für alternatives Schrifttum.
Erkundigt euch nach dem afas. Es ist gut für uns.
Archiv für alternatives Schrifttum (afas)
Münzstraße 37-43
47051 Duisburg
Tel.: 0203 / 93 55 43 00
E-Mail: afas-archiv[at]t-online.de

Hier erfährt man mehr:
http://afas-archiv.de/
..

Vorwärts mit – zurück zu

Die Titulierung „Intellektueller Pop-Star der Linken“ klingt für manche (die Bier-Ernsten) bestimmt abwertend, ist es aber nicht, in diesem Fall bestimmt nicht (sondern durchaus passend – und respektvoll).

Neu in der Weltbühne:

Nick Thorkelson: Herbert Marcuse. Eine illustrierte Biografie
aus dem Englischen übersetzt von Marie Treperman
Unrast Verlag, 128 Seiten, herausgegeben von Paul Buhle & Andrew T. Lamas, mit einem Vorwort von Angela Y. Davis. 18 €

»Ich bin überzeugt davon, dass Marcuses Ideen heute genau so wertvoll sind wie vor fünfzig Jahren.« – Angela Y. Davis (aus dem Vorwort)
Herbert Marcuse war einer der unwahrscheinlichsten Popstars des zwanzigsten Jahrhunderts: ein Philosoph. In den 1960er Jahren katalysierte sein Argument eines »unbedingten Utopismus« den Idealismus einer revolutionären Generation und Marcuse wurde zu einem intellektuellen Anführer von Aktivist*innen und Revolutionär*innen auf der ganzen Welt.
Die Graphic Novel Herbert Marcuse. Eine illustrierte Biografie führt die Leser*innen auf amüsante und geistreiche Weise durch seine ersten Studienjahre bei Martin Heidegger und seine Flucht aus Nazi-Deutschland. Sie schildert sein Leben in den USA und wie er sich dort seinen Status als Ikone der linken Gegenkultur erarbeitete. Parallel lässt sie die Leser*innen an der Entwicklung von Marcuses philosophischen Theorien und politischen Realitäten teilhaben.
Marcuses Eintreten für eine humanere, nachhaltigere Welt wurzelte tief in seinem persönlichen Wissen über die Gewalt, die von Autoritarismus ausgeht, und dem Risiko seines Wiedererstarkens. Sein Werk ist nachhaltig relevant, radikal und inspirierend, Marcuses Konzept einer »großen Weigerung« – der Protest gegen das, was ist – ist eine Anleitung für unsere Zeit.

Bestellen Sie dieses Buch, bestellen Sie alle Bücher in der Buchhandlung Weltbühne.
Im Laden oder im Versand.
Wir helfen auch bei der Suche nach vergriffenen, entlegenen Titeln.

Die Buchhandlung Weltbühne bittet und bietet.
Die Buchhandlung Weltbühne kämpft-
Die Buchhandlung Weltbühne bittet um Unterstützung durch Aufträge.
Die Buchhandlung Weltbühne bietet solide Information im Dienste des Fortschritts.
Die Buchhandlung Weltbühne kämpft seit ihrem Bestehens um ihr Bestehen.
WELTBUEHNE MUSZ BLEIBEN !

WER BÜCHER WOANDERS BESTELLT IST NICHT GESCHEIT.
WER BÜCHER IN DER BUCHHANDLUNG WELTBÜHNE BESTELLT IST GESCHEIT.

Bob Dylan: Drei Konzerte in Deutschland

Darauf wurde ich heute aufmerksam gemacht:
Bob Dylan Konzert
Die Kunst der Totalverweigerung – Bob Dylan kommt für drei Konzerte nach Deutschland. Vielleicht ist es seine letzte Tour.
Die Konzerte
Bob Dylan 2025 live: 22. 10., Hamburg, 24. 10., Lingen, 3. 11., Köln

Mehr erfährt man in der taz.

Gute Gesellschaft

Gute Gesellschaft, schönes Wochenende.
Am Wochenende 13. und 14. September fand die Landeskonferenz NRW der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigre KriegsdienstgegnerInnen statt – praktischerweise in der Jugendherberge in Duisburg.

