Brief von der VVN

Brief von der VVN:

Liebe Freundinnen und Freunde,
Die Einladung zum Gedenken an zwei mutige Frauen, die ihren Widerstand gegen das Naziregime mit dem Leben bezahlten, leite ich gerne weiter.
Das Gedenken an den Widerstand der Frauen hat eine rege Beteiligung verdient, um die ich herzlich bitte.
Denn zahllose Frauen stellten sich mutig den Nazis entgegen, viele schon vor 1933: Frauen, die in der französischen Résistance tätig waren, Frauen, die Unterkünfte und Fluchtrouten für Verfolgte organisierten, sie auf vielfältige Weise Nachrichten übermittelten, die im KZ anderen halfen und tausende, die von den Nazis ermordet wurden.
Mit solidarischen Grüßen
Christa Bröcher

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
im Anhang schicke ich euch eine Einladung zum Gedenken an
Cato Bontjes van Beek und
Libertas Schulze-Boysen,
die Opfer des faschistischen Terrors wurden und ihren Widerstand gegen
die Naziherrschaft mit ihrem Leben bezahlen mussten.
Auch in diesem Jahr erinnern wir am 22. Dezember an die
Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“. Weiteres findet ihr im Anhang.
Herzliche Grüße
Christine Zentek


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Warnung vor Falschmeldung KDV

Brief von der DFG-VK: Warnung vor Falschmeldung KDV

Liebe Friedensfreundinnen und -freunde,

wie auch zu anderen Themen kursieren im Netz auch zum Thema KDV Gerüchte und Falschinformationen. Aktuell wird unter dem Titel „Bundeswehr erschwert gezielt Kriegsdienstverweigerung“ ein Text des Portals „Journalistenschule.com“ verschickt . Diese Seite gibt es gar nicht. Der gleiche Text wird aber auch mit Link auf die Seite „journalistenwatch.com“ verschickt. Dieses Portal ist eindeutig rechts ausgerichtet und warnt an andere Stelle davor, die Bundeswehr werde islamisch unterwandert.

In dem KDV-Text werden bekannte Probleme mit Halbwahrheiten und falschen Darstellungen vermischt.

Es beginnt mit dem ersten Satz „Wer als junger Mann den Kriegsdienst verweigern will, wird nicht mehr nur abgewimmelt, sondern gezielt zermürbt.“ Sicherlich müssen KDVer aktuell mit langen Wartezeiten rechnen und den Karrierecentern fällt immer mal wieder was neues ein, was sie noch anfordern, aber darüber hinaus ist die Chance als KDVer anerkannt zu werden aktuell sehr hoch. Hier werden KDVer durch den Text gezielt verunsichert.

Weiter heißt es „Wer etwas vergisst, bekommt den Antrag zurückgestempelt: „unvollständig“.“ Ja, wenn die notwendigen Unterlagen nicht eingereicht werden, bekommt man eine Aufforderung, sie zu vervollständigen. Das ist aber keine Ablehnung sondern einfach ein normaler Verwaltungsvorgang. Wir informieren auf unseren Homepages und Flyern darüber, was alles zu einem Antrag gehört.

Dann folgt dieser Absatz:

> Der Clou: Der Antrag darf nicht mehr direkt ans Bundesamt gehen, sondern muss
> zwingend persönlich im Karrierecenter abgegeben werden – in Einrichtungen, die
> hoffnungslos überlaufen sind. Termine gibt es erst in vier bis sechs Monaten.
> Genau in dieser Wartezeit kommt der Musterungsbescheid. Und wer bis dahin
> keinen anerkannten Verweigerungsbescheid in der Tasche hat, gilt automatisch als
> „freiwillig Gemeldeter“. Spiel, Satz, Sieg für die Kriegsmaschinerie.