Die Konferenz kurz vor ihrem Beginn.

Diese Zuschauermassen hatten sich zu einem anderen Ereignis (im benachbarten MSV-Stadion) eingefunden (3:1).

Das ist der Beweis, daß ich da war und an den Abstimmungen teilnehmen durfte.

Die Konferenz kurz vor ihrem Abschluss.

Erkundigt euch nach der DFG-VK. Mitglied werden wäre eine gute Antwort auf die Ertüchtigungs-Stimmung im Lande.

Seit 25 Jahren bleibt Oststraße immer noch Oststraße


Am 1. September 2000 entschied die Stadtverwaltung, daß die Oststraße in Neudorf Oststraße heißt. Die hieß vorher allerdings genauso, und davor auch: Oststraße. Seitdem es diese Straße gab, hieß sie immer Oststraße. Von der Neudorfer Straße bis zur Lotharstraße quer durch Neudorf: Oststraße.
Im Jahre 1969 jedoch hatte die Stadtverwaltung die Straße umbenannt. Die sollte jetzt Klöcknerstraße heißen. Wieso? Wußte keiner.
Da haben die Leute gesagt: Nix da! Die Straße heißt Oststraße, und dabei bleibt’s. Oststraße bleibt Oststraße.
Es wurde sogar auf der Königstraße demonstriert mit Transparenten. Die Leute sagten: Die Studenten demonstrieren doch dauernd. Jetzt demonstrieren wir auch. Oststraße bleibt Oststraße.
Die Von der Stadt angebrachten Straßenschilder „Klöcknerstraße“ wurden abmontiert und mit richtigen Straßenschildern ersetzt: Oststraße. So ging das jahrelang. Man hat dann der Einfachheit halber die städtischen Straßenschilder überklebt mit „Oststraße“. Bis nach 31 Jahren die Stdtverwaltung es endlich drangegeben hat, der Straße einen falschen Namen aufzuzwingen. Jetzt heißt die Straße auch offiziell wieder so wie sie heißt.
31 Jahre haben die Leute der Stadtverwaltung die Stirn geboten und sich nicht gebeugt, sondern stattdessen Straßenschilder ausgetauscht.
Warum haben die Leute das getan?
Ganz einfach: Die wollten nicht, daß die Straße Klöcknerstraße heißt. Die wollten, daß die Straße Oststraße heißt.

..

Der 1. September ist Antikriegstag

Der 1. September ist Antikriegstag – in Erinnerung an den Beginn des Zweiten Weltkriegs in Europa am 1. September 1939.
Ein solcher Tag in dieser Zeit könnte doch ein Anstoß sein, MITGLIED DER DEUTSCHEN FRIEDENSGESELLSCHAFT zu werden.
Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK), gegründet 1892, ist in allen Bundesländern und in vielen Städten tätig. Wer Mitglied ist, bekommt regelmäßig die Zeitschrift ZIVILCOURAGE zugeschickt.

Die DFG-VK ist gut für dich, erkundige dich nach ihr.

dfg-vk.de

http://www.dfg-vk-duisburg.de/

Weitermachen!

Der 6. August ist Hiroshima-Tag

Der 80. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima soll Anlaß sein, zwei Kommentare wieder zu veröffentlichen, die ich 2007 und 2012 im Auftrag der DFG-VK Duisburg geschrieben habe und die von der DFG-VK verbreitet wurden. Sie erschienen auch in DER METZGER (Nr. 80 und Nr. 102).