An dem ist so ziemlich alles falsch. Der KDV-Antrag muss natürlich nicht persönlich beim Karrierecenter abgegeben werden sondern kann ganz normal per Post (EInschreiben) geschickt werden. Es gibt auch keine Abgabetermine. Wartezeiten ergeben sich nicht bei der Antragstellung sondern dann, wenn eine Musterung verlangt wird (bei Ungedienten). Diese müssen aktuell lange auf einen Termin warten. Allerdings gilt der Antrag mit dem Eintreffen im Karriercenter als gestellt. Von einem „freiwillig gemeldet “ kann nicht die Rede sein.

Die rechte Gesinnng wird spätestens an der folgenden Passage deutlich, wo indirekt der Kriegsdienstzwang für Frauen gefordert wird. Nicht der Zwangsdienst an sich wird kritisiert sondern dass er nicht für alle gilt.

> Besonders perfide: Frauen sind komplett ausgenommen. Die angebliche
> Gleichberechtigung endet genau dort, wo es ums Sterben geht. Männer werden
> weiter als Kanonenfutter behandelt – nur diesmal mit Smileys und
> Diversity-Postern kaschiert.

Also, diesen Text bitte nicht weiterleiten und Vorsicht bei Panikmeldungen im Netz. Wir versuchen eine seriöse Beratung zu machen, die wahre Missstände wie die unnötige Musterung von Ungedienten kritisiert aber nicht die Verunsicherung der jungen Männer noch vergrößert!

Viele Grüße,

Joachim Schramm
Landesprecher

Vereinigte Kriegsdienstgegner NRW

Braunschweiger Straße 22, 44145 Dortmund

0231/818032

Brief von der DFG-VK

Liebe Friedensfreundinnen und -freunde,
am 5. Dezember 2025 rufen verschiedene Jugendorganisationen zu einem bundesweiten Schulstreik gegen die Wehrpflicht auf – und viele tausend Jugendliche machen mit. Hintergrund ist die geplante Wiedereinführung der Wehrpflicht: An dem Tag soll im Bundestag über das entsprechende Gesetz abgestimmt werden. Es sieht eine Erfassung aller 18-jährigen ab dem 1.1.26 und eine Musterung ab Juli 2027 vor. Werden auf diese Art nicht genug Freiwillige geworben, soll dann in einer neuen Entscheidung des Bundestages eine Wehrpflicht reaktiviert werden.
Mit dem Schulstreik wollen junge Menschen ein klares Zeichen setzen gegen Zwangsdienst, Militarisierung und die Einschränkung individueller Lebensplanung. Viele sehen in der Rückkehr zur Wehrpflicht nicht nur eine militärpolitische, sondern eine fundamentale gesellschaftliche Entscheidung – und sie wollen aktiv mitentscheiden, wie ihre Zukunft aussehen soll. Die DFG-VK NRW unterstützt die Schulstreiks und die sie begleitenden Aktionen. Unsere Ortsgruppen sind an vielen Ort mit dabei.
Hier gibt es eine – unvollständige – Liste der Aktionen in NRW:

Aktionen und Schulstreiks gegen „Neuen Wehrdienst“

Das ab 1. Januar 2026 geltende Gesetz sieht in der der ersten Phase auch vor, dass vom Jahrgang 2008 beginnend alle Männer und Frauen ein Schreiben erhalten, in dem sie eine Bereitschaftserklärung zum freiwilligen Wehrdienst mittels Fragebogen abgeben sollen. Für Männer ist die Abgabe verpflichtend. Die DFG-VK ruft zum zivilen Ungehorsam gegen diese Zwangsmaßnahme auf: Man müsse nicht sofort alles erfüllen, was das Militär von einem verlangt. Der erste Bundeswehr-Brief, der bei einem eingeht, könne entweder verspätet, unvollständig oder gar nicht abgegeben werden – auch das Schreddern des Briefs aus Protest sei möglich. Erst, wenn auch der Erinnerungsbrief nicht beantwortet werde, droht ein Bußgeld wegen Ordnungswidrigkeit – ob es sich dabei lediglich um wenige Euro oder um einen höheren Betrag handelt, ist noch nicht klar. Je mehr Sand ins Getriebe der Bundeswehr gestreut wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass auf die Person verzichtet wird.
Für öffentliche Aktionen bietet unser Bundesverband ein Aktionsset „Wehrdienst Schreddern“ an:

Pazifix, der Materialversand der DFG-VK

Mit Friedensgrüßen,
Benno Malte Fuchs, Landesgeschäftsführer
Joachim Schramm, Landesprecher

Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen NRW
Braunschweiger Straße 22, 44145 Dortmund
0231/8180-32 (fax -31)
www.nrw.dfg-vk.de

Frieden braucht Bewegung! Mitglied werden:
www.dfg-vk.de/mitglied-werden

40 Jahre afas

Heute feiern wir (im Stapeltor) das 40jährige Bestehen des Archivs für alternatives Schrifttum.
Erkundigt euch nach dem afas. Es ist gut für uns.
Archiv für alternatives Schrifttum (afas)
Münzstraße 37-43
47051 Duisburg
Tel.: 0203 / 93 55 43 00
E-Mail: afas-archiv[at]t-online.de

Hier erfährt man mehr:
http://afas-archiv.de/
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Vorwärts mit – zurück zu

Die Titulierung „Intellektueller Pop-Star der Linken“ klingt für manche (die Bier-Ernsten) bestimmt abwertend, ist es aber nicht, in diesem Fall bestimmt nicht (sondern durchaus passend – und respektvoll).

Neu in der Weltbühne:

Nick Thorkelson: Herbert Marcuse. Eine illustrierte Biografie
aus dem Englischen übersetzt von Marie Treperman
Unrast Verlag, 128 Seiten, herausgegeben von Paul Buhle & Andrew T. Lamas, mit einem Vorwort von Angela Y. Davis. 18 €

»Ich bin überzeugt davon, dass Marcuses Ideen heute genau so wertvoll sind wie vor fünfzig Jahren.« – Angela Y. Davis (aus dem Vorwort)
Herbert Marcuse war einer der unwahrscheinlichsten Popstars des zwanzigsten Jahrhunderts: ein Philosoph. In den 1960er Jahren katalysierte sein Argument eines »unbedingten Utopismus« den Idealismus einer revolutionären Generation und Marcuse wurde zu einem intellektuellen Anführer von Aktivist*innen und Revolutionär*innen auf der ganzen Welt.
Die Graphic Novel Herbert Marcuse. Eine illustrierte Biografie führt die Leser*innen auf amüsante und geistreiche Weise durch seine ersten Studienjahre bei Martin Heidegger und seine Flucht aus Nazi-Deutschland. Sie schildert sein Leben in den USA und wie er sich dort seinen Status als Ikone der linken Gegenkultur erarbeitete. Parallel lässt sie die Leser*innen an der Entwicklung von Marcuses philosophischen Theorien und politischen Realitäten teilhaben.
Marcuses Eintreten für eine humanere, nachhaltigere Welt wurzelte tief in seinem persönlichen Wissen über die Gewalt, die von Autoritarismus ausgeht, und dem Risiko seines Wiedererstarkens. Sein Werk ist nachhaltig relevant, radikal und inspirierend, Marcuses Konzept einer »großen Weigerung« – der Protest gegen das, was ist – ist eine Anleitung für unsere Zeit.

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Bob Dylan: Drei Konzerte in Deutschland

Darauf wurde ich heute aufmerksam gemacht:
Bob Dylan Konzert
Die Kunst der Totalverweigerung – Bob Dylan kommt für drei Konzerte nach Deutschland. Vielleicht ist es seine letzte Tour.
Die Konzerte
Bob Dylan 2025 live: 22. 10., Hamburg, 24. 10., Lingen, 3. 11., Köln

Mehr erfährt man in der taz.