Das Zeitalter der Atombombe ist noch nicht beendet
(2007)
Am 6. August 1945 zerstörte eine amerikanische Atombombe die japanische Stadt Hiroshima. Am 9. August 1945 wurde die zweite Atombombe über der japanischen Stadt Nagasaki abgeworfen. Durch die beiden Atomexplosionen kamen mehr als 100.000 Menschen ums Leben. In den Jahren danach – bis heute – haben die radioaktiven Spätfolgen vielen Menschen Krankheit und Leid gebracht, noch tausenden das Leben gekostet.
Mit dem Einsatz dieser fürchterlichen Waffe endete der Zweite Weltkrieg, und es begann ein neues Zeitalter. In den Jahrzehnten nach 1945 schwebte die Gefahr eines Atomkriegs als ein Damoklesschwert über der Menschheit.
Mit den Atombombenabwürfen – so wird gesagt – sollte der Zweite Weltkrieg zu einem schnelleren Ende geführt werden, und es sollte das Risiko einer verlustreichen US-Invasion in Japan vermieden werden. Doch der eigentliche Grund verbirgt sich dahinter: Nach dem Sieg über Nazi-Deutschland fiel die Anti-Hitler-Koalition, in der die Großmächte USA und Sowjetunion verbündet waren, auseinander. Die beiden Länder, die gegensätzliche Gesellschaftssysteme verkörperten, wurden zu Gegnern. Mit der Atombombe wollten die USA ihre Überlegenheit signalisieren. In Hiroshima und Nagasaki begann der Kalte Krieg.
Der Glaube, mit der Bombe ein politisches und militärisches Druck- und Drohmittel zur Durchsetzung ihrer weltpolitischen Ziele in der Hand zu haben, ließ die US-Administration eine Politik der Friedenssicherung durch Verhandlungen zugunsten einer „Politik der Stärke“ zurückstellen. Mit der oft beschworenen „sowjetischen Gefahr“ war immer die Infragestellung des Hegemonialanspruchs der USA und der Zukunftsperspektiven des kapitalistischen Gesellschaftssystems gemeint. Die US-Strategie der „Eindämmung“, des „Roll Back“ und der „Massiven Vergeltung“ basierte auf dem Atomwaffenmonopol der USA. Sie gründete sich auf die Voraussetzung, daß ein thermonuklearer Krieg möglich, vorstellbar und vertretbar ist und daß er im klassischen Sinn gewonnen und verloren werden kann. Zu diesem Zweck wurde, erst recht nachdem die USA nicht mehr allein über Atomwaffen verfügten, die Atomwaffentechnologie weiterentwickelt: durch Atombomben-Flugzeuge mit großer Reichweite, durch mit Atomwaffen ausgerüstete U-Boote, durch Militärstützpunkte, Mittelstreckenraketen, Marschflugkörper, Interkontinentalraketen und schließlich durch das Programm der Weltraumrüstung SDI.
Die Bundesrepublik Deutschland wurde zum Vorposten der US-amerikanischen Atomstrategie. Allein die in der BRD stationierten Atomwaffen hätten ausgereicht, die gesamte Menschheit auszulöschen. Einigen Politikern reichte das nicht. Sie wollten die BRD selbst zur Atommacht machen. 1957 wurde die Frage der Ausrüstung der Bundeswehr mit Atomwaffen von der Bundesregierung aufs Tapet gebracht. Der seinerzeitige Verteidigungsminister Franz-Josef Strauß damals: „Ein Verzicht auf Kernwaffen unter den gegebenen Umständen … würde militärisch eine Preisgabe Europas an die Sowjetunion bedeuten.“
1958 heißt es in einer Entschließung des Deutschen Bundestages, es sei notwendig, „daß die Streitkräfte der Bundesrepublik mit den modernsten Waffen so ausgerüstet werden, daß sie den von der Bundesrepublik übernommen Verpflichtungen im Rahmen der NATO zu genügen vermögen.“ Als 1968 der Atomwaffensperrvertrag abgeschlossen wurde, weigerte sich die Bundesregierung lange, diesem Abkommen, das die Weiterverbreitung von Atomwaffen einschränken sollte, beizutreten.
Der Kampf gegen die atomare Aufrüstung in den 50er und 60er Jahren war der Ausgangspunkt der Ostermarschbewegung, der Friedensbewegung, der Außerparlamentarischen Opposition und der systemkritischen Linken in unserem Land.
Mit dem Ende der Systemauseinandersetzung ist die Gefahr eines Atomkrieges keineswegs beseitigt. Heute verfügen mehr Länder über Atomwaffen als je zuvor, einige weitere Länder streben danach. Im Dauerkonflikt im Nahen Osten könnten Atomwaffen schon bald eine Rolle spielen.
Weiterlesen